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Haruka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2026

Originelle Romantasy mit Schädelmagie und tollen Figuren

Ruinous Creatures - Der Kuss des Phönix
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Das Buch hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der mich sofort in die Welt hat eintauchen lassen.
Die Idee, dass Schädel magischer Kreaturen gepflegt werden und die Menschen dadurch Magie wirken ...

Das Buch hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der mich sofort in die Welt hat eintauchen lassen.
Die Idee, dass Schädel magischer Kreaturen gepflegt werden und die Menschen dadurch Magie wirken können, fand ich originell und neuartig.
Die magische Welt hat mir sehr gefallen, aber ich hätte mir an manchen Stellen etwas mehr Erklärung gewünscht. Es werden zum Beispiel immer wieder Wesen oder Begriffe genannt, bei denen ich gern genauer gewusst hätte, wie sie aussehen, welche Rolle sie spielen oder wie das System rund um Weber, Lernende, Jäger und Hüter eigentlich genau funktioniert. Auch bei der Schädelmagie hätte ich gern noch tiefer verstanden, wer sie wie nutzt und wozu genau.
Was ich dafür sehr erfrischend fand: Adela und Kian sind beide über 30. Adela ist 33, Kian 30, und das liest man in diesem Genre meiner Erfahrung nach viel zu selten. Überhaupt war das mein erstes Mal Protagonisten eines Fantasyromans zu begleiten, die keine Teenager oder Anfang zwanzig sind, sondern schon Lebenserfahrung und eine gewisse Reife mitbringen. Beide Figuren habe ich mit ihren Ecken und Kanten ins Herz geschlossen und ihre Dynamik habe ich genossen. Der Markt ist langsam übersättigt mit dem Slow Burn Trope, deshalb war das sehr erfrischend.
Die meisten Fragen werden am Ende geklärt, aber ein paar kleine Stellen und Wendungen haben mich stutzen lassen wegen der Ungereimtheiten. Trotzdem haben mich diese Punkte nicht wirklich aus der Geschichte gerissen. Dafür war ich viel zu sehr in der Welt, den Figuren und der Atmosphäre drin.
Für mich war Ruinous Creatures ein origineller Fantasyroman mit einer tollen Liebesgeschichte, spannenden Ideen und Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Trotz kleiner Unklarheiten beim Worldbuilding und einzelner Logiklücken hat mich das Buch gepackt. Ich hatte viel Freude beim Lesen und bin sehr gespannt, was Jessi Cole Jackson als Nächstes schreibt.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Sympathische Figuren, aber etwas zu wenig Tempo

The Wolf King (Wolf King 1)
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„The Wolf King“ von Lauren Palphreyman hat sich für mich insgesamt gut lesen lassen, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermassen überzeugen konnten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ...

„The Wolf King“ von Lauren Palphreyman hat sich für mich insgesamt gut lesen lassen, auch wenn mich nicht alle Aspekte gleichermassen überzeugen konnten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ich gut in die Geschichte hineingekommen bin.
Obwohl die Geschichte in einer Fantasywelt spielt, erfährt man erstaunlich wenig über die Welt selbst: ihre Strukturen, Hintergründe oder Besonderheiten bleiben weitgehend im Dunkeln.
Was mir ebenfalls über weite Strecken gefehlt hat, war echte Spannung und Tempo. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam. Es wirkte teilweise so, als würde die Handlung auf der Stelle treten. Gegen Ende nahm die Geschichte dann an Fahrt auf. Einige Wendungen konnte ich zwar teilweise erahnen, fand sie aber dennoch interessant umgesetzt.
Aurora fand ich als Protagonistin grundsätzlich in Ordnung, auch wenn sie für meinen Geschmack sehr stark dem klassischen Prinzessinnenbild entspricht. Sie ist noch sehr naiv, unschuldig und behütet, wohl weil sie in einem goldenen Käfig aufgewachsen ist. Manche Szenen, in denen ihre Naivität besonders deutlich wird, hatten dadurch sogar etwas Witziges.
Sehr neugierig gemacht hat mich von Anfang an Blake. Sein Sarkasmus und seine undurchsichtige Art fand ich spannend, und ich hatte schnell das Gefühl, dass hinter ihm mehr steckt, als man zunächst vermutet. Auch die Dynamik zwischen ihm und Aurora hat mir sehr gefallen.
"The Wolf King" war für mich ein Buch mit guten Ansätzen, sympathischen Figuren und einigen wirklich unterhaltsamen Momenten. Ich habe mir aber mehr Tempo, einen klareren Handlungsfokus und etwas mehr Spannung gewünscht. Trotz meiner Kritikpunkte war es eine gute Lektüre, die neugierig macht, wie sich die Geschichte im nächsten Band weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Eine schöne und ruhige Liebesgeschichte

Stolz und Vorurteil
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Ich habe das Buch gern gelesen, auch wenn der Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig war. Manchmal kam mir das Ganze vor als würde ich einen zusammenfassenden Bericht lesen und keinen Roman, weil es mir ...

Ich habe das Buch gern gelesen, auch wenn der Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig war. Manchmal kam mir das Ganze vor als würde ich einen zusammenfassenden Bericht lesen und keinen Roman, weil es mir zeitweise an Beschreibungen und Tiefe fehlte.
Der Plot war allerdings überzeugend und es ist eine eher ruhigere Liebesgeschichte, die ohne intensive Emotionen und Tragik auskommt.
Das Buch kann ich allen weiterempfehlen, die nach einer angenehmen Lektüre suchen zum Entspannen und Abschalten.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Eine ruhigere, aber atmosphärisch starke Fortsetzung

The Ashes and the Star-Cursed King (Crowns of Nyaxia 2)
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Nachdem ich „The Serpent and the Wings of Night“ geliebt habe, waren meine Erwartungen an „The Ashes & the Star-Cursed King“ entsprechend hoch. Leider konnte die Fortsetzung für mich nicht an das heranreichen, ...

Nachdem ich „The Serpent and the Wings of Night“ geliebt habe, waren meine Erwartungen an „The Ashes & the Star-Cursed King“ entsprechend hoch. Leider konnte die Fortsetzung für mich nicht an das heranreichen, was den ersten Band so besonders gemacht hat.
Was mir gefehlt hat, war dieses konstante Gefühl von Spannung. Im ersten Band hat das Turnier die Handlung getragen. Diese Art der spannenden Bedrohung fällt hier jedoch weg. Stattdessen rückt der Machtkampf zwischen den Clans in den Mittelpunkt. Es passiert viel, ohne dass es sich aber wirklich nach Fortschritt anfühlt.
Auch emotional hat mich die Geschichte diesmal deutlich weniger erreicht. Die Dynamik, die ich im ersten Band so intensiv fand, dieses echte Gegeneinander, diese gefährliche Nähe, wirkt hier abgeschwächt. Die Entwicklung der Figuren konnte mich nicht immer überzeugen, vor allem, weil zentrale innere Konflikte für mich nicht konsequent genug ausgearbeitet wurden. Entscheidungen, die eigentlich Gewicht haben sollten, wirken teilweise überraschend leicht getroffen.
Hinzu kommt, dass sich einige Passagen unnötig in die Länge ziehen. Während ich im ersten Band durch die Seiten geflogen bin, hatte ich hier öfter das Gefühl, dass Straffung gutgetan hätte.
Das Worldbuilding und die Atmosphäre sind nach wie vor solide. Aber ohne die emotionale Wucht und die narrative Dringlichkeit des ersten Teils verliert das Ganze an Spannung.
Insgesamt mochte ich das Buch zwar, aber es kann dem ersten Band nicht das Wasser reichen. Es fehlen nämlich genau die Elemente, die den ersten Band für mich zu einem Highlight gemacht haben.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Wunderschöne Atmosphäre, aber leider viel zu langatmig

Die Tochter des Uhrmachers
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Kate Morton gehört eigentlich zu den Autorinnen, deren Bücher ich sehr gerne lese. Ich liebe an ihren Geschichten diese bildhaften, atmosphärischen Beschreibungen, die alten Häuser, die Familiengeheimnisse, ...

Kate Morton gehört eigentlich zu den Autorinnen, deren Bücher ich sehr gerne lese. Ich liebe an ihren Geschichten diese bildhaften, atmosphärischen Beschreibungen, die alten Häuser, die Familiengeheimnisse, die melancholische Stimmung und dieses Gefühl, dass die Vergangenheit noch immer nachwirkt. Genau das findet man auch in diesem Buch wieder. Manche Kapitel haben eine richtig schöne, düstere und mysteriöse Atmosphäre, und sprachlich kann Kate Morton einfach sehr gut Stimmungen erzeugen.
Aber leider hat mich dieses Buch trotzdem ziemlich enttäuscht. Für mich war es über weite Strecken einfach viel zu langatmig. Ständig wurden neue Figuren eingeführt, neue Perspektiven geöffnet, neue Lebensgeschichten erzählt. Jedes Mal, wenn ich dachte, dass ich nun endlich den Überblick habe und mich richtig auf die Handlung einlassen kann, kam wieder eine neue Figur dazu, deren Geschichte dann ausführlich beschrieben wurde. Grundsätzlich mag ich verschachtelte Erzählungen und verschiedene Zeitebenen, aber hier hatte ich irgendwann das Gefühl, dass vieles eher ablenkt als bereichert. Einige Figuren und Nebenhandlungen hätte man meiner Meinung nach problemlos streichen können, ohne dass dem Verständnis wirklich etwas gefehlt hätte.
Besonders schade fand ich das, weil ich das Buch eigentlich nur angefangen und weitergelesen habe, weil ich Kate Mortons andere Bücher so geliebt habe. Hätte ich ihre anderen Romane nicht gekannt, hätte ich wahrscheinlich nach 100 oder spätestens 200 Seiten abgebrochen. Aber weil ich wusste, wie stark ihre Geschichten am Ende oft zusammenlaufen können, habe ich immer gehofft, dass sich die Lektüre noch lohnt und mich das Ende wie immer begeistern würde.
Leider war das für mich hier nicht der Fall. Das Ende hat mich nicht versöhnt, sondern eher wütend und frustriert zurückgelassen. Rückblickend wünschte ich sogar, ich hätte das Buch abgebrochen, statt mich bis zum Schluss durchzukämpfen.
Trotzdem kann ich dem Buch nicht alles absprechen: Die Atmosphäre ist stellenweise wirklich schön, einige Beschreibungen sind wunderbar bildhaft, und mit einigen Figuren habe ich mitgefühlt. Aber für mich war "Die Tochter des Uhrmachers" im Vergleich zu ihren anderen Büchern deutlich schwächer und am Ende leider nicht befriedigen.

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