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Veröffentlicht am 07.05.2026

Big Brother mit Autoren

Bookish Game
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Dieses Buch ist eines der schönsten Softcover, die ich je sah. Der Farbschnitt ist toll, innen findet man zu jedem Kapitel eine tolle Illustration zur jeweiligen Person um die es in dem Kapitel geht.

Also ...

Dieses Buch ist eines der schönsten Softcover, die ich je sah. Der Farbschnitt ist toll, innen findet man zu jedem Kapitel eine tolle Illustration zur jeweiligen Person um die es in dem Kapitel geht.

Also allein von der Aufmachung her ist das Buch eine 10/10. Aber es ist eben auch ein Beispiel dafür, dass Optik nicht alles ist. Auf den Inhalt kommt es an und das ist hier das Problem:

Es geht um vier Autoren: Vivian, Blair, Richard und Lio. Blair ist die Erfolgreiche, Vivian das eigentliche Talent, Richard der Verleger und Lio ist einfach nur da. Bis zur Hälfte oder gar dem letzten Drittel ist er wenig bis gar nicht relevant.

Diese vier Autoren sind in einem Haus, in dem für die Community überall Kameras versteckt sind damit die Zuschauer alles miterleben können. Am Ende gewinnt einer der vier einen Award. Die Zuschauer voten für ihren Liebling. Alle vier Autoren kennen sich, hatten eine geschäftliche oder private Beziehung zueinander.

Nach und nach erfährt man, dass keiner der vier wirklich sauber ist. Alle sind auf ihren eigenen Vorteil bedacht oder haben Leichen im Keller.

Ich fand dieses dramatische Getue unter den vieren völlig überzogen. Es las sich als würden Schauspieler über die Oscar-Verleihung streiten. Für die Buchbranche fand ich es völlig überzogen. Sicher ist das auch ein marketingbasiertes schmutziges Geschäft, aber so???

Die Charaktere mochte ich alle nicht und die Seiten wurden mit übertrieben philosophischen Anekdoten gefüllt. Wer unterhält sich so?? "Ich habe gebrannt, aber du hast gezündet." "Ich schreibe kein Buch, ich schreibe mich." In jedem Gespräch entstanden ohne wirklichen Inhalt diese übertriebenen deepen Textpassagen und es hat so gar nicht gepasst finde ich. "Ich habe deinen Wert erkannt. Ich habe dich gesehen, nicht nur, das was du tust." Ich fand das total deplatziert.

Es ist selten, dass ich einen Schreibstil so gar nicht mag, aber hier trifft das voll zu. Und diese Big Brother Vibes fand ich auch total angemessen.

Richard war auch ganz furchtbar. Er macht einfach mit jeder Frau rum.

Man hat auch nie erfahren, was die Leute in dem Haus eigentlich so gemacht haben. Wie haben sie sich die Zeit vertrieben? Haben sie eigentlich gearbeitet? Geschrieben? I don`t know.

Und wofür genau gab es den Award?

Fazit: Außen, tolles Buch; innen: nicht mein Geschmack, sorry.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Layla - aber eigentlich eher Leeds

Layla
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Der Klapptext gibt über den Inhalt des Buches quasi nichts preis. Genau wie Verity wird es unter der Rubrik "Romance" geführt. Da ich Verity total genial fand, war ich sehr neugierig auf Layla. Aufgrund ...

Der Klapptext gibt über den Inhalt des Buches quasi nichts preis. Genau wie Verity wird es unter der Rubrik "Romance" geführt. Da ich Verity total genial fand, war ich sehr neugierig auf Layla. Aufgrund des Covers dachte ich, es hätte ebenfalls diese Thriller-Elemente.

Und ich Trottel hoffte das bis zum Schluss. Ich dachte wirklich, die Geschichte löst sich damit auf, aber nein. Es ist wirklich eine Romance.

Dieses Buch ist eine Geister-Geschichte. Dagegen habe ich erst einmal nichts, denn jeder kann glauben woran auch immer er möchte, aber dann hätte ich es lieber wissenschaftlicher und authentischer gehabt. So habe ich jetzt die ganze Zeit darauf gewartet, dass am Ende herauskommt, dass Leeds total gestört ist und Layla ihm alles heimzahlen will, aber nichts könnte ferner der Wahrheit entsprechen.

Fakt ist: Layla und Leeds lieben sich. Und allein diese Tatsache finde ich schon voll eigenartig. Denn wie sie sich ineinander verlieben, finde ich fragwürdig und nicht greifbar. Das gilt auch für den gesamten restlichen Verlauf der Story. Alles ging unfassbar schnell zwischen den beiden und zum Wendepunkt hin gehen die zwei zurück an den Ort, an dem sie sich kennenlernten. Ab da geht die Geistersache los. Richtig nerdy fand ich den Typen aus dem Forum, der ihm als einziger helfen konnte, ohne dass man etwas über ihn erfährt. Wtf???

Eigentlich spielt das gesamte Buch in dem Bed & Breakfast, in dem Leeds und Layla sich kennenlernten und immer wieder habe ich mich gefragt, wie die den Aufenthalt bezahlen, denn keiner von ihnen geht ja anscheinend einem Job nach.. Alles sehr fragwürdig. Es gibt auch nicht viele Personen, die in dem Buch mitspielen: Layla, Leeds, Leeds` Ex sowie Laylas Schwester und Schwager.

Leeds wirkte am Anfang total weird auf mich, weshalb ich mit einem ganz anderen Ausgang der Story rechnete. Schade!

Der Grund für zwei Sterne ist eigentlich lediglich der, dass es so easy geschrieben ist, dass man das Buch schnell weglesen konnte und das Fiebern aufs Ende, wenn man etwas erwartet.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Jakob & Dieter - Freunde oder Spione?

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Ich durfte an einer Leserunde teilnehmen und las zum ersten Mal ein Buch vom Autor Kristof Magnusson. Auch habe ich nie zuvor einen Spionageroman gelesen. Ich habe es mir leider ganz anders vorgestellt.

Es ...

Ich durfte an einer Leserunde teilnehmen und las zum ersten Mal ein Buch vom Autor Kristof Magnusson. Auch habe ich nie zuvor einen Spionageroman gelesen. Ich habe es mir leider ganz anders vorgestellt.

Es geht hier um Dieter Germeshausen, der als Bundesbeamter beim Geheimdienst arbeitet und Jakob Dreiser, der von Beruf Dichter ist.

Sie lernen sich auf einer Gartenparty kennen und Dieter heuert Jakob für einen Spionageauftrag an. Anfangs fing das Buch etwas holprig an, aber der erste Spionageauftrag war sehr unterhaltsam.

Doch danach zog sich das kurze Buch extrem. Den zweiten Auftrag vollzogen sie gemeinsam. Plötzlich gab es langatmige familiäre Hintergrundgeschichten, die nicht zur Handlung beitrugen. Auch waren die Charaktere in sich irgendwie nicht schlüssig. Anfangs wird Dieter vergiftet (gleich im Prolog), aber wer steckt dahinter?

Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Das Ende ist offen und wirkt abgeschnitten, als würde der Rest des Buches fehlen.

Es gab aber auch unterhaltsame Charaktere wie Dominique und die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Jakob und Dieter war auch manchmal zum Schmunzeln. Aber der gesamte Spionage-Part war mir ehrlich gesagt zu salopp. Da hätte ich mir viel mehr von erhofft. Mehr Spannung, mehr Witz, mehr Risiko.

Das Buch hat mir nicht gefallen und ich würde auch keine Fortsetzung davon lesen.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Lizie & Tristan

Wie die Luft zum Atmen
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Ich habe erst beim Hören festgestellt, dass das Buch von Brittainy C. Cherry eigentlich schon sehr alt ist und ursprünglich mit einem anderen Cover erschien. Das Buch hat ja unglaublich viele Bewertungen ...

Ich habe erst beim Hören festgestellt, dass das Buch von Brittainy C. Cherry eigentlich schon sehr alt ist und ursprünglich mit einem anderen Cover erschien. Das Buch hat ja unglaublich viele Bewertungen und die meisten davon sind sehr positiv.

Diese Ansicht kann ich leider nicht teilen. Ich mag die Autorin eigentlich sehr gern. "Wenn Donner und Licht sich berühren" fand ich damals großartig. Aber die Story hier hat mir (fast) gar nicht gefallen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich mit den Sprechern auch nicht so warm wurde, besonders mit ihm nicht. Er klang so viel älter als sie und seine Stimme war die tiefste und abgefuckteste, die ich je gehört habe. Das war mir für die Story irgendwie ein bisschen too much. Aber von vorn:

Es geht hier um zwei gebrochene Menschen: Liz, eine junge Frau, die vor einem Jahr ihren Mann Steven durch einen Autounfall verlor und seither alleinerziehende Mutter für die gemeinsame Tochter Emma ist. Tristan, ein junger Mann, der seine Frau und seinen Sohn bei einem Unfall verlor (was das genau für ein Unfall war, erfährt man später in der Story). Als Tristan seine Familie verliert, ist er am Boden zerstört und verändert sich danach sehr. Er meidet seine Eltern, die für ihn da sein wollen. Doch seine Mutter war bei dem Unfall dabei und kam mit wenigen Blessuren davon und sein Dad und er waren zum Unfallzeitpunkt gemeinsam unterwegs. Also entfremdet er sich und lebt fortan zurückgezogen und zieht in einen Ort, in dem er zufällig Liz` Nachbar ist. Sie lernen sich jedoch kennen, bevor sie merken, dass sie Haus an Haus wohnen. Liz verzieht sich nach dem Tod ihres Mannes zu ihrer Mutter, die jedoch selbst ein sehr kritisches Leben führt.

Es geht in diesem Buch um Trauerbewältigung, um familiäre Bindung, Freundschaft und wie man wieder zurück ins Leben findet. Anfangs benutzen sich Tristan und Liz um über ihre verstorbenen Partner hinwegzukommen, doch irgendwann verändert sich die Beziehung der beiden.

Der Hintergrund der Story ist gar nicht so schlecht, auch die Wendung am Ende habe ich nicht kommen sehen, das war gut gemacht. Aber emotional kam für mich gar nichts rüber. Tristan war so abgefuckt und teilweise eklig, auch wortkarg anfangs, dass er mich genervt hat. Ich mochte auch die Gegend nicht, in der sie alle wohnen, denn da waren ja nur verklatschte Frauen, die sich am Leben und Elend anderer labten. Jeder kannte jeden und jeder Mann dort war offenbar in Liz verliebt. Obwohl es eine so traurige Geschichte sein sollte, habe ich die Trauer nicht gefühlt. Was der Geschichte einen absoluten Killer verpasst hat, war in meinen Augen Liz` Freundin Fae. Die war ja entsetzlich unrealistisch. Jeder kennt sicher Personen, die sich nicht binden wollen und zwanglosen Sex haben und offen darüber reden - alles kein Problem und völlig normal, aber diese Frau konnte nichts anderes als zu vögeln und 24/7 darüber zu reden. Am schlimmsten war die übertriebene Art wie sie darüber gesprochen hat: "Du bist also der Penis, der in der Muschi meiner besten Freundin war." WTF?? So würde meine beste Freundin nicht sprechen :D Fae hat alles zum Anlass genommen um über Sex zu reden. "Er mäht nur meinen Rasen." Fae: "Mäht er dir so richtig den Busch?" Wenn es um Holz ging, wollte sie wissen, wie hart und fest es ist. Sie hat sich im Grunde an allem aufgegeilt und abgesehen davon hat sie viel zu viel getrunken. In meinen Augen war das keine beste Freundin. Zum Ende hin ändert sie sich und das war auch absurd, da sie dann eigentlich nicht mehr dieselbe Person war.

Es gab gute überraschende Momente in dem Buch, aber die Personen fand ich größtenteils echt furchtbar und absolut unrealistisch.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Eine Geschichte über Personen, die in den Bergen ihr Glück suchen

Das Glück des Wolfes
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Das Buch hat tatsächlich viele gute Bewertungen und ich wundere mich darüber.

Positiv ist, dass das Buch recht dünn ist, kein dicker Wälzer. Noch dazu ist die Schrift recht groß auf den Seiten, also sehr ...

Das Buch hat tatsächlich viele gute Bewertungen und ich wundere mich darüber.

Positiv ist, dass das Buch recht dünn ist, kein dicker Wälzer. Noch dazu ist die Schrift recht groß auf den Seiten, also sehr leserlich.

Inhaltlich fand ich es wirklich sehr fad. Es geht hier primär um Fausto, ein Koch, der eigentlich ein Schriftsteller ist und der in einem Restaurant im Bergdorf Fontana Fredda arbeitet. Es herrscht dort saisonal Betrieb. Im Winter sind viele Menschen dort, die Skifahren und die dann natürlich auch in das Restaurant zur Essenszeit finden. Das Restaurant gehört der alten Dame Babette. Beschäftigt ist dort die Kellnerin Silvia, die mit Fausto ein Verhältnis eingeht. Offenbar sind sie verliebt ineinander, aber Silvia zieht es höher in die Berge. Sie möchte mehr sehen und erleben, da der Job im Restaurant sehr eintönig ist und ihre Ideen dort auch nicht wirklich Anklang finden. Generell sind die Leute im Restaurant nicht offen für Neues.

Also sind sie und Fausto zeitweise getrennt. Jeder geht seinen eigenen Weg. Er muss sich scheiden lassen und eine Wohnung verkaufen und er kümmert sich um seinen Freund Santorso, dem Mann von Babette.

In den Kapiteln liest man immer mal wieder über die vier Personen, aber vorrangig über Fausto und Silvia.

Es geht nachher auch darum, dass die Wölfe in den Bergen ihr Unwesen treiben und was sie alles anrichten.

In dem Buch taucht viel wörtliche Rede auf in sehr kurzen Sätzen. Man schafft das Buch an einem halben Tag. Leider ist der Inhalt so dünn wie die Seiten. Ich fands absolut nicht tiefgründig, ohne jeden Höhepunkt oder dramatische Wendungen und vor allem viel zu simpel geschrieben, sehr anspruchslos. Da hätte man noch was draus machen können, hätte man die Geschichte weiter gesponnen.

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