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Annikii

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Freundschaft streiten… und sich wieder vertragen

Der kleine Rabe Socke: Alles wieder beste Freunde!
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"Der kleine Rabe Socke – Alles wieder beste Freunde!"ist eine warmherzige, altersgerechte Geschichte über Streit, Gefühle und Versöhnung – ein Thema, das Kindern sehr vertraut ist und hier wunderbar verständlich ...

"Der kleine Rabe Socke – Alles wieder beste Freunde!"ist eine warmherzige, altersgerechte Geschichte über Streit, Gefühle und Versöhnung – ein Thema, das Kindern sehr vertraut ist und hier wunderbar verständlich erzählt wird.

Rabe Socke gerät mit seinen Freunden aneinander und plötzlich ist alles anders als sonst. Gefühle kochen hoch, Missverständnisse entstehen, und das Zusammensein macht keinen Spaß mehr. Doch genau hier liegt die Stärke dieses Buches: Kinder erleben, dass Streit dazugehört, dass er wehtun kann – aber auch, dass Freundschaft stark genug ist, um wieder zueinanderzufinden.

Die Geschichte ist einfühlsam, klar und mit viel Humor erzählt, ohne zu belehren. Sie zeigt kindgerecht, dass man über Gefühle sprechen kann (und darf), dass Entschuldigungen wichtig sind und dass Freundschaft nicht perfekt sein muss, um wertvoll zu sein. Besonders gelungen ist, dass mehrere Perspektiven sichtbar werden und nicht nur eine „Schuldfrage“ im Raum steht.

Die Illustrationen sind – wie man es von Rabe Socke kennt – lebendig, ausdrucksstark und voller kleiner Details, die zum gemeinsamen Betrachten und Wiederentdecken einladen. Der Text eignet sich hervorragend zum Vorlesen und bietet im Anschluss viele Anknüpfungspunkte für Gespräche mit Kindern über eigenes Erleben.

Ein wunderschönes Kinderbuch, das Trost spendet, Mut macht und zeigt: Streiten gehört dazu – wichtig ist, wie man wieder zueinanderfindet.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein kleines Wesen mit einer großen Botschaft

Der kleine Grimlin und das ganz große Herz - Eine Freundschaftsgeschichte
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„Der kleine Grimlin und das ganz große Herz“ ist eine warmherzige, ruhig erzählte Geschichte, die mit viel Feingefühl wichtige Themen wie Freundschaft, Mut und den Umgang mit Vorurteilen vermittelt. Grimlin ...

„Der kleine Grimlin und das ganz große Herz“ ist eine warmherzige, ruhig erzählte Geschichte, die mit viel Feingefühl wichtige Themen wie Freundschaft, Mut und den Umgang mit Vorurteilen vermittelt. Grimlin ist eine sehr sympathische Hauptfigur, die man sofort ins Herz schließt. Seine Unsicherheiten und Ängste wirken nachvollziehbar und machen seine Entwicklung umso schöner.
Besonders gelungen finde ich, wie die Geschichte zeigt, dass äußere Erscheinungen oft täuschen und echte Freundschaft dort beginnt, wo man bereit ist, offen auf andere zuzugehen. Die Begegnungen auf Grimlins Weg sind fantasievoll gestaltet, ohne überladen zu wirken, und fügen sich stimmig in die Welt ein.
Ein großes Plus sind die liebevollen Illustrationen, die die Geschichte hervorragend ergänzen und viel zum gemütlichen Lesegefühl beitragen. Auch die zusätzlichen Elemente wie die Karte, die Figurenübersicht und die kleinen Extras am Ende machen das Buch besonders und laden zum Entdecken und Mitmachen ein.
Für mich ist dieses Buch nicht nur eine sehr schöne Vorlesegeschichte, sondern auch ein Titel, der Kindern (und Erwachsenen) auf leise Weise Werte vermittelt, ohne belehrend zu sein. Eine rundum gelungene Geschichte, die lange nachklingt und ein echtes Wohlfühlbuch ist.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Ein warmherziger Wohlfühlroman mit Tiefe und Hoffnung

Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby
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Mit „Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby“ nimmt Charlotte McGregor ihre Leser:innen mit an einen Ort, der sich wie ein literarisches Zuhause anfühlt. Dieser Band vereint Wärme, Humor und emotionale ...

Mit „Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby“ nimmt Charlotte McGregor ihre Leser:innen mit an einen Ort, der sich wie ein literarisches Zuhause anfühlt. Dieser Band vereint Wärme, Humor und emotionale Tiefe auf eine Weise, die berührt, ohne pathetisch zu werden.

Im Mittelpunkt stehen Flora und Leo, deren Geschichte von Nähe und Distanz, von Angst, Verlust und vorsichtigem Vertrauen geprägt ist. Besonders gelungen finde ich, wie authentisch beide Figuren mit ihren Altlasten umgehen – manchmal unbeholfen, manchmal frustrierend, aber immer glaubwürdig. Dass Ehrlichkeit nicht leichtfällt und Schweigen oft aus Selbstschutz entsteht, wird hier sehr feinfühlig gezeigt.

Auch die Nebenstränge fügen sich stimmig ein: die Wiederbelebung der Sternwarte, der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, der respektvolle Umgang mit Tieren und Natur. Kirkby zeigt sich als Ort, an dem Familie viele Formen haben darf – mit Kindern, mit Fell, durch Wahlverwandtschaften und Freundschaften.

Charlotte McGregor gelingt es, ernste Themen behutsam einzubetten und mit Humor, Herzlichkeit und Hoffnung auszubalancieren. Die Sternwarte von Kirkby ist ein Wohlfühlroman mit Tiefgang, der nachhallt und Lust auf ein Wiedersehen macht.

Ein rundes, warmes und sehr menschliches Buch – ich vergebe volle fünf Sterne und freue mich schon jetzt auf die nächste Reise nach Kirkby.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Heilende Nähe, leise Stärke und der Mut, sich selbst zu wählen

Ein Blick von dir
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"Ein Blick von dir" ist eine intensive, warme und gleichzeitig sehr ehrliche Geschichte über Selbstwert, Heilung und die leisen Wege, wie Nähe entstehen kann. Schon früh wird klar, dass dieser Roman weit ...

"Ein Blick von dir" ist eine intensive, warme und gleichzeitig sehr ehrliche Geschichte über Selbstwert, Heilung und die leisen Wege, wie Nähe entstehen kann. Schon früh wird klar, dass dieser Roman weit mehr ist als eine klassische Liebesgeschichte – es geht um alte Prägungen, innere Zweifel und den Mut, sich selbst ernst zu nehmen.

Gesa ist eine Protagonistin, die mir unglaublich naheging. Ihre Unsicherheiten, ihr ständiges Entschuldigen und das Bedürfnis, niemandem zur Last zu fallen, wirken schmerzhaft real. Die Darstellung von People Pleasing und emotionaler Abwertung – sowohl in ihrer Beziehung zu Levi als auch in ihrem familiären Umfeld – ist sensibel und glaubwürdig umgesetzt. Man spürt förmlich, wie sehr Gesa lernen muss, ihren eigenen Wert nicht länger vom Außen abhängig zu machen.

Joel bildet dazu einen ruhigen, achtsamen Gegenpol. Auch er trägt Verletzungen mit sich, die sein Verhalten erklären, ohne es zu verklären. Besonders gelungen fand ich, dass er nicht als „perfekter Retter“ gezeichnet wird, sondern als Mensch mit Ängsten, Rückzugstendenzen und Lernprozessen. Ihre Annäherung ist leise, respektvoll und geprägt von echtem Sehen – nicht von großen Gesten, sondern von kleinen Momenten.

Ein starkes Bild des Romans ist das Bergsteigen: als Sinnbild für Entwicklung, Überwindung und persönliches Wachstum. Dass Gesa am Ende nicht nur emotional, sondern auch symbolisch ihren Gipfel erreicht, empfand ich als sehr kraftvoll.

Auch der Umgang mit Levi bleibt differenziert. Sein Verhalten – insbesondere die Wette um den Antrag – setzt klare Grenzen und zeigt, wie toxisch vermeintliche Kontrolle und Leistungsdruck werden können. Umso stimmiger wirkt Gesas finale Entscheidung.

Der Epilog rundet die Geschichte ruhig und realistisch ab. Kein überzogenes Märchen, sondern ein vorsichtiges, hoffnungsvolles Weitergehen. Besonders berührend fand ich auch das Nachwort der Autorin – offen, reflektiert und nah.

Insgesamt ist "Ein Blick von dir" ein Roman, der nachhallt: warm, tiefgehend und mit viel Respekt für seine Figuren und deren Entwicklung.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Sommergefühle, Neuanfang und ein bisschen Fernweh

Sommerwind in der Toskana
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„Sommerwind in der Toskana“ hat mich von der ersten Seite an mitgenommen und mir während der Leserunde richtig schöne Lesestunden beschert. Besonders die Atmosphäre hat mich begeistert – die Toskana wird ...

„Sommerwind in der Toskana“ hat mich von der ersten Seite an mitgenommen und mir während der Leserunde richtig schöne Lesestunden beschert. Besonders die Atmosphäre hat mich begeistert – die Toskana wird so lebendig beschrieben, dass man beim Lesen sofort Bilder im Kopf hat und am liebsten selbst dort wäre.

Laura als Hauptfigur mochte ich sehr. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar und wirkt authentisch: vom schnellen „Ich verkaufe alles und bin wieder weg“ hin zu jemandem, der sich öffnet, Dinge hinterfragt und langsam herausfindet, was sie wirklich möchte. Gerade dieser Weg hat mir gut gefallen, weil er nicht überstürzt ist.

Auch die Nebenfiguren – vor allem Luca und seine Familie – haben für mich einen großen Teil des Charmes ausgemacht. Diese Herzlichkeit, das Miteinander und die kleinen Alltagsmomente geben der Geschichte viel Wärme. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ruhig und glaubwürdig, ohne zu kitschig zu werden.

Besonders schön fand ich, dass das Ende nicht komplett „perfekt“ ist, sondern eher realistisch. Laura trifft Entscheidungen Schritt für Schritt, und genau das macht es so stimmig. Man merkt, dass sie ihren eigenen Weg findet – und das hat für mich perfekt zur Geschichte gepasst.

Für mich ist das Buch eine wunderbare Mischung aus Wohlfühlroman, Neuanfang und einer Prise Fernweh. Ich hätte gern noch weitergelesen und würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen.

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