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Veröffentlicht am 15.05.2026

Nett, aber oberflächlich

The Wolf King (Wolf King 1)
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Worum geht’s?

Aurora soll eigentlich verheiratet werden. Bei einem Wolfskampf im Schloss wird jedoch der mächtige Alpha Callum auf sie aufmerksam. Er entführt sie (mehr oder weniger) ins Wolfsgebiet, ...

Worum geht’s?

Aurora soll eigentlich verheiratet werden. Bei einem Wolfskampf im Schloss wird jedoch der mächtige Alpha Callum auf sie aufmerksam. Er entführt sie (mehr oder weniger) ins Wolfsgebiet, um sie als Trumpf im Krieg mit den Menschen zu nutzen und Auroras Abneigung gegen die Wölfe verblasst immer mehr.

Wie war’s?

Okay, wo fangen wir an? Vielleicht bei den Schottland-Vibes, die ich als Outlander-Fangirly mochte (allerdings kann Callum nicht annähernd mit Jamie mithalten). Oder beim Schreibstil, der sehr einfach und zugänglich ist, sodass ich das Buch echt schnell weggelesen habe.

Puh, aber sonst? Inhaltlich ist einfach kaum etwas passiert. Die Charaktere bleiben ziemlich oberflächlich und gerade Aurora fand ich irgendwann widersprüchlich. Einerseits ist sie sehr schüchtern und unerfahren, plötzlich total wild und willig und dann wieder sehr zurückhaltend und unsicher.

Sie lässt sich bereitwillig von einem wildfremden Mann entführen, den sie eigentlich verachtet, weil er ein Werwolf ist? Go Girl! Rede dir weiter ein, dass es deine Entscheidung gewesen ist. Schuhe bei eisigen Temperaturen auf einer mehrtägigen Reise? Wer braucht die schon, wenn man einen heißblütigen Typ dabei hat. Das Hin und Her mit der Halsband-Geschichte? Absolut nachvollziehbares Verhalten. Das hat mir dann doch den Rest gegeben… Überhaupt hat mich diese Dreiecksbeziehung sehr an Vampire Diaries und Stephan und Damon Salvator erinnert. 😉

Es gibt gut gemeinte 3,5 Sterne, weil sich das Buch wirklich gut lesen lässt. Wer auf Werwölfe steht: Go for it! Man verpasst aber auch nichts, wenn man dieses Buch nicht liest.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Charaktergetriebene Erzählung mit Tiefgang

Open Hearts
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Worum geht’s?

Nach der Trennung von ihrem Verlobten zieht Misty wieder bei ihrer Mutter ein und weiß zunächst gar nicht mehr, wo sie im Leben steht, was sie erwartet, was sie selbst will. Um das Herauszufinden, ...

Worum geht’s?

Nach der Trennung von ihrem Verlobten zieht Misty wieder bei ihrer Mutter ein und weiß zunächst gar nicht mehr, wo sie im Leben steht, was sie erwartet, was sie selbst will. Um das Herauszufinden, meldet sie sich auf einer Dating-App an und lernt Christopher kennen. Christopher lebt in einer offenen Beziehung, etwas dass sich Misty so gar nicht vorstellen kann. Dennoch lässt sie sich auf dieses Experiment ein.

Wie war’s?

Open Hearts war für mich kein klassischer Page Turner, sondern eher eine Geschichte, die man langsam verdaut und noch nachhallt.

Roxy Dunn schreibt wunderbar schnörkellos. Sie verliert sich nicht in Beschreibungen, sondern trifft den Kern und das immer wieder mit einer Prise Humor. Ein interessantes gestalterisches Merkmal, das Dunn nutzt, ist der regelmäßige Wechsel zwischen direkter und indirekter Rede in den Dialogen. Während dies dem Schreibstil eine ganz eigene, beinahe beobachtende Note verleiht, hat es für mich persönlich an einigen Stellen eine kleine Distanz zum Geschehen aufgebaut, an denen ich mir mehr Unmittelbarkeit gewünscht hätte.

Misty und ihre Suche nach dem „Mehr“ im Leben bilden das Herzstück. Ich mochte sie als Protagonistin sehr gerne. Sie ist ehrlich, aufgeschlossen, klug und reflektiert. Insofern hat es mich fast schon etwas traurig gemacht, dass sie Christopher auf ein kleines Podest stellt und sich im Vergleich immer wieder klein macht.

Christopher dagegen wirkt eher kontrolliert, beinahe professionell. Dadurch ist die Beziehung zwischen den beiden für mich nicht immer greifbar. Für die Geschichte selbst ist es jedoch nicht schlimm, da es nicht die Romantik ist, die Vordergrund steht, sondern vielmehr die individuellen Gefühle, die emotionale Abhängigkeit, die Machtstrukturen in dem Beziehungsgeflecht zwischen Misty, Christopher und seiner Partnerin Sara und das Wachsen an sich selbst. Es ist also Mistys Entwicklung, die klar im Fokus steht und meiner Meinung nach zum Ende sehr gelungen und glaubwürdig ist. Was mir besonders gefällt, ist dass gängige gesellschaftliche Konventionen hinterfragt werden. Es gibt kein richtig oder falsch und keine Beziehungsform wird romantisiert oder verurteilend dargestellt.

Open Hearts ist für mich ein Roman über Selbstfindung und die Komplexität von Beziehungen. Wer charaktergetriebene Erzählungen und ein ruhiges Erzähltempo mag, wird hier auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Witchy Story mit Schwächen

The Deathless One
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„Ich will nicht mehr gesagt bekommen, was ich tun soll. So habe ich mein ganzes Leben verbracht, und jetzt will ich endlich meine eigenen Entscheidungen treffen.“ (Kapitel 7)


Worum geht’s?

Prinzessin ...

„Ich will nicht mehr gesagt bekommen, was ich tun soll. So habe ich mein ganzes Leben verbracht, und jetzt will ich endlich meine eigenen Entscheidungen treffen.“ (Kapitel 7)


Worum geht’s?

Prinzessin Yessamine wird am Tag ihrer Hochzeit umgebracht. Doch mit Hilfe des Todlosen kehrt sie ins Leben zurück und entdeckt ihre Hexenkräfte. Nun will sie die Verantwortlichen finden und ihr Königreich zurückerobern.


Wie war’s?

Ein Buch, das mit seiner düsteren Stimmung perfekt in die dunkle Jahreszeit passt. Ein bisschen hat es mich dadurch an Belladonna erinnert. Jedoch gefiel mir dort der poetische Schreibstil wesentlich besser. Hier hat es mir der Schreibstil deutlich schwerer gemacht und ich habe bis zur Hälfte des Buches gebraucht, bis in endlich drin war. Da gab es doch einige Längen. Dann passierte aber noch einiges, sodass es zum Schluss noch ziemlich spannend wurde.

Womit ich allerdings gar nicht richtig warm werden konnte, war die Beziehung zwischen Yessamine und dem Todlosen. Insbesondere die Spice-Szenen hätte das Buch meiner Meinung nach gar nicht gebraucht. Aber gut, Geschmackssache. 😉

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Feministischer Thriller

Du kennst sie
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Worum geht's?
Sophie arbeitet als Barkeeperin und erlebt täglich Alltagssexismus und Übergriffigkeit. Als ihr eines Abends ein Mann viel zu Nahe kommt, wird es ihr zu viel und er wird ihr erster. Während ...

Worum geht's?
Sophie arbeitet als Barkeeperin und erlebt täglich Alltagssexismus und Übergriffigkeit. Als ihr eines Abends ein Mann viel zu Nahe kommt, wird es ihr zu viel und er wird ihr erster. Während sie sich einen Mann nach dem anderen sucht, versucht die Ermittlerin Nora, ihr auf die Spur zu kommen und ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

​Wie war's?
Wieder mal seit langem ein Thriller, nur dass es sich gar nicht so sehr danach angefühlt hat. Thriller verbinde ich in erster Linie mit Pageturnern und Spannung, die man schon beinahe fühlen kann. Das hatte ich hier nicht. Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht!

Besonders der Anfang hat mich direkt abgeholt – mitzuerleben, wie Sophie sich langsam verändert und zur Serienkillerin wird, war ziemlich spannend beschrieben.

​Die Perspektivwechsel zwischen Sophie und Nora haben etwas Dynamik reingebracht und Sophies POV jede Menge Female Rage Vibes. Da bin ich ja immer für zu haben.
Ganz vielleicht war mit Sophie auch ne Nummer zu krass... Diese eine Zutat für ihren speziellen Cocktail, puh!

​Insgesamt hat mich das Buch zu Beginn ein wenig an How to Kill a Guy in Ten Ways erinnert, auch wenn es in eine andere Richtung geht und sich die Beweggründe unterscheiden.

​Ein interessantes Buch über die dunkle Seite weiblicher Wut und damit auch einfach mal ein anderer Thriller.

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Wichtige Message, teilweise etwas zu plakativ

Please unfollow
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Worum geht’s?

Sherry wächst bei einem Elternpaar auf, das ihr ganzes Leben öffentlich auf Social Media darstellt. Umso älter Sherry wird, umso mehr wird es für sie zum Problem. Als sie sich nicht mehr ...

Worum geht’s?

Sherry wächst bei einem Elternpaar auf, das ihr ganzes Leben öffentlich auf Social Media darstellt. Umso älter Sherry wird, umso mehr wird es für sie zum Problem. Als sie sich nicht mehr anders zu helfen weiß, eskaliert sie und findet sich in einer Einrichtung für straffällig gewordene Jugendliche wieder. Hier scheint sie keiner zu erkennen und das ermöglicht ihr ganz neue Erfahrungen.

Wie war’s?

Das Thema ist total aktuell. Die Kindheit als Content zu vermarkten ist schon krass und dennoch nicht aus der Luft gegriffen. Was das für ein Kind bedeuten kann, können wir in diesem Buch eindringlich miterleben. Das hat mich zwischendurch schon wütend und auch immer wieder sprachlos gemacht. Sherrys Eltern sind dermaßen egozentrisch und kein bisschen empfänglich für die Wünsche und Privatsphäre ihrer Tochter, da kann man nur den Kopf schütteln. Es will gar nicht in meinen Kopf, dass es solche Eltern tatsächlich geben kann.

Die Rückblicke waren für mich tatsächlich die spannendsten Momente im Buch. Man erfährt, was Sherry in ihrem Leben erdulden musste und gleichzeitig schockieren diese Szenen durch die Verhaltensweisen der Eltern und die Kommentare unter den geposteten Videos.

Die Szenen in der Gegenwart waren mir dagegen etwas zu langatmig. Langezeit war mir auch nicht klar, wohin die Reise gehen soll. Gewünscht hätte ich mir außerdem ein bisschen mehr Tiefgang in Bezug auf das Umfeld gewünscht. Gerade in der Schule ist doch offensichtlich, dass es Sherry nicht gut geht, dass sie keine Freunde hat, dass sie ausgegrenzt wird. Und wirklich niemand sucht das Gespräch mit ihr, nimmt sie ernst, sieht das problematische Verhalten der Eltern? Dennoch lässt sich das Buch, nicht auch zuletzt dank des leichten, unkomplizierten Schreibstils, gut und schnell lesen.

Please Unfollow ist kein Pageturner, aber ein Buch mit einer wichtigen Message. In der Umsetzung bleibt es mir häufig jedoch zu schwarz-weiß.

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