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Engel02

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

„Unsere Geschichte mag mit Rivalität begonnen haben, aber das liegt nun hinter uns.“

Selling Dreams
1

Lohnenswerte Slowburn mit etwas überstürztem Ende

Der Roman Selling Dreams von April Dawson ist der Reihenauftakt zur BevynBoys-Trilogie und zugegebenermaßen mein erstes Buch der Autorin (weitere folgen ...

Lohnenswerte Slowburn mit etwas überstürztem Ende

Der Roman Selling Dreams von April Dawson ist der Reihenauftakt zur BevynBoys-Trilogie und zugegebenermaßen mein erstes Buch der Autorin (weitere folgen definitiv!). Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön, die Farbe stand bisher noch nicht in meinem Schrank, passt aber super! Ich liebe auch die Skyline!
Man steigt sehr schnell ein in die Geschichte und lernt bereits auf den ersten Seiten die Protagonistin Marissa als starke und erfolgreiche Frau kennen. Ihr gegenüber steht der nicht weniger erfolgreiche Calder. Beide sind in der Immobilienbranche tätig und treffen bei einer Besichtigung aufeinander. Diese Situation dient als Aufhänger für die Rivalität der beiden, die sich beinahe durch das gesamte Buch zieht und insbesondere am Anfang ordentlich Spannung reinbringt. April Dawson hat mit Selling Dreams die Slow Burn Romance perfektioniert! Seitenlang wartet die hoffnungsvolle Leserin (oder der hoffnungsvolle Leser), aber tatsächlich baut sich erstmal „nur“ das Knistern immer weiter auf. Wow!

Die Charaktere in dem Buch sind liebevoll zusammengestellt, könnten für mich aber teilweise etwas mehr Tiefe haben. Es ist schön, dass es sich nicht um „Standardpersönlichkeiten“ handelt, auch Calder hat eine verletzliche Seite, die Namen hat man noch nicht oft gelesen (Aevin, Calice…) und die Familienverhältnisse sind nicht konservativ-konventionell, wirken aber trotzdem nicht konstruiert. Da will man definitiv mehr erfahren und Softie ich mich schon auf Band 2 - auch in der Hoffnung, dass da einiges aufgelöst wird, was jetzt angeteasert wurde.
Beeindruckt haben mich übrigens auch die detaillierten (Luxus-)Immobilienbeschreibungen, die einen zum Träumen einladen. Leider werden es zum Ende hin immer weniger.
Alles in allem eine tolle Slow Burn Romance, die am Ende etwas überhastet endet, so als wären zu wenig Seiten übergeblieben.
——————————————————————————————————————————————————
Ein Hinweis noch zu Lektorat und Satz: es gibt doch einige Rechtschreibfehler und störend ist auch, dass häufig zwischen Sinnabsätzen kein Abstand gelassen wurde. Vielleicht kann das in der zweiten Auflage geändert werden.  

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Happy End für Wes

Between Fading Stars
0

Endlich bekommt Wes sein verdientes Happy End. Wir kennen ihn ja schon seit Band 1 und ich muss zugeben, dass ich mir den dritten Band zwar gewünscht habe, aber dann irgendwie doch nicht so wirklich motiviert ...

Endlich bekommt Wes sein verdientes Happy End. Wir kennen ihn ja schon seit Band 1 und ich muss zugeben, dass ich mir den dritten Band zwar gewünscht habe, aber dann irgendwie doch nicht so wirklich motiviert war, ihn zu lesen, ich bin auf den ersten Seiten einfach nicht warm geworden mit der Story. Der Band lag also vier Monate ungelesen im Bücherregal und wurde dann doch mal rausgekramt.
Die Story an sich wirkt irgendwie etwas konstruiert (Blinddarmdurchbruch, nur ein Zimmer…), ihr werdet wissen, was ich meine. Trotzdem ist die Story schön und gerade mit Hailey kann man echt gut mitfühlen.
Die Reihe insgesamt feiere ich nicht am wie andere, jedes Buch für sich einzeln aber schon.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Es kostet zu viel...

Too Much! Was es kostet, eine Frau zu sein
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Das Buch "Too Much! Was es kostet, eine Frau zu sein" von Lea Joy Friedel ist mir eher durch Zufall begegnet. Das Cover finde ich erstmal recht wenig ansprechend, ich kann mir aber vorstellen, dass es ...

Das Buch "Too Much! Was es kostet, eine Frau zu sein" von Lea Joy Friedel ist mir eher durch Zufall begegnet. Das Cover finde ich erstmal recht wenig ansprechend, ich kann mir aber vorstellen, dass es im Buchhandel für Aufmerksamkeit sorgt und das ist wichtig. Dieses Buch sollte zur Standardlektüre aller Menschen gehören, weil es aufmerksam macht auf ein System, was so nicht weiter existieren darf und ohne weitere Opfer auch nicht kann. Die Herangehensweise, Feminismus aus der eigenen Perspektive zu betrachten, Ungerechtigkeiten aus den eigenen Erfahrungen heraus zu schildern, ist spannend, hätte es für mich aber nicht gebraucht. Damit wird das Buch allerdings für Menschen, die den Alltagsbezug brauchen oder sich für private Details anderer interessieren (da ist jetzt im ersten Schritt nichts dran verwerflich) gut lesbar. Die Betrachtung einzelner Aspekte in thematisch zusammengehörenden Kapiteln - Es kostet Vielfalt, Selbstvertrauen, Geld, Autonomie, Identität, Gesundheit, Würde, Freiheit, Zeit und körperliche Unversehrtheit - macht schnell deutlich, welche Bereiche des (weiblichen) Lebens so von Ungerechtigkeiten betroffen sind. Sehr angenehm ist, dass hier nicht radikal feministisch gegen Männer im Allgemeinen gehetzt wird, sondern auch Männer als Opfer des Patriarchats anerkannt werden. Die Autorin stellt dar, dass nur gemeinsam aus diesem System ausgebrochen werden kann und davon alle Geschlechter profitieren. Vieles mag nicht "neu" sein, aber das kann man von einem Thema, was die Menschheit seit Ewigkeiten betrifft auch nicht erwarten...

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Ganz passabler Auftakt

House of Marionne
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Die Charaktere bleiben etwas flach, der Einstieg in die Welt fällt schwer, aber die Geschichte überzeugt mit Spannung und guten Plottwists

The House of Marionne ist der Auftakt einer Fantasy-Trilogie ...

Die Charaktere bleiben etwas flach, der Einstieg in die Welt fällt schwer, aber die Geschichte überzeugt mit Spannung und guten Plottwists

The House of Marionne ist der Auftakt einer Fantasy-Trilogie von J. Elle. Gemeinsam mit der Protagonistin Quell Marionne tauchen wir als Leser:innen ein in eine Welt voller Magie, in welcher Quell aufgrund ihrer dunklen Magie nicht sicher ist. Gemeinsam mit ihrer Mutter verbringt sie ein Leben auf der Flucht, bis ihr ein Dragun etwas zu nah kommt. An der Akademie ihrer Großmutter wird sie eingeführt in die Gesellschaft und in die Welt voller Magie, muss ihre eigene aber weiterhin verstecken, da Toushana, also die dunkle Magie, verflogt wird. Leider fand ich es etwas schwer, das Magiesystem zu verstehen, da wir, wie Quell, nur häppchenweise dazugelernt haben, nichtsdestotrotz ist dadurch auch die Spannung immer hoch geblieben.
Spannung ergibt sich auch daraus, dass es etwas dauert, bis sich herauskristallisiert, wer der Love Interest ist: Yagrin, weil es Kapitel aus seiner Sicht gibt? Oder doch eher Jordan, weil er Quells Mentor ist und die beiden dadurch gezwungenermaßen viel Zeit miteinander verbringen? Findet es heraus, denn auch wenn ich hier keine fünf Sterne vergebe, dürft ihr diese Rezension als Leseempfehlung verstehen. Der Schreibstil ist locker-leicht und gut zu lesen, teilweise fehlen die Details, aber irgendwie kann man hier darüber hinwegsehen. Ärgerlich ist, dass auch die Figuren an einigen Stellen eher oberflächlich bleiben, als wären sie nur für den Hauptstrang der Handlung geschrieben und hätten keinen eigenen Charakter. Auch wenn der Mittelteil etwas zäh war, lohnt es sich wirklich, den Roman bis zum Ende zu lesen, weil vor allem das letzte Drittel geprägt ist von wirklich mittreißenden Plotttwists, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Spicy, aber nicht im besten Sinne…

Honeybridge. All Mine
1

Im ersten Band der Honeybridge Reihe von Pippa Nixon geht es um die starke und unabhängige Isabella Tucci, die sich nach ihrer Scheidung den Traum vom eigenen Restaurant erfüllt, während sie eine einjährige ...

Im ersten Band der Honeybridge Reihe von Pippa Nixon geht es um die starke und unabhängige Isabella Tucci, die sich nach ihrer Scheidung den Traum vom eigenen Restaurant erfüllt, während sie eine einjährige und selbstauferlegte Sexpause macht. Ihr Nachbar Etienne - ebenfalls Restaurantbesitzer - macht es ihr mit seinem Aussehen und seiner anzüglichen Art schwer, durchzuhalten.
Cover und Klappentext überzeugen sofort, es wird eine cozy Herbsstimmung aufgebaut, die leider im Inneren gar nicht gehalten wird…
Das Buch hat sich sehr schnell gelesen, die Kapitel sind nie lang, abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten, allerdings immer in der dritten Person geschrieben, das war etwas gewöhnungsbedürftig. Aufgelockert werden die Texte durch kurze Chatverläufe. Der Anfang ist vielversprechend, eine unabhängige und entschlossene Frau mit Willensstärke und Tatkraft wird vorgestellt, auch Etienne und die wichtigsten Nebencharaktere - seine Kumpel und (nach ein paar Drinks) ihre Mädelsgruppe - kennen. Alle sind bezaubernd. Und dann wird es komisch. Das Buch wird als spicy Romance vorgestellt, was wohl eine Umschreibung für wenig subtile Formulierungen und eine (wenn auch leicht gehaltene) Sexualisierung des menschlichen Körpers selbst in unmöglichen Situationen sein soll. Die Gefühle treten in den Hintergrund. Die Nippelfokussierung im Buch, ebenso wie die ständige plumpe Wiederholung sexueller Anspielungen nerven ab der Hälfte mehr, als dass sie Freude machen. Mir fehlt das Knistern, dieser Sog, der einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Sätze wie „Und zweitens war die heiße Isabelle dabei einzuknicken“ haben eher „Ernsthaft-jetzt“-Charakter, als dass sie mich abholen. Das schreit ganz laut Red Flag…
Die Story bleibt insgesamt eher oberflächlich, insbesondere im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse dann so, dass gar nicht mehr in die Tiefe gegangen werden konnte. Das führt leider auch dazu, dass tatsächlich spannende Teilstränge der Geschichte, die noch ein bisschen Nervenkitzel reinbringen, einfach nur schnell abgefrühstückt werden. Logik und Authentizität werden hierbei zweitrangig. Schade.

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