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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

Realistische Kriminalfälle aus dem Schwabenländle

Vermisst im Ammertal
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Im 6. Teil der Reihe um Kommissar Brander ist die im Vorgängerband angedeutete Polizeireform umgesetzt worden und Branders Polizeirevier ist nun in Esslingen statt in Tübingen. Zwar arbeitet Brander weiterhin ...

Im 6. Teil der Reihe um Kommissar Brander ist die im Vorgängerband angedeutete Polizeireform umgesetzt worden und Branders Polizeirevier ist nun in Esslingen statt in Tübingen. Zwar arbeitet Brander weiterhin mit seiner Kollegin Peppi zusammen, aber ihn nervt die Fahrerei und die vielen neuen Kollegen.

Aber die Arbeit muss trotzdem erledigt werden. Als in Tübingen ein Mann schwer verletzt in seiner Autowerkstatt gefunden und sein fünfjähriger Sohn vermisst wird, beginnt die Suche nach dem Kind.

Wieder ein spannender Fall für Kommissar Brander und sein Team. Glücklicherweise hat Pflegetochter Natalie sich langsam eingelebt, dafür muss Brander sich erst an die neuen Kollegen gewöhnen, aber die Zeit drängt, immerhin ist ein Kind verschwunden.

Ich lerne wieder einiges über Whisky, fühle mich fast schon zugehörig zum engen Freundeskreis der Branders und werde bei der Auflösung wieder überrascht, da es der Autorin immer wunderbar gelingt, mich auf falsche Fährten zu locken.

Im Herbst erscheint bereits der 13. Band, bis dahin habe ich noch einiges aufzuholen und ich freue mich schon auf jeden einzelnen Band.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Warmherzig, witzig, originell

Mord in der Pension Möwennest
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Die Pension Möwennest ist keine Pension, in der ich gerne wohnen möchte 😉


Das Essen ist grenzwertig, es gibt strenge Regeln für die Benutzung des Badezimmers, Frauen nur Dienstags, Donnerstags und Samstags ...

Die Pension Möwennest ist keine Pension, in der ich gerne wohnen möchte 😉


Das Essen ist grenzwertig, es gibt strenge Regeln für die Benutzung des Badezimmers, Frauen nur Dienstags, Donnerstags und Samstags und die Bewohner sind mehr als skurril.

Und trotzdem schafft es die Autorin, dass mir die Pensionsgäste wie auch die Betreiberin sowie die grauenhafte Köchin ans Herz wachsen.

Nora Breen verlässt nach 30 Jahren das Kloster und macht sich auf die Suche nach einer jungen Nonne, die aus dem Möwennest verschwunden ist. Obwohl Nora so viele Jahre abgeschieden gelebt und harte Arbeit ihr Tagwerk bestimmt hat, ist sie alles andere als weltfremd. Und sie weiß sich durchaus durchzusetzen.

Als ein Bewohner des Möwennest tot aufgefunden wird, bringt Nora die Polizei auf Trab und scheut sich auch nicht, ihre Schuhe sehr überzeugend einzusetzen, was für wunderbar humorvolle Szenen, die in mir ein Kopfkino anstoßen und mich zum Lachen bringen 🤣

Ein Pfarrer, der die Gesellschaft von Kaninchen, der von Menschen vorzieht, ein alter Puppenspieler, ein verwahrlostes Mädchen, welches nicht spricht, sie alle berühren mich und so möchte ich noch ein bisschen hier verweilen, aber das Böse ruht nicht.

Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Teile um die gescheiterte Nonne geben wird, denn ich glaube, dass Nora der Welt noch viel zu bieten hat.

Wer diese Nonne ebenfalls kennenlernen möchte, die mit ihrer freundlichen, aber unbeirrbaren Art, schlauer ist, als die Polizei, dem kann ich Mord in der Pension Möwennest wärmstens ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Mit einem Opa wie Johann wird einem nicht langweilig 🤣

Küstenstille
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Küstenstille ist bereits der 4. Teil aus der Reihe um Kommissar Paul Lupin und seinen Vater Johann, der Einstieg ist jederzeit möglich.

Paul ist inzwischen nicht mehr bei der Polizei. Nachdem er einen ...

Küstenstille ist bereits der 4. Teil aus der Reihe um Kommissar Paul Lupin und seinen Vater Johann, der Einstieg ist jederzeit möglich.

Paul ist inzwischen nicht mehr bei der Polizei. Nachdem er einen Frauenschänder erschossen hat, wie in der Boulevardpresse zu lesen war, ist er inzwischen Mitinhaber einer Dorfkneipe an der Ostsee und Krimiautor.

Zusätzlich hat Paul alle Hände voll zu tun, um Johann, den rastlosesten Rentner aller Zeiten, vor Unbill zu schützen. Ein Rentner war nach Johanns Meinung „jemand, der zu nichts mehr zu gebrauchen war“. „Vor allem einer, der nichts tat, außer mit dem Schaukelstuhl zu quietschen“. Der umtriebige Johann ist eine stete Quelle und Inspiration für seine Krimis.

Mir ist das Vater/Sohn-Gespann sofort sympathisch und gemeinsam ermittle ich mit den beiden in dem Todesfall eines ortsansässigen Kunstmalers. War der Sturz auf der Treppe des eigenen Hauses ein Unfall oder hat hier jemand nachgeholfen und warum?

Küstenstille ist ein vielschichtiger Krimi, der mich berührt und wütend macht. Es gibt verschiedene Nebenschauplätze und nichts ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Gekonnt führt mich die Autorin an der Nase herum und überrascht mich mit der Auflösung.

Ein spannender Ostseekrimi, der unter die Haut geht und auch eine Prise Humor nicht vermissen lässt. Petra Tessendorf, diesen Namen muss ich mir merken und die ersten drei Teile der Reihe wandern auf meine Wunschliste 😉.

Sehr gerne empfehle ich „Küstenstille“ weiter und bin schon gespannt, was Opa Johann als Nächstes anstellt 🤣

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Veröffentlicht am 22.04.2026

„Bonnie und Clyde“ aus der Schweiz

Ziemlich beste Verbrecher
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Alois Mistelzweig und Berta Bartok wohnen in einer Villa in Zürich. Aber trotzdem müssen sich die beiden mit Diebstählen über Wasser halten, denn die Villa gehört ihnen nicht. Eigentlich mögen sich die ...

Alois Mistelzweig und Berta Bartok wohnen in einer Villa in Zürich. Aber trotzdem müssen sich die beiden mit Diebstählen über Wasser halten, denn die Villa gehört ihnen nicht. Eigentlich mögen sich die beiden auch überhaupt nicht, müssen aber notgedrungen zusammenarbeiten.

Auf den ersten Blick sind die beiden nicht sonderlich sympathisch. Alois, gescheitert als Pianist und Klavierlehrer, bereits 73 Jahre alt, bezirzt fremde Menschen, lenkt sie ab, damit Köchin Berta diese dann bestehlen kann. Doch im Laufe der Geschichte wachsen mir die beiden doch ans Herz und mit dem Hintergrundwissen über ihre berufliche Entwicklung, kann ich ihre Handlungsweisen sogar verstehen.

Als eines ihrer Opfer sie erwischt und verlangt, dass sie ihr helfen, eine verschwundene Freundin zu finden, treten Alois und Berta eine Lawine los, die sie zu überrollen droht.

Herrlich absurd entwickelt sich die Geschichte und anstatt lediglich zwei Senioren auf Abwegen zu begleiten, geht es plötzlich um Erpressung und Mord.

Wie Alois habe ich keine Ahnung, woher Berta die Lebensmittel auftreibt, aber ich würde mich sehr gerne von ihr bekochen lassen. Saibling knusprig gebraten, „auf einem Sauerkrautbett mit Safran serviert“ oder eine leckere Creme Brûlée, mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen, nur auf den abschließenden Joint würde ich dann gerne verzichten 😉.

Sunil Mann ist ein bekannter Schweizer Autor, aber ich muss gestehen, „Ziemlich beste Verbrecher“ ist mein erstes Buch von ihm. Mir gefällt, wie sich aus Alltäglichem plötzlich verrückte Situationen ergeben und die Protagonisten gezwungen sind, über sich hinauszuwachsen. Die Entwicklung der eigentlich harmlosen Suche nach einer älteren Dame zu einem Fall, der mich berührt und meine Ressentiments gegenüber „Bonnie und Clyde aus Zürich“ verpuffen lässt, hat mir ein paar vergnügliche Stunden bereitet. Ich hoffe, es gibt noch weitere Abenteuer für Alois und Berta, denn schließlich gibt es ja auch noch das Rätsel, um den Birnbaum zu lösen.

Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne und empfehle „Ziemlich beste Verbrecher“ weiter.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Humorvoller Pfalzkrimi zum Genießen

Grumbeersupp
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Bereits der zehnte Fall für Oberkommissarin Paula Stern und ihren Kollegen Bernd Keeser und ich steige jetzt erst ein, wie konnte denn das passieren, dass mir diese Reihe bisher entgangen ist?

Eine junge ...

Bereits der zehnte Fall für Oberkommissarin Paula Stern und ihren Kollegen Bernd Keeser und ich steige jetzt erst ein, wie konnte denn das passieren, dass mir diese Reihe bisher entgangen ist?

Eine junge Frau startet durch mit leckeren Suppen aus der Dose. Eigentlich ein Widerspruch in sich, denn Dosensuppen sind ja eigentlich meistens nicht wirklich lecker. Und wenn ich dann auch noch einen Finger in einer veganen „Pälzer Grumbeersupp“ finde, dann ist Schluss mit lustig. Ich verstehe, dass Paula da der Appetit vergangen ist.

Aber was ist geschehen? Die Betreiberin der Suppenmanufaktur hat noch alle 10 Finger und weitere Körperteile werden auch nicht gefunden.

Ich mag den Pfälzer Dialekt und in diesem Buch kommen einige Pälzer zu Wort, da sind Paula und ich auf die Übersetzungen von Bernd angewiesen, aber das macht die Geschichte so herrlich authentisch.

Gina Greifenstein würzt ihre Grumbeersupp mit viel Humor, schlagfertigen Scharmützeln unter den Kollegen und überraschenden Wendungen, so dass ich Lust auf mehr bekommen habe. Ich fürchte, ich muss auch mal die „Kerscheplotzer“ oder „Fleeschknepp“ ausprobieren, letztere sind mir bereits bekannt aus einer Radio-Comic-Sendung über Tierärzte, die allen Tieren als Medizin am liebsten Fleeschknepp verabreichen.

Wer gerne mal wieder herzhaft lachen möchte, sich über einen spannenden Krimi aus der schönen Pfalz freut und es auch kulinarisch gerne herzhaft mag, dem empfehle ich „Grumbeersupp“ sehr gerne, muss auch nicht vegan sein, aber bitte ohne Fingerbeilage 😉.

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