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Veröffentlicht am 19.10.2020

eine rührende Geschichte

Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln
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Theos Leben wird kontrolliert von seiner durch ein Trauma ausgelöste Angst. Doch unter dem Trauma leidet nicht nur Theo sondern seine ganze Familie - Vor allem seine Schwester Marie, die von ihren Eltern ...

Theos Leben wird kontrolliert von seiner durch ein Trauma ausgelöste Angst. Doch unter dem Trauma leidet nicht nur Theo sondern seine ganze Familie - Vor allem seine Schwester Marie, die von ihren Eltern vernachlässigt wird und Theo beschützt. Und dann gibt es da auch noch den neuen Schüler Samuel, der mit seinem ganz eigenen Schicksal zu kämpfen hat…

Protagonisten des Romans sind Theo, seine Schwester Marie und der neue Schüler Samuel.
Theo ist sehr passiv und verschlossen. Dies liegt vor allem an seinem Trauma und der daraus resultierenden Angst.
Marie ist überfürsorglich und macht es Theo dadurch zum Teil zu leicht. Hierdurch erschwert sie es ihm aber unbewusst, sein Trauma zu überwinden.
Und dann gibt es noch Samuel, der selbst nicht so wirklich weiß, wer er eigentlich sein will.
Leider konnte ich mich mit keinem der Protagonisten wirklich anfreunden. Zwar sind sie alle glaubhaft dargestellt, jedoch handeln sie oft irrational, was mich doch zum Teil genervt hat. Auch sind sie alle sehr verschlossen, wodurch es noch schwerer war, eine Bindung zu ihnen auf zu bauen.

Erzählt wird die Geschichte abwechselt aus Sicht der drei Protagonisten.
An sich hat mir dies gut gefallen. Jedoch war Theos Sicht oft überflüssig.
Dieses Gefühl hatte ich zu Beginn auch bei den anderen beiden Protagonisten. So hat sich das Buch für mich in zwei Teile geteilt.
Die ersten Hälfte hat sich gezogen und zwischenzeitlich war es wirklich ein Kampf, überhaupt weiterzulesen, da kaum etwas passiert ist.
Im der zweiten Hälfte ändert sich dies zum Glück. Die Charaktere öffnen sich und es werden Emotionen vermittelt. Man erfährt mehr über die Umstände von Theos Trauma und über Samuel früheres Leben, wodurch ich auch ihr Handeln besser nachvollziehen konnte.
Dass im Buch auch das Thema „zweite Chancen“ angesprochen wird, hat mir gut gefallen, da es sehr passend und glaubwürdig eingebaut wurde. Auch die Beziehung von Samuel und Marie, die sich schnell entwickelt, war eine nette Ergänzung.

Alles in allem eine rührende Geschichte über Trauma, Vergebung und zweite Chancen, der aber zum Teil die Emotionen gefehlt haben.

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Veröffentlicht am 20.08.2020

Ein nettes Buch für Zwischendurch

This is not a love scene
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Die Bücher ihrer Großmutter haben die Familie zerstört - zumindest ist Iris dieser Ansicht. Als die Bücher nun auch noch verfilmt und sie Teil der Produktion werden soll, steht für Iris eines fest: Sie ...

Die Bücher ihrer Großmutter haben die Familie zerstört - zumindest ist Iris dieser Ansicht. Als die Bücher nun auch noch verfilmt und sie Teil der Produktion werden soll, steht für Iris eines fest: Sie muss die Produktion stoppen! Nur hat sie nicht damit gerechnet, dass ihr sowohl die Crew als auch die Geschichte so sehr ans Herz wachsen würden…

Die Protagonistin Iris ist zu Beginn wegen ihrer Meinung zum Film ein sehr anstrengender Charakter, weil sie alles schlecht macht und sich querstellt. Jedoch lernt sie im Verlauf, dass auch ihr die Bücher weiterhelfen können. So wird sie verantwortungsbewusster, mutiger und selbstsicherer.
Iris größter Unterstützer ist Eamon, der Teil des Films ist. Er bringt Iris die Geschichte näher und hilft ihre dabei ihre Probleme und Ängste zu überwinden.
Hierbei hat mir sehr gut gefallen, dass die Liebesgeschichte der beiden nicht so im Vordergrund gestanden hat sondern Iris Entwicklung.

Bevor ich das Buch gelesen habe, dachte ich, dass es sich um eine leichte Sommergeschichte handelt. Umso überraschter war ich, wie viele Themen und Probleme angesprochen wurden. Irgendwie war es dann aber insgesamt thematisch zu viel und die Probleme wurden zu leicht gelöst. So wurden den Themen die Ernsthaftigkeit und Schwere genommen, wodurch die Geschichte viel an Tiefe eingebüßt hat. Auch habe ich zum Teil den Roten Faden vermisst, da sich die Themen für mich irgendwie nicht zu einem Ganzen zusammen gesetzt haben.
Der Aspekt der Filmproduktion hat mir sehr gut gefallen. Jedoch konnten auch hier die Probleme sehr leicht gelöst werden, wodurch den Geschichte an Glaubwürdigkeit verloren hat. So fehlte dem Filmteam meiner Meinung nach die Professionalität und die daraus resultierenden Fehler konnte sehr leicht ohne Fachpersonal gelöst werden. Darüber muss man aber wohl einfach hinwegsehen.

Alles in allem ist es ein nettes Buch für Zwischendurch, in dem viele wichtige Themen - zumindest oberflächlich - behandelt werden. Leider fehlten der Geschichte aber zum Teil Glaubwürdigkeit und Tiefe.

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Veröffentlicht am 06.08.2020

Ein nettes Buch für Zwischendurch

Kiss the Bodyguard, Band 2 - Kiss Me Twice
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Als weiblicher Bodyguard erhält Silver nur wenige Aufträge, weswegen sie von ihrem Chef in den Urlaub nach Kanada geschickt wird. Dort trifft sie auf Prescot, Prinz von Nova Scotia, der sie prompt als ...

Als weiblicher Bodyguard erhält Silver nur wenige Aufträge, weswegen sie von ihrem Chef in den Urlaub nach Kanada geschickt wird. Dort trifft sie auf Prescot, Prinz von Nova Scotia, der sie prompt als Undercoverbodyguard einstellen will. Sie soll seine Freundin spielen und ihn gleichzeitig beschützen. Doch für Silver ist Precot schnell viel mehr als ihr Job…

Ich würde sagen, diese Geschichte ist ein klassischer Fall von Gegensätze ziehen sich an! Silver ist sehr ernst und Prescot doch ziemlich kindisch - in manchen Fällen vielleicht auch etwas zu kindisch - aber im Großen und Ganzen passen die beiden gut zusammen, weil sie sich in ihren Eigenschaften ergänzen.

Die Handlung an sich ist natürlich die eines klassischen Liebesromans, wobei es hier durch den Bodyguard-Aspekt auch ein wenig Action gab. Diese Action war für mich zwar nicht immer so angebracht, hat mich aber auch zum Schmunzeln gebracht, weil so absurde Sachen passiert sind.
Die Tatsache, dass sowohl Ryan aus „Kiss me Once“ als auch Silver aus „Kiss me Twice“ nicht besonders gut in ihrem Job sind, finde ich ziemlich witzig, weil beide durch ihre Liebe zu ihrem Klient erkannt haben, dass der Job doch nichts für sie ist.
An sich mochte ich die Handlung, vor allem weil man viele Charaktere schon kannte. Was mich gestört hat, ist das Ende, das im Vergleich zur vorherigen Handlung doch etwas abrupt kam. Vor allem das Drama, dass hier noch eingebaut wurde, hätte nicht umbedingt sein müssen, obwohl die Sache natürlich noch aufgelöst werden musste. Statt diesem Drama hätte ich vielleicht lieber noch etwas im Bezug auf Silvers Vater erfahren.

Alles in allem ein nettes Buch für zwischendurch, das mit viel Humor und einer etwas anderen Liebesgeschichte überzeugen kann. Jedoch fehlt mir an manchen Stellen doch das gewisse Etwas.

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Veröffentlicht am 04.03.2020

Kein Muss aber auch kein Fehlkauf

Finding Back to Us
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Da mir das Cover der Neuauflage so gut gefallen hat, musste ich es mir natürlich kaufen. Leider konnte es meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden.

Inhalt:

Callies Mutter starb in ihrer frühen Kindheit. ...

Da mir das Cover der Neuauflage so gut gefallen hat, musste ich es mir natürlich kaufen. Leider konnte es meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden.

Inhalt:

Callies Mutter starb in ihrer frühen Kindheit. Als Callie 10 ist lernt ihr Vater eine neue Frau kennen, die einen Sohn Namens Keith hat, der 2 Jahre Älter als sie ist. Schon damals spüren die beiden eine starke Verbindung zueinander. Doch als Callies Vater bei einer Fahrstunde mit Keith stribt ist eines für Callie klar; Zwischen ihr und Keith wird es nie so sein, wie es einmal war. Als Keith dann auch noch zu seinem Vater zieht, beschließt Callie, dass sie Keith nie wieder sehen will.
7 Jahre später fährt Callie in den Semesterferien zurück nach hause, da sie den Sommer mit ihrer Schwester verbringen will. Was ihre Schwester ihr jedoch verheimlicht hat; auch Keith kehrt nach hause zurück! Sofort flammt der aufgestaute Hass in Callie auf, jedoch kommen auch die Gefühle von früher wieder zurück. Für Callie stellt sich die Frage: Kann sie Keith jemals verzeihen?


Cover und Schreibstil:

Das Cover gefällt mir unglaublich gut. Durch das sortiere Chaos aus Grün- und Goldtönen wird Callies Zerrissenheit schon auf dem Cover dargestellt. Durch das Design passt das Roman außerdem gut zu „Falling Fast“ und „Flying High“. Die neueren Romane der Autorin sehen also auch zusammen super aus.
Auch Bianca Iosivonis Schreibstil ist angenehm. Der Schreibstil ist sehr flüssig wodurch man gut durch dem Roman geführt wird.


Charaktere:

Callie war mir von Beginn an sehr sympathisch. Mit ihrer Schwester und ihrer Stiefmutter geht sie sehr liebevoll um, nur mit Keith hat sie so ihre Probleme. Vor allem, dass sie ihn attraktiv finden macht ihr sehr zu schaffen. Für mich war Callies Wut auf Keith sehr verständlich, da er damals einfach verschwunden ist und sie dadurch nie die Chance hatte die Geschehnisse auf zu arbeiten, vor allem da Keith damals nach ihrem Vater ihre wichtigste Bezugsperson war. Gestört hat mich jedoch, dass sie Keith, der eindeutig nichts für den Unfall konnte, wie einen Mörder dargestellt hat, der ihren Vater mutwillig getötet hat.
Keith hat mich am Anfang ziemlich genervt. Er war so arrogant im Umgang mit Callie. Statt ihr beim Verarbeiten ihres Traumas zu helfen, hat er ihr unter die Nase gerieben, dass sie den „Mörder“ ihres Vaters attraktiv findet. Das war zwar eventuell einfach nur Selbstschutz, da er nicht anders mit Callies Hass und seinen Gefühlen für sie umgehen konnte aber trotzdem einfach nicht in Ordnung. Zur Mitten hin wurde er dann aber auch schnell sympathisch. Vor allem sein Umgang mit Callies Schwester hat ihm bei mit ordentliche Pluspunkte eingebracht.


Meinung:

Was mir am Roman überhaupt nicht gefallen hat war, dass es eigentlich keine Nebencharaktere sondern eher sowas wie „Statisten“ gab. Auf keinen, außer vielleicht Callies Schwester, wurde genauer eingegangen. Auch Parker, über den ja sogar noch ein Roman erschienen ist, wurde nur ganz oberflächlich angesprochen, obwohl er angeblich Callies bester Freund ist. Durch dieses Fehlen von interessanten Nebencharakteren, zog sich der Roman in großen Teilen, da einfach nichts passierte.
Gefallen hat mir vor allem wie gut der Titel die Handlung der Geschichte wiedergibt. Auf jeden Fall passender als „Was auch immer geschieht“.
Alles in allem mochte ich zwar die Hauptcharaktere, jedoch fehlten mir einfach andere interessante Personen. Auch die Geschichte war jetzt nicht umbedingt was neues, dafür aber relativ gut umgesetzt. Somit ist das Ganze zwar nicht neues aber trotzdem für zwischendurch gut geeignet. Kein Muss aber trotz kleinerer Schwächen auch kein Fehlkauf.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Leider kein Slow Burn

In Her Own League
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In „In Her Own League“ geht es um die Teambesitzerin Reese sowie den Trainer Monty. Obwohl beide sich zueinander hingezogen fühlen, versuchen sie, Distanz zu wahren, um ihren Ruf nicht zu gefährden …

Auch ...

In „In Her Own League“ geht es um die Teambesitzerin Reese sowie den Trainer Monty. Obwohl beide sich zueinander hingezogen fühlen, versuchen sie, Distanz zu wahren, um ihren Ruf nicht zu gefährden …

Auch wenn mir die Bücher von Liz Tomforde eigentlich zu spicy sind, greife ich immer wieder gerne zu ihnen, da ich Sportsromance liebe und zudem den Schreibstil der Autorin als sehr mitreißend empfinde. Darüber hinaus überzeugt sie mit liebenswerten Charakteren im Sinne einer großen Found Family. All diese Punkte haben mir auch in diesem Buch wieder zugesagt, jedoch hat mich ein Aspekt enttäuscht – und das war die Liebesgeschichte.

Die Nähe zwischen Monty und Reese habe ich als zu erzwungen erlebt. Das One-Bed-Trope lese ich sowieso nicht gerne und in diesem Buch taucht es bereits innerhalb des ersten Viertels auf. Angesichts des Angestelltenverhältnisses zwischen den Protagonisten habe ich es so früh als unpassend und unangenehm wahrgenommen. Im Verlauf konnte mich die Liebesgeschichte zwar mehr packen, jedoch gab es für meinen Geschmack zu viele Missverständnisse, weil die beiden lange an ihrem schlechten ersten Eindruck festhalten.

Etwas enttäuscht hat mich zudem, wie Monty in diesem Buch aufgetreten ist. Bei mir hat er einige Sympathiepunkte eingebüßt, was vorrangig an seiner Doppelmoral lag: Einerseits kritisiert er andere aufgrund ihres sexistischen Verhaltens, während er sich andererseits gegenüber Reese selbst so verhält, als wüsste er vieles besser. Den Umgang von Monty mit seinen Spielern und seiner Familie mochte ich hingegen wieder sehr – diese Szenen waren für mich das Highlight des Buches.
Reese war mir durchaus sympathisch. Zwar verhält auch sie sich teilweise unprofessionell, jedoch wurden ihre Selbstzweifel sowie die Kämpfe, die sie aufgrund ihrer Tätigkeit in einer Männerdomäne ausfechten muss, anschaulich und einfühlsam geschildert.

Alles in allem lässt mich das Buch zwiegespalten zurück: Zwar mochte ich die Found-Family-Momente wieder sehr, jedoch konnte mich die Liebesgeschichte leider nicht überzeugen.

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