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Ullap

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2022

Berührender historischer Roman in Nachkriegszeiten

Findelmädchen
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In diesem Roman begleiten wir die Geschwister Helga und Jürgen ins Köln der Nachkriegszeit Mitte der 50er Jahre. Die beiden waren im Krieg ohne Eltern vom Vater eines Freundes herrenlos aufgefunden und ...

In diesem Roman begleiten wir die Geschwister Helga und Jürgen ins Köln der Nachkriegszeit Mitte der 50er Jahre. Die beiden waren im Krieg ohne Eltern vom Vater eines Freundes herrenlos aufgefunden und von ihm und seiner französischen Frau in deren Gutshaus in Frankreich aufgezogen worden. Nach langen Jahren konnten sie mit Hilfe des DRK-Suchdienstes endlich wieder mit ihrem aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrten Vater in Köln vereint werden.
Wir erfahren neben der Lebensgeschichte der beiden Geschwister, bei denen es insbesondere Helga nicht leicht hat, weil sie nicht ihren Kenntnissen entsprechend aufs Gymnasium darf, sondern die Haushaltsschule besuchen muss, viel über die Entbehrungen der Nachkriegszeit, aber auch über den Wiederaufbau. Der Schauplatz Köln ist vor allem für Ortsbekannte sehr gut nachvollziehbar dargestellt.
Die einzelnen Charaktere, neben den Geschwistern auch noch ihr Vater, eine miesepetrige Tante, aber auch viele junge Leute, werden sehr nah und authentisch beschrieben, so dass man mit den Personen mitfühlen und sie gut durch das Buch begleiten kann.
Dieser Roman voller schlimmer Erinnerungen handelt aber auch von Hoffnung, Zukunft und tollen Freundschaften. Ein Buch, welches mich sehr berührt hat. Es ist zwar nicht erforderlich, ich empfehle aber doch, den Vorgängerroman "Tummermädchen" zu lesen, in dem Helga und Jürgen kleine Nebenrollen spielen.

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Veröffentlicht am 29.08.2022

Spannender Thriller mit psychologischem Hintergrund

Das siebte Mädchen
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In diesem überaus spannenden Thriller begleiten wir die Protagonistin Chloe, deren Vater vor Jahren als Mörder von sechs jungen Mädchen verurteilt wurde. Chloe ist mittlerweile erwachsen und steht im ...

In diesem überaus spannenden Thriller begleiten wir die Protagonistin Chloe, deren Vater vor Jahren als Mörder von sechs jungen Mädchen verurteilt wurde. Chloe ist mittlerweile erwachsen und steht im Berufsleben, als sich das Tatmuster zu wiederholen scheint.
Sofort stellen sich dem Leser die Fragen: War der Vater vielleicht unschuldig? Handelt es sich hier um einen Nachahmungstäter? Wer ist das siebte Mädchen? Welche Rolle spielt Chloe in der ganzen Geschichte?
Die bereits mit dem düsteren Cover erzeugte Stimmung setzt sich in der Handlung fort. Der Schreibstil vermag es, absolute Spannung aufzubauen, den Leser auf verschiedenste Fährten zu locken und dennoch hat mich das Ende doch sehr überrascht.
Ich kann hier eine absolute Leseempfehlung für Thriller-Begeisterte aussprechen und vergebe für dieses gelungene Buch gerne 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Ein wunderbarer Roman in einer schwierigen Zeit

Die Köchinnen von Fenley
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Bereits das sehr schöne Cover, welches auf die Zeit hindeutet, in der das Buch spielt, machte mich neugierig auf den Inhalt.
Hier wurde ich nicht enttäuscht.
Das Thema "Kochwettbewerb mit rationierten ...

Bereits das sehr schöne Cover, welches auf die Zeit hindeutet, in der das Buch spielt, machte mich neugierig auf den Inhalt.
Hier wurde ich nicht enttäuscht.
Das Thema "Kochwettbewerb mit rationierten Lebensmitteln" gefällt mir gut, da es mal etwas ganz anderes ist.
Der leichte und warmherzige Schreibstil lassen einen sofort in die Geschichte eintauchen. Dadurch, dass die Protagonistinnen jeweils in einzelnen Kapiteln beschrieben wurden, wurden mir die "Mädels" sofort nahe gebracht. Jede für sich hat einen eigenen, durch die Autorin gut ausgearbeiteten Charakter, jede war mir auf ihre Art und Weise sympathisch. Jeder gönnt man den Sieg in dem Wettbewerb.
Insgesamt für mich ein sehr gefühlvoller und ans Herz gehender Roman, der zwar die Entbehrungen der Kriegszeit darlegt, aber auch von Hoffnung zeugt und uns auch in schwierigen Zeiten zeigt, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt ist.
Gerne eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Spannender Pageturner

Der Fjord
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Amelias Schwester Rose ist vor einiger Zeit nach dem Besuch einer Party verschwunden. Diese Party ist legendär und wird jährlich wiederkehrend auf dem Feriensitz der reichen Familie Fawley an einem norwegischen ...

Amelias Schwester Rose ist vor einiger Zeit nach dem Besuch einer Party verschwunden. Diese Party ist legendär und wird jährlich wiederkehrend auf dem Feriensitz der reichen Familie Fawley an einem norwegischen Fjord ausgerichtet. Nachdem Amelia durch einen Trick ebenfalls eine Einladung zu der aktuellen Party ergattern konnte, ist ihre Stunde gekommen, um das Verschwinden ihrer Schwester aufzuklären. Dabei begibt sie sich selbst in höchste Gefahr!
Dies ist mein erster Thriller der Autorin und ein wahrer Pageturner. Allein die in sich abgeschlossenen Location auf dem Familiensitz am Fjord geben der Geschichte bereits ein besonderes Spannungsgefühl. Zusammen mit Amelia fühlt man sich auch als LEser ständig beobachtet und verfolgt. Die Autorin hat es meisterhaft verstanden, geschickt Fährten zu legen und uns immer wieder andere Verdächtige zu präsentieren. Wer gehört zu den Guten, wer ist böse? Hierbei wurde der Spannungsfaden allmählich immer größer, ich wusste bis zum Schluss nicht, was ich glauben sollte. Vielleicht hat das meine Erwartungen an ein absolut überraschendes Ende mit einem "Wow-Gefühl" ja auch so in die Höhe getrieben, dass mich die Auflösung zwar überrascht hat, ich aber irgendwie noch mit einem kleinen bisschen mehr gerechnet habe. Ist aber Klagen auf hohem Niveau, der Thriller sorgte bei mir für viele Gänsehautmomente und ist absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Eine Reise zu sich selbst

Drei Tage im Schnee
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Es ist Winterzeit, Hannah braucht eine kurze Auszeit von ihrem hektischen Berufsalltag und mietet sich für ein paar Tage eine kleine Hütte an einem einsam gelegenen See. Dort trifft sie auf ein Mädchen ...

Es ist Winterzeit, Hannah braucht eine kurze Auszeit von ihrem hektischen Berufsalltag und mietet sich für ein paar Tage eine kleine Hütte an einem einsam gelegenen See. Dort trifft sie auf ein Mädchen namens Sophie, die ihr beibringt, wie man auch Freude an den kleinen Dingen des Lebens und der Natur finden kann. Die beiden haben viel Freude im Umgang miteinander und Sophie beginnt allmählich, in sich zu gehen und ihren bisherigen Alltagsverlauf zu reflektieren.

Die Geschichte hat mich gerade jetzt zur Winterzeit und bei leichtem Schneefall draussen vor der Tür begeistern können. Ein kleines Mädchen muss der gestressten berufstätigen Erwachsenen den Spiegel vorhalten, was wirklich wichtig ist im Leben und das es auch noch etwas Anderes abseits von Handy und E-mails gibt. Eine wunderbare Erzählung wie eine warme Umarmung im Alltag, die einen auch als Leser wieder richtig erden kann!

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