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Veröffentlicht am 23.05.2026

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Au revoir und tschüss
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Au revoir und Tschüss

Caro war immer die Seele ihrer Familie. Die, die den Laden zusammen hält, ihrem Mann den Rücken frei hält und ihren beiden Söhnen eine liebevolle Mutter ist. Jetzt sind die beiden ...


Au revoir und Tschüss

Caro war immer die Seele ihrer Familie. Die, die den Laden zusammen hält, ihrem Mann den Rücken frei hält und ihren beiden Söhnen eine liebevolle Mutter ist. Jetzt sind die beiden Söhne groß, das Verhältnis zu ihrem Mann stark abgekühlt und Caro sucht sich selbst. Sie wagt einen Schritt raus aus ihrer Komfortzone und entscheidet sich, für vier Wochen auf eine Sprachreise nach Frankreich zu gehen. Wird sie dort wieder zu sich finden?
Geschrieben wurde das Buch von Gudrun Lochte, einer in Niedersachsen lebenden Autorin, die erst seit dem sie über 60 Jahre alt ist Bücher schreibt.
Das Buch ist im VANI Verlag erschienen. Es umfasst 319 Seiten und ist eingeteilt in 43 kurze Kapitel. Rein optisch gefällt mir das Buch sehr gut. Das Cover ist hübsch, das Format interessant, der Farbschnitt stimmig und auch das eingefügte Zierblatt gefällt mir sehr. Insgesamt ist es haptisch sehr hochwertig, aber auch nicht preiswert.
Die Geschichte hat mich von daher schon angefixt, weil ich nächstes Jahr auch nach Südfrankreich auf Sprachferien gehen werde. Aber doch befinde ich mich (zum Glück) in einer anderen Situation als Caro, auch wenn mir viele ihrer Gedanken nicht fremd sind. Mich hat das Buch schon getouched, auch wenn es zwischendurch ein wenig schwächer wurde. Dennoch wußte ich bis zum Schluss nicht, wie die (Liebes) Geschichte nun ausgeht. Der Erzählstil ist super angenehm, sehr bildlich und überhaupt nicht anstrengend. Ich habe das Buch gerne gelesen!

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Loslassen auf Rügen

Brombeerblaue Tage
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Brombeerblaue Tage

Elisa wird durch eine Erkrankung ihres Vaters aus ihrem bisherigen Leben in Berlin gerissen. Während sie auf Rügen erst nach dem Hund ihres Vaters, dann nach dem Hof ihres Vaters und ...


Brombeerblaue Tage

Elisa wird durch eine Erkrankung ihres Vaters aus ihrem bisherigen Leben in Berlin gerissen. Während sie auf Rügen erst nach dem Hund ihres Vaters, dann nach dem Hof ihres Vaters und nach ihrem Vater selbst schaut, merkt sie, dass sie auch mal nach sich selbst schauen sollte. Was kann sie in ihrem Leben verändern oder verändert es sich gerade schon von ganz alleine?
Geschrieben wurde der Roman von Simone Veenstra, einer Schriftstellerin, (Kinderbuch)Autorin und ehemaligen Verlagsinhaberin. Dies ist das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe.
Erschienen ist es bei Rowohlt Wunderlich. Es umfasst 300 Seiten. Kapitel hat es keine, ist aber durch Sinnabschnitte unterteilt. Zudem unterteilen Kurzbeschreibungen über einige Blumen und Pflanzen die Geschichte.
Mir gefällt die Art mit der Simone Veenstra ihre Geschichte erzählt sehr. Es ist ein ruhiges Buch, ohne Getöse, das durch seine Tiefe gewinnt. Das Setting mit dem alten Haus auf Rügen gefällt mir sehr. Man spürt, dass die Autorin weiss wovon sie schreibt. Ich war manchmal fast ein wenig neidisch auf Elisa, weil mir ein grüner Daumen und diese Leidenschaft für Pflanzen leider komplett fehlt. Gegen Ende verliert das Buch für mich etwas an Faszination und wird mir eine Spur zu glatt, aber alles in allem ist es nicht nur optisch ein schönes Buch, das ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ein Buch zum Schmecken, Riechen, Sehen und Fühlen

Mirabellentage
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Mirabellentage

Anna hat ihr ganzes Leben im kleinen Blumfeld verbracht, erst bei ihren Eltern, dann in der Dorfgaststätte und dann viele Jahre als Haushälterin des nur wenig älteren Dorfpfarrers Josef. ...

Mirabellentage

Anna hat ihr ganzes Leben im kleinen Blumfeld verbracht, erst bei ihren Eltern, dann in der Dorfgaststätte und dann viele Jahre als Haushälterin des nur wenig älteren Dorfpfarrers Josef. Nun ist Josef tot und Anna steht nicht nur vor der Herausforderung, Josefs letzten Wunsch zu erfüllen, sondern auch sich neu aufzustellen.
Geschrieben wurde das Buch von Martina Bogdahn, einer in München lebenden Fotografin. Von ihr habe ich den Debütroman „Mühlensommer“ bereits gelesen.
Das Buch ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Es umfasst 338 Seiten. Nummerierte Kapitel hat es keine, aber es ist unterteilt in Sinnabschnitte, so dass man gut sinnvoll unterbrechen kann.
Ich muss ehrlich sagen, meine Erwartungen an dieses Buch waren hoch, vielleicht zu hoch, weil ich den „Mühlensommer“ so geliebt habe. An ihren Debütroman reichen die Mirabellentage nicht ganz ran. Mir waren die eingeschobenen Rückblicke zu viel und sie haben auch nicht immer meinen Humor getroffen. Die Handlung in der Gegenwart war mir viel zu viel im Hintergrund. Aber eines kann Martina Bogdahn und das hat sie hier auch wieder bewiesen: keine anderen Bücher kann man so sehr schmecken, riechen, sehen und fühlen und auch diese Charaktere sind wieder so schön gestaltet, dass man sie und eigentlich das ganze Dorf, das mit seiner sehr eigenen Dynamik so wunderbar beschrieben wurde, tief ins Herz schließen muss.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Wann bist du „richtig“?

Pina fällt aus
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Pina fällt aus

Leo ist anders und seine alleinerziehende Mutter Pina hat ihr komplettes Leben um ihn herum gebaut. Nun fällt Pina bis auf weiteres aus. Wer schaut dann nach Leo? Eigentlich gibt es ausser ...

Pina fällt aus

Leo ist anders und seine alleinerziehende Mutter Pina hat ihr komplettes Leben um ihn herum gebaut. Nun fällt Pina bis auf weiteres aus. Wer schaut dann nach Leo? Eigentlich gibt es ausser einer bunt zusammen gewürfelten Hausgemeinschaft, die sich garnicht sonderlich gut kennt erstmal niemand. Aber auch die Bewohner sind eigentlich nicht „standart“. Aber was bedeutet das eigentlich? Wie erwartet die Gesellschaft denn, dass man zu sein hat? Und wer erfüllt das überhaupt?
Geschrieben wurde das Buch von Vera Zischke, einer für eine Zeitung schreibenden Journalistin. „Pina fällt aus“ ist ihr zweiter Roman. Ihr Debüt „Ava liebt noch“ habe ich (noch) nicht gelesen, steht aber jetzt auch auf meiner Wunschliste.
Erschienen ist das Buch bei List, der zu den Ullstein Buchverlagen gehört. Der Roman umfasst 302 Seiten und ist eingeteilt in 26 angenehm lange Kapitel.
Mir hat die Art mit der Vera Zischke ihre Geschichte erzählt sehr gefallen. Ich habe auch keine Warmlaufzeit gebraucht und war gleich mitten in der Geschichte. Die Charaktere sind so schön angelegt und ausgestaltet, dass sie wirklich ins Herz gehen. Es ist eine sehr ruhige und langsame Erzählweise. Eigentlich passiert garnicht viel und doch passiert alles. Die Autorin scheint garnicht wütend und äussert dennoch so viel Kritik an unserer Gesellschaft und deren Umgang mit allen die nicht der Norm entsprechen.
Man braucht glaube ich ein bisschen Affinität für das Thema.Für jeden ist der Roman bestimmt nichts. Mir hat er sehr gut gefallen und ich kann ihn bedenkenlos weiter empfehlen an alle, die sich beim Lesen nicht nur unterhalten lassen wollen, sondern bereit sind nachzudenken.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Wann war ein Leben ein Gutes?

Das gute Leben
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Das gute Leben

Anni ist tot. Die Anni, die als junge Frau schwanger von Rumänien nach Deutschland ging, als Alleinerziehende beim Quelle Versand so viele Jahre gearbeitet hat, sich ein Haus erarbeitet ...


Das gute Leben

Anni ist tot. Die Anni, die als junge Frau schwanger von Rumänien nach Deutschland ging, als Alleinerziehende beim Quelle Versand so viele Jahre gearbeitet hat, sich ein Haus erarbeitet hat. Das ist doch was. Oder was genau macht ein gutes Leben aus?
Geschrieben wurde das Buch von Nadine Schneider. Sie hat bereits die Bücher „Drei Kilometer“ und „Wohin immer ich gehe“ geschrieben. Dies ist allerdings das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe.
Erschienen ist das Buch im Fischer Verlag. Es umfasst 303 Seiten und ist eingeteilt in 62 angenehm kurze Kapitel. Abwechselnd wird Annis Geschichte und in der Gegenwart die ihrer Enkelin Christina erzählt.
Insgesamt wird von vier Generationen starker Frauen berichtet: Annis Mutter in Rumänien, Anni, deren Tochter Helene und Christina. Die Männer spielen eine sehr untergeordnete Rolle. Teilweise haben mich die abrupten Wechsel irritiert. Ich war mir nicht immer sicher, ob wir jetzt in Rumänien oder in Nürnberg sind und bei welcher der Frauen. Die ruhige Art mit der Nadine Schneider ihre Geschichte erzählt hat mich sehr fasziniert. Mir erschien vieles sehr gut recherchiert und/oder aus der eigenen Geschichte. Ich konnte den Zeitgeist sehr gut nachempfinden und gerade das für Anni so wichtige Quelle Unternehmen wurde perfekt beschrieben. Ich habe ein paar Mal beim Lesen gestoppt um parallel im Internet über die Familie Schickedanz, das Quelle Gebäude oder das Logo, das ich nicht mehr auf dem Schirm hatte, zu recherchieren. Gegen Ende war mir aber das Tempo doch etwas arg langsam, da hätte ich mir ein bisschen mehr Handlung gewünscht.
Das Buch macht mich nachdenklich. Es widmet sich ganz eindrücklich dem großen Thema, wann ein Leben ein Gutes war.

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