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Veröffentlicht am 06.05.2026

Zwischen Highlands, Regen und ganz viel Fernweh

LONELY PLANET Reiseführer Entdecke Schottland
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Schottland gehört bei uns ganz klar zu diesen Ländern, bei denen man schon beim Gedanken daran sofort Fernweh bekommt. Highlands, alte Burgen, kleine Pubs, windige Küstenstraßen und dieses Wetter, bei ...

Schottland gehört bei uns ganz klar zu diesen Ländern, bei denen man schon beim Gedanken daran sofort Fernweh bekommt. Highlands, alte Burgen, kleine Pubs, windige Küstenstraßen und dieses Wetter, bei dem man vermutlich innerhalb von fünf Minuten gleichzeitig Sonne, Regen und Sturm erlebt.

Genau dieses Gefühl transportiert der LONELY PLANET Reiseführer Entdecke Schottland richtig schön.

Das Buch fühlt sich nicht an wie ein trockener Reiseführer voller nüchterner Fakten. Viel eher wie jemand, der einem begeistert erzählt, wo man unbedingt hin sollte, bevor man plötzlich selbst schaut, was Flüge nach Edinburgh kosten.

Besonders gefallen hat mir die Mischung aus bekannten Orten und kleinen besonderen Ecken. Oban als Meeresfrüchte Hauptstadt klingt zum Beispiel nach genau so einem Ort, an dem man eigentlich nur kurz halten wollte und am Ende viel länger bleibt als geplant. Auch die versteckten Strände oder der Galloway Forest Park machen sofort Lust aufs Entdecken.

Optisch wirkt der Reiseführer angenehm übersichtlich und nicht überladen. Der Reiseplaner und der herausnehmbare Faltplan sind unterwegs sicher richtig praktisch.

Natürlich ersetzt das Buch keine komplette Detailplanung bis zur letzten Wanderroute. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Dieser Reiseführer soll Lust auf Schottland machen.

Und genau das schafft er ziemlich mühelos.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Zwischen Blutdurst und Begierde

Forged in Blood
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Schon die ersten Seiten fühlten sich an wie ein Schritt durch schwere alte Universitätsflure, in denen hinter jeder Tür ein dunkles Geheimnis lauert. Montridge University wirkte auf mich gleichzeitig wunderschön ...

Schon die ersten Seiten fühlten sich an wie ein Schritt durch schwere alte Universitätsflure, in denen hinter jeder Tür ein dunkles Geheimnis lauert. Montridge University wirkte auf mich gleichzeitig wunderschön und bedrohlich. Genau diese Atmosphäre hat mich komplett eingesogen.

Ophelia mochte ich überraschend schnell. Hinter ihrer Unsicherheit steckt unglaublich viel Stärke und gerade ihre Vergangenheit als Pflegekind machte sie für mich greifbar und emotional nah. Zwischen all den manipulativen Vampiren wirkte sie manchmal wie ein kleines Licht mitten in einem Sturm und genau das machte ihre Dynamik mit Axl, Malachi und Xavier so spannend.

Besonders intensiv war die Mischung aus Gefahr, Verlangen und dieser ständigen unterschwelligen Bedrohung. Jede Begegnung knisterte. Jede Berührung fühlte sich verboten an. Professor Dracos sorgte zusätzlich für dieses dunkle Ziehen im Bauch, bei dem man genau weiß, dass man sich besser fernhalten sollte und trotzdem immer näher rückt.

Die Story lebt aber nicht nur vom Spice. Hinter den Geheimnissen rund um Ophelia steckt viel mehr, als man anfangs ahnt. Verrat, Machtspiele und versteckte Identitäten sorgen dafür, dass ständig neue Fragen entstehen. Mehr als einmal musste ich nachts weiterlesen, obwohl ich längst schlafen wollte.

Wer düstere Vampire, obsessive Männer, Dark Academia und emotional aufgeladene Romantasy liebt, wird dieses Buch vermutlich inhalieren. Dieses gefährliche, sündige und gleichzeitig überraschend emotionale Gefühl bleibt auch lange nach der letzten Seite noch im Kopf.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Wenn Berufe plötzlich nach Abenteuer riechen

Die verrücktesten Jobs, von denen du garantiert noch nie gehört hast!
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Schon nach den ersten Seiten lag bei uns dieses neugierige Kribbeln in der Luft, das entsteht, wenn ein Buch nicht einfach Wissen erklärt, sondern Türen aufstößt, von denen man vorher gar nicht wusste, ...

Schon nach den ersten Seiten lag bei uns dieses neugierige Kribbeln in der Luft, das entsteht, wenn ein Buch nicht einfach Wissen erklärt, sondern Türen aufstößt, von denen man vorher gar nicht wusste, dass es sie gibt. Zusammen mit meinem Neffen habe ich Die verrücktesten Jobs, von denen du garantiert noch nie gehört hast! angeschaut und gelesen, und es war herrlich zu sehen, wie schnell aus einem kurzen Blättern ein großes Staunen wurde.

Die Mischung aus professionellem Schläfer, Duftforscherin, Wasserrutschentester, Fischezähler oder Schiffscowboy ist so wunderbar schräg, dass man automatisch weiterliest. Mein Neffe blieb immer wieder hängen, stellte Fragen, lachte über die Ideen und überlegte direkt, welcher Beruf wohl am verrücktesten wäre. Genau das macht dieses Buch so schön: Es erklärt nicht trocken, sondern kitzelt die Fantasie wach.

Die kurzen Texte passen sehr gut für Kinder ab etwa acht Jahren, weil sie leicht verständlich bleiben und trotzdem genug Futter für Gespräche bieten. Dazu kommen die humorvollen Illustrationen, die jede Seite lebendig machen und den ungewöhnlichen Berufen noch mehr Charme geben. Man merkt sofort, dass hier nicht nur informiert, sondern auch gespielt, gestaunt und geschmunzelt werden darf.

Für mich ist es ein richtig schönes Kindersachbuch, das zeigt, wie bunt die Arbeitswelt sein kann. Es nimmt Kindern den engen Blick auf klassische Berufe und schenkt ihnen stattdessen dieses schöne Gefühl: Vielleicht gibt es da draußen viel mehr Möglichkeiten, als man denkt.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Wenn Worte plötzlich Geschichte schreiben

Schlagworte, die Geschichte machen
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Manche Wörter kleben an der Geschichte wie Kaugummi unter dem Schultisch. Man denkt, man kennt sie längst, dann kommt Bruno Preisendörfer um die Ecke, hebt sie hoch und sagt: Guck mal genauer hin, da hängt ...

Manche Wörter kleben an der Geschichte wie Kaugummi unter dem Schultisch. Man denkt, man kennt sie längst, dann kommt Bruno Preisendörfer um die Ecke, hebt sie hoch und sagt: Guck mal genauer hin, da hängt noch der halbe politische Keller dran.

Schlagworte, die Geschichte machen ist kein trockenes Geschichtsbuch, bei dem man nach drei Seiten heimlich den Staub vom Gehirn pusten muss. Preisendörfer erzählt deutsche Nachkriegsgeschichte über Parolen, Sätze und Begriffe, die sich eingebrannt haben. Wirtschaftswunder. Wohlstand für Alle. Ich bin ein Berliner. Sofort, unverzüglich. Zeitenwende. Alles klingt bekannt, fast schon abgegriffen, aber genau da wird es spannend.

Denn hinter diesen Worten steckt oft mehr Theater, mehr Kalkül und mehr Zufall, als man denkt. Kennedy war nicht einfach spontan charmant, Schabowski nicht nur historisch passend verwirrt, und manches Wunder war bei genauerem Hinsehen vielleicht weniger Wunder als gut verkaufte Erzählung. Da sitzt man beim Lesen schon mal da und denkt: Ach guck, Geschichte war also auch damals schon ziemlich gutes Marketing.

Besonders stark ist, wie Preisendörfer große Politik mit kleinen Beobachtungen verbindet. Das macht das Buch lebendig, manchmal bissig, manchmal überraschend warm und immer wieder herrlich entlarvend. Man merkt, dass hier jemand nicht nur Jahreszahlen sortiert, sondern den Sound einer ganzen Republik einfängt.

Klar, ganz nebenbei liest man das nicht weg. Dafür steckt zu viel drin. Aber wer Lust hat, deutsche Geschichte mal nicht als staubige Chronik, sondern als Sammlung mächtiger Worte, cleverer Inszenierungen und kleiner historischer Aha-Momente zu erleben, bekommt hier ein richtig kluges, unterhaltsames und erstaunlich aktuelles Sachbuch.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Ponyduft, Ferienkribbeln und ein kleines Geheimnis

Ponystarke Ferien. Ein Pferdetraum wird wahr (Band 1)
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Sommerluft, Ponyduft und dieses kribbelige Gefühl, wenn Ferien plötzlich nach Abenteuer schmecken. Genau so hat sich Ponystarke Ferien für mich angefühlt. Zusammen mit meiner Nichte habe ich Tonis Reise ...

Sommerluft, Ponyduft und dieses kribbelige Gefühl, wenn Ferien plötzlich nach Abenteuer schmecken. Genau so hat sich Ponystarke Ferien für mich angefühlt. Zusammen mit meiner Nichte habe ich Tonis Reise nach Dänemark entdeckt und wir waren sofort mittendrin auf Nessis Ponyhof, zwischen Reitstunden, Ausritten, Stallgeruch und ganz viel Herzklopfen.

Toni und Merle haben uns direkt abgeholt. Ihre Freundschaft fühlt sich warm, lebendig und ehrlich an, und gerade dieses gemeinsame Staunen über die Ponys macht die Geschichte so schön greifbar. Meine Nichte war natürlich sofort bei den Pferden, ich eher bei den kleinen Zwischentönen, bei Unsicherheiten, Zickereien und diesem Mut, den Toni Stück für Stück entwickelt.

Besonders schön fand ich, dass die Geschichte nicht nur süß und pferdelieb ist, sondern auch ein kleines Geheimnis mitbringt. Die verschwundenen Ponys, die Sache mit der Schattenhexe und Emilias verdächtiges Verhalten sorgen für Spannung, ohne zu düster zu werden. Genau richtig für junge Pferdefans, die beim Lesen miträtseln möchten.

Die Illustrationen passen wunderbar zur Geschichte und machen den Ponyhof noch lebendiger. Für uns war es ein richtig schönes gemeinsames Leseabenteuer, voller Feriengefühl, Freundschaft und Ponyglück. Ein Buch, das nach Heu, Sonne und Kinderlachen schmeckt.

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