Der Mut, zu seinen Gefühlen zu stehen
PlaymakerMaddie und Cameron sind von Kindesbeinen an beste Freunde. Irgendwann ist es für beide mehr, doch ein tragisches Ereignis führt dazu, dass Cameron sich von der Welt abschottet und Maddie von sich stößt.
Als ...
Maddie und Cameron sind von Kindesbeinen an beste Freunde. Irgendwann ist es für beide mehr, doch ein tragisches Ereignis führt dazu, dass Cameron sich von der Welt abschottet und Maddie von sich stößt.
Als sie sich sechs Jahre später wieder etwas annähern, flammen die bis dahin unterdrückten Gefühle wieder auf, doch aus Angst wieder zu viel zu fühlen und danach erneut einen Verlust zu erleiden, zögert Cameron, sich komplett auf Maddie einzulassen.
Zu der Angst, sich seine Gefühle einzugestehen, kommt noch hinzu, dass Maddie die Schwester seines besten Freundes ist, den er nicht verlieren möchte, was seiner Meinung nach unweigerlich geschehen würde. Und dann ist da noch sein Vater, der bereits alles für seine Profisportlerkarriere geplant und in die Wege geleitet hat. All das scheinen unüberwindbare Hürden für eine Beziehung zu sein.
Die Kapitel werden abwechselnd aus Sicht von Maddie und Cameron geschrieben. In den wenigen Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, erfährt man, was zu diesem Zerwürfnis geführt hat und wie beide damit umgegangen sind.
Das Cover passt gut zur Geschichte und auch der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, so dass man gut in die Geschichte hineinkommt. Man kann regelrecht spüren, wie zerrissen Cameron ist, denn einerseits möchte er Maddie das geben, was sie verdient, aber andererseits möchte er diejenigen, die stolz auf ihn sein sollen, nicht enttäuschen, was seiner Meinung nach jedoch unweigerlich passieren würde, wenn er seinem Herzen folgt.
In dieser Geschichte geht es darum, wie unterschiedlich Menschen mit einem Verlust umgehen. Es geht darum, endlich den Mut zu haben, sich seine Gefühle einzugestehen und vor allem zu prüfen, ob die Zukunft, die andere vorgegeben haben, auch wirklich die Zukunft ist, die man selbst einschlagen würde, oder ob man diesen Weg nur geht, um irgendwelchen Erwartungen gerecht zu werden.
Mit hat die Geschichte gut gefallen, doch letztendlich hat mir noch irgendetwas gefehlt, um mich komplett abzuholen. Zudem fand ich, dass es der Geschichte keinen Abbruch getan hätte, wenn man die eine oder andere spicy Szene weggelassen hätte.