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Veröffentlicht am 10.08.2025

abwechslungsreicher Kriminalroman und mit spannenden Wendungen - Emma Ferrari ermittelt wieder

Mord nach Rezept
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"Mord nach Rezept" ist der zweite Band in der Reihe rund um Emma Ferrari von Autorin Sabine Steck. Ermittelte sie im ersten Fall noch um sich selbst vom Mordverdacht zu befreien, so steht diesmal ihre ...

"Mord nach Rezept" ist der zweite Band in der Reihe rund um Emma Ferrari von Autorin Sabine Steck. Ermittelte sie im ersten Fall noch um sich selbst vom Mordverdacht zu befreien, so steht diesmal ihre Freundin Konstanze von Hohenfels im Mittelpunkt. Sie ist Hauptverdächtige ihre Mutter, die sie Zeit ihres Lebens bevormundet hat, während eines Kochwettbewerbs ermordet zu haben. Emma und ihre Freundinnen setzen alles daran den wahren Mörder zu finden. Doch immer wieder drängt sich ihnen auch der Gedanke auf: was, wenn Konstanze doch die Mörderin ist?

Abwechslungsreich und spannend begleitet der Leser Emma, ihre Freundinnen und natürlich Kommissar Gieseking bei ihren Ermittlungen. Verdächtige ergeben sich nach und nach genügend, so dass es nicht langweilig wird und man gespannt ist, wer wie und mit welchen Hintergründen in den Fall verwickelt ist.

Die Charaktere zeichnet Sabine Steck wieder charmant, authentisch und mit viel Feingefühl. Das Setting im beschaulichen Bayern, das nicht immer so heimelig ist, wie es auf den ersten Blick wirkt, ist gut gewählt, so dass mit den Unterschieden zu Emmas italienischer Herkunft gekonnt gespielt wird.

Das Cover ist detailreich gestaltet und gibt auf den ersten Blick gekonnt die wesentlichen Inhalte des Buches wider. So macht es direkt neugierig aufs Lesen.

Gerne spreche ich eine Leseempfehlung für "Mord nach Rezept" aus. Sabine Steck ist ein schöner Kriminalroman mit Lokalkolorit gelungen, bei dem man miträtseln und -fiebern kann. Die zwischenmenschlichen Beziehungen, die eine wichtige Rolle spielen, sind authentisch dargestellt und halten abwechslungsreiche Wendungen bereit. So haben viele Verdächtige ein Motiv, doch der wahre Mörder findet sich erst am Schluss.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

kleine Pfoten, große Träume - spannende Entwicklungen

Große Träume auf kleinen Pfoten
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Molly Blum ist mit „Große Träume auf kleinen Pfoten“ ein spannender und abwechslungsreicher Roman gelungen, der nicht nur die Liebe, sondern auch Tiere und Freundschaften zum Thema hat.

Von der ersten ...

Molly Blum ist mit „Große Träume auf kleinen Pfoten“ ein spannender und abwechslungsreicher Roman gelungen, der nicht nur die Liebe, sondern auch Tiere und Freundschaften zum Thema hat.

Von der ersten Seite an litt und liebte ich mit der Journalistin Mina mit: betrogen, eine alte Liebe wiedertreffend, im Wechselbad der Gefühle, verraten. Die Bandbreite an Emotionen war groß, während ich die sympathische und authentische Hauptprotagonistin bei ihren vielfältigen, teils aufregenden, Erlebnissen begleitete.

Waren einige Handlungsstränge und Reaktionen auch vorhersehbar, so überraschte mich so manche Wendung und erfreulicherweise auch der Schluss. So blieb der Roman bis zum Ende spannend und überraschte mich noch auf den letzten Seiten.

Eingebettet ist ein Teil der Erlebnisse in die schöne Umgebung Cornwalls, das landschaftlich, aber auch durch seine Bewohner einfühlsam beschrieben ist und die Handlung wunderbar untermalt.

Bereits das Cover hat mich durch das romantisch aussehende Haus mit den davor tobenden Hunden stark angesprochen. Ein liebevolles Detail sind die als Pfotenabdrücke gestalteten Wolken. Besonders gefällt mit der Buchrücken, der sich mit den süßen Pfotenabdrücken super in meinem Bücherregal macht.

Die Liebe der Autorin zu Hunden spürt man an vielen Stellen im Buch. Die süßen Tiere nehmen einen großen, aber nicht in den Vordergrund drängenden Platz, ein. Mehrere Male ertappte ich mich bei dem Gedanken, wie schön es wäre, ebenfalls einen solch treuen Begleiter an der Seite zu haben.

Störend empfand ich die leider recht zahlreichen Rechtschreib-, Satzzeichen- bzw. Grammatikfehler. Sie unterbrachen für mich teilweise den Lesefluss, was dem ansonsten sehr flüssigen und bildhaften Schreibstil der Autorin Abbruch tat.

Wer hierüber hinwegsehen kann, dem spreche ich eine klare Leseempfehlung für dieses tolle Buch aus. Es ist super zu lesen und die verschiedenen Themen Liebe, Romantik, Freundschaft, Tiere, zweite Chancen und einige mehr, sind zu einem abwechslungsreichen und bis zum Schluss spannenden Erzählteppich verwoben, ohne dabei kitschig zu sein.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Zwei unterschiedliche Frauen und Zeiten - verbunden durch Wicken

Duftwickensommer
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Wie Duftwicken die Geschichten zweier ganz unterschiedlicher Frauen auf zwei Zeitebenen verbinden? Die Antwort darauf liefert der Roman „Duftwickensommer“ von Autorin Sylvia Lott.

Im Jahre 1911 möchte ...

Wie Duftwicken die Geschichten zweier ganz unterschiedlicher Frauen auf zwei Zeitebenen verbinden? Die Antwort darauf liefert der Roman „Duftwickensommer“ von Autorin Sylvia Lott.

Im Jahre 1911 möchte in England die junge Anni einen Wettbewerb um den schönsten Wickenstrauß gewinnen. Durch ihre schönen Wicken am Gartenzaun auf Borkum, erfährt Marieke im Jahr 2024 von Annis Geschichte.

„Duftwickensommer“ ist wunderbar erzählt und eine gekonnte Mischung aus wahren Geschichten und fiktiven Begebenheiten. Bereits nach wenigen Seiten war ich im Sog der Geschehnisse auf beiden Zeitebenen gefangen und das Buch las sich flüssig. Trotz der vielen toll recherchierten geschichtlichen Hintergründe und Informationen, die sowohl aus der Vergangenheit als auch der Gegenwart eingeflochten sind. Die Wissensvermittlung wirkt dabei nie platt oder gekünstelt, was der bewundernswerten Fähigkeit der Autorin zu verdanken ist, jeder Figur einen sorgfältig angelegten Charakter zu geben, die miteinander in abwechslungsreichen Erzählsträngen verwoben werden. Dabei wirkt jede Figur für ihre Zeit authentisch. So taucht man mit ihnen nicht nur in die Kämpfe der Sufragetten sowie damit zusammenhängenden Details ein. Auch aktuelle Gegebenheiten und Problematiken wie zum Beispiel der Schutz des Nationalpark Wattenmeer werden aufgegriffen. Zwei wichtige Transporteure der Geschichte der jeweiligen Zeit sind die beiden Hauptprotagonistinnen Anni und Marieke. Die mutige, weltoffene Anni ist dabei der Gegenentwurf zur von Depressionen und Schwächen geplagten Marieke. Es macht Freude, beide in ihrer Entwicklung zu begleiten, und am Ende zu erleben, wie ihre Geschichten zu einem für sie guten Abschluss kommen.

Hatte ich zunächst noch die Sorge, eventuell durch die verschiedenen Zeitebenen und dadurch vielen Protagonisten durcheinander zu kommen, so halfen mir die fein gezeichneten Charaktere und informativen Handlungsstränge von Anfang an, den Überblick zu behalten. Die Überleitungen zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind mühelos gestaltet, so dass man von einer Zeit in die nächste gleitet, ohne diese Wechsel als störend zu empfinden.

Das Cover wirkt romantisch und edel. Die im Roman wichtigen Wicken sind nicht nur am Himmel im Hintergrund hübsch eingearbeitet.

Nach diesem Roman, werde ich auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen. Sylvia Lott beschreibt die Figuren so genau, erweckt sie zum Leben, lädt zum mitfiebern mit ihnen oder wahlweise verabscheuen ein - und dabei werden viele verschiedene geschichtliche Feinheiten aufgegriffen. Fragt man sich, ob das Buch dadurch nicht überladen sein müsste, so finde ich, dass dies überhaupt nicht der Fall ist. Es fügt sich alles wunderbar zusammen, auch die beiden Zeitebenen.

Um im Bild eines Wickenstraußes zu bleiben: jeder einzelne Charakter ist wie ein Wickenstängel, dessen Blüten wunderbar detailliert, einzigartig und farbenfroh sind und gemeinsam geben diese Stängel einen bunten wunderschönen duftenden Strauß. Ich empfehle jedem, der einen gut recherchierten Roman liebt, diesen „Strauß“ in die Hand zu nehmen.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Mit einem Freund auf dem Weg zu sich selbst

Die Sommerbücherei
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Der Roman "Die Sommerbücherei" ist aus den Sichtweisen der zwei Hauptfiguren Tom und Maggie erzählt. Tom, ein Jugendlicher, dessen Mutter gestorben ist und dessen Vater mehr und mehr dem Alkohol verfällt. ...

Der Roman "Die Sommerbücherei" ist aus den Sichtweisen der zwei Hauptfiguren Tom und Maggie erzählt. Tom, ein Jugendlicher, dessen Mutter gestorben ist und dessen Vater mehr und mehr dem Alkohol verfällt. Maggie, eine ältere Dame mit eigenem Hof, bewegter Vergangenheit und einem Geheimnis, die einsam ist. Aufeinander treffen die beiden in der örtlichen Bücherei, die alsbald vor der Schließung gerettet werden muss. Einfühlsam beschreibt die Autorin Bella Osborne die Entwicklung der beiden Protagonisten, die Entstehung der Freundschaft sowie deren Beinahe-Zerstörung.
Besonders berührt hat mich die Figur des Tom. Sein Kampf um Normalität, den Zugang zum Abitur und gegen die Alkoholsucht seines Vaters. Diesem Jugendlichen, der viel zu früh viel zu viel durchstehen muss und dem die Freundschaft mit Maggie Halt und Mut gibt.
Doch auch Maggie profitiert von der Freundschaft mit Tom. Nicht nur, dass durch ihn ihre Einsamkeit verdrängt wird, sondern auch, dass sie endlich den Mut aufbringt nach vielen Jahrzehnten einen wunden Punkt ihres Lebens in Angriff zu nehmen.

Was ich wirklich schade finde ist, dass weder der Titel noch das Cover zum Buch passen. Hat man sich nur von diesen beiden Aspekten zum Lesen inspirieren lassen ohne den Klappentext zu lesen, hat man etwas komplett anderes erwartet. Der deutsche Titel der Erstausgabe "So was wie Freunde" passt viel besser. Bisher habe ich tatsächlich noch nie ein Buch gelesen, das vor allem mit dem Titel so daneben lag. Denn das Buch spielt nicht einmal komplett im Sommer, lediglich die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Bücherei erfolgt im Spätsommer.

Lässt man Buchtitel und Cover beiseite, ergibt sich für mich mit dieser einfühlsamen Geschichte eine klare Leseempfehlung. Hauptsächlich mit Tom, aber auch mit Maggie habe ich mitgelitten und hätte an vielen Stellen den einen wie die andere gerne in den Arm genommen.
Eine tolle Geschichte, die deutlich macht, dass Freundschaften ganz unabhängig von Alter, persönlichem Hintergrund und anderen Details geschlossen werden können und von Außenstehenden einfach akzeptiert werden sollten.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

tierischer Sommerroman mit Tiefgang – die Suche nach dem persönlichen Glück

Sommer ist mein Lieblingsort
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Mit dem Titel „Sommer ist mein Lieblingsort“ stimmt der Roman von Franziska Blum wunderbar auf das Buch ein. Bekannt ist Autorin Franziska Blum auch unter dem Pseudonym Lotte Römer, unter dem sie bereits ...

Mit dem Titel „Sommer ist mein Lieblingsort“ stimmt der Roman von Franziska Blum wunderbar auf das Buch ein. Bekannt ist Autorin Franziska Blum auch unter dem Pseudonym Lotte Römer, unter dem sie bereits einige Küstenromane veröffentlich hat.

Die Pfoteninsel ist das Tierheim auf Sylt. Geführt wird es von der tierlieben Cäcilia, die viel Herzblut, Leidenschaft und Geld in den Zufluchtsort für Hunde, Katzen und weitere Tierarten, steckt. Sie arbeitet bis zur totalen Erschöpfung, damit es den heimatlosen Geschöpfen gut geht. Doch dann muss sie einsehen, dass sie Abstand von alledem benötigt, um nicht völlig zusammenzubrechen. So macht sie sich in einem alten Wohnmobil auf die Reise und trifft gleich zu Beginn überraschend auf einen Camper namens Roman. Noch überraschender ist allerdings die Anziehung, die Cäcilia spürt. Dabei bemerkt sie, dass Roman in manchen Bereichen sehr rätselhaft ist. Was verbirgt sich hinter dem großen, attraktiven Mann?

Das farbenfrohe Cover strahlt eine wunderbar sommerliche Küstenatmosphäre aus. Die hübsche Pfoteninsel ist dabei ebenso ein Blickfang, wie die beiden fröhlichen Hunde, die auf den Betrachter zugelaufen kommen.

Einfach wunderbar sind die Zitate zu Beginn eines jeden Kapitels. Nicht nur durch sie spürt man von der ersten Zeile an die Liebe der Autorin zu Tieren, die sie mit ihrer Hauptprotagonistin Julia teilt. Deren Gefühle sind gut nachvollziehbar dargestellt, so dass man sich gut in ihre Figur einfühlen kann. Einige Entscheidungen haben mich trotzdem überrascht. Nicht wirklich warm geworden bin ich mit dem männlichen Hauptpart Roman, der an einigen Stellen zu lebensfremd bzw. wenig gefestigt und, auf fast schon nervige Weise, kommunikationsunfähig wirkt.

Die weiteren Charaktere sind in ihrer Zahl überschaubar und prägnant vorgestellt. Verbindend ist die Tierliebe, die man direkt spürt.

Franziska Blum gelingt eine gleichzeitig tiefsinnige wie lockere Auseinandersetzung mit den Themen wie Trauer, Tierheim, Tierrettung und Tierwohl. Differenziert und ausgewogen präsentiert sie die Kernpunkte und schreckt dabei weder davor zurück die Schwierigkeiten und Herausforderungen zu benennen, als auch die wunderbaren, glücklichen Momente zu beschreiben. Diese feinfühligen, tiefgreifenden und berührenden Darstellungen haben mich absolut gepackt. Sie sind für mich das Highlight dieses Romans.

Insgesamt liest sich das Buch trotz der teils schweren Themen leicht und zügig. Dabei sind die Beschreibungen so bildhaft, dass man die verschiedenen Schauplätze wunderbar vor Augen hat und die Verbundenheit der Autorin zu diesen spürt.

Nicht nur am Ende läuft für mich einiges zu glatt und leicht ab. Aufgefangen wird dies aber deutlich von der bereits genannten Kombination aus Leichtigkeit und Tiefe, die in diesem Roman gekonnt verwoben sind.

Ein tierischer Sommerroman mit Tiefgang über die Suche nach dem persönlichen Glück für gemütliche Lesestunden.

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