Vertrauen, Vergebung & Traumabewältigung
Wer die Zweifel sätGenau wie Band 1 „Wer das Feuer schürt“ ist auch dieser Roman von der ersten Seite an spannend. Man wird direkt in den Kriminalfall hineingezogen und ermittelt gemeinsam mit Jack. Lange wusste ich nicht, ...
Genau wie Band 1 „Wer das Feuer schürt“ ist auch dieser Roman von der ersten Seite an spannend. Man wird direkt in den Kriminalfall hineingezogen und ermittelt gemeinsam mit Jack. Lange wusste ich nicht, wer hinter allem steckt, was die Spannung für mich dauerhaft hochgehalten hat.
Lindsay mochte ich sehr gern. Zu Beginn ist sie Jack gegenüber sehr distanziert, denn sie gibt ihm die Schuld am Tod ihrer besten Freundin. Jedoch tat sie mir auch aufgrund ihres erlittenen Traumas auch sehr leid, denn sie kommt überhaupt nicht zur Ruhe und kann dieses kaum verarbeiten. Ich fragte mich die ganze Zeit: wer tut sowas? Wie kann man bloß einen traumatisierten Menschen noch weiter quälen und weshalb?
Jack war mir ebenfalls sofort sympathisch, auch wenn er selbst ein Päckchen aus der Vergangenheit mit sich rumträgt und somit schnell Lindsay gegenüber ein Vorurteil bildet. Andererseits ist er ist offen, direkt und als Bundespolizist mitten in den Ermittlungen eingebunden.
Die kleine Liebesentwicklung zwischen den beiden fand ich sehr gelungen. Den es ist ein Slowburn und ein Secondchance geben.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Handlung bleibt spannend und die beschrieben Szenen sind so gut beschrieben, sodass ich mir diese sehr gut vorstellen konnte. Irene Hannon spricht in diesem Thriller über Vertrauen, Vergebung und Traumabewältigung. Der christliche Aspekt ist schön in die Handlung eingebettet, ohne aufdringlich zu wirken.
Für mich ist es ein gelungener Kriminalroman ohne übertriebene Brutalität. Wer gern spannende Krimis oder Thriller liest, wird mit diesem Buch sicher tolle Lesestunden haben.