Der Klappentext ,das bunte Cover und natürlich auch der Farbschnitt haben mein Interesse auf das Buch geweckt. Denn sie gaben Aussicht auf einen facettenreichen Einblick in die Welt der Glasmacher in Murano.
Diese ...
Der Klappentext ,das bunte Cover und natürlich auch der Farbschnitt haben mein Interesse auf das Buch geweckt. Denn sie gaben Aussicht auf einen facettenreichen Einblick in die Welt der Glasmacher in Murano.
Diese wurde im Buch zwar gut geschildert, doch mit dem Erzählstil hatte ich bis zuletzt meine Probleme. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte, die die Hauptfiguren durchleben. Leider führte das dazu, dass die Erzählung sehr allgemein und wenig detailliert erfolgte. Die Figuren hätten meiner Ansicht nach ein bisschen mehr Tiefe vertragen und auch über das Buch hinweg wäre eine Charakterentwicklung nicht schlecht gewesen.
Das Einfließen italienischer Begriffe hätte es für mich an manchen Stellen nicht unbedingt gebraucht, da es während des Lesens umständlich war, diese immer am Ende des Buches nachzuschlagen. Man "fällt" dann auch irgendwie immer ein wenig aus der Geschichte.
Ich möchte gleich vorne weg schicken: vielleicht bin ich einfach nicht die Zielgruppe dieses Buchs. Ich bin deutlich, deutlich jünger als die Autorin und wahrscheinlich kommt mir deshalb manches echt ein ...
Ich möchte gleich vorne weg schicken: vielleicht bin ich einfach nicht die Zielgruppe dieses Buchs. Ich bin deutlich, deutlich jünger als die Autorin und wahrscheinlich kommt mir deshalb manches echt ein wenig aus der Welt gefallen vor. Allen voran der Aspekt, dass eine Frau, die sich auf einem eigentlich so hohen intellektuellen Level mit Beziehungen und (tradierten) Rollenbildern auseinandersetzt, sich doch wiederholt ihrem Ehemann so weit unterordnet.
Vom Grundgedanken gefiel mir die Idee ein Buch zu lesen, dass eine Balance zwischen autobiographischen Elementen, soziologischen Aspekten und eben einer Art Selbstreflexion der Autorin versucht. Auch die Covergestaltung empfinde ich als durchaus gelungen und zur Geschichte passend.
Aber leider ist diese analytische Haltung mit der an die Geschehnisse herangegangen wird an vielen Stellen eher Schwäche als Stärke der Geschichte. Diese konsequente Distanz und Nüchternheit mit der Brinkgreve ihre eigene Verletzlichkeit beschreibt, führt für mich an einigen Stellen zu einer fast schon emotionalen Kälte. Die Gedankengänge werden leider, selbst wenn sie an wiederholter Stelle leicht verändert auftreten, nur sehr lose aneinandergereiht, ebenso wie die soziologischen Beobachtungen auf die ich mich eigentlich gefreut hatte. Auch der Aspekt, dass es sich hier mehr oder weniger um ein autobiographisches Werk handelt, Brinkgreves Perspektive auf all die Ereignisse also stark von ihrem sozialen und kulturellen Umfeld geprägt ist, erschwert den Lesegenuss für mich leider. Denn durch die Tatsache, dass diese Umstände an keiner Stelle wirklich mal ernsthaft hinterfragt oder reflektiert werden, hab ich einfach das Gefühl, dass ich zu jung und zu sehr in einer aufgeklärten Welt aufgewachsen bin, um ihrer Geschichte wirklich nachfühlen zu können.
Fazit meinerseits: ich glaube, es ist eine Mischung von der Schreibstil und die Art zu erzählen sagen mir nicht zu und ich bin einfach zu weit von der beschriebenen Lebensrealität entfernt. Die Geschichte mag sicherlich ihre Liebhaber haben, die Grundidee ist ja auch gut, aber eben einfach nicht für mich.
Ich kannte die Autorin bisher nur vom Namen und hatte eigentlich auch recht viel Gutes über ihre Bücher gehört, weswegen vielleicht auch meine Erwartungen dementsprechend hoch waren.
Ich würde sagen alles ...
Ich kannte die Autorin bisher nur vom Namen und hatte eigentlich auch recht viel Gutes über ihre Bücher gehört, weswegen vielleicht auch meine Erwartungen dementsprechend hoch waren.
Ich würde sagen alles in allem kann man das Buch damit beschreiben, dass es sich von klassischen Thrillern abhebt. Statt auf spektakuläre Action oder blutige Details setzt Fossum auf psychologische Tiefe und eine stille, fast bedrückende Atmosphäre. Die Geschichte dreht sich um das Verschwinden eines jungen Mädchens und die Ermittlungen von Kommissar Feber, das Kind (hoffentlich) rechtzeitig wieder nachhause zu bringen.
Die Stimmung wird auch wirklich schön aufgebaut, der Schreibstil ist darauf ausgelegt mit wenigen Worten dennoch eine eindrückliche Atmosphäre aufzubauen. Für mich persönlich wurde daraus aber zu wenig gemacht, der Spannungsbogen bleibt überwiegend sehr flach und die langwirigen Dialoge erschweren das Lesen zusätzlich. Auch die Charakterzeichnungen sind leider an manchen Stellen, gerade wenn es um die sechsjährige Kandis geht, nicht wirklich authentisch ( es gibt einige Passagen, bei denen ich mir gedacht hab: so denkt/spricht/handelt kein Mädchen in diesem Alter ) Und leider hat auch das Ende nicht die erhoffte Auflösung ergeben, sondern eher sehr viel offen gelassen, von dem ich mir zwischendrin schon gedacht hatte, dass diese Masse an Nebensträngen wahrscheinlich eher kontraproduktiv sein wird.
Insgesamt leider kein Buch, dass mich nachhaltig fesseln konnte, zu viel Unrealistisches, das ohne die für mich in einem Krimi eigentlich unvermeintliche Spannung aneinander gereiht wurde.
Der Klappentext hat mich hier sehr angesprochen und gerade auch die Erwähnung von "Black Mirror", das ich wirklich super interessant fand, hat mich dann noch etwas mehr dazu gebracht diese Geschichte lesen ...
Der Klappentext hat mich hier sehr angesprochen und gerade auch die Erwähnung von "Black Mirror", das ich wirklich super interessant fand, hat mich dann noch etwas mehr dazu gebracht diese Geschichte lesen zu wollen.
Atmosphärisch ist sie, zumindest zu Beginn auch noch super fesselnd, es erinnert tatsächlich ein wenig an "Black Mirror" und man fühlt sich in seiner "Beobachterrolle" teilweise echt schon ein bisschen unwohl. Leider verläuft sich das mit dem Fortschreiten der Geschichte weitestgehend.
Irgendwann fühlt man sich dann nur noch unwohl und auch das Verhalten der Hauptfigur wird mMn. immer unnachvollziehbarer. Anfangs trug mich noch die Hoffnung, dass ich in weiteren Verlauf noch verstehen würde, warum sie manches auf die eine oder andere Weise tut/ sagt, aber leider stellte sich der Punkt der Verständnis nicht wirklich ein. Und gerade bei so einem Buch hätte das für mich schon nochmal gewonnen, wenn es einfach tiefgreifender (und) emotional gewesen wäre. Ich verstehe, dass man in so einer Situation wie sie sie gerade durchlebt nicht immer rational und überlegt handelt, aber mit diesem Umstand alles rechtfertigen zu wollen ist meiner Ansicht nach falsch. Denn es wären ja Menschen um sie herum, die ihr helfen wollen würden, sie stößt sie aber (für mich weitestgehend grundlos) weg.
Und auch leider wirkt die insgesamte Handlung ab einem gewissen Punkt eher repetativ und nur noch "höher, schneller, weiter, absurder".
Alles in allem eine Idee und Stimmung aus der mal super viel machen hätte können, leider aber eine Hauptfigur geschaffen hat, deren Verhalten nur schwer nachvollziehbar ist und deren insgesamte Handlung für mich auch nur über die ersten Kapitel gut getragen hat.
Vom Cover her war ich zunächst echt angetan, der Farbschnitt und die gesamte Farbgestaltung sind gerade für eine Sports Romance mit (vermeintlichem) Eishockey Bezug gut gelungen. Auch wenn im Buch dann ...
Vom Cover her war ich zunächst echt angetan, der Farbschnitt und die gesamte Farbgestaltung sind gerade für eine Sports Romance mit (vermeintlichem) Eishockey Bezug gut gelungen. Auch wenn im Buch dann leider nur sehr wenig wirklich von Sport Aspekten verarbeitet wird. Und ich muss sagen, ein bisschen befremdlich finde ich es schon auch, dass da jetzt extra so Sticker/Banner mit "Ohne KI" (zumindest online) hinzugefügt werden, sollte das nicht selbstverständlich sein ? Aber gut, das ist ein ganz anderes Thema...
Meine Erwartungen an dieses Buch waren ehrlich schon gut hochgesteckt, gerade in dem Hype rund um Romances aus diesem Bereich irgendwie ja auch nicht verwunderlich. Ich muss aber leider sagen, dass mich hier etwas ganz Anderes, es triffts fast perfekt, überrumpelt hat. Angesichts der Kürze des Buches war mir schon klar, dass nicht lange um den heißen Brei herum geredet werden wird, aber so rasand und in dieser Intensität hätte ich trotzdem nicht mit dem Spice gerechnet. Und dabei hat mich eigentlich gar nicht so sehr gestört, dass es schon so früh zur Sache ging, sondern eher, dass Cammie, die uns in den ersten Seiten als total introvertiert und schüchtern vorgestellt wird innerhalb so weniger Seiten eine nahezu 180 ° Drehung vollführt, was für mich leider sehr an der Authentizität und Nachvollziehbarkeit der Geschichte genagt hat. Chase hatte da schon eine etwas besser nachzuverfolgende Entwicklung, auch wenn ich ihn zwischendrin echt gerne geschüttelt und geschriehen hätte: "Denk nach! Kommunizier doch ordentlich" Da hat mir Brody ( ein Freund) von ihm von den Charakterzügen und vom allgemeinen Gehabe her schon viel eher zugesagt. Mehr Tiefgründigkeit, zwischendrin auch mal mehr mit dem Kopf als mit anderen Körperteilen denken, er hat einfach eine gute Balance mit sich gebracht. Ein wenig versöhnt hat das Ende mich dann schon auch noch, mit kleinen Schritten wird die Beziehung realistischer und nachvollziehbarer, man kann auch die Entwicklung von Cammie und Chase besser verstehen, aber leider wurde das am Anfang schon so mit einem überhöhten Tempo erschwert, dass ich insgesamt leider sagen muss, dass es kein Buch war, das ich unbedingt erneut lesen müsste.
Ich kann mir vorstellen, dass es Personen gefällt, die allgemein Bücher dieser Art, bei denen ein zügiges Tempo ohne zunächst eine klare Nachvollziehbarkeit erkennen zu lassen vorgelegt wird, mögen. Und man sollte sich bewusst sein, dass Sport Romance hier nur sehr am Rande passt, in den letzten Kapitel ein bisschen...