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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Satirisches Familienchaos

Verlorene Schäfchen
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Wenn man eine Vorliebe für Familienromane hat, dann ist "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash eine erfrischend kluge Option, die gesellschaftskritisch, dramatisch und spannend von der Familie Flynn erzählt, ...

Wenn man eine Vorliebe für Familienromane hat, dann ist "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash eine erfrischend kluge Option, die gesellschaftskritisch, dramatisch und spannend von der Familie Flynn erzählt, die im Chaos des Lebens versinkt und dabei einiges zu bewältigen hat.

Trocken und schwarzhumorigen, flott und auch ein bisschen düster geschrieben, ist es amüsant zu lesen, gleichzeitig ist es intelligent und gefühlvoll, während häufige Perspektivwechsel alle Familienmitglieder miteinbeziehen. Thematisch umfassend abwechslungsreich und überraschend tiefgründig hat es mir gut gefallen.

Es war mir nur stellenweise zu abgedreht und speziell, aber ich musste manchmal unerwartet lachen und würde es (nicht nur deshalb) weiterempfehlen, weil es so unterhaltsam war. Diese Charaktere vergisst man nicht so schnell.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Für mich war es durchwachsen

Zeit für meine Träume
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In diesem Roman geht es um eine 38-jährige Frau, die, nach der Scheidung von ihrem Mann, Freundschaft mit drei älteren WG-Bewohnern schließt.
In Gesprächen blicken die drei Rentner auf ihre Aufs und Abs ...

In diesem Roman geht es um eine 38-jährige Frau, die, nach der Scheidung von ihrem Mann, Freundschaft mit drei älteren WG-Bewohnern schließt.
In Gesprächen blicken die drei Rentner auf ihre Aufs und Abs des Lebens zurück. Die Erfahrungsberichte sollen dazu inspirieren, nicht die selben Fehler zu machen und das eigenen Glück zu finden. Es sind Erzählungen, nach dem Motto, hinterher ist man immer schlauer, aber es ist nie zu spät. So kann die Hauptfigur, die namenlos bleibt, noch etwas daraus lernen, wenn es darum geht, was im Leben wirklich zählt.
Wer sich damit noch nicht beschäftigt hat, kann etwas mit dem Roman anfangen. Die Figuren sind sympathisch, das Miteinander ist herzlich und alles wirkt idealistisch überzeichnet. Für mich war es durchwachsen. Mal mochte ich es und mal hätte ich es am liebsten abgebrochen. Die Botschaften sind schön, aber die Handlung ist flach, vorhersehbar und es wirkt, wie eine langgezogene Kurzgeschichte, ohne Zugang zur Hauptfigur. Vielleicht liegt es an den sehr offensichtlichen Lektionen. Es war mir zu einfach gestrickt, zu unoriginell und auch etwas realitätsfern. Ich bin sicher nicht die Zielgruppe. Das Buch ist wahrscheinlich für Leserinnen in den Zwanzigern oder Dreißigern interessant, die gerade in einer Lebenskrise stecken und klar erkennbare hoffnungsvolle Denkanstöße suchen. Ich vergebe daher gut gemeinte 3 Sterne.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Politische Intrigen, Leidenschaft und Drama im antiken Ägypten

Kleopatra
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Ein historischer Roman, der das Leben der mächtigen ägyptischen Königin, Ehefrau und Mutter neu erzählt, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten muss. Kleopatra musste früh erwachsen werden ...

Ein historischer Roman, der das Leben der mächtigen ägyptischen Königin, Ehefrau und Mutter neu erzählt, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten muss. Kleopatra musste früh erwachsen werden und Verantwortung übernehmen, als sie mit 19 Jahren den Thron bestieg. Ich wollte Kleopatras (fiktive) Sichtweise unbedingt kennenlernen und einmal in diese historische Zeit eintauchen. Reich an Details vermittelt der Roman ein lebendiges Bild des antiken Ägyptens. Meinem Empfinden nach war es eine gute Balance aus Erfindung und historische Fakten. Es sollte auch „keine historische akkurate Darstellung“ sein. Vor allem ist es flüssig und leicht zugänglich geschrieben, sodass ich ganz eintauchen konnte. Kleopatra wird menschlich dargestellt und bekommt eine Stimme, die authentisch und nahbar ist. Das hat mich berührt und ließ mich staunen, was Kleopatra geleistet hat. Eine faszinierende Persönlichkeit, der man mit diesem Roman ein Stück näher kommen kann. Trotzdem hätte ich es mir unterhaltsamer gewünscht, denn Saara El-Arifi ließ Spannung vermissen, weshalb ich nicht so drangeblieben bin, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber ich habe viel über Kleopatra erfahren können, was ich noch nicht wusste.

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