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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2026

Schöne Atmosphäre, aber leider einige Schwächen

Der Sommer, der uns blieb
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Der Roman handelt von Pia, Britta und Martin, die zur Schulzeit beste Freunde waren, und sich nach 20 Jahren wieder sehen und endlich darüber sprechen, was damals zum Ende der Freundschaft geführt hat. ...

Der Roman handelt von Pia, Britta und Martin, die zur Schulzeit beste Freunde waren, und sich nach 20 Jahren wieder sehen und endlich darüber sprechen, was damals zum Ende der Freundschaft geführt hat.
Die idyllische Kleinstadt-Atmosphäre, die im Buch beschrieben wird, hat mir gut gefallen, ebenso die Rückblicke in die 90er Jahre, wo richtig Nostalgiegefühle aufkommen.
Die Hauptcharaktere Pia, Britta und Martin sind auch an sich gut gelungen, wobei noch mehr Unterschiede im Erzählstil gut gewesen wären, um die Perspektivwechsel noch klarer zu machen.
Der Anfang des Buches hat mir noch gut gefallen und hat genau meine Erwartungen getroffen. Leider wurde die Geschichte aber zunehmend klischeehaft und viele Wendungen waren sehr vorhersehbar. In der zweiten Hälfte wurden manche Konflikte und Aussprachen unnötig und künstlich herausgezogen. Dazu hat mir auch noch ein bisschen mehr emotionale Tiefe gefehlt.
Mein größtes Problem war allerdings der Schreibstil, der irgendwie überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen hat. Besonders die vielen Metaphern haben mich sehr gestört, da sie nicht richtig passten oder sich immer wiederholt haben. Da bin ich wirklich enttäuscht, denn wenn man ein paar Sachen gekürzt und den Schreibstil noch ein bisschen überarbeitet hätte, wäre es für mich ein solider Urlaubsroman gewesen, aber so war ich während der zweiten Hälfte doch eher genervt die meiste Zeit. Sehr schade!

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Nicht mein Fall

The Night We Met
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Nachdem ich meinen ersten Roman von Abby Jimenez nicht so mochte, ich aber schon so viel Gutes über sie gehört habe, wollte ich The Night We Met noch eine Chance geben. Das Buch fängt mit einer vielversprechenden ...

Nachdem ich meinen ersten Roman von Abby Jimenez nicht so mochte, ich aber schon so viel Gutes über sie gehört habe, wollte ich The Night We Met noch eine Chance geben. Das Buch fängt mit einer vielversprechenden Prämisse an. Die Idee, dass eine einzige Entscheidung das ganze Leben beeinflussen kann, hat definitiv Potenzial, was aber meiner Meinung nach nicht wirklich ausgeschöpft wird.

Schon nach wenigen Kapiteln ist klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird und überraschende Wendungen bleiben aus. Statt emotionaler Tiefe bekommt man oft nur klischeehafte Situationen präsentiert, die man so oder ähnlich schon in vielen anderen Liebesromanen gelesen hat.
Auch die Protagonisten wirken eher flach und nicht wirklich authentisch. Larissas innere Konflikte werden zwar thematisiert, aber nicht ausgearbeitet und ihre Entscheidungen sind schwer nachvollziehbar. Chris ist fast schon zu gut und perfekt um realistisch zu wirken, während Mike eher eindimensional als problematischer Partner dargestellt wird. Dadurch fehlt es der Dreiecksbeziehung an echter Komplexität. Ein weiterer Schwachpunkt ist für mich das Tempo der Geschichte. Einige Passagen ziehen sich unnötig in die Länge, während andere, emotional wichtige Momente zu schnell abgehandelt werden.
Der Schreibstil ist aber solide und angenehm zu lesen.

Insgesamt ist The Night We Met ein eher durchschnittlicher Liebesroman, der zwar eine interessante Ausgangsidee hat, diese aber nicht konsequent oder tiefgehend genug umsetzt.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Leider enttäuschend

Half His Age
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In dem Roman geht es um die Beziehung einer 17-jährigen Schülerin und ihrem 40-jährigen Lehrer.

Dieses Buch war tatsächlich schwer zu lesen, obwohl es so kurz ist, da man sich viel ekelt und frustriert ...

In dem Roman geht es um die Beziehung einer 17-jährigen Schülerin und ihrem 40-jährigen Lehrer.

Dieses Buch war tatsächlich schwer zu lesen, obwohl es so kurz ist, da man sich viel ekelt und frustriert ist von den Entscheidungen der Protagonistin. Man fühlt sich beim Lesen wie jemand, der einen Unfall in Zeitlupe beobachtet, aber nicht einschreiten kann. Das war auf jeden Fall gewollt, denn es soll ehrlich, eklig und abstoßend sein. Sowas habe ich natürlich auch erwartet bei dem Titel und Klappentext. Leider finde ich, dass es nicht wirklich originell ist und nichts neues zu dem Thema beiträgt. Ich hatte das Gefühl, diese Geschichte schon mehrmals genauso gelesen zu haben. Ich hätte mir mehr Tiefe, mehr Reflektion und vor allem mehr Originalität gewünscht.
Besonders das Ende hat mich doch geärgert, weil es so viel besser hätte sein können und vor allem für jüngere LeserInnen hat mir gefehlt, den Machtmissbrauch, die Grenzüberschreitungen und die Manipulation von Mr. Korgy zu richtig verdeutlichen.
Die Geschichte hatte für mich wirklich Potential, aber blieb am Ende doch eher oberflächlich und als ob hauptsächlich auf den Schock- und Ekelfaktor gesetzt wurde. Mit dem Schreibstil konnte ich leider auch nichts anfangen, aber das ist wohl Geschmacksache und er hat schon zu der Perspektive der Protagonistin gepasst.
Leider war ich insgesamt doch enttäuscht, da ich das erste Buch der Autorin sehr mochte.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Originelle Idee, aber leider enttäuschend

Plant Lady
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In Plant Lady geht es um Yu-hee, die mit großer Leidenschaft einen Pflanzenladen betreibt und dort einen Zufluchtsort für Frauen, die Probleme (insbesondere mit übergriffigen Männern) haben, aufbaut.

Das ...

In Plant Lady geht es um Yu-hee, die mit großer Leidenschaft einen Pflanzenladen betreibt und dort einen Zufluchtsort für Frauen, die Probleme (insbesondere mit übergriffigen Männern) haben, aufbaut.

Das Cover des Buches ist absolut toll gestaltet und fängt auch die besondere Stimmung sehr gut ein. Da mir die Leseprobe sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf das Buch und hatte auch einige Erwartungen daran. Die originelle Idee, das besondere Setting, eine mystische Atmosphäre und ein feministisches Thema - alles genau mein Geschmack.

Leider war die Umsetzung letzenendes enttäuschend und ist dem Potenzial der Geschichte meiner Meinung nach nicht gerecht geworden.
Die verschiedenen Charaktere hatten kaum Tiefe und die Sprache ist komplett emotionslos. Der Aufbau war teilweiße verwirrend und es kam nie wirklich Spannung auf, da jedes Kapitel in sich abgeschlossen war. Dies könnte aber auch eventuell an der Übersetzung liegen.
Ich denke als Kurzgeschichte, wie es wohl am Anfang gedacht war, hätte es deutlich besser funktioniert oder man hätte noch mehr ausarbeiten müssen.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Leider nichts für mich

Just for the Summer
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Da Abby Jimenez ja sehr gehypt ist und ich noch nichts von ihr gelesen habe, bin ich mit relativ hohen Erwartungen an dieses Buch ran und wurde leider enttäuscht. Ich verstehe auch irgendwie nicht, wie ...

Da Abby Jimenez ja sehr gehypt ist und ich noch nichts von ihr gelesen habe, bin ich mit relativ hohen Erwartungen an dieses Buch ran und wurde leider enttäuscht. Ich verstehe auch irgendwie nicht, wie es so gute Bewertungen überall hat.

Die Anfangsprämisse mit dem Reddit-post und dem Fluch fand ich eigentlich eine coole und originelle Idee, obwohl dies im Verlauf des Buches kaum noch eine Rolle spielt. Die erste Hälfte des Buches war noch ganz gut, aber dann ging es leider stetig bergab.
Ich fand tatsächlich die Hintergrundgeschichte viel spannender, als die Entwicklung der Beziehung zwischen Emma und Justin, was bei einem Romance-Buch irgendwie nicht so sein sollte. Emma fand ich als Charakter gleichzeitig langweilig und nervig und außerdem wirkte sie in ihrem inneren Monolog überhaupt nicht wie jemand Ende 20, sondern eher wie eine 16 Jährige. Justin und Maddy waren ganz gute Charaktere, obwohl Justin ein bisschen zu perfekt und unrealistisch ist. Was Justin und Emma außer ihrem Trauma und dass sie beide gut aussehen verbindet, ist irgendwie nie klar geworden.
Dann kam einmal die fast Trennung und dann die richtige Trennung und beide Male aus dem gleichen Grund, was sehr künstlich konstruiert wirkte.
Die Auflösung der ganzen Geschichte mit der Mutter und Emmas Familie wirkte auf mich sehr sehr unrealistisch und über dramatisiert. Aber dann ist Emma in 6 Monaten auf einmal über dieses krasse Trauma hinweggekommen und ist "geheilt". Ja klar.
Generell wirkte das Buch teilweise nicht wie für Erwachsene geschrieben, sondern eher wie YA, da besonders aus Emmas Sicht ihre Gefühle so einfach beschrieben wurden und immer wieder gleich. Und dann nachdem sie sich immer mit dieser metaphorischen Insel beschrieben hat, ist sie auf einmal krank und buchstäblich allein auf einer echten Insel. Da musste ich echt die Augen verdrehen.

So für einen Tag am Strand wenn man ohne hohe Erwartungen rangeht, ist das Buch auf jeden Fall nicht schlecht, aber für mich war es leider am Ende nichts. Mir hätte es wahrscheinlich gefallen, als ich jünger war, aber jetzt konnte ich mich mit Emmas kindischen Gedanken kaum identifizieren, obwohl wir im gleichen Alter sind. Sehr schade!

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