Ein gelungener Abschlussband
Bridgerton - Gregory & LucyDas Original wurde von Julia Quinn verfasst. Gregory&Lucy wurde übersetzt von Petra Lingsminat. Außer der zweite Epilog, der wurde von Ira Panic übersetzt.
Was bedeuten fünf Sterne für mich? Das Buch ...
Das Original wurde von Julia Quinn verfasst. Gregory&Lucy wurde übersetzt von Petra Lingsminat. Außer der zweite Epilog, der wurde von Ira Panic übersetzt.
Was bedeuten fünf Sterne für mich? Das Buch hat meine Erwartungen weit übertroffen und ich kann nur wenig meckern.
Schon so lange träumt Gregory davon, genau wie seine Geschwister, endlich seine Große Liebe zu finden. Als er dann eines Tages eine Gesellschaft besucht, trifft er auf die junge Hermione Watson. Innerhalb weniger Sekunden ist es um ihn geschehen doch das Problem: Hermione zeigt keinerlei Interesse an ihm. Doch was nicht kann, kann noch werden und so versucht er das Herz der jungen Dame zu erobern. Zur Hilfe eilt ihm dabei Lucinda Abernathy (Lucy), die beste Freundin der jungen Miss Watson. Doch was geschieht, wenn es stattdessen zwischen Gregory und Lucy funkt?
Der Schreibstil wer wieder sehr flüssig und einfach gehalten, wodurch die Seiten nur dahingeflogen sind.
Bereits beim Lesen des Prologes spürte ich mein Herz rasen. Hier wird uns eine Szene aus dem späteren Verlauf des Buches gezeigt, die meine Neugier weckte. Ab Kapitel eins wird die Geschichte in chronologischer Reihenfolge erzählt und der Leser erfährt allmählich wie es zu den Ereignissen aus dem Prolog gekommen ist. Dabei zeigt sich, dass es in diesem Band ein Liebesdreieck gibt, oder wie ich sagen würde Liebeswinkel. Tendenziell bin ich kein Fan davon, aber in dieser Geschichte hat es wirklich sehr gut funktioniert, zumindest meiner Meinung nach. Ich glaube auch, dass es daran lag, dass Lucy und Hermione so gute Freunde sind.
Gregory ist ein hoffnungsloser Romantiker, der an die Liebe auf den ersten Blick glaubt. Er hat auch genaue Vorstellungen davon, wie es nach einem solchen Moment weitergehen sollte. Doch in diesem Band musste er lernen, dass die Realität eine ganz andere ist.
Lucy ist die vernünftige und bereits quasi verlobt. Zwar liebt sie ihren quasi Verlobten nicht, doch sie schätzt sich glücklich darüber, dass ihr ein guter Mann zugeteilt wurde. Doch sie muss damit fertig werden, dass sie sich in einen anderer Mann verliebt hatte. Dazu noch einen, den sie eigentlich mit ihrer besten Freundin verkuppeln will. Dabei entsteht ein innerer Konflikt zwischen Vernunft und Gefühl (die Jane Austen Anspielung ist gewollt).
Beide Protagonisten versuchen im Laufe des Buches eine Antwort auf die Frage zu finden, was Liebe überhaupt ist und wie sie sein sollte. Das finde ich ist, besonders für einen Abschlussband, ein wirklich tolles Motiv.
Für mich war das definitiv einer der spannendsten Bände in der Reihe, wenn nicht sogar der spannendste. Besonders zur zweiten Hälfte hin musste ich mich wirklich dazu zwingen das Buch aus der Hand zu legen.
Ich glaube das einzige, was mir nicht gefallen hat ist wirklich der erste Epilog. Nach allem, was zuvor kam war dieser für mich enttäuschend. Der zweite Epilog hingegen hat es wieder gut gemacht. Ich sage dazu nur so viel: Es hat genauso geendet wie es angefangen hat, nämlich mit Herzrasen.