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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

„Freilich liegen die Themen auf der Straße, sagte der Dichter. Da müßte ich aber erst wieder einmal zu Fuß gehen...

Die Straße
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Ich finde die Bücher von Robert Seethaler sprechen für sich, er schreibt mit seiner ganz eigenen Sprache mit hohem Wiedererkennungswert und Einfühlungsvermögen. Die Straße in diesem Buch könnte so in jeder ...

Ich finde die Bücher von Robert Seethaler sprechen für sich, er schreibt mit seiner ganz eigenen Sprache mit hohem Wiedererkennungswert und Einfühlungsvermögen. Die Straße in diesem Buch könnte so in jeder Stadt auf jedem Land sein, es wird sie überall geben und dennoch lädt sie den Leser ein, gerade in dieser Straße für einen Moment dabei zu sein, den Menschen, die dort wohnen und sich eigentlich gar nicht richtig kennen zu begegnen und für einen kleinen Moment teil ihres Lebens zu werden. Ich denke, die Geschehnisse im Buch sind ein wenig an Metaphern angelehnt. Dinge, die das Leben ausmachen und die Seethaler in schnörkelloser Sprache widerspiegelt. Und er zeigt auf, dass Menschen leben, da sind, Abschied nehmen müssen, etwas hinterhertrauern, es zeigt Neubeginn, ein Miteinander, Einsamkeit, vieles, was das Leben verlangt und was jeder kennt, ein Leben mit seinen ganz eigenen kleinen und größeren Dingen. Ein Buch was mich sehr berührt hat und ich sehr gerne gelesen habe. Hast Du schon von … gehört, nee was denn, macht Zweiachsig, ja dann. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Le mur des je t’aime - Mauer der Liebe

Fast ein Leben
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Paris, die Stadt der Liebe mit ihrem französischem Charm und wenn man an Montmartre-Viertel denk mit der „Mauer der Liebe“ (Le mur des je t’aime) wo in 311 mal in 250 Sprachen „Ich liebe Dich“ steht ist ...

Paris, die Stadt der Liebe mit ihrem französischem Charm und wenn man an Montmartre-Viertel denk mit der „Mauer der Liebe“ (Le mur des je t’aime) wo in 311 mal in 250 Sprachen „Ich liebe Dich“ steht ist man mitten drin spürt die Romantik, den französischen Lebensstiel, der Leichtigkeit eines Sommers, einer Stadt, die perfekt scheint für den beginn einer großen Liebe. Die Geschichte beginnt sprichwörtlich Mittendrinn, als Erica und Laure sich 1978 auf den Stufen des Sacré-Cœur in Paris begegnen. Erst fand ich musste man sich ein wenig einfühlen in die Zeit, es war mir zu viel Alkohol, Nikotin und Sex, freie Liebe, komplizierte Liebe, eigentlich jeder mit jedem und ich konnte es gar nicht einordnen, es machte den Eindruck, als wenn alles egal ist und man das Leben einfach nur genießt, was ja nicht falsch ist. Dann entwickelte sich die Geschichte weiter und es wurde ein Buch, was mir lange Nächte beschert hat, man konnte einfach nicht aufhören zu Lesen. Die Geschichte beider Frauen trägt sich über vier Jahrzehnte und immer wieder kreuzen sich ihre Wege, flammt Leidenschaft neu auf, aber auch das Gefühl von verpassten Chancen und eben andere Wege, die das Leben manchmal einschlägt. Eine ergreifende Geschichte, sehr warmherzig, offen und direkt geschrieben, ein Buch wo man eintauchen kann, und sich nachher mit der Frage auseinander setzten muss, was habe ich in meinem Leben verpasst, welche Chancen vielleicht nicht genutzt, aber bloß nicht melancholisch werden, ein Buch was ein so schnell nicht mehr loslässt, ein Buch für den kommenden Sommer, erschienen bei Kein & Aber. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Liebe ist Glut, Hass ist Kälte. Sehnsucht und Angst sind Feuer und Eis

39 Grad
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Feuer und Eis.. Nach dem eiskalten Thriller „Minus 22“ Grad kommt der Leser nun bei 39 Grad ins schwitzen und das wortwörtlich, das Buch reist den Leser sofort in die Geschichte, es gibt keine lange Einleitung, ...

Feuer und Eis.. Nach dem eiskalten Thriller „Minus 22“ Grad kommt der Leser nun bei 39 Grad ins schwitzen und das wortwörtlich, das Buch reist den Leser sofort in die Geschichte, es gibt keine lange Einleitung, die gruseligen Ereignisse reihen sich aneinander, und es bleibt spannend bis zur letzten Seite. Auch bekannte Figuren und Schauplätze aus „Minus 22 Grad“ tauchen wieder auf. Damit auch die Fragen muss man vorher „Minus 22“ Grad gelesen haben um dieses Buch zu verstehen, nein, man muss nicht, aber man sollte, sonst entgeht einem ein tolles Buch. „Minus 22 Grad hat mich schon sehr begeistert, ich persönlich finde aber, dass 39 Grad noch besser gelungen ist, Quentin Peck hat seine ganz eigene Sprache, Ausdruck und Schreibweise mit hohem Wiedererkennungswert, ein rundum gelungener Thriller, begeben sie sich auf die Suche nach dem Mörder, oder ist er bereits in ihrer Nähe und sie in Gefahr? Ich persönlich warte bereits auf ein nächste Buch, vielleicht ist es schon in Arbeit. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Wenn du weit genug reist, begegnest du dir selbst

Zugvögel wie wir
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Ein Satz heißt, man kann nicht vor sich selber davonlaufen, weil, man nimmt sich immer mit. Die Protagonistin in diesem Buch scheint auch vor etwas davonzulaufen, es wirkt wie spontan, dabei wird ihr Gefühl ...

Ein Satz heißt, man kann nicht vor sich selber davonlaufen, weil, man nimmt sich immer mit. Die Protagonistin in diesem Buch scheint auch vor etwas davonzulaufen, es wirkt wie spontan, dabei wird ihr Gefühl sie schon lange dazu aufgefordert haben, tu was. Eva besucht eine Freundin in Schweden, sieht das Naturwunder der Kraniche und beschließt spontan sich ihnen anzuschließen und sie bis Frankreich mit dem Fahrrad zu begleiten. Besonders ein kleines Kranichkind, was sie gefunden hat, was gechipt wurde und sie über eine App sieht wo es gerade hinfliegt. Eva scheint in einer schwierigen Verfassung, sieh hat auf ihrer Arbeit eine Abfindung bekommen, sie ist geschieden und das Verhältnis zu ihrer Tochter ist angespannt. Ein Satz aus dem Text ist „Eine Stille, die zu groß ist, um mich in ihr zu ertragen“. Mich hat dieses Buch getragen, der Schreibstiel ist einfach, aber tiefgründig, irgendwie erzählt es in Metaphern was in Evas Leben geschehen ist. Sie fährt einen verletzten Kranichkind hinterher, ist das Sinnbildlich für ihre Tochter, hat sie sie verletzt? Sie quält sich Berge hoch und runter, wie das im Leben eben so ist, es geht immer wieder hoch, aber auch leider wieder runter, Hauptsache ist, man bleibt in Bewegung. Begegnet einem jungen Mann und sieht in ihm ihren möglichen Sohn? Eva ist umtrieben, scheint jegliche Träume und Kraft verloren zu haben. Aber wann ist eine Sache verloren? Die Probleme die Eva so belasten werden im Laufe der Geschichte mit eingewoben, für mich als Leser war es oft so, dass man den Eindruck hatte, man selber muss innehalten um weiteratmen zu können. Das Ende des Buches finde ich persönlich stimmig, das Cover gefällt mir sehr gut, diese warmen, tragenden Farben haben einen Schein von Hoffnung, Bewegung und Leben. Es gibt diejenigen, die reisen, um sich zu verirren, es gibt diejenigen, die reisen, um sich selbst zu finden, besangt ein Sprichwort, gefunden hat sich Eva nicht, aber sie wird einige Schritte schaffen, und wer weiß, oft braucht es gar nicht die große Veränderung, sondern einfach mal einen Blick in die andere Richtung, Dinge annehmen um letztendlich etwas loslassen zu können. Ich durfte vorher „Unter Wasser ist es still“ lesen, ein Buch was mich schon sehr begeistert hat, „Zugvögel wie wir“ ist wärmend und tragend und macht bereits jetzt Lust auf ein weiteres Buch der Autorin. Kleine Anmerkung, schon Albert Einstein hat gesagt, "Das Leben ist wie ein Fahrrad. Um das Gleichgewicht zu halten, muss man sich vorwärtsbewegen". Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Kommt der Gockel untern Trecker, gibt es morgen keinen Wecker!

Mirabellentage
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Ein Buch, das dem Leser bereits einen Hauch von Sommerwind um die Nase wehen lässt. Eine Geschichte des kleinen Dorfes Blumenfeld, irgendwo im nirgendwo. Eigentlich eine ganz gewöhnliche Geschichte, es ...

Ein Buch, das dem Leser bereits einen Hauch von Sommerwind um die Nase wehen lässt. Eine Geschichte des kleinen Dorfes Blumenfeld, irgendwo im nirgendwo. Eigentlich eine ganz gewöhnliche Geschichte, es beschreibt das Leben der Dorfbewohner, beginnt damit, dass der Pfarrer des Ortes verstirbt und ein neuer sofort aus Rom gesandt wird, plus passenden Spekulationen der Dorfbewohner dazu. Ein tolles Buch, das den Leser nicht loslässt, man konnte es schwer aus der Hand legen. Der Autorin gelingt es durch eine humorvoll beschwingte Schreibweise, ohne die Ernsthaftigkeit der Geschichte zu verlieren alltägliches zu erzählen. An der ein oder anderen Stelle kann man als Leser sehr schmunzeln, wenn es zum Beispiel besser gewesen wäre genauer hinzusehen, dass man Kneipe nicht mit dopple P schreibt, was dazu führt, dass das Dorf seitdem eine Laientheatergruppe hat. Der Gemeinde schon mal ein Suppenrezept auf Italienisch als Lateinische Predigt untergejubelt wird, aber alle sind begeistert und letztendlich, warum die Messdiener nur mit Fahrradhelm zur Messfeier kommen. Man ist als Leser mittendrinn, man riecht den Sommer, schmunzelt mit den Dorfbewohnern und wird dennoch manchmal nachdenklich. Ein Buch was, und das ist heutzutage mehr wie wichtig das Leben für den Moment des Lesen etwas leichter macht. Ich habe es sehr gerne gelesen und werde das sicherlich auch noch einmal tun, natürlich nachdem ich Mirabellenmarmelade gekocht habe, die sollte man dazu genießen. Liebe Grüße

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