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Veröffentlicht am 12.05.2026

Gibt deine Träume niemals auf!

Die Lichter von Paris
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Inhalt:
Nach außen scheint alles perfekt. Madeleine ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet, sie hat ein schönes Zuhause in Chicago und keine finanziellen Sorgen. Dennoch ist sie nicht glücklich: ...

Inhalt:
Nach außen scheint alles perfekt. Madeleine ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet, sie hat ein schönes Zuhause in Chicago und keine finanziellen Sorgen. Dennoch ist sie nicht glücklich: Wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter ist sie gefangen in einem Leben, das aus gesellschaftlichen Verpflichtungen besteht; die eigenen Träume sind auf der Strecke geblieben.
Als Madeleine eines Tages auf dem Dachboden ihres Elternhauses die Tagebücher ihrer Großmutter entdeckt, erfährt sie Unglaubliches: Die strenge, stets auf Etikette bedachte Großmutter Margie war einst eine lebenslustige junge Frau, die der Enge des Elternhauses nach Europa ins wilde Paris der 20er Jahre entfloh, um frei und unabhängig als Schriftstellerin zu leben. Dort verliebte sie sich in einen charismatischen jungen Künstler und verbrachte einen glücklichen Sommer in der Pariser Boheme.
Von Margies Geschichte ermutigt, fasst sich Madeleine endlich ein Herz, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen …

Meine Meinung:
Ich liebe dieses Buch.
Gleich nachdem ich die Leseprobe verschlungen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.

Das Cover ist träumerisch und wunderschön, ebenso wie der Schreibstil - einfach malerisch und voller Leidenschaft.

Dieses Buch wechselt zwischen den Erzählperspektiven von Madeleine und ihrer Großmutter Margaret Brooke Pearce. Man begleitet beide Frauen auf ihrem Lebensweg und verliebt sich in die Protagonisten. Man begibt sich auf eine aufregende Reise nach Paris, mit Höhen und Tiefen - aber vor allem auf der Suche nach sich selbst.

Im Laufe der Erzählung werden die Gemeinsamkeiten der beiden Frauen deutlich, u.a. die Liebe zur Kunst.

Sie hielt die Kunst nicht für eine Sache, welcher man entwachsen kann, nur weil sie kein Teenager war. Ihre Mutter und ihr Ehemann hatten kein Verständnis dafür. Die Distanz zwischen Madeleine und ihrem Ehemann war erschreckend zu lesen. Er schränkt sie ein, wo es nur geht und gibt ihr vor, was sie zu tun und zu lassen hat.


"Die in der Öffentlichkeit demonstrierte Kühle war in unser Privatleben vorgedrungen und hatte uns auf Cocktailpartys zu Fremden werden lassen, die sich sicher waren, dass sie einander schon früher einmal begegnet waren und sich quer durch den Raum neugierige Blicke zuwarfen." (ZITAT)

Die Geschichte ist berührend und traurig, regt aber zugleich zum Nachdenken an und gibt Mut. Mut, sich an seine Träume
zu erinnern und diese nicht auf der Strecke zu lassen.

"Alles ging zu Ende, alles löste sich auf, und sie hatte das Gefühl, einen endlosen Abrund hinabzurutschen, auf das Leben zu, das sie nicht wollte, niemals gewollt hatte". (ZITAT)

Beide Protagonisten waren in ein solch exquisiten Lebensstil geboren, ohne je das Gefühl gehabt zu haben, dazuzugehören.

"Glücklich. Ich dachte daran, wie mir die Tage durch die Finger schlüpften, wie leer die Zeit verstrich. Ich empfand kein Glück, ein Leben zu leben, das ich zwar gewählt, aber nie gewollt hatte." (ZITAT)

Dieses Zitat beschreibt die Geschichte beider Frauen ziemlich gut.

Absolute Leseempfehlung meinerseits!

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Ein fesselnder Roman voller Geheimnisse und Wendungen

Die blaue Stunde
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Meine Meinung und Inhalt

Paula Hawkins, bekannt durch ihren Weltbestseller „The Girl on the Train“, überrascht mit „Die blaue Stunde“ – einem atmosphärischen spannenden Buch, der auf subtile Weise zwischen ...

Meine Meinung und Inhalt

Paula Hawkins, bekannt durch ihren Weltbestseller „The Girl on the Train“, überrascht mit „Die blaue Stunde“ – einem atmosphärischen spannenden Buch, der auf subtile Weise zwischen Roman und Krimi pendelt. Der Roman entfaltet sich langsam, doch geschickt und entführt den Leser in eine Welt voller Geheimnisse, psychologischer Tiefe und überraschender Wendungen.

Die Geschichte dreht sich um die geheimnisvolle Künstlerin Vanessa Chapman, deren Werke nach ihrem Tod mehr denn je gefeiert werden. Als in einer ihrer Skulpturen ein menschlicher Knochen entdeckt wird, beginnt der Museums-Kurator James Becker, auf Spurensuche zu gehen. Er reist auf die isolierte Gezeiteninsel Eris Island, wo Vanessas langjährige Freundin und Testamentsvollstreckerin Grace lebt. Dort entfaltet sich ein Netz aus Geheimnissen, das nicht nur die Künstlerin, sondern auch ihre Beziehungen und das Verschwinden ihres Mannes betrifft.

Hawkins versteht es meisterhaft, die Atmosphäre der Geschichte zu gestalten. Die Gezeiteninsel, die nur zu bestimmten Zeiten zugänglich ist, wird als düsterer, fast mystischer Ort beschrieben, der den perfekten Hintergrund für ein solches Geheimnis bildet. Die Natur wird in detaillierten Beschreibungen eingefangen, die das Gefühl der Abgeschiedenheit und der ständigen Bedrohung verstärken. Es entsteht ein Gefühl von Isolation, das die Spannung kontinuierlich steigert. Besonders hervorzuheben ist die geschickt eingesetzte Perspektivenvielfalt: Die Geschichte wird aus der Sicht von James Becker, der Nachlassverwalterin Grace sowie durch Vanessas Tagebucheinträge und Presseartikel erzählt. Diese wechselnden Blickwinkel liefern nach und nach neue Puzzleteile, die das Gesamtbild zusammenfügen und den Leser immer tiefer in das Netz aus Geheimnissen hineinziehen.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, was das Lesen angenehm und fesselnd macht. Durch die Erzählweise wird die psychologische Komplexität der Charaktere wunderbar zur Geltung gebracht. Vanessa, Grace und Becker sind allesamt vielschichtige Figuren, deren Beziehungen sich im Laufe des Romans zunehmend entfalten. Die Spannung baut sich langsam auf, aber sie ist konstant und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Besonders faszinierend ist der psychologische Aspekt des Romans, der die inneren Konflikte und Abhängigkeiten der Charaktere beleuchtet. Die Frage, wie viel von Vanessas Geheimnissen mit dem Knochenfund und dem Verschwinden ihres Mannes zu tun hat, zieht sich wie ein roter Faden durch die Erzählung.

Obwohl der Spannungsroman langsam und subtil beginnt, steigert sich die Handlung zu einem dramatischen Höhepunkt, der zwar nicht jedermanns Erwartungen übertrifft, aber dennoch die Spannung aufrecht erhält und die Geschichte zu einem befriedigenden Abschluss bringt.


„Die blaue Stunde“ ist ein fesselnder Roman, der nicht nur Kunstliebhaber anspricht, sondern auch all jene, die sich für komplexe menschliche Beziehungen und die dunklen Geheimnisse hinter erfolgreichen Leben interessieren. Es ist eine gelungene Mischung aus Kunst, Spannung und psychologischem Drama, die den Leser bis zur letzten Seite in ihren Bann zieht.


Inhalt

Die geheimnisumwitterte Künstlerin Vanessa Chapman ist schon lange tot, doch ihre Werke sind berühmter denn je und werden in den renommiertesten Häusern ausgestellt. Als eines Tages ein menschlicher Knochen in einer der Skulpturen Chapmans entdeckt wird, ist die Aufregung groß: Woher stammt der Knochen und wie konnte er Teil eines gefeierten Kunstwerks werden?

James Becker, der Kurator des Museums, begibt sich auf Spurensuche und reist dafür auf die abgeschiedene Gezeiteninsel Eris Island, die nur eine einzige Bewohnerin hat und weit mehr als nur eine dunkle Wahrheit verbirgt.


Über die Autorin

Paula Hawkins wurde in Simbabwe geboren und wuchs in einem Vorort von Harare auf. 1989 ging Hawkins nach London, um ihre Schulausbildung zu beenden. Sie studierte an der Oxford University Politikwissenschaften und Philosophie und arbeitete nach ihrem Abschluss als Wirtschaftsjournalistin für die Times. Nach fünfzehn Jahren Arbeit als Journalistin, widmete sich Hawkins dem Schreiben. Ihre Lieblingsautoren sind unter anderem Donna Tartt, Tana French und Gillian Flynn. Ihr erster Roman "Girl on the Train" erschien 2015 in Deutschland. Das englische Orginal feierte große Erfolge und belegte Platz eins der NY-Times Bestseller-Liste. Auch ihr weiterer Roman "Into The Water - traue keinem außer dir selbst" konnte auf Englisch sowie auf Deutsch an ihren ersten Erfolg anknüpfen und erhielt überwiegend positive Berwertungen.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Wenn ein Mensch ein ganzes Leben berührt

Fast ein Leben
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Meine Meinung

Dies war mein erstes Buch der Autorin und der Klappentext zusammen mit dem Cover hatten mich neugierig gemacht.

Die Begegnung zwischen Erica und Laure auf den Stufen von Sacré‑Cœur hat ...

Meine Meinung

Dies war mein erstes Buch der Autorin und der Klappentext zusammen mit dem Cover hatten mich neugierig gemacht.

Die Begegnung zwischen Erica und Laure auf den Stufen von Sacré‑Cœur hat mich sofort bewegt. Für mich war dieser Moment so atmosphärisch, dass er wie ein leiser Auftakt zu etwas Größerem wirkte — ein Funke, der sich durch den ganzen Roman zieht. Ein Moment der Begegnung, den man im echten Leben vllt viel zu selten erlebt.

Was mich besonders bewegt hat, ist die Art, wie die Beziehung der beiden Frauen über lange Zeit hinweg anhält. Dieses Gefühl eines „fast gelebten Lebens“ hat mich beim Lesen immer wieder bewegt. Ich habe gespürt, wie sich ihre Wege immer wieder kreuzen, wie Nähe entsteht und wieder verloren geht, und wie beide trotzdem nicht voneinander loskommen.

Die Figuren selbst habe ich als sehr menschlich / authentisch dargestellt empfunden. Erica mit ihrer Unsicherheit, ihren Entscheidungen, die sie später bereut, und Laure, die selbstbewusster wirkt, aber genauso verletzlich ist. Ihre Fehler, ihre Unzulänglichkeiten und ihre Unfähigkeit, im richtigen Moment das "Richtige zu tun", haben sie für mich glaubwürdig gemacht.

Besonders toll auch die Sprache des Romans. Manchmal hätte ich mir gewünscht, selbst über etwas mehr Französischkenntnisse zu verfügen, doch die meisten französischen Sätze lassen sich durch den Zusammenhang gut erschließen.

Die Zeitsprünge über Jahre hinweg empfand ich als fließend und klar. Die Bilder, die Atmosphäre, die Intensität der Pariser Szenen usw.... alles ist sehr ausführlich beschrieben, für meinem Geschmack manchmal etwas zu sehr, deshalb 1 Stern Abzug.

Schön zu sehen, die manche Menschen unser Leben prägen und / oder verändern.

Ein wirklich schöner Roman.

Klappentext

Laure ist Doktorandin an der Sorbonne in Paris – selbstbewusst, charmant und rebellisch. Erica, die noch versucht herauszufinden, wer sie ist, entscheidet sich für einen Auslandsaufenthalt in Frankreich. Schon bei der ersten Begegnung vor Sacré-Cœur springt der Funke über, und die beiden beginnen eine Affäre, geprägt von Eifersucht und Anziehung.

Der Sommer vergeht, Erica und Laure verlieren sich aus den Augen, doch die Erinnerung an die gemeinsame Zeit bleibt und führt die beiden über vier Jahrzehnte hinweg immer wieder zueinander. Erica geht zurück nach England, heiratet, wird Mutter und ringt mit einer Schreibblockade, während Laure mit politischen Umbrüchen und persönlichen Herausforderungen zu kämpfen hat. Mit jeder erneuten Begegnung müssen sich die beiden Frauen die Frage stellen, ob sie sich damals richtig entschieden haben. Eine Geschichte über die Leben, die wir fast gelebt hätten.


Über die Autorin

Kiran Millwood Hargrave ist eine mehrfach ausgezeichnete Sunday Times-Bestsellerautorin von elf Büchern für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihre Werke wurden in über dreißig Sprachen übersetzt, und Theater- sowie Filmadaptionen sind in Planung. Fast ein Leben ist ihr erster Roman, der bei Kein & Aber erscheint. Kiran Millwood Hargrave lebt mit ihrer Familie in Oxford..
Andrea Stumpf studierte Germanistik und Philosophie. Sie lebt als freie Übersetzerin in München. Zu den von ihr übersetzten Autorinnen und Autoren zählen neben Nicola Upson u. a. Jessica Anthony, Annie Proulx, David Graeber und Louise Penny..
Gabriele Werbeck hat Amerikanistik und Germanistik studiert. Sie lebt und arbeitet als freie Lektorin und Übersetzerin von literarischen und wissenschaftlichen Texten in München. Sie ist u.a. die Übersetzerin von Nicola Upson, Jessica Anthony und Louise Penny. (Quelle Thalia)

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Veröffentlicht am 30.04.2026

YA-Pageturner!

Revenge
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Meine Meinung

"Panik erfasst mich und ich erinnere mich an das Quiet­schen der Bremsen und an den Knall. Der dumpfe Knall,
wenn ein Körper von einem Auto gerammt wird und dann ein zweites Mal, ...

Meine Meinung

"Panik erfasst mich und ich erinnere mich an das Quiet­schen der Bremsen und an den Knall. Der dumpfe Knall,
wenn ein Körper von einem Auto gerammt wird und dann ein zweites Mal, wenn er auf Asphalt aufschlägt. Ich sehe mich durch ein Waldstück rennen, unter mei­nen Schuhen knacken Äste, meine Lunge brennt. " (ZITAT)

"Revenge" von Svenja Diel ist ein unglaublich fesselnder YA-Spannungsroman, der auf keiner Seite langweilig ist.

Man kommt nach den ersten Seiten sofort in eine Sogwirkung, denn die Spannung baut sich ohne Umwege auf, und dieses Gefühl, dass jederzeit etwas kippen kann, hat mich durchgehend begleitet, ebenso die düstere, angespannte Stimmung.

Der Schreibstil ist schnell, klar und direkt. Die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel haben mich durch die Seiten gezogen. Die Mischung aus Gegenwart und Rückblenden hat für mich gut funktioniert.

Die Themen - Triggerwarnung – Schuld, Trauma, Missbrauch, Rache – sind schwer und das Buch hat auch eine gewisse Verantwortung.

Was mir besonders hängen geblieben ist, ist die Art, wie das Buch zeigt, wie schnell Jugendliche in Situationen geraten können, die größer sind als sie selbst. Die Beziehungen – brüchig, neu, toxisch, unterstützend – wirken sehr real. Ebenso wie die Charaktere reagieren.

Klappentext

Ein Schuss in der Tankstelle, ein Leben zwischen Angst und Adrenalin: Liv, Sara und Vince werden in Köln von einem brutalen Verbrechen aus ihrem Alltag gerissen. Während die Polizei ermittelt, kämpfen die Jugendlichen mit Schuld, Gewalt und den Folgen von Missbrauch. Freundschaft wird zur Rettung, aber auch zur Zerreißprobe – und niemand weiß, wem er noch trauen kann. Die Geschichte zieht dich mitten hinein in die Dunkelheit, in die fieberhafte Suche nach Antworten und in die Abgründe der eigenen Vergangenheit. Jede Entscheidung kann alles verändern. Jede Wahrheit ist gefährlich.

Über die Autorin

Svenja Diel, Jahrgang 1985, ist in Aschaffenburg aufgewachsen. In ihren Thrillern erschafft sie komplexe Charaktere, die einem so nahekommen, dass man sie nicht mehr loslassen will. Sie lebt und arbeitet in Köln, wo sie unter anderem für eine bekannte deutsche TV-Serie schreibt. Quelle: Verlag / vlb


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Veröffentlicht am 28.04.2026

starkes Romandebüt

Alles ganz schlimm
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Meine Meinung

Ich selbst habe meine 20iger "überlebt" und war natürlich total neugierig auf das Buch, nachdem ich den Klappentext gelesen und das tolle auffallende Cover gesehen hatte.

Ich hatte im ...

Meine Meinung

Ich selbst habe meine 20iger "überlebt" und war natürlich total neugierig auf das Buch, nachdem ich den Klappentext gelesen und das tolle auffallende Cover gesehen hatte.

Ich hatte im Roman oft das Gefühl, einer Person dabei zuzusehen, wie sie versucht, in ihrem eigenen Leben Halt zu finden. Sicherliche kennen viele von uns solche Phasen der "Unklarheit" / "Unsicherkeit". Diese Momente wo man "alles ganz schlimm findet" und nichts richtig gut läuft.

Die Protagonistin Susanne wirkt gleichzeitig stark und verletzlich. Sie kämpft mit alten Erfahrungen, Erwartungen von außen und mit einer Szene, die sehr schnell urteilt, aber selten wirklich zuhört.

Der Moment, in dem eine Freundin ihren Text übernimmt und als eigenen ausgibt, ist für mich der Kern des Romans. Beim Lesen schon allein hätte ich am liebsten wegschauen wollen. Dieser Verrat war so spürbar. Pustets Sprache ist klar und nah an Susannes Gedanken.

Für mich ist "Alles ganz schlimm" ein Roman über Verletzlichkeit, über Zugehörigkeit und darüber, wie schwer es sein kann, die eigene Geschichte zu behaupten.

Klappentext

Susanne hat ihre Zwanziger überlebt, sich ein Leben aufgebaut, eigentlich läuft alles ganz gut. Doch irgendwie schleichen sich immer wieder Konflikte in ihre Freundschaften und Romanzen, entstehen Brüche und Intrigen, wird ihr Umfeld immer mehr zu einem Spielfeld, dessen Regeln sie nicht versteht. Das Gefühl der Leere lässt Raum für Erinnerungen, und Susanne beginnt, über ein lang vergessenes Kapitel ihrer jungen Erwachsenenjahre zu schreiben: ihre Zeit als Prostituierte. Der Text entwickelt ungeahnte Durchschlagskraft, als eine Freundin ihn stiehlt und als ihren veröffentlicht – und sich damit nicht nur ihre Gedanken, sondern auch ihr Trauma aneignet. Es folgen Gerüchte, Statements, Shitstorms, die Susanne schließlich zum Abbruch des Lebens bringen, das ihre innere Unruhe in Schach hielt. Bei ihrer Familie sucht sie Ruhe und Halt. Doch schleichend klopft die Befürchtung an, dass gerade hier der Ort liegt, der alles zum Zerspringen bringt …

Über die Autorin

Julia Pustet ist Autorin, Musikerin und immer: Antifaschistin. In den Sozialen Medien schreibt sie über Intersektionalität, Feminismus und Antisemitismus in der linken Szene. Nach zahlreichen Veröffentlichungen, u. a. im Kaput-Magazin, erscheint mit „Alles ganz schlimm“ (September 2025) das emotionale und starke Romandebüt.

Quelle: Verlag / vlb



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