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Veröffentlicht am 06.04.2025

Magische Wesen, Hexen, Drachenwandler und ein interessantes Magiesystem - was will man mehr?

A City of Flames
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Zu Beginn wurde ich relativ kurzfristig durch das Cover und den Titel auf das Buch aufmerksam. Und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, folgte direkt die Leseprobe. Und dann musste die Geschichte ...

Zu Beginn wurde ich relativ kurzfristig durch das Cover und den Titel auf das Buch aufmerksam. Und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, folgte direkt die Leseprobe. Und dann musste die Geschichte einfach einziehen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Nara als Ich-Erzähler. Nara, die versucht sich und ihre drei älteren Brüder durchzubringen und die Jungs zu beschützen. Leider hat sie sich dazu mit dem falschen Mann eingelassen und muss nun schon seit Jahren gefährliche Kreaturen für ihren Peiniger fangen. Doch Nara möchte eigentlich nur in die Fußstapfen ihres, von einem Drachen getöteten, Vaters treten und Venatorin werden - Drachenjägerin. Denn sie möchte sich unbedingt an den Wesen rächen, die für den Tod ihres Vaters verantwortlich sind.
Endlich scheint ihre Zeit gekommen, als ihr Dorf von einem Drachen angegriffen wird und sie, im Versuch ihre Brüder zu finden und zu schützen, sich vor den Drachen stellt und das Unmögliche geschieht - der Drache legt sich zu ihren Füßen nieder. Und zieht somit die Aufmerksamkeit der durchreisenden Venatoren aus der Hauptstadt auf Naralia Ambrose.

Wie es ab hier weitergeht? Das müsst ihr selbst lesen 😉

Nara ist eine taffe, junge Frau, die bereits mit beiden Beinen fest im Leben steht. Leider hat sie unterwegs zwischendurch kurz ein klein wenig von dieser Stärke verloren, die zum Glück aber schnell wieder zurückkam. Mir gefällt ihre Entwicklung wahnsinnig gut, bis auf ein, zwei kleinere Punkte. Auch dass sie eine Freundin findet, finde ich wahnsinnig toll. Wurde sie doch bisher in ihrem Leben immer von allen gemieden, weil sie zu stark, zu grob war.

Die Jungs haben mich in ein völliges Gefühlschaos gestürzt.
Da ist Lorcan, der Venator, der sie quasi entdeckt hat, von dem ich lange nicht wusste, sollte ich ihm trauen - oder besser nicht?
Da ist Rydan, ebenfalls ein Auszubildender zum Venator.
Da ist der goldene Dieb - ein Drachenwandler, der gerne schöne und glänzende Dinge stiehlt -, der seine Spielchen mit ihr zu spielen scheint.
Und ich habe mich immer wieder gefragt: Wie hängen diese Jungs zusammen? Und mit jeder Seite habe ich sämtliche zuvor angestellten Vermutungen direkt wieder verworfen. Nur um die nächsten abstrusen Theorien aufzustellen.
Spoiler: I never see this coming! In keiner einzigen Version!

Und dann ist da noch Link. Link war der einzige Kerl in der Runde, der mich nicht verwirrt hat. Link ist ein guter Junge 😅

Im Gegensatz zur Königin. Mit der wurde ich leider von Beginn an nicht so richtig warm. Kennt ihr diese Tussis, die euch komplett fremd sind, aber euch direkt permanent ins Gesicht grinsen und einen auf beste Freundin machen wollen? So habe ich mich hier gefühlt. Ich mochte sie Frau nicht. Ganz komischer Mensch - oder auch nicht? -, von dem ich aber dennoch hoffe, in Band 2 noch mehr Hintergrundwissen dazu zu erfahren.

Ich hatte absolut keine Ahnung, wo diese Reise hingehen sollte. Nicht mal während des Lesens kam mir irgendeine Idee und so ließ ich mich einfach treiben und hab's genommen, wie es eben kam. Und es kam dicke!
Zwischendurch hatte die Spannung mal etwas nachgelassen, aber dann ging es Richtung die letzten 15-20% und es nahm nochmal so dermaßen an Fahrt auf, dass aussteigen absolut keine Möglichkeit mehr war und ich den Rest in einem Rutsch verschlungen habe.

Jetzt bin ich sehr gespannt, welche neuen Orte mich und welche Abenteuer Nara in Band 2 erwarten werden. Welche Rolle der ein oder andere Charakter im weiteren Verlauf noch spielen wird. Und ob wir einen ganz bestimmten Charakter wirklich endgültig verloren haben. Ich glaube ja noch nicht wirklich dran - we will see.

Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und hatte wahnsinnig viel Spaß beim Lesen. Es war richtig toll! Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.12.2024

Ja, ja und nochmal ja! 🖤

Fallen Courts 1: Conquer
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Fangen wir doch erstmal ganz kurz mit dem Offensichtlichen an. Das Cover hat mir wahnsinnig gut gefallen und in Verbindung mit dem Titel direkt mein Interesse geweckt. Also gesagt, getan ... Erstmal Klappentext ...

Fangen wir doch erstmal ganz kurz mit dem Offensichtlichen an. Das Cover hat mir wahnsinnig gut gefallen und in Verbindung mit dem Titel direkt mein Interesse geweckt. Also gesagt, getan ... Erstmal Klappentext checken. Fae, Rebellen, alternative Welt? Jep, wird geholt; muss ich lesen! Und was soll ich sagen?

Ich glaube, ich liebe diese Reihe jetzt schon!

Die Geschichte ist bis dato aus der Sicht der Hauptprotagonistin Key geschrieben. Zum Ende bekommen wir noch ein paar wenige Seiten aus einer zweiten Perspektive, davon hätte ich gerne mehr in den nächsten Teilen.

Wir folgen in dieser Reihe Key, die in einer Zwischenwelt - genannt Breyta - lebt, die die Anderwelt, die Heimat der Fae und Elfen, und die Erde, die Heimat der Menschen, voneinander trennt. Breyta war ursprünglich auch von Menschen besiedelt, die dort nur eine höhere Lebenserwartung haben. Als verbannte Menschen von der Erde aus in Breyta einfielen und Tod und Verderben mit sich brachten, tauchten die Fae auf um Breyta zu retten und gründeten somit die letzten 3 Städte, in denen das (Über-)Leben noch möglich war. Um diese Städte zu schützen werden jährlich die stärksten Kinder auf der Wächterakademie aufgenommen und zu Wächtern ausgebildet. Key ist mit 19 nun bereits 1 Jahr fertig mit ihrer Ausbildung und patrouilliert täglich entlang des Zauns ... Bis sie schlussendlich von den Rebellen entführt wird und deren Anführer zugebracht werden soll. Key versucht mit aller Macht zu entkommen. Doch was geschieht, wenn sie Dinge erfährt, die ihr gesamtes Weltbild erschüttern?

Ich liebe den Schreibstil und die Idee an sich total. Die Charaktere sind richtig gut ausgearbeitet und immer wieder aufs Neue für Überraschungen gut. Ich persönlich mag das sehr, weil es so nicht langweilig wird. Und seien wir doch mal ehrlich, Langweiler mag keiner und man kennt jemanden auch nie nach nur wenigen Tagen so richtig. Man lernt immer neue Seiten an Menschen kennen, die man noch nicht so lange kennt.
Der Humor ist definitiv auch nicht zu verachten, was mir generell immer sehr zusagt. 😅
Key kümmert sich aufopferungsvoll um ihren jüngeren Bruder Luke, ist super schlagfertig, bodenlos sarkastisch und definitiv nicht, was ich zu Beginn erwartet hatte. Und das liebe ich umso mehr an ihr. Sie sorgt durchaus für den ein oder anderen Schock. Ich mag ihre Entwicklung sehr, auch wenn, oder vielleicht sogar gerade weil, sie sich vermeintlich von stark zu schwächlich entwickelt.
Auch Tarmo gefällt mir total. Ich dachte tatsächlich bis zuletzt ihn gut einschätzen zu können. Betonung liegt auf ich dachte ... Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass der letzte Satz ein Schock war.
Und die ganzen anderen Charaktere? Yes! Nehme ich. Naja, auf einen hätte ich durchaus verzichten können, aber der kriegt hoffentlich auch noch sein Fett weg in einem der nächsten Teile.

Der Anfang war mir ein klitzekleines bisschen zu langgezogen, aber ich kann durchaus sagen, dass Fallen Courts zu meinen Highlights gehört dieses Jahr. Ich freue mich definitiv auf Band 2 und Ende Mai 2025 kann nach diesem Ende nicht früh genug kommen.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Überraschend faszinierend.

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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An dieser Stelle eine kleine Warnung:
Ich kann nicht versprechen, dass ich es komplett spoilerfrei durch die Rezension schaffe, aber ich gebe mein bestes.

The Rose Bargain »Hof der Dornen«, allein dieser ...

An dieser Stelle eine kleine Warnung:
Ich kann nicht versprechen, dass ich es komplett spoilerfrei durch die Rezension schaffe, aber ich gebe mein bestes.

The Rose Bargain »Hof der Dornen«, allein dieser Titel und dann noch in Verbindung mit diesem wunderschönen, schlicht gehaltenen Cover, hatte mich direkt an der Angel. Der Klappentext war vielversprechend und bei Fae bin ich sowieso immer am Start.

Dass wir hier die eher grausame Version der Fae bekommen, war nicht allzu überraschend. Das Ausmaß hat mich jedoch schon etwas überrumpelt. Inwiefern und was genau ich damit meine, müsst ihr aber schon selbst lesen. :)

Ivy hat mir als Hauptprotagonistin wahnsinnig gut gefallen. Sie ist stark, unnachgiebig und doch auf eine Art sanft, die dafür sorgt, dass man nur zu gerne ihre beste Freundin sein möchte. Sie ist klug und gewitzt, aber auch unsicher. Und das meiste macht sie einfach mit ihrem Trotz wett.
Emmett ist ein Casanova wie er im Buche steht. Aber Obacht, dieser Prinz führt einen auch gerne in die Irre, um sein zartes Herz zu beschützen, sodass hoffentlich niemals jemand einen Weg über die hctra hoch errichteten Mauern findet, die ebendieses schützen sollen.
Bram ist der leibliche Sohn der Königin und somit der Kronprinz. Überirdisch schön, galant und äußerst charmant auf der Suche nach seiner zukünftigen Braut.

Es gäbe hier noch viel mehr Charaktere, die man erwähnen könnte und sollte, aber das würde schlichtweg den Rahmen sprengen. Diese dürft ihr aber völlig unbedarft einfach selbst kennenlernen, während ihr in die Welt des Hofs der Dornen eintaucht.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Ivy erzählt, wird zwischendurch aber immer mal wieder von einem Kapitel aus Sicht einer der übriggebliebenen Brautanwärterinnen und einem der Prinzen unterbrochen.

Was ich ganz besonders an dem Buch mochte, war das Regency-Setting. Ich liebe einfach diese Zeit und was sie alles an Material mit sich bringt, das zu verwenden Sasha Peyton Smith sich nicht gescheut hat. Ballkleider, Reitkleidung, Kutschen, Männer in Fracks, der geziemte Umgang mit dem anderen Geschlecht, gesellschaftliche Skandale, die Brautwerbung, die Sprache.... Das alles in Kombination ergibt einfach ein Setting, das ich immer lieben werde und auch immer wieder gerne lese. Das ganze jedoch mit Fantasy zu verbinden und noch eine Runde Bachelor in den Topf zu werfen, hat es noch so richtig spannend gemacht.

Kleine Kämpfe unter den Frauen, Geheimnisse unter den Dächern des Palasts und zart aufblühende Gefühle in allen Ecken haben die Geschichte rundgeschliffen.
Ich hatte sehr früh schon ein gewisses Gefühl in Bezug auf eine Person, das ich nie so wirklich abschütteln konnte. Und dieses Gefühl hat sich im Verlauf immer wieder verfestigt. Nur um mich am Ende eines besseren zu belehren, dass meine Abgründe offenbar noch lange nicht so tief reichen wie die der Autorin. Und alles noch schlimmer kam als erwartet. Das Ende kam also nicht völlig überraschend, die Dimensionen davon jedoch schon.
Die Geschichte endet also mit einem kleinen Paukenschlag. Weswegen ich Band 2 jetzt kaum erwarten kann.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Schwierige Kiste mit starkem Ende.

Weavingshaw
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Hier fällt mir irgendwie weder die Bewertung noch die Rezension sonderlich einfach. Denn es war, ja, was war es denn? Gelinde gesagt durchwachsen.

Zu erst einmal hat mich das Cover total angesprochen ...

Hier fällt mir irgendwie weder die Bewertung noch die Rezension sonderlich einfach. Denn es war, ja, was war es denn? Gelinde gesagt durchwachsen.

Zu erst einmal hat mich das Cover total angesprochen und aus den Socken gehauen, als ich über dieses Buch gestolpert bin. Rein vom Cover erinnert es etwas an eine Dramione Fanfiction. Was es nach lesen des Klappentextes aber so gar nicht ist. Also keine Ahnung warum und wie ich darauf kam, aber das Cover gab mir direkt absolut diesen Vibe. 😅
Und ich liebe ja diese durchsichtigen Umschläge! 😍 Und auch hier drunter wieder... Der absolute Alchemised Vibe. Don't judge me, please, ich kann nichts dagegen tun! 😂 Und ja, ich WEIẞ, dass diese Geschichte so überhaupt gar nichts, nullkommanull, damit zu tun hat. Aber was soll ich machen? 😅

Anyways. Wir wissen ja, spätesten nachdem wir den Klappentext gelesen haben, dass wir hier nichts dergleichen bekommen.
Und die Story gibt so viel her, verdammt! Und trotzdem musste ich mich zwischendurch immer wieder etwas durchquälen. Ich weiß, das hört sich jetzt böse an, ist es aber gar nicht. Ich mochte die Geschichte echt gerne. Deswegen bekommt sie auch trotzdem 4 Sterne von mir. Aber mir hat hier etwas diese Sogwirkung, dieses ich-muss-unbedingt-weiterelsen gefehlt. Wenn ich das Buch in der Hand hatte, dann ging es meist nach einigen Seiten wieder und das letzte Drittel habe ich gestern dann auch quasi in einem Rutsch gelesen. Nur habe ich für die ersten zwei Drittel dann eben auch 6 Tage gebraucht. Einerseits, weil ich nicht so lange am Stück dranbleiben konnte, andererseits, weil mir irgendwo einfach dieses Ich-muss-Weavingshaw-dringend-weiterlesen einfach gefehlt hat. Ich hatte nie den Drang, dass ich unbedingt jetzt wieder dieses Buch in die Hand nehmen muss. Wisst ihr was ich meine?
Leider war es in der Mitte auch irgendwie etwas langwierig, ach keine Ahnung. Das letzte Drittel hat es absolut rausgerissen und auch das erste Drittel hat mir richtig gut gefallen. Die Mitte? Don't judge me, das war mir zu langatmig. 🫣

Elena mochte ich als Hauptprotagonistin sehr. Obwohl, oder vielleicht gerade sogar WEIL sie teilweise schon sehr trotzig und auf eine furchterregende Art manchmal auch schwer naiv war. I don't know, sie gehört für mich einfach zu den Personen, die man instantly mag, aber auch gar nicht genau sagen kann wieso eigentlich. 😅
Unser lieber St. Silas, oder besser gesagt Bram, hat es mir da schon ein klein wenig schwieriger gemacht. Wie besch... verschlossen kann ein Mann bitte sein?!?!? Mein lieber Bram, warum hast du dir den Stock den bitte so spät und nur so langsam aus dem Allerwertesten gezogen? Du bist so ein toller Charakter! Und das alles dann nur um ihn mit den letzten Sätzen wieder bis zum Anschlag mit voller Wucht zurückzurammen? WHY?!?!?

Und jetzt darf ich warten, bis Band 2 kommt. Gibt es hierzu überhaupt schon irgendwelche Infos? 😩
Da "quäle" ich mich teilweise durch dieses Buch, nur damit es zum Schluss so bescheiden spannend wird, dass ich jetzt heulen könnte, weil Band 2 noch nicht auf dem Markt ist! Wie soll ich das denn bitte anständig bewerten?!? 😭

Also Leute, wenn euch der Klappentext zusagt, lest die Leseprobe, oder kauft es euch wahlweise auch gerne direkt, und lest es!
Weavingshaw ist für mich ein Buch, bei dem ich mich auf keinerlei Bewertung einlassen würde. Das hier muss jeder selbst lesen und dann für sich entscheiden, ob es gut war.

Wie gesagt: Tolle Geschichte! Originell und mal was anderes. Und dennoch eine schwierige Kiste.
Und nein, es lag nicht am Schreibstil.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Female Rage. Manchmal etwas zu viel davon.

The Dirty Version
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Ich bin dem Cover und dem Titel zum Opfer gefallen und musste es dann einfach lesen, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte.

Nach der Leseprobe war ich völlig hyped, da mir der Schreibstil und das ...

Ich bin dem Cover und dem Titel zum Opfer gefallen und musste es dann einfach lesen, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte.

Nach der Leseprobe war ich völlig hyped, da mir der Schreibstil und das Thema richtig gut gefallen haben. Die Protagonistin Tash ist herrlich verpeilt, oft unfreiwillig komisch und extrem stur, vor allem aber absolut starr in ihren Ansichten. Das wirkte sich leider nicht immer nur positiv auf die Geschichte aus.
Leider bin ich im Anschluss an die Leseprobe, als ich dann vollständig in das Buch eintauchen konnte, direkt auf den Regisseur getroffen. Und da wurde es erstmal schwierig. Gefühlt jede Begegnung mit diesem Typen bzw seinem ganzen Team scheinen die Geschichte auszubremsen. Diese Stellen waren leider manchmal doch etwas langatmig und Tashs Sturheit war dem Ganzen dann nicht gerade zuträglich in diesen Momenten.
Selbiges gilt aber auch für Caleb, unseren Intimitätskoordinator. Ich mochte ihn auf Anhieb sehr und sehe ihn eigentlich auch als Greenflag an. Nur leider hat er dann immer wieder mal irgendwelche undurchdachten Aussagen rausgehauen oder Dinge abgezogen bzw verheimlicht, und manchmal einfach auch nur nicht klar formuliert, sodass ich das ein oder andere Mal tatsächlich selbst an ihm - und meiner Wahrnehmung und meinem Urteilsvermögen - gezweifelt habe.
Nebencharaktere gab es ja einige, die sehr unterschiedlich in ihrer Screentime waren. Tashs beste Freundin mochte ich sehr. Deren Frau ehrlich gesagt weniger. Irgendwie war die mir immer etwas unsympathisch. Aber auch die Personen vom Set waren gut ausgearbeitet und mal mehr oder weniger sympathisch. Wen ich für mich direkt gar nicht mochte, war die Dame, welche die Hauptrolle in Tashs Film bekleidet hat. Auch wenn die Gute zum Schluss hin noch ihre Schlüsselrolle hatte.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Einblicke hinter die Kulissen eines Filmsets bzw der Vorarbeit zu den Dreharbeiten. Ich fand unglaublich interessant, was da so alles passiert und wie ein Intimitätskoordinator arbeitet, wofür dieser zuständig ist. Auch die Dynamik zwischen Tash und Caleb hat mich im Großen und Ganzen überzeugt.

Was ich irgendwann jedoch als störend empfand, war Tashs andauernde Wut, die manchmal wirklich einfach nur unangebracht war. Die sie gerne auch mal an den falschen Personen ausgelassen hat. Wie kann jemand bitte so dermaßen stur und bockig sein in dem Alter? Das erwarte ich von einem Teenie, aber nicht von jemandem in seinen Dreißigern.

Alles in allem hat mir »The dirty Version« aber richtig gut gefallen und es hat Spaß gemacht Zeit mit Tash und Caleb zwischen Intimitätskoordination und ein wenig Burlesque zu verbringen.
Von mir gibt es also eine klare Leseempfehlung für alle, die mit einem guten Maß an Feminismus und Female Rage umgehen können und eine gute Prise Humor lieben.


»[...] »denn ich bin einer von den Guten.«
Das hätte Tash nur zu gern geglaubt, aber sie hatte es auf die harte Tour lernen müssen: Gute Männer gab es nicht. Sie existierten nicht.«
Auszug aus dem Buch »The dirty Version« von Turner Gable Kahn

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