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Veröffentlicht am 19.05.2026

Starker Sog, aber etwas schwache Handlung

Lucifer Ascending – One Sinful Secret
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Im ersten Band dieser Dilogie lernen wir die Halbdämonin Lilian kennen, die es nie wirklich leicht in ihrem Leben hatte. Aufgrund ihres dämonischen Erbes wird sie eher gemieden und wuchs in der Obhut eines ...

Im ersten Band dieser Dilogie lernen wir die Halbdämonin Lilian kennen, die es nie wirklich leicht in ihrem Leben hatte. Aufgrund ihres dämonischen Erbes wird sie eher gemieden und wuchs in der Obhut eines Ordens auf, von dem sie sich auch als Dämonenjägerin ausbilden ließ. Obwohl sie sich eigentlich nicht von den anderen unterscheidet (bis auf die zwei kleinen Hörner auf ihrem Kopf, die aber nur die Ordensmitglieder sehen können), muss sie um ihr Leben bangen, denn der Orden entscheidet, ob sie weiterleben darf oder ob sie zu gefährlich für die Welt sein könnte und sterben muss.
Ich konnte hier wirklich gut mit Lilian fühlen, die Autorin schafft es wirklich meisterhaft, Lilians Gefühlswelt an den Lesenden zu vermitteln. Und zusätzlich dazu ist Lilian einfach nur mega sympathisch und tappst wie jeder andere auch mit ihren Problemen durchs Leben.
Auch sehr gut fand ich die Gefühle zwischen ihr und ihrem besten Freund Jupiter. Diese besondere Beziehung zwischen den beiden war dauerhaft greifbar und zum Dahinschmachten. Insbesondere die Tatsache, dass beide genau wissen, was sie füreinander empfinden, machte es für mich mal herrlich erfrischend, da man hier eben mal nicht die typische Liebesbeziehung hat, die sich erst nach und nach aufbaut. Nein, sie ist hier quasi direkt da, die beiden stehen schon vor dem letzten Schritt, wenn da nicht noch eine gewisse Ungewissheit wäre.
Die Geschichte wird hier aus Lilians und Jupiters Perspektive erzählt. Nach dem bereits im Klappentext angedrohten Tod Lilians, wechseln wir von da an auch immer wieder zu Jupiter. Auch Jupiter mochte ich sehr. Und auch bei ihm erleben wir seine Gefühle mit und auch diese waren für mich gut nachvollziehbar, sowie auch sein ganzes Handeln.
Doch auch eine dritte Perspektive bekommen wir hier noch geboten, nämlich die von Lucifer. Wie auch hier schon im Klappentext angedroht, braucht Jupiter Lucifer, um Lilians zurück zu holen und muss sich seinen Körper mit dem Dämon teilen.
Der Wechsel zwischen Jupiter und Lucifer sorgt hier gut für Verwirrung bei Lilian und gute Unterhaltung bei uns Lesenden. Doch mit Lucifer hab ich so meine Kritikpunkte. Denn leider gibt Lucifer nicht viel über sich preis. Man erfährt nicht so wirklich, was seine Geschichte, seine Vergangenheit ist, es gibt nur vage Andeutungen, die einem aber nichts bringen. Auch seine Ziele blieben im Dunkeln und seine aufkommenden Gefühle für Lilian konnte auch so gar nicht nachvollziehen. Umgekehrt übrigens genauso. Ich hab leider nicht verstanden, warum Lilian ihn plötzlich toll findet, nur weil er auch mal nett zu ihr ist. Das hab ich so gar nicht gefühlt.
Das Buch weiß gut zu unterhalten und doch kommt man handlungstechnisch nicht so gut voran, wie man es gerne hätte. Auch um Lilians Existenz ranken sich Geheimnisse und Lucifer bleibt auch hier ziemlich wortkarg.
Und gerade deswegen freue ich mich nun auf den nächsten Band und hoffe dort auf die ganzheitliche Erleuchtung. Das fiese Ende tut da sein übriges.
Wer eine Welt, in der ein Orden Dämonen bekämpft, die etwas düsterer ist als gewohnt und morally greye Charaktere liebt, ist hier definitiv gut aufgehoben. Mich haben diese Welt und die Dynamik zwischen den Charakteren gut packen können, auch wenn es hier ein paar Schwächen gab. Dieser erste Band wirkt wie die Vorbereitung auf ein großes Finale - man darf gespannt sein.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Für Liebhaber queerer Geschichten

Prince of Blood and Roses
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Dieses Buch klang für mich nach einer spannenden Vampirgeschichte, doch leider konnte mich die Handlung nicht vollends packen und ich wurde nicht so richtig mit den Charakteren warm. Während Leo für mich ...

Dieses Buch klang für mich nach einer spannenden Vampirgeschichte, doch leider konnte mich die Handlung nicht vollends packen und ich wurde nicht so richtig mit den Charakteren warm. Während Leo für mich noch recht nachvollziehbar in seinen Handlungen war und sich erst einmal an seinen neuen Lebensumstand gewöhnen musste, war Laurent für mich viel zu sprunghaft. Ich hab bei hm einfach nicht so richtig durchgeblickt und konnte nicht wirklich verstehen, warum er sich mal sanfter und liebevoll zeigt, nur im nächsten Moment wieder auf Abstand zu gehen.
Verständlich war für mich schon, dass er Leo mit seinem strengen Verhalten schützen wollte, aber ich fand es seltsam, dass er anscheinend dachte, Leo würde einfach so sein altes Leben hinter sich lassen und auch seinen menschlichen Liebhaber und besten Freund Francois mal eben so aufgeben. Da Leo hier mal eben in einer Nacht seine ganze Familie verlor, war für mich schon klar, dass er seinen besten Freund nicht auch direkt aufgibt.
Ansonsten fand ich das Setting sehr interessant, die Zeit der französischen Revolution gibt ein gefährliches Flair her und lässt viel Raum für zahlreiche Verschwörungen und Fädenzieher.
An sich gefiel ist dies eine recht interessante Geschichte, nur konnte ich eben nicht so viel mit den Hauptfiguren anfangen.
Für queere Vampirgeschichten-Liebhaber ist dieses Buch aber trotzdem eine Empfehlung.
Die anderen sehr positiven Rezensionen zeigen ja, dass nicht jeder mein Problem teilt. 😉

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ruhig und nicht ganz so spannend wie erwartet

A Dowry of Blood: Begehren. Obsession. Macht.
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Von diesem Buch hatte ich mir irgendwie mehr erwartet, kann aber auch nicht so genau sagen was. Wir lesen hier über das Leben von Draculas erster vermeintlicher Braut Constanta. Dabei ist der Text aber ...

Von diesem Buch hatte ich mir irgendwie mehr erwartet, kann aber auch nicht so genau sagen was. Wir lesen hier über das Leben von Draculas erster vermeintlicher Braut Constanta. Dabei ist der Text aber aus ihrer Sicht eher in Form eines Geständnisses geschrieben und richtet sich an Dracula selbst. Damit ist dann auch direkt klar, dass es für Dracula schlussendlich nicht gut ausgehen wird.
Die Handlung verläuft hier sehr ruhig und erst zum Ende hin ergibt sich etwas Spannung. Die Intention des Buches ist eher die Darstellung von Constantas Entwicklung vom ängstlichen Geschöpf bis hin zur aufopfernden Beschützerin. Denn während der Zeit nimmt Dracula noch zwei weitere Personen nach und nach bei sich auf. Constanta durchlebt dadurch Phasen der Eifersucht und schlussendlich großer Liebe zu den neuen Familienmitgliedern. Zuerst kommt Magdalena, eine quirlige junge Frau und der junge Alexi, dem das Leben unter Draculas Dach schwerer fällt als den Frauen.
Das Zusammenleben mit Dracula ist eine wilde Mischung aus Liebe, Kontrolle, Leidenschaft und Eifersucht. Dracula hält seine Lieblinge klein, kontrolliert sie, versucht sie wenn nötig gegeneinander auszuspielen. Er nimmt ihnen ihr Selbstvertrauen und hält alle Geheimnisse des Vampirismus für sich. Doch Constanta entwickelt sich hier super weiter und wir begleiten sie auf ihrem Weg, wie sie versucht, sich und ihre Liebgewonnen zu befreien.
Gerade durch diesen Fokus auf Constantas Entwicklung bleibt es ein sehr ruhiger Roman, der Schreibstil in Form eines Geständnisses tut sein Übriges.
Bekannte Figuren und Ereignisse aus der Dracula-Erzählung von Bram Stoker kommen hier nur kurz zur Rede oder werden als übertriebene Erzählung eines Autors abgetan. Wer also darauf hofft, Verknüpfungen zum bekannten Roman herzustellen, wird hier enttäuscht.
Für mich war dieses Buch eine seichte Unterhaltung und schnell gelesen. Umgehauen hat es mich aber nicht.
Wer gerne ruhigere Geschichten liest und es mag, wenn persönliche Entwicklungen im Vordergrund stehen, kann hier beherzt zugreifen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Sehr vorhersehbar

Böse Mädchen sterben nicht
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In diesem Werk begleiten wir nacheinander drei Frauen, die sich plötzlich in einem ihnen angepassten Szenario wiederfinden. Somit ist das Buch in vier Teile unterteilt. Die ersten drei behandeln jeweils ...

In diesem Werk begleiten wir nacheinander drei Frauen, die sich plötzlich in einem ihnen angepassten Szenario wiederfinden. Somit ist das Buch in vier Teile unterteilt. Die ersten drei behandeln jeweils die Geschichte der jeweiligen Frau, der letzte Teil führt dann alles zusammen.
Celia findet sich ohne Erinnerungen an ihr bisheriges Leben in einer Umgebung wieder, die einem Cozy-Crime-Roman entspricht. Allie findet sich in mit Freunden in einer einsamen Hütte im Wald wieder, wo ein Mörder auf sie wartet. Und Maggie muss sich durch ein Labyrinth wie aus einem dystopischen Roman kämpfen, um ihre Tochter zu retten.
Der Roman hält jetzt nicht allzu viele Überraschungen parat. Er bietet gute Unterhaltung, aber mir war direkt klar, worum es hier im Wesentlichen geht. Bei jedem Kapitelanfang ist ein Chatverlauf zu lesen, der zusätzlich klar macht, was hier los ist.
Das Konzept der Geschichte gefällt mir gut, aber leider war alles eben ziemlich vorhersehbar. Die Charaktere waren mir aber trotz allem sympathisch und ich habe auch etwas mit ihnen mitgefiebert.
Alles in einem bietet dieser Roman eine recht gute Unterhaltung für zwischendurch, ist für mich aber das schwächste Buch aus der Feder Henrys, da bin ich einfach besseres gewohnt.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Interessanter Auftaktband

Rückkehr der Engel (Extended Version)
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Ich muss gestehen, da ich mit Engeln nicht viel anfangen kann, hab ich mich lange vor dieser Buchreihe gedrückt. Die Neuausgabe hat mich nun direkt zum Lesen verleitet.
Die Welt, welche die Autorin hier ...

Ich muss gestehen, da ich mit Engeln nicht viel anfangen kann, hab ich mich lange vor dieser Buchreihe gedrückt. Die Neuausgabe hat mich nun direkt zum Lesen verleitet.
Die Welt, welche die Autorin hier geschaffen hat, ist sehr interessant und ich muss gestehen, dass es schon sehr einzigartig ist, Engel auf diese Weise in eine Geschichte einzubauen.
Dieser erste Band der Angelussaga hat mich recht gut unterhalten, auch wenn für mich nicht genug Spannung aufkam, die mich an den Seiten kleben ließ. Es war eher der wunderbare Schreibstil und Moons innere Kämpfe, die mich fasziniert haben.
Die Anwesenheit der Engel und ihre Bedeutung für die Menschheit fand ich sehr faszinierend. So hatte ich Engel noch nie in einem Buch und ich fand es spannend zu verfolgen, welche Engel nett sein könnten und welche grausam oder wen von ihnen man vielleicht trauen kann.
Dies war jedenfalls ein interessanter Auftakt und ich bin gespannt, was mich im nächsten Band erwarten wird.

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