Profilbild von Laudibooks_

Laudibooks_

Lesejury Star
offline

Laudibooks_ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Laudibooks_ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2021

Es lohnt sich zu verzeihen

Die Frauen von Kilcarrion
0

"Die Frauen von Kilcarrion" von Jojo Moyes ist eine Neuübersetzung ihres Debütroman. Ich habe mich unheimlich doll auf die Geschichte gefreut und wurde nicht enttäuscht.
Inhalt:
Die alleinerziehende Kate ...

"Die Frauen von Kilcarrion" von Jojo Moyes ist eine Neuübersetzung ihres Debütroman. Ich habe mich unheimlich doll auf die Geschichte gefreut und wurde nicht enttäuscht.
Inhalt:
Die alleinerziehende Kate versucht bei ihrer 16 jährigen Tochter Sabine alles besser zu machen, als ihre eigene Mutter Joy bei ihr. Sie hatte nie eine innige Bindung zu ihren Eltern. Kate ist mittlerweile Mitte dreißig, als sie ihren langjährigen Partner Geoff verlässt, um mit ihrer neuen Liebe neu anzufangen. Die Streitigkeiten mit ihrer Tochter nehmen immer mehr zu. Sie beschließt, dass Sabine zu ihrer Großmutter nach Irland reisen soll. Sie soll Joy und Gut Kilcarrion kennenlernen. Joy freut sich auf ihre Enkelin, die sie vor zehn Jahren zum letzten Mal gesehen hat. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten findet Sabine überraschend Zugang zu ihrer Großmutter. Joy muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Die alte Frau fängt an von damals zu erzählen. Von Hongkong in den 50er Jahren, wo sie als Engländerin mit ihren Eltern lebte. Von ihren Wünschen und Sehnsüchten und ihrer Liebe, ihrem Ehemann....

Meine Meinung:
Der Einstieg fiel mir nicht so leicht. Ich musste mich sehr konzentrieren, aber es hat sich gelohnt. Nach ca. 100 Seiten hat mich die Geschichte so sehr gepackt, dass ein Aufhören nicht mehr möglich war. Der Schreibstil von Jojo Moyes ist wirklich toll. Auch in diesem Roman setzt sich die Autorin mit wichtigen und tiefgründigen Themen auseinander. Wir lernen drei Generationen, drei Frauen Joy, Kate und Sabine kennen. Jede der Frauen hat Sehnsüchte nach Akzeptanz, Anerkennung, Liebe und Geborgenheit. Die Geschichte fungiert und glänzt durch Emotionen und Tiefgang. Der Konflikt zwischen Joy und Kate und Kate und Sabine hat mich sehr berührt und mitgenommen. Jojo hat ihre Protagonisten hervorragend gezeichnet. Sie sind authentisch und wirken gut greifbar für mich. Ich konnte mich absolut in ihre Gefühlslagen hineinversetzen, sie verstehen und mitfühlen.
Fazit:
Große Leseempfehlung
4,5/5 🌟 Eine tiefgründige, sehr ehrliche Familiengeschichte über die Bindung zwischen Müttern und Töchtern und über die Stärke und Kraft des Verzeihens.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2020

Mutige und authentische Frauen

Schwestern fürs Leben
0

Inhalt und meine Meinung:
Für die Familie Danneberg ist Weihnachten 1919 ein trauriges, betrübtes Fest. Albert, der einzige Sohn und somit männliche Erbe ist im Krieg gefallen. Für den Familienpatriarchen ...

Inhalt und meine Meinung:
Für die Familie Danneberg ist Weihnachten 1919 ein trauriges, betrübtes Fest. Albert, der einzige Sohn und somit männliche Erbe ist im Krieg gefallen. Für den Familienpatriarchen Ole F. Danneberg kommt es nicht infrage, die Geschäfte rund um das alterwürdige und mächtige Flensburger Rumhaus einer seiner vier Töchter zu übertragen. Wie soll es nur weitergehen?
Dabei träumt Lene, seit ihrer Kindheit, einst eine wichtige Rolle im Rumhaus zu spielen. Um ihre Ziele zu erreichen, muss sie einen hohen Preis zahlen. Auch ihre Schwestern haben ihre Träume und Zukunftspläne. Sie möchten sich nicht mehr fügen und gehorsam sein. Vier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Jede beginnt ihren eigenen Kampf, um eigene Wege zu gehen.

Der historische Familienroman "Schwestern fürs Leben" ist eine sehr kompakte und lange Geschichte. Die Haupthandlung beginnt 1919 und endet mit dem Kriegsende 1945. Der Schreibstil von Sybille Schrödter ist flüssig, sehr ausdrucksstark und unheimlich fesseld. Ich bin flott durch die Seiten geflogen und habe mit jeder Schwester mitgefiebert. Die Erzählpersektve wechselt zwischen den Protagonisten. Jede Schwester bekommt ihre eigene Stimme. Ich liebe und schätze diese Erzählweise. Sie erzeugt einen großartigen Spannungsbogen. Die Autorin spiegelt und schildert intensiv, die Stellung der Frau zur damaligen Zeit wieder. Das gelingt ihr so großartig, dass ich als Unsichtbare, direkt bei den Geschehnissen dabei war und oftmals eingegriffen hätte. Viele historische Details und Ereignisse, wie zum Beispiel 1920 die Volksabstimmung in Schleswig, oder 1933 die Ernennung von Hitler zum Reichskanzler haben die Geschichte sehr besonders und authentisch gemacht.
Ich kann den Roman wärmstens empfehlen und wünsche dem Buch noch viele Leser.
Fazit:
4,5/5 🌟
Eine emotionale, mutige und authentische Geschichte mit großartigen Charaktern ❤

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2026

Eine ruhige, aber eindringliche Familiengeschichte, die Gegenwart und Vergangenheit gelungen verbindet

Schwesternland
0

Darum geht es:

Antonia kehrt anlässlich des 100. Geburtstags ihrer Großmutter in das alte Ferienhaus ihrer Familie zurück. Das Wiedersehen mit ihren Schwestern bringt Spannungen an die Oberfläche, die ...

Darum geht es:

Antonia kehrt anlässlich des 100. Geburtstags ihrer Großmutter in das alte Ferienhaus ihrer Familie zurück. Das Wiedersehen mit ihren Schwestern bringt Spannungen an die Oberfläche, die lange unausgesprochen geblieben sind. Inmitten dieser Tage stößt sie auf ein Ahnendokument, das ihren Blick auf ihre eigene Geschichte verändert.

Ein Name darin führt sie zurück bis ins 17. Jahrhundert. Eine junge Frau, die in einer Zeit religiöser Konflikte alles verliert und gezwungen ist, sich ein neues Leben aufzubauen. Antonia beginnt, dieser Spur zu folgen und reist an die Orte, an denen diese Geschichte ihren Anfang nahm.

Was zunächst wie eine Recherche wirkt, wird zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit Herkunft und Identität. Vergangenheit und Gegenwart rücken näher zusammen, und Antonia erkennt, dass die Geschichte ihrer Familie mehr mit ihr zu tun hat, als sie lange geglaubt hat.

Mein Lesereindruck:

In Schwesternland erzählt Katharina Fuchs die Geschichte der 27-jährigen Antonia. Man kommt schnell in die Geschichte hinein und bekommt ein gutes Gefühl für die Familie und ihre Dynamik.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, dabei aber gleichzeitig detailreich. Besonders die Familienszenen wirken authentisch, weil vieles zwischen den Zeilen mitschwingt.

Sehr gelungen fand ich den Wechsel zwischen den Zeitebenen. Neben der Gegenwart begleitet man einen zweiten Handlungsstrang im 17. Jahrhundert rund um die Hugenotten. Diese Abschnitte waren für mich nicht nur spannend, sondern auch richtig interessant. Ich habe beim Lesen viel über diese Zeit gelernt, ohne dass es sich trocken angefühlt hat. Man merkt deutlich, wie gut hier recherchiert wurde.

Insgesamt ist es eher eine ruhige Geschichte, die ohne große Dramatik auskommt. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass es langweilig wird. Gerade die Verbindung von Familiengeschichte und historischen Hintergründen macht das Buch für mich besonders lesenswert.

Fazit:
4/5 ⭐️ Eine ruhige, aber eindringliche Familiengeschichte, die Gegenwart und Vergangenheit gelungen verbindet und dabei nicht nur unterhält, sondern auch interessante Einblicke in die Geschichte der Hugenotten gibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein spannender, atmosphärischer Reihenauftakt!

Moorland. Die Zwillinge
0

Darum geht es:

Zwei Schülerinnen, die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana, verschwinden in einer abgelegenen Moorlandschaft, in der Nebel und Kälte jede Orientierung zu verschlucken scheinen. Zurück bleibt ...

Darum geht es:

Zwei Schülerinnen, die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana, verschwinden in einer abgelegenen Moorlandschaft, in der Nebel und Kälte jede Orientierung zu verschlucken scheinen. Zurück bleibt eine verstörende Leere und ein Fall, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert. Als plötzlich digitale Spuren auftauchen, beginnt für Kommissarin Malia Gold eine Ermittlung, die sie tief in eine verschlossene Gemeinschaft und ihre dunklen Geheimnisse führt.

Mein Leseeindruck:

Andreas Winkelmann hat mich auch diesmal wieder mit seinem flüssigen und sehr spannenden Schreibstil abgeholt. Der Auftakt der Moorland-Reihe ist absolut gelungen und durch die kurzen Kapitel entsteht ein richtig angenehmes Lesetempo.

Besonders gut gefallen hat mir, wie oft ich mit meinen eigenen Vermutungen danebenlag. Immer wieder wurde ich in eine andere Richtung geführt, was die Spannung durchgehend hochgehalten hat. Malia Gold ist für mich eine sehr sympathische und greifbare Ermittlerin, vor allem weil auch ihre persönliche Geschichte Raum bekommt. Diese Einblicke haben den Fall für mich noch intensiver gemacht.

Die Frage, was im Moor wirklich passiert ist, hat mich bis zum Schluss begleitet. Das Ende war für mich persönlich nicht ganz so spektakulär wie erwartet, aber genau das macht mich umso neugieriger auf den nächsten Band, der ja schon in diesem Jahr erscheinen soll.

Fazit:
4/5 ⭐️ Ein spannender, atmosphärischer Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht und definitiv neugierig auf die Fortsetzung zurücklässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2026

Eine leichte, warmherzige Wohlfühlgeschichte mit viel Charme!

Ein Zuhause im Frühling
0

Darum geht es:
Ella braucht Abstand vom Großstadtleben, von ihrer komplizierten Beziehung und von ihrer kreativen Krise. In einem kleinen Cottage im ländlichen England hofft sie auf Ruhe und einen Neuanfang. ...

Darum geht es:
Ella braucht Abstand vom Großstadtleben, von ihrer komplizierten Beziehung und von ihrer kreativen Krise. In einem kleinen Cottage im ländlichen England hofft sie auf Ruhe und einen Neuanfang. Doch ein lebhafter Hund und ein zunächst wenig zugänglicher Tierarzt sorgen dafür, dass ihr Alltag alles andere als ruhig verläuft. Zwischen neuen Begegnungen und unerwarteten Herausforderungen beginnt für Ella eine Zeit der Veränderung.

Mein Leseeindruck:
Julie Caplin hat einen richtig angenehmen, lockeren und flüssigen Schreibstil, der sich einfach gut lesen lässt. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen. Am Anfang hatte ich allerdings meine Probleme mit den Hauptfiguren. Mit Ella und auch mit Devon bin ich erst mal nicht warm geworden. Ella war mir oft zu zickig, und Devon wirkte auf mich ziemlich oberflächlich. Zum Glück hat sich das aber schnell geändert.

Je weiter ich gelesen habe, desto mehr habe ich die beiden ins Herz geschlossen. Ihre Entwicklung hat sich für mich sehr echt angefühlt und hat der Geschichte viel Tiefe gegeben.

Insgesamt ist es eine richtig süße, warmherzige Wohlfühlgeschichte. Perfekt, um einfach mal abzuschalten. Besonders gefallen hat mir der liebevoll beschriebene Schauplatz im ländlichen England. Das Cottage und die Umgebung konnte ich mir richtig gut vorstellen.

Auch das Thema, einen Neuanfang zu wagen und Altes hinter sich zu lassen, wurde schön und gefühlvoll umgesetzt. Ohne viel Drama, dafür mit ganz viel Herz.

Fazit:
4/5 ⭐️ Eine leichte, warmherzige Wohlfühlgeschichte mit viel Charme und einem schönen Setting ideal zum Abschalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere