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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

Zu vorhersehbar

Woman Down
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Petra Rose ist eine erfolgreiche Autorin. Doch als ihr letztes Buch verfilmt wird, gibt es mehr als nur ein Problem und Petra wird von ihren Fans im Stich gelassen und fällt in eine lange Schreibblockade. ...

Petra Rose ist eine erfolgreiche Autorin. Doch als ihr letztes Buch verfilmt wird, gibt es mehr als nur ein Problem und Petra wird von ihren Fans im Stich gelassen und fällt in eine lange Schreibblockade. Sie beschließt, wie immer an einen See zu fahren und dort das nächste Buch zu schreiben. Da steht ein Polizist vor ihrer Tür und er sieht aus, wie ihr Romanheld. Eigentlich sogar noch besser.

Ich hatte bisher noch kein Buch der Autorin gelesen und ich werde wahrscheinlich auch kein weiteres lesen. Denn Woman down konnte mich nicht überzeugen. Was wirklich gut war, ist der Schreibstil, er lässt sich flüssig lesen und man langweilt sich nicht. Allerdings hatte ich bereits nach wenigen Seiten eine Vermutung, um was es hier geht. Und die wurde mir nach und nach genauso bestätigt. So gab es eigentlich für mich in dem ganzen Buch nur eine einzige Überraschung, die betraf das Privatleben von Petra. Alles andere war für mich so unheimlich vorhersehbar, dass ich sehr enttäuscht war und das Buch für mich nicht über Mittelmaß hinaus kommt.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Spannungslos

Home Before Dark
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Marsi kommt zurück in den kleinen Ort, in dem sie aufgewachsen ist und in dem ihre Schwester vor zehn Jahren spurlos verschwand. Sie möchte versuchen, endlich aufzuklären, ob ihre Schwester eventuell noch ...

Marsi kommt zurück in den kleinen Ort, in dem sie aufgewachsen ist und in dem ihre Schwester vor zehn Jahren spurlos verschwand. Sie möchte versuchen, endlich aufzuklären, ob ihre Schwester eventuell noch lebt und was damals passiert ist. Doch überall rennt sie eigentlich gegen Wände und niemand will darüber sprechen, selbst ihre Eltern nicht.

Das Buch wird als atemberaubender Psychothriller beworben. Dann muss ich ein anderes Buch gelesen haben. Der Stil ist okay, die Autorin kann gut schreiben. Allerdings fehlte für mich dieses Mal komplett und durchgehend die Spannung. Anfangs wird vor allem damit gespielt, dass Stina noch leben könnte. Komischerweise hatte ich niemals dieses Gefühl. Nicht eine Sekunde lang. Auch das eigenartige Verhalten der Eltern fand ich eher komisch, aber nicht unbedingt spannend. Es wurden auch einige weitere Verdächtige präsentiert, aber irgendwie hat mich das alles nicht vom Stuhl gerissen. Zum Ende hin gibt es noch einige überraschende Wendungen. Sie kommen für mich aber so spät, dass es das Buch insgesamt nicht mehr gerettet hat. Es ist für mich maximal ein eher durchschnittlicher Krimi.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Zu wenig

Amalfi Mortale. Kein Urlaub ohne Mord
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Die Autorin Eleanor fährt zu einer Lesereise nach Italien und wird von einigen anderen Autoren und ihren engsten Mitarbeitern begleitet. Dabei ist auch ein Fanclub. Die Reise verläuft nicht ungestört und ...

Die Autorin Eleanor fährt zu einer Lesereise nach Italien und wird von einigen anderen Autoren und ihren engsten Mitarbeitern begleitet. Dabei ist auch ein Fanclub. Die Reise verläuft nicht ungestört und es gibt mehrere Mordanschläge und letztendlich auch Tote. Die Polizei scheint unfähig zu sein und so beginnen sie, selbst zu ermitteln.

Ich hatte mir unter dem Buch einen Cosy crime mit Italien-Flair vorgestellt. Ein wenig Flair gab es. Doch bei allem anderen wurde ich über weite Strecken eher enttäuscht. Es war von allem viel zu wenig: zu wenig Witz, zu wenig Krimi, und viel, viel zu wenig Spannung. Selbst wenn es in diesem Genre generell nicht so spannend ist, aber über lange Seiten fühlte ich mich eher „zugelabert“. Auch damit wäre ich klargekommen, denn es war zumindestens gut lesbar. Bis man an eine Stelle mit einer Fußnote kommt. und letztendlich gibt es mehr als 200 Fußnoten. Und damit wird jeder Lesegenuss und auch jeder Lesefluss komplett unterbrochen. Zumal dort auch irgendwie sehr viel gespoilert wird und manche Anmerkungen hätte man problemlos in den normalen Text unterbringen können. Die meisten allerdings hätte man weglassen sollen. Am Ende habe ich sie gar nicht mehr gelesen, weil ich einfach nur darüber genervt war und nicht verstehe, wie man auf so eine komische Idee kommen konnte. Auch beim Täter lag ich sehr zeitig schon richtig, ohne das Motiv zu wissen. Alles in allem ist daher das Buch für mich nur durchschnittlich und mäßig und ich würde nicht unbedingt eine Leseempfehlung aussprechen wollen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Hat nicht überzeugt

Meeresdunkel
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Zwei Familien auf dem Weg nach Mallorca. Nicht alle Familienangehörigen kommen ganz freiwillig mit, aber sie haben ein besonders günstiges Angebot von einer Ferienhausvermietung erhalten und freuen sich ...

Zwei Familien auf dem Weg nach Mallorca. Nicht alle Familienangehörigen kommen ganz freiwillig mit, aber sie haben ein besonders günstiges Angebot von einer Ferienhausvermietung erhalten und freuen sich auf die Finca über den Klippen am Ende des Ortes. Dumm nur, dass beide das gleiche gebucht haben. Da sie nichts anderes finden, arrangieren sie sich miteinander. Jeder hat irgendwas zu verbergen und die Atmosphäre ist ziemlich spannungsgeladen. Bis es den ersten Toten gibt.

Ein wunderschönes Cover, ein Klappentext, der neugierig macht. Dann allerdings über weite Strecken wird es eher eine Enttäuschung. Alles lässt sich gut und flüssig lesen und anfangs beginnt die Geschichte auch sehr gut. Doch mehr und mehr fehlt jegliche Spannung und als gerade ein wenig davon aufkommt, gibt es einen Schwenk in die Vergangenheit. Und damit das nächste Problem für mich. Das Motiv einer alten Jugendliebe reicht für mich nicht aus für die Verrenkungen, die da gemacht werden, und auch die weiteren Abläufe überzeugen mich irgendwie nicht mehr. Vom Ende will ich dann gar nicht reden. Ich hatte wohl einfach mehr erwartet. So ist der Thriller für mich allenfalls Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

War nicht meins

REM
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Alysee wächst bei einer Pflegefamilie auf. Sie hat oft Albträume und bleibt deswegen solange wie möglich munter. Denn sie hat noch den Spruch ihres Vaters im Kopf „Du darfst nicht einschlafen“. Sie steht ...

Alysee wächst bei einer Pflegefamilie auf. Sie hat oft Albträume und bleibt deswegen solange wie möglich munter. Denn sie hat noch den Spruch ihres Vaters im Kopf „Du darfst nicht einschlafen“. Sie steht kurz vor der Uni-Prüfung, als sie eine Anwältin kontaktiert und ihr mitteilt, dass sie ein Hotel geerbt hat. Zusammen mit ihrem Pflegebruder Nico fährt sie dahin und damit beginnt ein gefährlicher Albtraum.

Ich mag Fitzek, ich mag seine Bücher und vor allem die psychologischen Spielchen darin. Doch bei diesem Buch habe ich mich sehr schwer getan. Schon nach wenigen Seiten wollte ich abbrechen – die rote Hand, die durch das Auge will, ist so gar nicht meins. Realer, erklärbarer Horror ist für mich okay. Aber solche (sorry – für mich) Spinnereien, damit kann ich nichts anfangen. Ich habe weitergelesen und die Passagen, die ohne solche Fantasiebeschreibungen waren, fand ich wieder sehr gut beschrieben und gut lesbar. Den Rest habe ich irgendwann quergelesen. Die Ankündigung, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt wird, ist für mich eher abschreckend. Diese Bücher werde ich nicht mehr lesen. Ich möchte niemanden vom Lesen abhalten, kann aber definitiv keine Empfehlung aussprechen. Für die gut lesbaren Teile vergebe ich 3 Punkte.

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