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Veröffentlicht am 12.05.2018

Ein würdiges Finale!

Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter
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Obwohl Rhys Feyres Seelenverwandter ist, kehrt sie zum Tamlins Hof zurück, um ihn auszuspionieren. Dieser hat sich mit Hybern verbündet, doch möchte er nur den Krieg. Feyre muss vorsichtig sein, denn falls ...

Obwohl Rhys Feyres Seelenverwandter ist, kehrt sie zum Tamlins Hof zurück, um ihn auszuspionieren. Dieser hat sich mit Hybern verbündet, doch möchte er nur den Krieg. Feyre muss vorsichtig sein, denn falls ihre Verbindung zu Rhys entdeckt würde, steht nicht nur ihre Liebe, sondern auch die Zukunft von Prythian auf dem Spiel...

Dies ist der dritte Teil der Trilogie!

Das Cover ist mal wieder wunderschön und auch der Schreibstil konnte mich voll mitreißen. Irgendwie schafft es die Autorin immer wieder, dass man weiterlesen möchte – auch wenn es ziemlich viele Seiten hat. Man vermutet, dass es viele Längen werden wird, aber dem ist trotz weniger Kleinigkeiten nicht so. Die Details wirken nicht zu überhäuft und ich konnte mich fast schon fallen lassen..

Nachdem Feyre mir im zweiten Band nicht ganz so gut gefallen hat, konnte sie mich hier voll überzeugen. Sie hat im Laufe der Trilogie eine riesige Charakterentwicklung vollzogen und ich muss schon sagen, dass sie mir hier am meisten ans Herz gewachsen ist. Ihre Stärke hat sie nicht abgelegt, aber sie hat auch wieder etwas Lebendiges in sich, was mich oft zum Lachen gebracht hat. Auch andere Emotionen liegen nicht fern, denn manchmal hat mich die Autorin so gepackt, dass ich ihre Handlungen total nachvollziehen konnte und sehr mit ihr gefühlt habe. Das macht Feyre definitiv zu einen meiner liebsten Charakteren.

Auch Rhys spielt mal wieder eine entscheidende Rolle – als ihr Seelengefährte. Ich muss gestehen – ich kann total nachvollziehen, warum es einen so großen Fanclub von ihm gibt – und ich bin kurz davor auch einzutreten. Er ist definitiv einer der besten männlichen Charaktere, die es gibt und das Herz schmilzt fast schon weg, wenn man von ihm ließt. Er ist nicht der typische Bad Boy, von dem man immer liest und ich denke, jeder wünscht sich einen Rhys an seiner Seite :)

Aber trotz der vielen Romantik, welche ja auch schon im zweiten Teil stark ausgeprägt war, und auch hier wieder vorhanden ist, wird die Haupthandlung natürlich weitergeführt. Spannung war definitiv vorhanden und das Finale konnte sich sehen lassen. Es wirkte trotz der vielen Wendungen nicht vollgequetscht und ich wollte am liebsten die ganze Nacht weiterlesen! Die Welt rund um Prychian lernt man auch besser kennen, da man nun auch die Höfe besser kennenlernt! Das hat mich sehr gefreut und gleichzeitig wollte ich noch mehr lesen!

Auch andere Charaktere lernte man besser kennen und neue Personen statteten einen Besuch ab. Einige lernte ich zu hassen, andere habe ich ins Herz geschlossen. Auch lernte man Kleinigkeiten von bestimmten Personen kennen, die zwar nicht besonders wichtig sind, aber trotzdem der ganzen Geschichte einen gewissen Schliff gaben. Dabei wurde ich das ein oder andere mal stark überrascht. Viele Gefühle fanden einen Platz in diesem Buch, so auch Verletzlichkeit und die Liebe alles für deine Familie zu tun. Das stand sehr im Vordergrund und war an der ein oder anderen Stelle sehe emotional.

Fazit: Es ist ein spannendes Finale, welches mich total überzeugen konnte! Emotionen waren vorhanden und ich denke, mit der Auflösung kann man zufrieden sein. Die Charaktere waren auch wieder sehr gut ausgearbeitet und ich verlange nach mehr von dieser Welt. Auch bin ich gespannt, ob der Film an das Buch heranreichen kann. Von mir bekommt die Geschichte 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 05.04.2018

Ein würdiges Finale

Der Glanz der Dunkelheit
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Lia reist in ihr Heimatland Morrighan zurück, um ihr zur Hilfe zu eilen. Doch sie lässt schweren Herzens Rafe zurück, welcher sie heiraten wollte. Die Zukunft ist ungewiss, denn was wird passieren, wenn ...

Lia reist in ihr Heimatland Morrighan zurück, um ihr zur Hilfe zu eilen. Doch sie lässt schweren Herzens Rafe zurück, welcher sie heiraten wollte. Die Zukunft ist ungewiss, denn was wird passieren, wenn Lia gegen den Komizar in den Krieg ziehen muss und wie wird sie Frieden über die Länder bringen?

Da dies nun das Finale von der Reihe ist, war ich sehr neugierig. Denn vom dritten Teil war ich eher enttäuscht, da er sehr langatmig war, dennoch war ich optimistisch, dass dieses Buch spannend werden könnte.

Kommen wir zuerst zum Cover. Es passt sehr gut zur Reihe und auch wenn es nicht das Schönste von ihnen ist, mag ich es sehr gerne. Die Geschichte und der Kampf werden sehr schön verdeutlicht, denn wenn man etwas genauer schaut, erkennt man im Hintergrund mehrere Soldaten. Auch der Schreibstil hat mich nicht im Stich gelassen. Er hat sich während der Bücher verändert und wurde immer hochgestochener. Das mochte ich ganz gerne. Auch die kleinen Texte von Morrighans, Venda und Gaudrel fehlten nicht. Es ist schön sie zu lesen und ich würde mich sehr über ein eigenes Buch, welches nur diese Texte beinhaltet, freuen.

Auch die Sichten von Rafe und Kaden sind wieder aufgetaucht. Zwar nicht sonderlich ausführlich, aber es war schön wieder mehr von ihnen zu hören. Ich hege gemischte Gefühle für die beiden. Nach dem dritten Band war ich mir ziemlich sicher, dass Kaden mit Lia zusammen kommt, aber beim ersten und zweiten Teil mochte ich Rafe lieber. Inzwischen mag ich beide gerne. Dazu ein großes Lob an die Autorin, dass sie mir die beiden Männer so sympathisch gemacht hat.

Auch Lia zeigt wieder ihre starke Seite. Sie ist definitiv eine sehr sympathische und starke Frau. Das beweiset sie auch in diesem Buch, denn die Begegnung mit den Komizar hinterlässt Spuren. Sie hat sich auch drastisch weiter entwickelt, denn obwohl sie dennoch an der ein oder anderen Stelle naiv ist, ist sie nicht mehr das kleine Mädchen, welches sich vor der Hochzeit fürchtet und flüchtet. Sie ist zu einer stolzen Frau herangewachsen - und mit ihr auch die anderen Charaktere. So hat sich Pauline auch stark entwickelt - und das habe nicht nur ich bemerkt.

Auch war ich gespannt, wie die ganze Dreiecksbeziehung aufgelöst wird. Die Autorin spannt uns damit etwas auf die Folter und anfangs war ich schon ziemlich skeptisch, aber das Ende hat mir dann doch gut gefallen. Zwar hätte ich es mir etwas anders gewünscht, aber ich denke, jeder kann wenigstens ansatzweise zufrieden damit sein.

Der finale Kampf hat mir auch sehr gefallen. Es gab alles, was man sich nur wünschen konnte. Spannung, Intrigen und Geheimnisse. Ziemlich brutal war es auch, was mich keineswegs gestört hat. Zwar bleibt die Liebe und das Drama hier auf der Strecke - anders als in den vorherigen Bänden. Das kann den ein oder anderen vielleicht stören, aber meiner Meinung nach hat es auch sehr zur Stimmung gepasst . Wer den dritten Teil ziemlich schwach fand, wird hier genau das finden, das dort leider gefehlt hat. Denn da ich den vorherigen Band eher langweilig fand, ist hier nun das komplette Gegenteil der Fall.

Fazit: Es ist ein würdiges Finale, was die meisten bestimmt zufrieden stellen wird. Spannung, Geheimnisse und auch die Brutalität haben hier nicht gefehlt. Auch die Charaktere waren mir hier wieder sehr sympathisch und lebendig.

Veröffentlicht am 25.02.2018

Außergewöhnlich, spannend und unerwartet

Scythe – Die Hüter des Todes
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Titel: Scythe - Die Hüter des Todes
Autor: Neal Shusterman
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 21.09.2017
Verlag: Fischer Sauerländer
Seitenzahl: 528 Seiten
Preis: 19,99 Euro

Die Zukunft ist eine Welt, in ...

Titel: Scythe - Die Hüter des Todes
Autor: Neal Shusterman
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 21.09.2017
Verlag: Fischer Sauerländer
Seitenzahl: 528 Seiten
Preis: 19,99 Euro

Die Zukunft ist eine Welt, in der es keine Kriege, keine Angst und keine Krankheiten gibt. Dafür ist nun jeder Mensch unsterblich und man hat schon alles entdeckt, was es zu entdecken gibt.
Scythe sind dafür da Menschen auszuerwählen, die sterben müssen. Doch auch Scythe habe Gefühle, denn sonst wären sie Monster.
Citra und Rowan sind Lehrlinge. Jedoch kann nur einer ein Scythe werden und muss somit den anderen töten...

Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mir noch ein paar Bewertungen im Internet angeguckt und es war erstaunlich, dass keine einzige negative Rezension zu finden war. Somit hatte ich schon hohe Erwartungen, aber ich war euch etwas skeptisch, ob ich Rowan nicht doch etwas unsympathisch finden würde. Dieser wird nämlich im Buch so beschrieben, dass er „sich von diesem dunklen Scythe angezogen fühlt“.

Kommen wir aber mal als erstes zum Cover. Ich finde es wunderschön und sehr einzigartig, da man ja schon einen Scythe dort sieht. Das Cover vom zweiten Band ist da etwas schwächer, aber vielleicht muss ich es erst einmal in den Händen halten, um das beurteilen zu können. Manche aus meinem Umfeld mögen das Cover aber nicht so gerne, von da an scheint es eine ganz schöne Geschmackssache zu sein.

Die ganze Geschichte spielt in der Zukunft und wie auch im Klappentext gesagt wird, sind die Menschen nun unsterblich und müssen durch Scythe getötet werden. Man nennt es "nachlesen", wobei es aber den gleichen Zweck erfüllt. Denn auch in der Zukunft müssen Menschen nachgelesen werden, da es sonst zu viele Menschen geben würde. So kann es auch sein, dass jemand mal 300 Jahre alt wird. Ich musste mich erst einmal an diese ganz neue Welt gewöhnen, die aber teilweise unserer jetzigen noch ähnelt.
Der Autor hat jetzt nicht solche abstrusen Sachen aus der Tasche gezogen, sondern auch darüber nachgedacht. Was ich aber etwas merkwürdig finde ist die Tatsache, dass die Menschen bereits alles entdeckt hätten und dass sie das Universum nicht für Lebenserhaltend betrachten. Außerdem gibt es ja dann auch noch den Thunderhead, der ein technisches Geschöpf ist, das die Politik abgelöst hat. Auch damit musste ich mich erst einmal anfreunden, aber nach einer Weile mochte ich die ganze Welt total gerne.

Das Buch ist so aufgebaut, dass zwischen den Kapiteln ein Eintrag von einem Nachlese-Tagebuch zu sehen ist. Öfters ist dies E.S. Curie, aber auch andere Scythe kommen hier zu Wort. Es ist interessant zu sehen, wie verschieden die Meinungen zwischen den Scythe doch sind und was sie zum Töten bewegt oder auch nicht.

Im Laufe der Geschichte lernt man die Hauptcharaktere Citra und Rowan näher kennen und man hat ein recht gutes Bild von ihnen bekommen. Meiner Meinung nach wird Citra eher in den Mittelpunkt gestellt, aber das kann auch damit zusammenhängen, dass ich sie sympathischer finde. Sie ist ein sehr kluger Charakter, die von ihrer Zeit als Lehrling bei einem Scythe viel lernt und es hat mich erstaunt, dass ich sie so sehr mochte, denn sie ist eher etwas unscheinbar, auch wenn es viele Situationen gab, bei denen ich am liebsten anerkennend genickt hätte.

Der andere Hauptcharakter, Rowan, war mir nicht direkt sympathisch und ist es auch im Nachhinein nicht. Er durchgeht im Laufe des Buches eine riesige Charakterentwicklung, wobei ich darauf nicht näher eingehen möchte, da dies sonst zu viel von der Geschichte erzählen würde.

Besonders zum Ende hin gab es viele Wendungen und unwahrscheinlich gut überlegte Überraschungen. Der Autor hat alles sehr schön strukturiert und das Ende war ein großes Highlight. Es ist ein sehr offenes Ende und man könnte denken, dass es mit den beiden im nächsten Band nicht mehr weiter geht, also lasse ich mich mal überraschen. Hoffentlich werde ich das nächste Buch genauso wie diesen hier verschlingen!

Fazit: Es ist eine wundervolle Dystopie, mit sehr vielen Wendungen und Überraschungen. Der Schreibstil hat mich mitgerissen - als auch die sehr gut strukturierte Welt, die dieser Autor hier geschaffen hat. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 18.02.2018

Sehr emotional und ergreifend!

Mein Herz in zwei Welten
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Titel: Mein Herz in zwei Welten
Autorin: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt Wunderlich
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 23.01.2018
Seitenzahl: 592 Seiten
Preis: 22,95 Euro

Louisa Clark reist in die turbulente Stadt ...

Titel: Mein Herz in zwei Welten
Autorin: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt Wunderlich
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 23.01.2018
Seitenzahl: 592 Seiten
Preis: 22,95 Euro

Louisa Clark reist in die turbulente Stadt New York. Wieder beginnt ein neues Abenteuer bei einem reichen Arbeitgeber. Trotzdem holt sie die Vergangenheit mit Will ein und sie denkt an ihre Zeit mit Sam zurück, der so weit entfernt scheint. Wird sie ihre Träume verwirklichen?

Ich mochte die ersten Teile dieser Reihe total gerne und deswegen war ich gespannt, wie ich den diesen unerwarteten dritten Teil finden würde. Ich hätte nicht gedacht, dass die Autorin weiter schreiben würde, jedoch war ich umso glücklicher, als ich das Buch in den Händen hielt.

Ich finde es schön, dass das Cover zu den restlichen Büchern passt und ehrlich gesagt ist es meiner Meinung nach das Schönste von Jojo Moyes.
Auch der Schreibstil hat mich wieder total mitgerissen. Die Autorin schafft es immer wieder, dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen möchte.

Ich persönlich finde die Geschichte bereits ab den ersten Seiten total ergreifend und spannend. Dadurch, das Will auch früher in New York gelebt hat, verspürt man sofort ein Gefühl, als kenne man diese Stadt schon lange und Erinnerungen kommen hoch. Es ist schön zu sehen, wie Louisa damit umgeht und sie war mir bereits nach wenigen Seiten wieder total sympathisch.
Sie hat sich während den Bänden nicht großartig verändert, was ich aber nicht schlimm finde, sondern es ist schön zu sehen, wie sie immer noch in alte Fettnäpfchen tritt. Mann muss mit ihr lachen, weinen und mit fiebern.
Lou versucht aus allem das Beste zu machen und kämpft sich mit ihrer Sympathie und mit viel Mut durch die unterschiedlichsten Lagen in ihrem Alltag.
Sie hat aber auch eine sehr nachdenkliche Seite, wenn es beispielsweise in ihren Gedanken um Will geht und sie sich an seine Kommentare und Schwärmereien rund um New York erinnert.

Agnes, die Frau, welche sie betreut, ist auch eine der Hauptprotagonisten und anfangs konnte ich nur den Kopf schütteln. Sie hat einen etwas außergewöhnlichen Charakter, mit dem ich mich nicht direkt anfreunden konnte. Nach und nach wird ihre Geschichte dann aufgedeckt und sie durchfährt eine kleine Charakterentwicklung.
Auch andere Charaktere wie Nathan, den man aus den anderen Bänden bereits kennt, lernt man etwas besser kennen und es gibt ganz neue Charaktere, wie beispielsweise ihren Chef Mr. Gopnik. Dieser hält sich größtenteils eher im Hintergrund.
Auch gibt es dann noch den mysteriösen Josh, der zum verwechseln aussieht wie Will es bahnt sich eine kleine Liebesgeschichte an. Doch dann gibt es natürlich auch Sam, von dem sie sich immer mehr entfernt.

In diesem Band steht die persönliche Entwicklung von Lou im Fokus und sie versucht herauszufinden, was sie denn eigentlich in ihrem Leben machen möchte.
Das Leben in New York ist natürlich total anders, als in ihrem Heimatort und es hält einige Überraschungen und Wendungen bereit, bei dem man nur den Mund weit aufreißen und staunen kann.
Auch das Ende hat mich von sich überzeugt und mich würde es aber auch wiederum nicht wundern, wenn es noch einen vierten Teil geben würde. Ich finde dies aber eine schöne Trilogie und mit dem krönenden Abschluss erhoffe ich mir, dass Lous Geschichte erst einmal zu Ende ist

Fazit: Es ist ein wunderbarer Wohlfühlroman von Jojo Moyes. Die Charaktere haben es mir auch hier wieder sehr angetan und die perfekte Menge an Emotionen ist auch wieder vorhanden. Ich freue mich auf weiter Bücher von dieser Autorin und hoffe, dass sie mir genauso gut gefallen, wie diese Reihe!

Veröffentlicht am 12.01.2018

Spannendes Buch, welches auch zum Nachdenken anregt

Marthas Widerstand
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Titel: Marthas Widerstand
Autorin: Kerry Drewery
Verlag: One
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 16.03 2017
Seitenzahl: 426 Seiten
Preis: 16,00 Euro

Martha liegt wegen einem Mord in einer von sieben Zellen. ...

Titel: Marthas Widerstand
Autorin: Kerry Drewery
Verlag: One
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 16.03 2017
Seitenzahl: 426 Seiten
Preis: 16,00 Euro

Martha liegt wegen einem Mord in einer von sieben Zellen. Sieben Tage stimmt das Volk darüber ab, ob sie sterben, oder leben soll. Wenn sie durch alle Zellen gewandert ist, steht die Todesstrafe an. Und bei jeder neuen Zelle, wird auch der Raum kleiner.
Es stellt sich heraus, dass die Mehrheit des Volkes sie sterben sehen will. Doch was ist, wenn sie genau darauf spekuliert und einen Stein ins Rollen bringen möchte?

Bereits, als ich den Klappentext gelesen habe, fand ich die Geschichte sehr ansprechend und hätte sie am liebsten sofort gelesen. Und was soll ich sagen? Ich war vollends begeistert.

Obwohl ich von Gesichtern auf Covern nicht so begeistert bin, sprach es mich dennoch an. Denn in ihrem Blick spiegelt sich die Stärke und Unnachgiebigkeit. Insgesamt sind die Cover vom One Verlag ja immer wunderschön.

Auch die Charaktere waren mir anfangs sofort sympathisch. Martha ist eine sehr interessante Person und man hat bei ihr viele Gefühle auf einmal verspürt. Sie hat aber auch einen starken Charakter, was man auch daran erkennen kann, dass sie sich ein Ziel gesetzt hat, welches sie auch umsetzten will. Beim Klappentext war ich mir noch etwas unsicher, ob sie einfach nur naiv ist, oder doch schlau und klug. Sie ist so eine kleine Mischung aus beidem. Und genau das mochte ich auch sehr an ihr. Denn es ist nicht so, dass sie total unnachgiebig ist, sondern auch viele Zweifel und Trauer spielen auch eine große Rolle in ihrer Geschichte.

In dieser Geschichte wurden die Richter abgeschafft und durch ein Voting System wird endschieden, ob die Menschen, die in den Zellen landen, leben würfen. Dazu gibt es auch eine Show "Death is Justice", wo Familienmitglieder, ehemalige Richter, oder ähnliche Menschen auftreten dürfen, um die Person zu unterstützen. In der Zelle wiederum bekommt Martha die Psychologin Eve zur Seite gestellt, welche mit ihr ein Gespräch führen soll. Eve spielt in der Geschichte auch noch eine sehr entscheidende Rolle.

Man kann sehr wohl sagen, dass diese Geschichte auch zum Nachdenken anregt. Was beispielsweise überhaupt in unserer Gesellschaft passiert und ob möglicherweise auch unsere Demokratie an solch eine Grenze langen wird. Obwohl Martha größtenteils nur in der Zelle ihre Zeit verbringt, gibt es immer wieder Rückblenden, die näherbringen, warum Martha überhaupt bei den Zellen gelandet ist. Auch die Fernsehsendung "Death ist Justice" kommt regelmäßig in den Kapiteln vor, wo die unaussprechlich schreckliche Moderatorin die neusten Neuigkeiten über Martha und andere Gefangene preis gibt. Bei ihr habe ich das ein oder andere Mal fast die Nerven verloren. Ich denke, diejenigen die dieses Buch gelesen haben, werden dies nachvollziehen können.

Den Schreibstil von Kerry Drewery mochte ich sehr gerne, denn es ließ sich sehr flüssig lesen. Auch durch die Rückblenden und der Show hatte man etwas Abwechslung, was mir gut gefiel.

Fazit: Das Buch beinhaltet eine Geschichte voller Gefühle. Es ist nicht nur eine wunderbare Handlung, sondern hat auch etwas Nachdenkliches, was aber trotzdem Spannend und interessant ist.