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Veröffentlicht am 23.06.2018

Das Leben als Maus auf dem Meer

Die drei Opale 1: Über das tiefe Meer
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Das Cover ist sehr bunt und überseht mit Details, die man zum großen Teil erst versteht, wenn man das ganze Buch gelesen hat. Ich kann aber echt nicht sagen, ob es mir gefällt oder nicht, das ändert sich ...

Das Cover ist sehr bunt und überseht mit Details, die man zum großen Teil erst versteht, wenn man das ganze Buch gelesen hat. Ich kann aber echt nicht sagen, ob es mir gefällt oder nicht, das ändert sich jedes Mal, wenn ich es ansehe.
Die Geschichte ist gar nicht so leicht zu beschreiben: Maus lebt mit ihrer Oma Schneekönig und ihrem Bruder Sperling auf dem Schiff Jägerin. Sie liebt dieses Leben, auch wenn es ein hartes Leben ist und sich die Crew-Mitglieder gegen diverse Gefahren wehren müssen. Als ihr Vater verschwindet und ein merkwürdiger Mann Steuermann auf dem Schiff wird, verändert sich Maus' Leben schlagartig und sie muss ihr Leben auf dem Schiff verlassen, um sich und ihren Bruder zu retten.
Die Idee der Geschichte gefällt mir sehr gut. Ein mutiges Mädchen, das fest entschlossen sich als Kapitänin auf dem Schiff durchzusetzen und es hin und wieder in ihrem Ehrgeiz und Mut übertreibt. Leider gibt es aber auch einige Dinge, die mich total störe, sodass ich die Geschichte nicht richtig genießen kann. Zum einen ist das die Namensgebung: Die Hauptpersonen heißen Maus, Sperling, Schneekönig und Krähe. Ich bin generell kein Fan von Übersetzungen von Namen, das ist immer irritierend. In diesem Fall stört es aber ganz besonders, weil es zumeist Tiernamen sind und es einem so schwer fällt, sich diese zu merken. Dies ist zumindest bei mir so. Zum anderen wird die Welt, in der Maus lebt, nicht richtig deutlich. Man weiß, dass es wohl vier verschiedene Zugehörigkeiten gibt, neben der zu einem Stamm. Dabei gehört Maus zu den Wasserstämmen und deren größten Feinde die Landmenschen sind. Aber trotzdem fällt es einem immer wieder schwer, diese Verbindungen und die gegenseitige Ressentiments zu verstehen.
Alles in allem ist es eine schöne Geschichte, auch wenn ich hoffe, dass die Welt im nächsten Teil noch ein wenig deutlicher geschildert wird.

Veröffentlicht am 23.06.2018

Die Glitzerwelt Hollywoods

MUTIG
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Das Cover gefällt mir auch in natura sehr gut, gerade weil es sehr ausdrucksstark und auffällig ist.
Die Geschichte (wenn man sie denn so nennen kann) behandelt das Leben von Rose McGowan. Bekannt wurde ...

Das Cover gefällt mir auch in natura sehr gut, gerade weil es sehr ausdrucksstark und auffällig ist.
Die Geschichte (wenn man sie denn so nennen kann) behandelt das Leben von Rose McGowan. Bekannt wurde sie für viele durch die Serie CHARMED, doch ihr Leben hat nicht viel von einem Hollywoodfilm. Sie wuchs u.a. in einer Sekte auf und erlebte in ihrer Karriere als Schauspielerin vielerlei Arten des Missbrauchs und genau davon handelt das Buch.
Mir fiel und fällt es immer noch schwer eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, weil ich immer noch nicht weiß, ob es mir überhaupt gefällt. Die Geschichte an sich ist faszinierend und äußerst erschreckend, sodass man sich immer wieder fragt, wie es überhaupt so weit kommen konnte bzw. wie diese Menschen es geschafft haben, ihr Spiel so lange weiter zu treiben. Es gefällt mir, wie Rose eben diese Misstände (dieses Wort ist viel zu harmlos) aufzeigt und anklagt, dass Vergewaltigungen immer wieder gedeckt und sogar akzeptiert wurden. Andererseits stört mich ihr moralischer Zeigefinger, der einem aufzeigt, wie man zu denken haben soll und sie scheint nicht zu glauben, dass der Leser zu dieser Erkenntnis eigenständig gelangt. Zudem verstehe ich das ganze Buch über nicht, warum Rose der Schauspielerei nicht den Rücken gekehrt hat, wenn sie es doch so sehr hasst. Man kann aber sagen, dass es ein lesenswertes Buch ist, das aufzeigt, was alles in Hollywood falsch läuft und dass die Emanzipation der Frau noch immer nicht abgeschlossen ist.

Veröffentlicht am 23.06.2018

Guter zweiter Teil

The Boxer (San Francisco Hearts 2)
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Das Cover passt wunderbar zum ersten Teil und trifft die Thematik ohne besonders auffällig zu sein.
Thalia verbringt ihre Zeit nach der Arbeit am liebsten auf dem Sofa mit Schnulzen und Eis, nachdem sie ...

Das Cover passt wunderbar zum ersten Teil und trifft die Thematik ohne besonders auffällig zu sein.
Thalia verbringt ihre Zeit nach der Arbeit am liebsten auf dem Sofa mit Schnulzen und Eis, nachdem sie ihren Ex-Verlobten Chase verlassen hat. Aber sie kann ja nicht auf ewig in ihrer Wohnung hocken, das finden zumindest ihre Freundinnen Whitney und Lennon und schleppen sie zu einem Boxevent. Dort lernt sie den unglaublich attraktiven Boxer Lucas Cummings kennen und verabredet sich mit ihm zu einem One Night Stand. Dazu kommt es allerdings nicht, weil Thalia dem Alkohol ein wenig zu sehr zuspricht. Dennoch trifft sie den Bad Boy in den folgenden Tagen immer wieder und kann seinem Charme nicht widerstehen. Aber es ist nicht mehr als eine einmalige Sache oder?
Ich hab schon den ersten Teil verschlungen und auch dieser Teil der Reihe hat mir sehr gut gefallen. Thalia ist ein sympathischer Mensch, die mit ihrem Ex echt eine totale Niete gezogen hat und es auf jeden Fall verdient hat, endlich glücklich zu sein. Lucas gefiel mir von Anfang an extrem gut. Er wirkt zunächst wie ein Bad Boy, es war mir allerdings relativ klar, dass sich die Sache ein wenig anders gestaltet. Auch das Ende hat mich jetzt nicht wirklich überrascht, dennoch habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen und freue mich riesig auf den letzten Teil.

Veröffentlicht am 01.05.2026

Spannende Idee, die mich nicht komplett fesseln konnte

Missing Page - Tödliche Worte
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Die Gestaltung des Buches ist wirklich wunderschön und springt einem direkt ins Auge, sodass man auch in der Buchhandlung kaum daran vorbeigehen kann. Man entdeckt außerdem beim genaueren Hinschauen jedes ...

Die Gestaltung des Buches ist wirklich wunderschön und springt einem direkt ins Auge, sodass man auch in der Buchhandlung kaum daran vorbeigehen kann. Man entdeckt außerdem beim genaueren Hinschauen jedes Mal neue Details, was perfekt zur Geschichte passt.

Die Geschichte hat mich ebenfalls direkt gereizt: Die 17-jährige Toni bekommt die Chance, an einem Schreibworkshop des bekannten Bestsellerautors Richard Giffard teilzunehmen. In dem abgelegenen Herrenhaus in Schottland eröffnet der kauzige Autor den Teilnehmern, dass er beabsichtigt, dem Gewinner des Workshops sein Vermögen zu vermachen. Die Jugendlichen stürzen sich in die Textarbeit, doch Toni kämpft weiterhin mit ihrer Schreibblockade und während ein Sturm das Anwesen von der Außenwelt abschneidet, passieren seltsame Dinge. Das Personal verhält sich seltsam, jemand scheint durch das Anwesen zu geistern und Schlafwandlerin Toni wird von blutigen Träumen heimgesucht. Als einer dieser Träume dann wahr zu werden scheint, muss sie alle ihre Fähigkeiten als Autorin einsetzen, um herauszufinden, was Traum und was Realität ist.

Ich war mir nicht sicher, was ich von dem Buch erwarten sollte, habe aber schon viel Positives über die Autorin gehört und wollte deswegen auch diese Geschichte unbedingt lesen. Leider konnte mich die Story nicht komplett überzeugen, dafür wirkte das ganze manchmal ein bisschen überladen und konnte mich deswegen nicht immer packen. Das liegt auch am Schreibstil. Ich habe relativ lange gebraucht, um mich an ihn zu gewöhnen. Ich kann nicht einmal genau festmachen, woran das liegt, aber er schafft es nicht so richtig, mich in die Geschichte zu ziehen und nachhaltig zu fesseln.

Das lag vielleicht auch daran, dass ich so meine Schwierigkeiten hatte, die Charaktere so richtig kennenzulernen. Es ist ziemlich eindeutig, dass Toni nicht ausschließlich wegen des Schreibworkshops in Schottland ist und dass so gut wie alle Handelnden etwas zu verbergen haben. Dadurch wusste ich nie so richtig, wem ich vertrauen konnte und wer der Person überhaupt ist, weil es oft so wirkt, als wäre niemand komplett er selbst. Das hat ein bisschen dafür gesorgt, dass ich so meine Probleme hatte, die Charaktere einordnen zu können. Selbst Toni als Hauptperson blieb für mich lange ein bisschen schwammig, wahrscheinlich weil sie selbst nicht komplett vertrauen kann, dadurch dass sie sich nicht an ihre Handlungen während des Schlafwandels erinnern kann. Außerdem konnte ich ihre Handlungen, selbst nachdem man weiß, warum sie das Ganze tut, nicht immer nachvollziehen. Ähnlich ist es mit den anderen Personen, zu denen ich nie eine richtige Verbindung aufbauen konnte, sodass sie mir gar nicht die Möglichkeit gegeben haben, in ihre Geschichte und ihre Gründe für das, was sie tun, eintauchen zu können.

Dabei gefiel mir die Grundidee der Handlung und das Setting eigentlich gut. Natürlich ist ein abgelegenes schottisches Herrenhaus jetzt nichts Neues als Handlungsort für einen Krimi, aber hier fand ich es sehr passend. Dennoch hatte ich manchmal das Gefühl, dass mir trotz Tonis Karte der Überblick fehlte. Das hätte mich nicht so sehr gestört, wenn die Geschichte nicht so überladen mit Elementen gewesen wäre, die alle für sich oder auch in gewisser Kombination miteinander interessant gewesen wären, aber sich hier vielleicht ein bisschen zu sehr überlagert haben. Außerdem fand ich zumindest einige der Handlungsstränge doch sehr vorhersehbar, sodass ich schon früh eine recht gute Vorstellung davon hatte, was passiert sein könnte. Das hat mich nur bedingt gestört, aber leider auch nicht dafür gesorgt, dass ich die Geschichte unbedingt durchlesen wollte.

Alles in allem habe ich wahrscheinlich einfach zu viel von dem Buch erwartet. Ich mochte zwar die Idee wirklich gerne, aber für mich waren es zu viele ‚klassische Krimi Elemente', die zusammengefügt wurden und sich dadurch zu sehr überlagert haben. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, sich auf weniger davon zu beschränken, zumal es die Personen und der Schreibstil auch nicht so richtig geschafft haben, mich für sich einzunehmen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Leider nicht immer ganz schlüssig

Bachelorette Party
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Beim Cover des Buches bin ich zwiegespalten. Man erkennt zwar direkt, um welches Genre es sich handelt, aber ich fand es dennoch nicht wirklich zum Setting des Buches passend. Ich hätte es vermutlich passender ...

Beim Cover des Buches bin ich zwiegespalten. Man erkennt zwar direkt, um welches Genre es sich handelt, aber ich fand es dennoch nicht wirklich zum Setting des Buches passend. Ich hätte es vermutlich passender gefunden, wenn die Kargheit und die Abgeschiedenheit der Schäreninsel im Vordergrund gestanden hätte. Diese spielt eine nicht unwichtige Rolle im Buch und die Darstellung der Umgebung hier wirkt ein bisschen zu klischeehaft.

Die Story hat mich allerdings direkt gereizt: Annelieses Bachelorette Party soll eigentlich ein entspanntes Yoga-Wochenende auf einer abgelegenen Schäreninsel mit viel Wein und guten Gesprächen werden. Doch die Podcasterin Tessa ist aus einem anderen Grund mitgekommen. Vor zehn Jahren verschwanden vier junge Frauen auf einem Ausflug und sie vermutet, dass sie sich auf genau dieser Insel zuletzt aufgehalten haben. Sie versucht herauszufinden, was damals wirklich passiert ist, doch dann treibt ihr Boot aufs Meer hinaus und die Frauen sitzen auf der Insel fest. Plötzlich scheinen sich lange zurückgehaltene Konflikte und Feindschaften zu entladen und als eine Leiche gefunden wird, ist klar, dass jemand Rache für etwas nehmen will, das vor zehn Jahren passiert ist.

Ich mochte auch schon die vorherigen Bücher von Camilla Sten und wollte deswegen auch dieses unbedingt lesen und auch wenn es mich nicht komplett überzeugen konnte, war es dennoch gut zu lesen. Der Schreibstil ist leicht und fließend, sodass ich nach leichten Anfangsschwierigkeiten das Buch wirklich schnell durchlesen konnte.

Die Story fand ich grundsätzlich auch sehr vielversprechend. Natürlich ist es nicht neu, dass eine Gruppe von Freunden, die sich zum Teil von früher kennen, auf einer einsamen Insel zusammenkommt und dort dann alte Geheimnisse ans Licht kommen. Deswegen hatte ich auch hier schon früh eine ungefähre Vorstellung davon, was passiert sein könnte und welche Geheimnisse die einzelnen Personen haben könnten. Es gab am Ende noch erstaunlich viele Punkte, die ich so niemals erraten hätte, aber ich fand ehrlich gesagt auch nicht alle Handlungsstränge komplett glaubwürdig.

Das lag vermutlich vor allem daran, dass ich nie so richtig das Gefühl hatte, die Charaktere richtig greifen konnte. Am leichtesten fiel es mir noch bei Tessa, deren Verzweiflung nach dem Scheitern ihres Podcasts nahezu spürbar ist. Ich konnte verstehen, wie schlimm es gewesen sein muss, etwas aufzugeben, das man liebt und in dem man gut ist, weil man einen schrecklichen Fehler gemacht hat. Ich konnte deswegen komplett verstehen, dass sie versuchen will, auf der Insel herauszufinden, was damals passiert ist. Aber dadurch, dass sie eine Art Außenseiterin in der Freundesgruppe ist, hatte ich nie das Gefühl, die anderen richtig kennenlernen zu können. Ich habe sie immer wieder verwechselt und war dann ein bisschen verwirrt, wer jetzt noch einmal wer ist und wer wen woher kennt. Ich hatte deswegen meine Schwierigkeiten damit, mitzurätseln, was genau damals passiert ist.

Alles in allem ist das Buch durchaus unterhaltsam und der Schreibstil wirklich gelungen, aber so richtig fesseln konnte es mich nicht. Ich fand nicht alle Handlungsstränge nachvollziehbar und hatte immer wieder Probleme, die Charaktere so richtig verstehen zu können, was dafür sorgt, dass mir ein bisschen der Sog fehlt, das Buch unbedingt weiterlesen zu wollen.

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