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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2026

Geliebte Lebensbegleiter

Penny, Prince und Ginny
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Brian Sewells "Penny, Prince und Ginny - Die Hunde meines Lebens" ist eine Hommage an den besten Freund des Menschen.

Insgesamt 17 Hunde begleiteten den Autor in acht Jahrzehnten durchs Leben. Jeder Einzelne ...

Brian Sewells "Penny, Prince und Ginny - Die Hunde meines Lebens" ist eine Hommage an den besten Freund des Menschen.

Insgesamt 17 Hunde begleiteten den Autor in acht Jahrzehnten durchs Leben. Jeder Einzelne von ihnen mit seiner ganz eigenen Geschichte, die Sewell uns mit viel Liebe und Respekt, aber auch offen und ehrlich ohne zu beschönigen, in wunderbaren Worten erzählt.
Denn viele der Hunde, die sich Brian Sewell ausgesucht hat oder die ihn ausgesucht haben oder sonstwie den Weg in sein Heim und Herz fanden, hatten ihr Päckchen "Vorleben" dabei. Ausgesetzt, misshandelt oder verletzt waren sie nicht immer bereit, sich in ihr neues Leben mit Mensch und anderen Artgenossen zu integrieren. Mit bewundernswerter Geduld und Empathie gelingt es Sewell aber jedesmal aufs Neue, jedem seiner Hunde das bestmögliche Leben zu bieten und ihre Eigenheiten zu tolerieren, manchmal bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus.

Neben den vielen kleinen und großen Anekdoten wie die Hunde zu Sewell gekommen sind und was er mit ihnen erlebt hat, ist ein großer Teil des Buches aber den Abschieden gewidmet. Sewell schildert auch hier sehr emotional die schweren Wege die er gemeinsam mit seinen Hunden gegangen ist, den Schmerz der mit jedem neuen Abschied größer wurde, bleibt dabei aber selbstkritisch, dass ihm das nicht immer hundertprozentig gelungen ist.

Ein weiteres Highlight des Buches sind die wunderbaren Zeichnungen von Sally Ann Lasson, die die Geschichten passend illustrieren.

Absolute Leseempfehlung, nicht nur für Hundemenschen.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Spannende Mörderjagd auf Island

Schlafende Vulkane
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Mit "Schlafende Vulkane" haben der schwedische Autor Michael Hjorth und sein isländischer Kollege Bjarni Thorsson in ihrer ersten Zusammenarbeit eine echte Punktlandung hingelegt.

Als eine nackte Tote ...

Mit "Schlafende Vulkane" haben der schwedische Autor Michael Hjorth und sein isländischer Kollege Bjarni Thorsson in ihrer ersten Zusammenarbeit eine echte Punktlandung hingelegt.

Als eine nackte Tote in einem Pferdestall aufgefunden wird, muss aufgrund von Personalmangel die unerfahrene Ermittlerin Helga Jónsdóttir den Fall übernehmen. Schnell wird klar, dass die alleinerziehende Mutter einem Sexualdelikt zum Opfer gefallen ist und ihr zehnjähriger Sohn vor dem mutmaßlichen Mörder in die Lavafelder geflüchtet ist. Gemeinsam mit dem Verkehrspolizisten Bjarki und dessen Suchhündin Salka macht sich Helga auf die Suche nach dem Jungen. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord und es zeichnet sich ab, dass hier ein Serientäter am Werk ist.

Bedingt durch den permanenten Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten, neben Helga und Bjarki fand ich besonders die Kriminaltechnikerin Yvette sehr spannend, und den kurz gehaltenen Kapiteln bleibt die Spannung immer hoch. Dazwischen bekommen wir in einzelnen, kursiv geschriebenen Kapiteln einen tiefen Einblick in die kranke Gedankenwelt des Mörders und die menschlichen Abgründe im Darknet. Ich empfand die Charaktere allesamt gut ausgearbeitet, mit Ecken und Kanten, mit spannenden Lebensläufen und Lebenssituationen, die ihre Handlungen oftmals bestimmen, wenn auch nicht immer im positiven Sinne. Die raue und karge Landschaft Islands sorgt natürlich auch für eine packende Atmosphäre.

Definitiv ein sehr gelungener Reihenauftakt, spannend bis zum Ende, auch wenn dieses keine wirklich überraschenden Wendungen aufzubieten hatte, die es aber auch nicht gebraucht hat. Ich freue mich schon auf Band 2 und bin gespannt, wie es mit Helga, Bjarki und Yvette weitergeht, der kleine Cliffhanger im Epilog verspricht da ja interessante Verwicklungen.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Dire Bound
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Dire Bound von Sable Sorensen ist der Auftakt einer Dilogie, die uns tief in die dunkle Welt von Nocturna führt, einer Welt im Krieg zwischen vermeintlich Gut und Böse.

Mitten in dieser unsicheren Welt ...

Dire Bound von Sable Sorensen ist der Auftakt einer Dilogie, die uns tief in die dunkle Welt von Nocturna führt, einer Welt im Krieg zwischen vermeintlich Gut und Böse.

Mitten in dieser unsicheren Welt kämpft die junge Meryn Cooper für sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Saela wortwörtlich ums Überleben in den Armenvierteln der Hauptstadt Sturmfrost. In Kampftechniken ausgebildet von ihrem Nachbarn Igor verdient sich Meryn ihr Geld in dunklen Spelunken mit Kämpfen gegen vermeintlich übermächtige Gegner. Einziger Lichtblick ist für Meryn ihre große Liebe Lee, ein Kurier des Königs, der hoch über der Stadt im Schloss residiert.
Als Meryns Schwester Saela entführt und vermutlich ins verfeindete Astreona verschleppt wird, bricht für Meryn ihr bisheriges Leben zusammen und sie schwört ihre Schwester zu finden und zu befreien. Dazu muss sie an die Front, der einzige Weg dahin ist der Eintritt in die Armee. Ausgerechnet jetzt steht für die neuen Rekruten eine Prüfung an, die in unregelmäßigen Abständen stattfindet. Eine Prüfung, an deren Ende der Tod oder die Verbindung mit einem Schattenwolf steht. Wer die Prüfung überlebt aber nicht von einem Wolf erwählt wird, wird umgehend an die Front geschickt, Meryns Wunsch und Ziel. Aber es kommt anders, denn Meryn schafft die Prüfung und wird von Anassa, der mächtigsten Schattenwölfin erwählt und die Rettung ihrer Schwester rückt in weite Ferne, denn sie muss sich nun gemeinsam mit Anassa einer mehrmonatigen Ausbildung unterziehen, eine Flucht ist unmöglich, denn das würde sowohl ihren Tod als auch den der Wölfin bedeuten.

Von der ersten Seite an entwickelt sich eine facettenreiche Welt, die gutdosiert aufgebaut ist und mich schnell in ihren Bann gezogen hat, die aber noch mehr hergeben könnte. Die Hauptprotagonistin Meryn Cooper war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn manche ihrer Entscheidungen mir das eine oder andere Augenrollen beschert hat, aber im Hinblick auf ihre Lebenssituation und Erfahrungen nachvollziehbar sind. Besonders interessant empfand ich auch ihren Gegenspieler Stark Therion, der die spannendste Entwicklung durchmacht. Highlight sind natürlich die Schattenwölfe, die Verbindung zu ihren menschlichen Partnern und die Ausbilung der neuen Verpaarungen. Die Brutalität mit der diese einhergeht ist heftig, hat mich aber nicht wirklich gestört, ganz im Gegensatz zu den spicy Szenen, die in meinen Augen nicht nur nicht notwendig waren für die Geschichte, sondern diese in ihrem Fluss eher gestört haben. Aber das ist auch der einzig wirkliche Kritikpunkt für mich.

Insgesamt ist "Dire Bound" definitiv mein erstes Lesehighlight in diesem Jahr, spannend von der ersten bis zur letzten Seite, mit vielen Wendungen, die man teilweise schon erahnt, aber auch mit überraschenden Entwicklungen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Von mir klare Leseempfehlung und fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Blicke hinter die Kulissen

Was dein Leben leichter macht
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Auch wenn psychische Probleme heutzutage offener kommuniziert werden und der Gang zum Psychotherapeuten immer normaler wird, bestehen doch nach wie vor Berührungsängste, Unsicherheiten und Fragen zum Thema. ...

Auch wenn psychische Probleme heutzutage offener kommuniziert werden und der Gang zum Psychotherapeuten immer normaler wird, bestehen doch nach wie vor Berührungsängste, Unsicherheiten und Fragen zum Thema. Die inzwischen sehr umfangreiche Literatur mit ihren diversen Tipps, Anleitungen und Herangehensweisen hilft da oftmals nicht wirklich weiter.

Sina Haghiri beschreitet mit seinem Buch "Was dein Leben leichter macht - Die 20 wichtigsten Erkenntnisse der Psychologie, um dich und andere besser zu verstehen" einen anderen Weg. Wie er es selbst in seinem Vorwort schreibt, soll es nicht um eine Sammlung von Tipps gehen, sondern er möchte bei den Lesenden ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise unserer Psyche erreichen.

Und genau das ist Haghiri in meinen Augen gelungen. Anhand von vielen Beispielen aus seiner Praxis, aber auch eigenen Erfahrungen, sowie spannenden Ausflügen in die Geschichte der Psychologie/Psychotherapie mit Einblick in diverse Studien und Methoden spannt sich ein Bogen über alle Bereiche des Lebens.
Thematisch aufgeteilt ist das Buch in vier Hauptkategorien - Alltag, Psyche, Gesellschaft, Gesundheit - denen jeweils fünf Unterthemen zugeordnet sind. Jedes Kapitel ist in sich abgeschlossen, so dass man ganz nach eigenem Bedürfnis die Reihenfolge wählen kann.
Der Autor versteht es durch seinen Schreibstil auch schwierige Zusammenhänge verständlich zu vermitteln, stimme aber seiner Empfehlung durchaus zu nach jedem Kapitel eine Pause einzulegen um das Gelesene zu reflektieren.

Für mich persönlich hatte die Lektüre viele Aha-Momente und ich werde es sicherlich noch häufiger in die Hand nehmen.
Von mir eine klare Leseempfehlung mit der Hoffnung verbunden, dass dieses Buch eine breite Leserschaft findet um mehr Verständnis für unsere Mitmenschen zu erreichen.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Schottische Leichen im Keller

Mord & Breakfast
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Melody Moss, Journalistin in London, verliert unverhofft ihren Job. Doch das Schicksal meint es gut mit ihr, denn am selben Tag erreicht sie ein Anruf aus Schottland mit der frohen Botschaft,  dass sie ...

Melody Moss, Journalistin in London, verliert unverhofft ihren Job. Doch das Schicksal meint es gut mit ihr, denn am selben Tag erreicht sie ein Anruf aus Schottland mit der frohen Botschaft,  dass sie Alleinerbin des B&B-Hotels ihrer kürzlich verstorbenen Tante Mabel ist.
Im idyllischen Seagull Bay angekommen, stellt Melody sehr schnell fest, dass ihre Tante bei den Einwohnern nicht besonders beliebt war und in ihr keimt der Verdacht, dass der Tod ihrer Tante wohl kein Unfall war. Mit ihrer journalistischen Spürnase macht sich Melody auf die Suche nach der Wahrheit und bald hat sie eine ganze Reihe von Verdächtigen, die guten Grund hatten, ihre Tante zum Schweigen zu bringen.

Bereits das wunderschön gestaltete Cover stimmt auf den Schauplatz der Handlung ein und die bildhafte Beschreibung von Seagull Bay versetzt mit Leichtigkeit in die Szenerie, so dass man fast die salzige Meeresluft zu schnuppern scheint.
Die Hauptprotagonistin Melody Moss war mir auf Anhieb sympathisch, mit der genau richtigen Mischung aus Bodenständigkeit, gesundem Menschenverstand, Neugier, Intelligenz und Abenteuerlust. Auch die anderen Charaktere, mit ihren teils schrulligen Angewohnheiten waren gut ge- aber nie überzeichnet. Highlight für mich war Cheddar, die niedliche Bulldogge.
Zug um Zug werden die Abgründe einiger Dorfbewohner aufgedeckt und die Spannung durch diverse Wendungen aufrechterhalten. Auch die Romantik findet ihren Platz, wobei sie jedoch angenehm im Hintergrund bleibt.

"Mord & Breakfast" von Anne Gordon ist ein kurzweiliger Wohlfühlkrimi der mir großen Lesespaß bereitet hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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