Viel zu viel Drama, viel zu wenig Story
Bookishly Ever AfterIn „Bookishly ever after“ geht es um zwei konkurierende Buchläden, Klavierstunden und das anstrengende Dating-Leben in Washington.
Das Taschenbuch von Mia Page ist 2025 bei dtv erschienen. Die Geschichte ...
In „Bookishly ever after“ geht es um zwei konkurierende Buchläden, Klavierstunden und das anstrengende Dating-Leben in Washington.
Das Taschenbuch von Mia Page ist 2025 bei dtv erschienen. Die Geschichte umfasst knapp 400 Seiten und wurde von Niklas Wagner ins Deutsche übersetzt.
Der Schreibstil der Autorin liegt mir leider nicht so sehr. Die erste Hälfte hat sich sehr zäh in die Länge gezogen und hat mich tödlich gelangweilt. Dafür raste die Handlung in der zweiten Hälfte umso schneller. Hätte ich meinem Impuls, das Lesen des Buches abzubrechen nachgegeben, hätte ich gar nicht gemerkt, dass die zweite Hälfte deutlich interessanter ist.
Die Szenerie wird so gut wie gar nicht beschrieben. Es wird zwar gefühlt alle zwei Seiten über die Community geschrieben aber leider nicht im Detail. So hatte das vermutlich erwünschte Kleinstadt-Feeling keine Chance aufzukommen. Lediglich in einer Szene wurde näher darauf eingegangen aber über die fast 400 Seiten ist das einfach zu wenig.
Ähnlich ist es mit den Figuren. Die Geschichte ist lang genug, um zumindest die Protagonisten detaillierter zu beschreiben. Stattdessen werden sehr viele Wörter dafür genutzt, die miserable Datingszene in D.C. immer und immer wieder zu bejammern. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich keine Beziehung zur weiblichen Protagonistin aufbauen konnte und mir ihre Handlungen bis zuletzt immer wieder völlig abwegig vorkamen. Ich finde die Figuren insgesamt ziemlich unecht und schwierig zu verstehen. Es ist viel zu viel Drama in diesem Buch und viel zu wenig Geschichte.
Fazit: Leider kein neues Lieblingsbuch.