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Veröffentlicht am 13.03.2024

Fantasy Klassiker - Eine sehr schöne urban Fantasy Story mit tollen Charakteren und einer schönen Heldenreise.

Percy Jackson - Diebe im Olymp (Percy Jackson 1)
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Ich liebe Fantasy und habe aber erst nach meiner Schulzeit angefangen Bücher zu lesen. Deshalb wollte ich mit den Jugend-Klassikern anfangen. Ich bin positiv überrascht ich konnte eintauchen in die Welt, ...

Ich liebe Fantasy und habe aber erst nach meiner Schulzeit angefangen Bücher zu lesen. Deshalb wollte ich mit den Jugend-Klassikern anfangen. Ich bin positiv überrascht ich konnte eintauchen in die Welt, trotz das ich eher High Fantasy mag . Die Charaktere entwickeln sich im Laufe des Buches weiter, man entdeckt viele verschiedene Orte und ich hatte oft momente wo ich geschockt war was Percy und seine Freunde erleben. Also ich konnte richtig mitfiebern. Es hat mir echt gefallen und habe direkt mit dem zweiten Band gestartet.

Ich fand es war ein einfacher schreibstil aber selbst als Erwachsener hat es sehr Spaß gemacht es zu lesen.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Wunderschön geschrieben, aber schwer greifbar

Verrat der Schwäne
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Schon bevor ich überhaupt mit dem Lesen begonnen habe, hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch. Die Idee eines märchenhaften Fantasy-Retellings mit zwei Frauen im Mittelpunkt, die eigentlich Gegenspielerinnen ...

Schon bevor ich überhaupt mit dem Lesen begonnen habe, hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch. Die Idee eines märchenhaften Fantasy-Retellings mit zwei Frauen im Mittelpunkt, die eigentlich Gegenspielerinnen sein müssten und dennoch zusammenarbeiten, klang unglaublich spannend. Genau diese Prämisse hat mich sofort angesprochen. Dazu kommt, dass dieses Buch optisch eines der schönsten ist, die ich besitze, allein deshalb wird es definitiv einen Ehrenplatz in meinem Regal behalten.

Ein poetischer, aber anspruchsvoller Schreibstil

Die Geschichte wird aus Odiles Ich-Perspektive erzählt und wir werden ohne große Einführung direkt in die Handlung geworfen. Besonders auffällig war für mich sofort der Schreibstil: sehr intensiv, sehr poetisch und voller Metaphern. Viele Formulierungen wirkten kunstvoll und anders als das, was man sonst häufig in Fantasyromanen liest. Genau darin liegt für mich auch die grösste Stärke des Buches. Das sorgt zwar für eine besondere Atmosphäre, macht das Lesen aber gleichzeitig anspruchsvoll. Ich habe das Buch teilweise gelesen und teilweise als Hörbuch gehört und dabei schnell gemerkt, dass dies definitiv keine Geschichte ist, die man einfach nebenbei konsumieren kann. Sobald man für einen Moment nicht hundertprozentig aufmerksam ist, entgehen einem wichtige Details oder Zusammenhänge.
Die Autorin arbeitet zum Teil auch mit gedanklichen Sprüngen, gerade diese haben mich manchmal aus der Geschichte herausgerissen. Beim Hörbuch war das teilweise so verwirrend, dass ich erst Minuten später verstanden habe, dass wir uns gar nicht mehr in derselben Szene befinden. Das ist im Buch zwar nicht ständig passiert, aber die wenigen Male haben gereicht, um meinen Lesefluss deutlich zu stören.
Dadurch fiel es mir insgesamt schwer, wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Ehrlich gesagt hatte ich erst ab 35% das Gefühl, langsam zu verstehen, wohin sich die Handlung entwickelt und wie die Figuren eigentlich zueinanderstehen. Bis dahin war vieles eher ein konstantes Nicht-ganz-Verstehen als ein spannender Überraschungseffekt.

Atmosphärisches Worldbuilding mit zu wenig Erklärung

Was mir hingegen sehr gefallen hat, war die grundsätzliche Atmosphäre des Buches. Ich konnte mir die Welt unglaublich gut vorstellen: diese gehobene Gesellschaft, der französisch angehauchte Stil und die fast theatralische Inszenierung vieler Szenen. Besonders mochte ich, dass die Kapitel als Szenen dargestellt waren, passend dazu, dass Odile selbst Schauspielerin ist. Auch die Magie hatte interessante Ansätze, ich fand sie originell und anders. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass viele dieser Konzepte nie vollständig ausgearbeitet wurden. Vor allem das Worldbuilding blieb für mich oft zu vage. Viele wichtige Informationen musste ich mir selbst zusammensetzen.


Erst gegen Ende verstand ich überhaupt, dass die Welt offenbar unter dem Verlust der Magie leidet. Diese Dinge wurden aber nie wirklich erklärt, sondern nur in Nebensätzen angedeutet. Dadurch hatte ich oft das Gefühl, als würde mir ein entscheidendes Puzzlestück fehlen. Gerade weil die Ideen so spannend waren, hätte ich mir hier deutlich mehr Hintergrundinformationen gewünscht.

Die Figuren als größte Stärke

Am meisten überzeugt haben mich letztendlich die Charaktere. Besonders Odile mochte ich sehr gerne. Sie ist keine perfekte Figur, trifft fragwürdige Entscheidungen und bleibt manchmal schwer greifbar, aber genau das machte sie interessant. Ich wollte mehr über sie erfahren und ihre Beweggründe verstehen. Auch die Dynamik zwischen Odile und Marie d’Odette hat mir gut gefallen. Leider beginnt dieser Teil der Geschichte erst relativ spät. Aufgrund der Prämisse hatte ich erwartet, dass ihre Beziehung von Anfang an im Mittelpunkt stehen würde. Stattdessen dauert es lange, bis Marie überhaupt wirklich präsent wird. Das fand ich schade, weil genau diese Dynamik letztendlich das emotionale Herzstück des Buches für mich war. Sobald die beiden jedoch gemeinsam Szenen hatten, wurde das Buch für mich deutlich stärker. Ihre Dialoge hatten trotz der mysteriösen Atmosphäre immer wieder etwas Neckendes und Charmantes. Besonders Marie brachte durch ihre gehobenere Art eine schöne Dynamik hinein. Viele ihrer gemeinsamen Szenen hatten kleine humorvolle Momente, die mir wirklich gefallen haben. Leider fehlte mir dennoch etwas Tiefe in der Entwicklung ihrer Beziehung. Ich mochte die Dynamik sehr, aber emotional hat mich das Buch dadurch nie vollständig erreicht, weil der Aufbau dafür einfach zu spät begann.

Eine langsame Handlung mit starkem Ende

Die Handlung selbst ist insgesamt sehr langsam erzählt. Wer große Spannung, viele Plot-Twists oder actionreiche Entwicklungen erwartet, wird hier vermutlich enttäuscht werden. Ich hatte zwar nicht mit einem extrem spannenden Fantasyroman gerechnet, aber doch gehofft, dass zumindest unterschwellige Spannung stärker aufgebaut wird, etwa durch Geheimnisse, Ängste oder kleine Enthüllungen. Gerade der Mittelteil zog sich für mich deshalb ziemlich. Viele Szenen blieben eher flach und hatten wenig emotionale Intensität.
Das Ende hingegen konnte für mich nochmal einiges retten. Dort wurde die Geschichte deutlich stärker und hat meine Gesamtbewertung tatsächlich noch angehoben. Vor allem die letzten Entwicklungen und die Dynamik zwischen den Figuren haben mir besser gefallen. Ohne dieses Ende wäre ich vermutlich eher bei drei Sternen gelandet.
Mit dem Epilog hingegen konnte ich leider wieder weniger anfangen. Insgesamt hatte ich am Ende eher das Gefühl, dass dieser Stoff von einem zweiten Band profitiert hätte, um die Welt, die Figuren und ihre Beziehungen wirklich vollständig auszuarbeiten.


Fazit: Verrat der Schwäne ist für mich ein Buch voller großartiger Ideen, wunderschöner Atmosphäre und eines wirklich besonderen Schreibstils. Die poetische Sprache, die ungewöhnlichen Metaphern und die märchenhafte Stimmung machen die Geschichte einzigartig. Gleichzeitig stehen genau diese Stärken dem Buch manchmal auch im Weg, weil dadurch viele Dinge unnötig kompliziert oder zu vage wirken.
Das Worldbuilding bleibt oft unklar, die Handlung ist sehr langsam und einige emotionale Entwicklungen hätten deutlich mehr Raum gebraucht. Trotzdem konnte mich die Dynamik zwischen Odile und Marie teilweise überzeugen, auch wenn ich hier gerne noch mehr gesehen hätte. Außerdem hatte die düstere, märchenhafte Atmosphäre definitiv ihren Reiz.

Ich würde das Buch deshalb Leserinnen und Lesern empfehlen, die Lust auf eine eher ruhige, atmosphärische Fantasygeschichte mit poetischem Schreibstil und ungewöhnlichen Ideen haben und die damit leben können, dass nicht jede Frage vollständig beantwortet wird.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Atmosphärisch, spannend, aber nicht ganz perfekt

Oxford Blood (Oxford Blood 1)
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Oxford Blood von Rachel Davis Featherstone ist ein unterhaltsamer Jugendkrimi, der vor allem durch sein atmosphärisches Setting punktet. Die Handlung spielt während einer Bewerbungswoche an der Universität ...

Oxford Blood von Rachel Davis Featherstone ist ein unterhaltsamer Jugendkrimi, der vor allem durch sein atmosphärisches Setting punktet. Die Handlung spielt während einer Bewerbungswoche an der Universität Oxford ein spannender Rahmen, der nicht nur Einblicke in das Uni-Leben gibt, sondern gleichzeitig Raum für Geheimnisse, Intrigen und einen Mordfall schafft.


Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Eva, die durch den Beruf ihres Vaters als Kommissar bereits ein gewisses Gespür für Ermittlungen mitbringt. Dadurch wirkt ihre Rolle im Aufdecken der Geschehnisse größtenteils glaubwürdig und macht Spaß zu verfolgen. Man begleitet sie dabei, wie sie Hinweise sammelt, Zusammenhänge erkennt und sich immer tiefer in die Ereignisse rund um den mysteriösen Fall verstrickt. Gerade dieses „Mitermitteln“ hat für mich einen großen Reiz ausgemacht. Auch inhaltlich hat das Buch mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick erwarten könnte. Themen wie PoC- Repräsentation und unterschwelliger Rassismus werden immer wieder aufgegriffen, ohne zu dominant zu wirken, und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Besonders positiv ist dabei, dass mit Eva eine PoC-Protagonistin im Mittelpunkt steht, deren Perspektive ganz selbstverständlich Teil der Handlung ist.

Ein weiteres Detail, das mir besonders positiv aufgefallen ist, sind die Kapitelüberschriften mit Datum und Uhrzeit. Dadurch bekommt die Geschichte einen sehr klaren zeitlichen Rahmen, und man kann jederzeit nachvollziehen, wie viel Zeit tatsächlich vergeht. Das macht das Geschehen greifbarer und verstärkt zusätzlich die Spannung, weil man das Gefühl hat, die Ereignisse entwickeln sich fast in Echtzeit.

Allerdings gibt es auch einige Schwächen. Gerade zu Beginn werden sehr viele Figuren eingeführt sowohl unter den Bewerberinnen und Bewerbern als auch unter den Personen an der Universität. Das führt dazu, dass man schnell den Überblick verliert. Erschwerend kommt hinzu, dass viele dieser Figuren recht blass bleiben und kaum individuelle Tiefe entwickeln. Statt greifbarer Persönlichkeiten wirken sie oft eher wie Statisten oder bloße Namen, was es schwierig macht, eine emotionale Bindung aufzubauen. Zusätzlich hat mich die Namensnennung stellenweise etwas verwirrt: Über weite Teile des Buches werden viele Figuren vor allem mit ihren Nachnamen genannt. In entscheidenden Momenten wird dann teilweise auf Vornamen gewechselt, wodurch es mir schwerfiel, die Figuren eindeutig zuzuordnen. Das hat gerade zum Ende hin etwas die Wirkung abgeschwächt.

Zudem ist die Handlung stellenweise etwas vorhersehbar und an einigen Punkten nicht ganz realistisch. Trotzdem bleibt die Geschichte durchgehend spannend, vor allem durch die vielen kleinen Geheimnisse, Verstrickungen und Wendungen, die nach und nach ans Licht kommen. Auch die Momente, in denen Dinge für die Protagonistin nicht wie geplant laufen, sorgen für zusätzliches Mitfiebern.

Hörbuchumsetzung

Die Sprecherin hat mir grundsätzlich gut gefallen und ihre Stimme war angenehm zuzuhören. Allerdings fand ich die Darstellung der verschiedenen Figuren nicht immer gelungen. Besonders männliche Nebenfiguren, teilweise aber auch weibliche Charaktere, wurden sehr überbetont und stark überspitzt gesprochen. Das wirkte stellenweise gekünstelt und leicht ironisch überzeichnet, wodurch es etwas schwerfiel, die Figuren ernst zu nehmen. Eine etwas neutralere, natürlichere Lesart hätte dem Hörbuch hier gutgetan.

Insgesamt ist „Oxford Blood“ ein fesselnder Jugendthriller mit einem starken Setting, einer interessanten Grundidee und solider Spannung, der trotz seiner Schwächen sehr gut unterhält. Für mich sind es daher 3,5 bis 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Süße Romance, aber erzählerisch nicht ganz rund

Chasing Hearts
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Ich bin mit eher niedrigen Erwartungen an Chasing Hearts herangegangen. Ich wollte eine kurzweilige, angenehme Geschichte, die mich gut unterhält und genau das hat das Buch auch erfüllt. Trotzdem sind ...

Ich bin mit eher niedrigen Erwartungen an Chasing Hearts herangegangen. Ich wollte eine kurzweilige, angenehme Geschichte, die mich gut unterhält und genau das hat das Buch auch erfüllt. Trotzdem sind mir einige Schwächen aufgefallen, auch wenn es gleichzeitig Momente gab, in denen ich mich den Figuren sehr nah gefühlt habe.

Aufbau & Erzählweise

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: aus der von Georgia und Luca. Das hat mir wirklich gut gefallen, weil man so einen intensiveren Einblick in ihre Gedanken und Gefühle bekommt. Dadurch konnte ich mich schnell in die Charaktere hineinversetzen.

Der Einstieg ist der Autorin besonders gut gelungen – ich war direkt in der Story drin, ohne große Verwirrung oder komplizierte Einführungen. Man versteht die Figuren schnell und findet sich gut zurecht.

Allerdings traten für mich im Verlauf des Buches Probleme auf:
Der Schreibstil ist grundsätzlich angenehm, aber die Szenenwechsel waren oft schwer nachvollziehbar. Häufig wurde ohne klare Übergänge zwischen Orten oder Situationen gewechselt. Dadurch musste ich mich mehrfach neu orientieren, wer spricht gerade, wo befinden wir uns überhaupt ? Diese fehlenden Verbindungen zwischen Szenen haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Dabei hätten schon kleine Hinweise gereicht, um diese Übergänge klarer zu gestalten.

Formel-1-Thematik

Das übergeordnete Thema Formel 1 ist hier nicht nur Beiwerk, sondern steht klar im Mittelpunkt – und das fand ich richtig gut umgesetzt. Die Rennen und das Setting waren präsent und gut vorstellbar. Allerdings gab es auch hier ähnliche Probleme wie bei den allgemeinen Szenenwechseln: Ortswechsel zwischen verschiedenen Ländern und Rennen wurden oft sehr abrupt dargestellt. Reisen wurden übersprungen, und plötzlich befand man sich an einem komplett anderen Ort, ohne dass der Übergang wirklich erklärt wurde. Das hat auch hier für Verwirrung gesorgt.

Charaktere & Emotionen

Trotz der strukturellen Schwächen konnte ich mich überraschend gut mit den Figuren identifizieren. Sie wirkten nahbar, und ich war emotional durchaus involviert. Die romantische Entwicklung war eher vorhersehbar und nicht besonders tiefgründig. Es handelt sich nicht um eine intensive Enemies-to-Lovers-Dynamik, sondern eher um eine von Anfang an spürbare Anziehung. Das Buch bleibt insgesamt eher oberflächlich, aber das hat mich in diesem Fall nicht gestört, da ich genau so eine leichte Geschichte erwartet habe. Besonders positiv hervorheben möchte ich eine Szene gegen Ende aus Georgias Perspektive – die hat mich tatsächlich berührt und gezeigt, dass emotional doch mehr möglich gewesen wäre.

Fazit

Chasing Hearts ist eine unterhaltsame, leichte Liebesgeschichte mit starkem Formel-1-Bezug. Es hat definitiv seine Schwächen, vor allem in der Struktur und bei den Übergängen, konnte mich aber trotzdem gut unterhalten. Dafür vergebe ich 3,5 Sterne.

Ich würde das Buch empfehlen, wenn man keine allzu hohen Erwartungen hat, eine kurzweilige Romance für zwischendurch sucht und Interesse an der Formel 1 als Setting mitbringt.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Zerbrechlich, intensiv und doch nicht vollständig

Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)
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In Und alles zerbricht begleiten wir Mila auf einer sehr intensiven und persönlichen Reise. Durch verschiedene Umstände gerät sie in eine Essstörung, und als Leser erleben wir diesen Prozess hautnah mit. ...

In Und alles zerbricht begleiten wir Mila auf einer sehr intensiven und persönlichen Reise. Durch verschiedene Umstände gerät sie in eine Essstörung, und als Leser erleben wir diesen Prozess hautnah mit. Das Buch zeigt nicht nur, wie es dazu kommt, sondern auch, wie Mila damit kämpft, wie sie ihren Alltag bewältigt und welche inneren Konflikte sie austrägt. Besonders diese intime Darstellung ihrer Gedankenwelt ist ein zentrales Element der Geschichte und gleichzeitig ihr größtes Highlight.

Schreibstil & Erzählweise
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Durch die Ich-Perspektive wird Milas innere Zerrissenheit besonders greifbar, was die emotionale Wirkung deutlich verstärkt. Der Einstieg gelingt schnell, und man findet sich rasch in der Geschichte wieder. Auch das Tempo ist über weite Strecken gut gewählt, es passiert kontinuierlich etwas, ohne dass es sich zieht.

Charaktere & Beziehungen
Die Figuren sind vielschichtig und interessant gestaltet. Besonders die enge Verbindung zwischen den beiden Familien und die daraus entstehende Dynamik, inklusive Freundschaft, Verlust und Veränderung, wird überzeugend dargestellt. Das Zerbrechen dieser Verbindungen durch Milas Umzug bringt zusätzliche emotionale Tiefe in die Handlung. Insgesamt wirken die Charaktere authentisch und tragen die Geschichte sehr gut.

Klinikdarstellung & Authentizität
Die Darstellung des Klinikalltags wirkt größtenteils authentisch und nachvollziehbar. Man bekommt einen guten Einblick in die Strukturen und den Umgang mit der Thematik. Dennoch gibt es einzelne Aspekte, insbesondere im Zusammenhang mit bestimmten Entwicklungen rund um den Klinikaufenthalt, die kritisch betrachtet werden können und ein etwas unangenehmes Gefühl hinterlassen.

Kritikpunkte – Romantik & Ende
Ein wesentlicher Kritikpunkt liegt in der Entwicklung der romantischen Handlung. Ab etwa drei Viertel des Buches nimmt die Geschichte eine Richtung ein, die nicht ganz stimmig wirkt. Die romantische Plotline entwickelt sich für mein Empfinden zu schnell und rückt zu stark in den Vordergrund. Die Dynamik zwischen den beiden wirkte auf mich nicht ganz greifbar und teilweise wenig authentisch. Auch wenn der Love Interest als Figur viele sehr schöne, beinahe „perfekte“ Eigenschaften mitbringt und sich entsprechend fürsorglich verhält, konnte ich die Beziehung emotional nicht wirklich nachempfinden.
Hinzu kommen Aspekte wie der Altersunterschied sowie bestimmte Hintergründe im Kliniksetting, die für mich ein leicht unangenehmes Gefühl erzeugt haben. Gerade im Zusammenspiel mit der sehr schnell voranschreitenden Entwicklung hat das dazu geführt, dass mich dieser Teil der Geschichte nicht überzeugen konnte. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus weiterhin stärker auf Freundschaft und persönlicher Entwicklung liegt und romantische Aspekte erst in einem Folgeband mehr Raum bekommen.

Auch das Ende wirkt dadurch nicht ganz rund. Zwar ist klar, dass die Geschichte in Band 2 fortgesetzt wird, dennoch hinterlässt der Abschluss des ersten Bandes ein Gefühl von Unvollständigkeit.

Fazit
Und alles zerbricht ist ein emotionales und intensives Buch, das besonders durch seine authentische Darstellung einer Essstörung und die starke Innensicht der Protagonistin überzeugt. Wer sich mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte, wird hier definitiv fündig, sollte sich aber auch der potenziellen Trigger bewusst sein.

Trotz der gelungenen Figuren und des starken Einstiegs verliert die Geschichte gegen Ende etwas an Balance, insbesondere durch die romantische Entwicklung. Mit einem anderen Schwerpunkt hätte das Buch für mich noch mehr überzeugen können. Insgesamt dennoch eine lesenswerte Geschichte mit viel emotionaler Tiefe.

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