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Veröffentlicht am 16.02.2026

Elsas Neuanfang

Moosland
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Der Roman "Moosland" handelt von 1949 und jungen deutschen Frauen, die auf isländischen Höfen den Arbeitskräftemangel beheben sollen, sowie die Bevölkerungsdichte durch Nachwuchs auf dem Land erhöhen. ...

Der Roman "Moosland" handelt von 1949 und jungen deutschen Frauen, die auf isländischen Höfen den Arbeitskräftemangel beheben sollen, sowie die Bevölkerungsdichte durch Nachwuchs auf dem Land erhöhen. Konkret geht es um Elsa und ihren Weg des in diesen Zeiten. Dieser Neustart ist für Elsa auch Flucht, den sie verlor alles und trauert in Schweigsamkeit.

Ein langsam erzählter und atmosphärischer Roman, der mit seiner Melancholie einen stimmigen Raum um Elsa bildet, die langsam heilt, irgendwann wieder spricht und Hoffnung schöpft. Nüchtern erzählt entsteht eine Distanz, die hilft, sich seine ganz eigenen Gedanken dazu zu machen. Denn nicht nur Elsa trägt Schmerz in sich.

"Moosland" ist ein Buch, dass ich auch langsam gelesen habe, was Emotionen erleben und mitfühlen lässt. Es ist nicht dramatisch oder schwer, sondern still und kraftvoll. Das beschriebenen Hofleben ließ mich ganz abtauchen und dieses Ankommen und Bleiben ein Stück miterleben. Ein sehr schöner Roman.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Von Müttern und Töchtern

Niemands Töchter
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„Niemands Töchter“ von Judith Hoersch ist ein leiser und bemerkenswerter Debütroman über vier Frauen, die sich an einem Wendepunkt ihres Lebens befinden, als sie sich auf schicksalshafte Weise treffen. ...

„Niemands Töchter“ von Judith Hoersch ist ein leiser und bemerkenswerter Debütroman über vier Frauen, die sich an einem Wendepunkt ihres Lebens befinden, als sie sich auf schicksalshafte Weise treffen. Sie müssen sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzten. Es geht um Identität, Selbstfindung, familiäre Bindungen und die Suche nach Zugehörigkeit.
Der Aufbau über vier Jahrzehnte hinweg ist Judith Hoersch gut gelungen. Den Schreibstil fand ich beruhigend und leicht zugänglich, während die Erzählstruktur verschiedener Blickwinkel und Zeiten die Komplexität der Geschichte unterstreicht. Trotzdem flogen die kurzen Kapitel nur so dahin. Was auch an den nahbaren und sympathischen Frauen gelegen haben kann und deren immer deutlicher werdenden Zusammenhänge, die ich entwirren wollte. Ganz besonders gelungen ist Judith Hoersch die Verbindung der Figuren mit dem geschichtlichen Hintergrund. Dadurch gewann der Roman auch an Authentizität. Wenn mit etwas Geduld alle Puzzleteile dann offen liegen, zeigt sich Judith Hoersch großes Kunstwerk.
Ein Roman für all diejenigen, die sich gern mit vielschichtigen Frauenschicksalen, tiefen Emotionen und mit gesellschaftlichen Fragen nach Identität und Zugehörigkeit beschäftigen. Ich kann nur empfehlen, sich die Playlist zum Roman nicht entgehen zu lassen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Unterhaltsam lehrreich

Hochbeet für Ahnungslose
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Dieser Ratgeber erhält das wichtigste, was man wissen sollte, bevor man ein Hochbeet plant. Genauso wie das Hochbeet selbst, ist das Buch ein guter Einstieg für Neulinge, die noch keine Erfahrung mit Gemüseanbau ...

Dieser Ratgeber erhält das wichtigste, was man wissen sollte, bevor man ein Hochbeet plant. Genauso wie das Hochbeet selbst, ist das Buch ein guter Einstieg für Neulinge, die noch keine Erfahrung mit Gemüseanbau haben, und es ist umfassender als ein Video auf YouTube, aber mindestens genauso leicht verständlich und anschaulich gemacht.

Die Gestaltung erinnert an einen Comic und Sketchnotes. Eine erfolgreiche Methode, die schneller und nachhaltiger im Kopf bleibt. Ganz toll, wenn es dann auch noch so humorvoll vermittelt wird.
Es gibt einige Projekte zum Selberbauen mit Anleitung und vorgefertigte Hochbeetpläne, die einem die Arbeit abnehmen. Dadurch lassen sich auch die Kosten überschlagen, weil man überblickt, wieviel Erde und Materialien man braucht. Dazu hätte ich mir mehr Fakten gewünscht und eine Antwort auf die Frage, wann lohnt sich ein Hochbeet und der Anbau von Gemüse, aber ansonsten war ich positiv überrascht.

Daher wohlmöglich ein super Geschenk für die, die einen Garten oder Balkon haben und mit dem Gedanken spielen, Gemüse anzubauen.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Die Frauen, die mich trugen

Das Mosaik der Frauen
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„Das Mosaik der Frauen“ ist mein erster Roman von Rafik Schami. Der Autor schreibt in autobiografischen Zügen von der Herausforderung eines Neuanfangs in einem fremden Land, ohne Sprachkenntnisse, ohne ...

„Das Mosaik der Frauen“ ist mein erster Roman von Rafik Schami. Der Autor schreibt in autobiografischen Zügen von der Herausforderung eines Neuanfangs in einem fremden Land, ohne Sprachkenntnisse, ohne Verständnis für die Kultur und unter der Last politischer Unterdrückung. Verschachtelt aufgebaut wird zunächst von Said Mardini erzählt, der vor langer Zeit aus Syrien nach Heidelberg ausgewandert ist. Doch dann übernimmt Nadim Suri – ein sterbender Mann – das Wort und erzählt seine eigene Fluchtgeschichte von Syrien nach Heidelberg, gespickt mit den Begegnungen mit Frauen, die sein Leben geprägt haben. Nadim bleibt dann im Fokus der Erlebnisse. Jede seiner Partnerinnen bekommt, unabhängig von der Dauer der Beziehung, ein eigenes Kapitel (mit einer Ausnahme).

Aus Nadims Worten spricht eine seltene Hochachtung für die Frauen, eine Wertschätzung, wie man sie von Männern oft nicht kennt. Jede von ihnen liebt er auf ihre ganz eigene Weise, und jede wird ihrerseits von ihm geliebt. Jede hinterlässt ein kleines, aber bedeutendes Mosaiksteinchen in seinem Leben, wenn sie – auf welche Weise auch immer – wieder aus ihm verschwindet.

Der Roman, der sich aus diesen vielen einzelnen Lebensabschnitten zusammensetzt, hat mich tief berührt. Es ist keine Lektüre, die man nebenbei liest, sondern ein Buch, das Zeit und Aufmerksamkeit verlangt.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Laiengerecht und unterhaltsam

Ein Date mit deinem Gehirn
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Wenn man besorgt auf die Digitalisierung blickt und sich eine Möglichkeit zur Orientierung wünscht, um mit der Zeit zu gehen, dann wäre es Zeit für "Ein Date mit Deinem Gehirn". Kann KI einmal unser Gehirn ...

Wenn man besorgt auf die Digitalisierung blickt und sich eine Möglichkeit zur Orientierung wünscht, um mit der Zeit zu gehen, dann wäre es Zeit für "Ein Date mit Deinem Gehirn". Kann KI einmal unser Gehirn ersetzten? Ziel ist es, Wissen anschaulich dargestellt zu bekommen und das ist hier der Fall. Laiengerecht, ohne Fachchinesisch, kurz gehalten und ausgeschmückt, damit es interessant bleibt. Ich kam dadurch leicht durch den Text und hatte keine Verständnisprobleme, obwohl das Ganze anspruchsvoll ist. Das ausführliche Quellenverzeichnis macht es deutlich. Leider geht es nur in einem begrenzen Bereich wirklich um Künstliche Intelligenz, was ich schade fand, und viele Themen werden nur angeschnitten. Sehr hilfreich fand ich die Zusammenfassung und generell alles spannende um das Gehirn selbst. Für Nicht-Expert:innen bietet dieses unterhaltsame Buch viele interessante Denkanstöße, aber überraschend wenig zur KI. Ich würde es als Einstieg empfehlen, wenn man mehr über sein Gehirn lernen möchte.