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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2025

Naja, nette Idee semi gut umgesetzt

Das Geheimnis der Glasmacherin
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Der Klappentext ,das bunte Cover und natürlich auch der Farbschnitt haben mein Interesse auf das Buch geweckt. Denn sie gaben Aussicht auf einen facettenreichen Einblick in die Welt der Glasmacher in Murano.
Diese ...

Der Klappentext ,das bunte Cover und natürlich auch der Farbschnitt haben mein Interesse auf das Buch geweckt. Denn sie gaben Aussicht auf einen facettenreichen Einblick in die Welt der Glasmacher in Murano.
Diese wurde im Buch zwar gut geschildert, doch mit dem Erzählstil hatte ich bis zuletzt meine Probleme. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte, die die Hauptfiguren durchleben. Leider führte das dazu, dass die Erzählung sehr allgemein und wenig detailliert erfolgte. Die Figuren hätten meiner Ansicht nach ein bisschen mehr Tiefe vertragen und auch über das Buch hinweg wäre eine Charakterentwicklung nicht schlecht gewesen.
Das Einfließen italienischer Begriffe hätte es für mich an manchen Stellen nicht unbedingt gebraucht, da es während des Lesens umständlich war, diese immer am Ende des Buches nachzuschlagen. Man "fällt" dann auch irgendwie immer ein wenig aus der Geschichte.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Für mich leider ein unbefriedigender Versuch.

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Ich möchte gleich vorne weg schicken: vielleicht bin ich einfach nicht die Zielgruppe dieses Buchs. Ich bin deutlich, deutlich jünger als die Autorin und wahrscheinlich kommt mir deshalb manches echt ein ...

Ich möchte gleich vorne weg schicken: vielleicht bin ich einfach nicht die Zielgruppe dieses Buchs. Ich bin deutlich, deutlich jünger als die Autorin und wahrscheinlich kommt mir deshalb manches echt ein wenig aus der Welt gefallen vor. Allen voran der Aspekt, dass eine Frau, die sich auf einem eigentlich so hohen intellektuellen Level mit Beziehungen und (tradierten) Rollenbildern auseinandersetzt, sich doch wiederholt ihrem Ehemann so weit unterordnet.

Vom Grundgedanken gefiel mir die Idee ein Buch zu lesen, dass eine Balance zwischen autobiographischen Elementen, soziologischen Aspekten und eben einer Art Selbstreflexion der Autorin versucht. Auch die Covergestaltung empfinde ich als durchaus gelungen und zur Geschichte passend.
Aber leider ist diese analytische Haltung mit der an die Geschehnisse herangegangen wird an vielen Stellen eher Schwäche als Stärke der Geschichte. Diese konsequente Distanz und Nüchternheit mit der Brinkgreve ihre eigene Verletzlichkeit beschreibt, führt für mich an einigen Stellen zu einer fast schon emotionalen Kälte. Die Gedankengänge werden leider, selbst wenn sie an wiederholter Stelle leicht verändert auftreten, nur sehr lose aneinandergereiht, ebenso wie die soziologischen Beobachtungen auf die ich mich eigentlich gefreut hatte. Auch der Aspekt, dass es sich hier mehr oder weniger um ein autobiographisches Werk handelt, Brinkgreves Perspektive auf all die Ereignisse also stark von ihrem sozialen und kulturellen Umfeld geprägt ist, erschwert den Lesegenuss für mich leider. Denn durch die Tatsache, dass diese Umstände an keiner Stelle wirklich mal ernsthaft hinterfragt oder reflektiert werden, hab ich einfach das Gefühl, dass ich zu jung und zu sehr in einer aufgeklärten Welt aufgewachsen bin, um ihrer Geschichte wirklich nachfühlen zu können.

Fazit meinerseits: ich glaube, es ist eine Mischung von der Schreibstil und die Art zu erzählen sagen mir nicht zu und ich bin einfach zu weit von der beschriebenen Lebensrealität entfernt. Die Geschichte mag sicherlich ihre Liebhaber haben, die Grundidee ist ja auch gut, aber eben einfach nicht für mich.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Konnte mich leider nicht überzeugen

Ein stilles Mädchen
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Ich kannte die Autorin bisher nur vom Namen und hatte eigentlich auch recht viel Gutes über ihre Bücher gehört, weswegen vielleicht auch meine Erwartungen dementsprechend hoch waren.

Ich würde sagen alles ...

Ich kannte die Autorin bisher nur vom Namen und hatte eigentlich auch recht viel Gutes über ihre Bücher gehört, weswegen vielleicht auch meine Erwartungen dementsprechend hoch waren.

Ich würde sagen alles in allem kann man das Buch damit beschreiben, dass es sich von klassischen Thrillern abhebt. Statt auf spektakuläre Action oder blutige Details setzt Fossum auf psychologische Tiefe und eine stille, fast bedrückende Atmosphäre. Die Geschichte dreht sich um das Verschwinden eines jungen Mädchens und die Ermittlungen von Kommissar Feber, das Kind (hoffentlich) rechtzeitig wieder nachhause zu bringen.

Die Stimmung wird auch wirklich schön aufgebaut, der Schreibstil ist darauf ausgelegt mit wenigen Worten dennoch eine eindrückliche Atmosphäre aufzubauen. Für mich persönlich wurde daraus aber zu wenig gemacht, der Spannungsbogen bleibt überwiegend sehr flach und die langwirigen Dialoge erschweren das Lesen zusätzlich. Auch die Charakterzeichnungen sind leider an manchen Stellen, gerade wenn es um die sechsjährige Kandis geht, nicht wirklich authentisch ( es gibt einige Passagen, bei denen ich mir gedacht hab: so denkt/spricht/handelt kein Mädchen in diesem Alter ) Und leider hat auch das Ende nicht die erhoffte Auflösung ergeben, sondern eher sehr viel offen gelassen, von dem ich mir zwischendrin schon gedacht hatte, dass diese Masse an Nebensträngen wahrscheinlich eher kontraproduktiv sein wird.

Insgesamt leider kein Buch, dass mich nachhaltig fesseln konnte, zu viel Unrealistisches, das ohne die für mich in einem Krimi eigentlich unvermeintliche Spannung aneinander gereiht wurde.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Leider nicht mein Fall

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die Grundidee des Buches, die in Cover und Klappentext bereits skizziert wurde, wirkte auf mich zunächst sehr spannend und auch die Verbindung verschiedener Genres weckte meine Neugier.

Leider konnte ...

Die Grundidee des Buches, die in Cover und Klappentext bereits skizziert wurde, wirkte auf mich zunächst sehr spannend und auch die Verbindung verschiedener Genres weckte meine Neugier.

Leider konnte dieser Eindruck nicht über die ersten Kapitel hinaus gehalten werden. Der Schreibstil, der sicherlich seine Liebhaber hat wirkte auf mich leider häufig eher bemüht klug/ intellektuell, dabei aber auf einer emotionalen Ebene eher blass, fast schon leer, was der erzählerischen Spannung und dem insgesamten Inhalt leider nicht gut tut. Da können es auch die eingestreuten "Schmunzel-Stellen" nicht mehr rausreißen.
Was ich zusätzlich noch als sehr schade empfinde ist, dass die historischen Elemente häufig eingeführt werden und dann aber ( für meinen Geschmack) viel zu schnell wieder in den Hintergrund rücken.

Insgesamt hab ich irgendwie das Gefühl, dass hier etwas zu viel gewollt wurde, dass die Verbindung der einzelnen Genre-Elemente leider häufig eher ins unangehm Absurde als ins Spannende resultiert hat, was durchaus schade ist, weil die Grundidee meines Erachtens nach schon einiges an Potential gehabt hätte, was aber nicht erfolgreich genutzt wurde.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Leider verschenktes Potential

Breaking Your Code
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Inhaltlich überzeugt der Roman im ersten Moment mit seiner Grundidee und dem etwas spielerischen Umgang mit Themen wie Gerechtigkeit, Loyalität und Systemkritik. Kritisch anzumerken ist jedoch der Einstieg: ...

Inhaltlich überzeugt der Roman im ersten Moment mit seiner Grundidee und dem etwas spielerischen Umgang mit Themen wie Gerechtigkeit, Loyalität und Systemkritik. Kritisch anzumerken ist jedoch der Einstieg: es handelt sich um einen eher schleppenden Beginn und auch Vorhersehbarkeit der Handlung wird leider sehr früh sehr deutlich. Erst in der zweiten Hälfte gewinnt die Geschichte etwas an Dynamik und emotionaler Tiefe, aber da ist es meiner Meinung nach viel zu spät, auch weil die Charaktere bis dahin nicht wirklich gut ausgearbeitet sind ( man hätte so viel aus Scarlett als Hackerin in einem eher männlich dominierten Bereich machen können )

Die Grundidee klang insgesamt spannend, doch die Umsetzung blieb blass. Die Handlung wirkte stellenweise auf mich unlogisch und zog sich durch lange Passagen ohne echten Höhepunkt. Auch die Figuren blieben oberflächlich – ihre Entscheidungen waren oft schwer nachvollziehbar, was es schwierig machte, eine emotionale Bindung aufzubauen. Der Schreibstil ist zwar flüssig, aber insgesamt fehlt es dem Buch an Tiefe und Spannung. Schade, denn das Potenzial war durchaus da.

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