Originelle Romantasy mit Schädelmagie und tollen Figuren
Ruinous Creatures - Der Kuss des PhönixDas Buch hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der mich sofort in die Welt hat eintauchen lassen.
Die Idee, dass Schädel magischer Kreaturen gepflegt werden und die Menschen dadurch Magie wirken ...
Das Buch hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der mich sofort in die Welt hat eintauchen lassen.
Die Idee, dass Schädel magischer Kreaturen gepflegt werden und die Menschen dadurch Magie wirken können, fand ich originell und neuartig.
Die magische Welt hat mir sehr gefallen, aber ich hätte mir an manchen Stellen etwas mehr Erklärung gewünscht. Es werden zum Beispiel immer wieder Wesen oder Begriffe genannt, bei denen ich gern genauer gewusst hätte, wie sie aussehen, welche Rolle sie spielen oder wie das System rund um Weber, Lernende, Jäger und Hüter eigentlich genau funktioniert. Auch bei der Schädelmagie hätte ich gern noch tiefer verstanden, wer sie wie nutzt und wozu genau.
Was ich dafür sehr erfrischend fand: Adela und Kian sind beide über 30. Adela ist 33, Kian 30, und das liest man in diesem Genre meiner Erfahrung nach viel zu selten. Überhaupt war das mein erstes Mal Protagonisten eines Fantasyromans zu begleiten, die keine Teenager oder Anfang zwanzig sind, sondern schon Lebenserfahrung und eine gewisse Reife mitbringen. Beide Figuren habe ich mit ihren Ecken und Kanten ins Herz geschlossen und ihre Dynamik habe ich genossen. Der Markt ist langsam übersättigt mit dem Slow Burn Trope, deshalb war das sehr erfrischend.
Die meisten Fragen werden am Ende geklärt, aber ein paar kleine Stellen und Wendungen haben mich stutzen lassen wegen der Ungereimtheiten. Trotzdem haben mich diese Punkte nicht wirklich aus der Geschichte gerissen. Dafür war ich viel zu sehr in der Welt, den Figuren und der Atmosphäre drin.
Für mich war Ruinous Creatures ein origineller Fantasyroman mit einer tollen Liebesgeschichte, spannenden Ideen und Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Trotz kleiner Unklarheiten beim Worldbuilding und einzelner Logiklücken hat mich das Buch gepackt. Ich hatte viel Freude beim Lesen und bin sehr gespannt, was Jessi Cole Jackson als Nächstes schreibt.