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Veröffentlicht am 18.03.2024

Macht Lust auf Urlaub

Fünf Tage in Florenz
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Unbezahlte Werbung – ich habe das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag (über lesejury) erhalten.

„Fünf Tage in Florenz“ schickt den Leser mit der Protagonistin Maddie nach Florenz, wo sie ...

Unbezahlte Werbung – ich habe das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag (über lesejury) erhalten.

„Fünf Tage in Florenz“ schickt den Leser mit der Protagonistin Maddie nach Florenz, wo sie die Familie ihres Verlobten kennen lernen soll. Verkompliziert wird diese Situation durch einen plötzlich auftauchenden Ex-Freund.

Das Taschenbuch von Lorraine Brown ist 2023 unter dem Originaltitel „Five Days in Florence“ erstmals erschienen. Die deutschsprachige Ausgabe umfasst 310 Seiten und ist 2024 im Bastei Lübbe-Verlag erschienen. Übersetzt wurde die Geschichte von Sonja Rebernik-Heidegger.

Die Übersetzung ist in Ordnung aber keine Glanzleistung. An ein paar Stellen waren grammatikalische Fehler in den Sätzen, ab und zu haben Wörter in einem Satz gefehlt und an einer Stelle war auch ein Wort zu viel.

Die Thematik an sich finde ich gut gewählt. Es ist eine Situation, die fast jeder in seinem Leben mal erlebt hat oder noch erleben wird. Die Ängste und Sorgen der Protagonistin sind nachvollziehbar und verständlich. Zum Benehmen des männlichen Protagonisten möchte ich an dieser Stelle nichts verraten, um das Lesevergnügen nicht zu schmälern. Die erste Hälfte des Buches finde ich ziemlich zäh. Allerdings ist mir bewusst, dass das notwendig war um die Beziehung der beiden Hauptfiguren heraus zu arbeiten. Richtig gepackt hat mich der Schreibstil der Autorin allerdings erst nach der Hälfte. Dann aber richtig. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und es war mir beinahe unmöglich, das Buch weg zu legen. Hatte ich nach den ersten hundert Seiten noch gedacht, dass ich mir den Namen Lorraine Brown nicht merken muss, so bin ich jetzt ein absoluter Fan und werde auch ihr erstes Buch auf jeden Fall noch lesen.

Ganz wundervoll finde ich die Beschreibung der Szenerie, in der der Roman spielt. Ich war noch nie in Florenz aber ich konnte mir alles wunderbar vorstellen und habe diese tolle Stadt sofort auf meine Bucket-List gesetzt. Die Autorin hat die Gabe einen Ort so bildlich zu beschreiben, dass man gar nicht anders kann als im Kopf dorthin zu reisen.

Auch die Figuren finde ich sehr gut beschrieben. Nicht nur äußerlich sondern auch was den Charakter angeht. Speziell die Protagonistin wird sehr gut beschrieben, was wiederum ihre Handlungen sehr authentisch und nachvollziehbar macht. Die „Wandlung“ des Protagonisten ist ebenfalls gut dargestellt was wiederum den Verlauf der Geschichte verständlich macht.

Fazit: Es ist kein leichter Liebesroman für den Sommer. Aber wer gerne eine Liebesgeschichte mit etwas mehr Tiefe liest, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Für Gartenanfänger

Pflück dich glücklich!
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„Pflück dich glücklich!“ ist ein Sachbuch, dass sich speziell mit dem Thema „Naschgarten“ befasst. Das Hardcover erschien 2026 bei GU. Das Werk von Sandra Jägers umfasst 230 Seiten mit Informationen rund ...

„Pflück dich glücklich!“ ist ein Sachbuch, dass sich speziell mit dem Thema „Naschgarten“ befasst. Das Hardcover erschien 2026 bei GU. Das Werk von Sandra Jägers umfasst 230 Seiten mit Informationen rund um den „essbaren“ Garten.

Erwartet hatte ich ein Buch, dass mir neue Tipps liefert, damit ich weniger Zeit für die Gartenpflege aufbringen muss und mehr ernten kann. Erhofft hatte ich mir auch Infos zu passenden Pflanzen speziell für den Naschgarten.

Leider wurden nur wenige dieser Erwartungen erfüllt. Das Buch bleibt leider insgesamt viel zu wage und geht zu wenig auf die entsprechenden Themen ein. Zum Beispiel wird an einer Stelle über Jungpflanzen geschrieben, dass es vollkommen ok ist, Pflanzen aus dem Gartencenter zu kaufen anstatt sie selbst zu ziehen. Leider verliert die Autorin an der Stelle aber kein Wort über das Thema „Hybrid-Pflanzen“. Was hab ich mich doch in meinen ersten Gartenjahre über diese Pflanzen geärgert, die zwar oft ein Jahr lang tolle Gartengäste sind aber ansonsten einfach nur nutzlos. Eine kurze Info zu diesen besonderen Pflanzen hätte ich an der Stelle als wichtig empfunden.

Ähnlich ist es mit den Lieblingssorten der Autorin. Bei einem Naschgarten denke ich vor allem an süße Früchte. Da hatte ich dann schon erwartet, dass diese auch bei den vorgestellten Pflanzen entsprechend viel Aufmerksamkeit bekommen. Entsprechend enttäuscht war ich dann, als ich gesehen habe, dass zwar einige Tomatensorten aber nur eine Erdbeersorte vorgestellt wird.

Schade find ich es auch, dass zwar eine Mandelpflanze als Lieblingssorte vorgestellt wird aber keinerlei Infos zu deren Überwinterung aufgeführt werden.

Natürlich ist das Buch nicht nur schlecht. Im Gegenteil. Es enthält viele nützliche Tipps zu Themen wie Gartenpflege, Bewässerung und Ernte. Einige davon kannte ich schon, andere waren mir neu. Alles in allem ist dieses Buch aber doch mehr für Gartenneulinge geeingnet.

Fazit: Für den recht hohen Preis des Buches erwarte ich einfach mehr Informationen, mehr Tiefe und mehr Auswahl.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Nicht der Hit

Die kleine Inselbibliothek
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„Die kleine Inselbibliothek“ erzählt die Geschichte von Lucy, die sich gegen die drohenden Neubauten im Hafen Herson Isles engagiert und Logan, der von der Stadt als Berater in genau dieser Sache engagiert ...

„Die kleine Inselbibliothek“ erzählt die Geschichte von Lucy, die sich gegen die drohenden Neubauten im Hafen Herson Isles engagiert und Logan, der von der Stadt als Berater in genau dieser Sache engagiert wurde. Für zusätzlichen Gefühlswirrwarr sorgt ein geheimnisvoller Leser, der mit Lucy über Nachrichten in Büchern eines kleinen Büchertauschhauses kommuniziert.

Das Taschenbuch ist 2025 im Insel Verlag erschienen. Das Liebesroman-Debüt von Savannah Carlisle umfasst 374 Seiten und wurde von Annette Hahn ins Deutsche übersetzt.

Die Geschichte ist ganz nett zu lesen, bietet mir aber leider nicht das gewisse Etwas, das es braucht, um mich zu fesseln. Die ganze Story zieht sich teilweise extrem in die Länge und wird dann am Schluss innerhalb weniger Seiten abgehandelt. An Spannung mangelt es leider ebenfalls. Ich lese gerne dicke Bücher mit langen Geschichten aber dann muss die Geschichte einfach auch spannend und unvorhersehbar sein. Immer mal wieder kleine und große Wendungen, die man als Leser nicht kommen sieht. Das ist hier leider nicht der Fall. Vielmehr wird einfach eine extrem vorhersehbare Handlung in die Länge gezogen. Mehrmals habe ich mir überlegt, ob ich die Lektüre nicht abbrechen soll.

Sehr schön beschrieben werden die Handlungsorte und vor allem das Kleinstadtfeeling. So wünscht man sich einen Roman mit Small-Town-Trope. Auch die Gegend an sich, die Stadt, die Umgebung und die Flora und Fauna wurde sehr gut beschrieben, so dass ich mir alles gut im Kopf ausmalen konnte.

Leider wurde diese Sorgfalt bei den Figuren nicht an den Tag gelegt. Die Beschreibungen beziehen sich hauptsächlich auf das Äußere und auch das nur sehr wage. Von den Eigenschaften, den Beweggründen und den persönlichen Hintergründen der Figuren erfährt man leider wenig bis gar nichts. Bei einem Roman mit so vielen Seiten ist das doppelt schade. Zeit und Platz für ausführliche Beschreibungen wäre ja gewesen.

Fazit: Das Buch ist ok aber keines, das ich weiter empfehlen würde. Für einen ausgedehnten Strandurlaub geht es vielleicht aber wenn jemand nur sehr wenig Zeit zum Lesen hat, sollte er sich ein besseres Buch nehmen.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Ein neuer Trendsport

Die Hobby-Horsing-Kids, 1, Ein Steckenpferd für Lotta
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„Die Hobby-Horsing-Kids – Ein Steckenpferd für Lotta“ erzählt von Lotta und ihren Freundinnen, die ein besonders Hobby haben.

Das Hardcover von Jenny Bicho mit Illustrationen von Andrea Femerstrand erschien ...

„Die Hobby-Horsing-Kids – Ein Steckenpferd für Lotta“ erzählt von Lotta und ihren Freundinnen, die ein besonders Hobby haben.

Das Hardcover von Jenny Bicho mit Illustrationen von Andrea Femerstrand erschien 2025 bei Kosmos. Die 117-seitige Geschichte wurde von Cordula Setsman ins Deutsche übersetzt. Im Anschluss an die Geschichte befindet sich ein kleines Glossar, das einige Begriffe aus dem Reitsport erklärt. Das Buch ist der erste Teil einer neuen Reihe.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und durch kleinere Spannungsbögen aufgepeppt. Negativ aufgefallen sind uns die Rechtschreib- und Grammatikfehler, die den Lesefluss meiner Tochter immer wieder gestört haben. Die Handlung der Geschichte befasst sich mit dem neuen Trendsport „Hobby-Horsing“. Sehr begeistert war ich als Reiterin von der Sachkenntnis der Autorin. Es wird einfach auf jeder Seite ganz klar, dass die Frau weiß, wovon sie schreibt. Nicht so gut hat uns beiden (meiner neunjährigen Tochter und mir) gefallen, wie die Figuren mit den ungelösten Konflikten der Mädchengruppe umgehen. Tatsächlich hatte ich das Gefühl, dass Lotta wesentlich vernünftiger mit dem Thema „Streit unter Freunden“ umgeht alt ihre Mutter. Da hätte ich mir an einigen Stellen einfach mehr Input von einem empathischen, vernünftigen Erwachsenen erhofft.

Die Illustrationen sind sehr schön, passen zur Geschichte und lockern dass Ganze insgesamt auf. Auch die Menge der Bilder passt sehr gut zum Buch und zur Zielgruppt (Kinder ab sieben Jahre).

Meine neunjährige Tochter hat folgendes zum Buch geschrieben: Ich finde die Bilder sehr schön. Die Schrift(größe) ist gut lesbar und das Cover ist sehr schön.Ich finde die Geschichte sehr ausführlich und schön geschrieben. Die Namen sind sehr schön und besonders. Besonders schön ist der Name Merlin.

Fazit: Eine tolle Geschichte mit einigen Schwächen.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Viel Luft nach oben

Honeybridge. All Mine
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„Honeybridge All Mine“ erzählt, wie Isabella ihr Leben neu gestaltet, ein Restaurant aufbaut und neue Freunde findet.

Das Taschenbuch von Pippa Nixon ist der Auftakt einer Trilogie. Die Geschichte umfasst ...

„Honeybridge All Mine“ erzählt, wie Isabella ihr Leben neu gestaltet, ein Restaurant aufbaut und neue Freunde findet.

Das Taschenbuch von Pippa Nixon ist der Auftakt einer Trilogie. Die Geschichte umfasst gut 400 Seiten und ist 2025 bei Bastei Lübbe erschienen. Es ist der erste Liebesroman der Autorin.

Der Schreibstil ist eingängig und man kann die Geschichte sehr flüssig lesen. Es gibt ein bisschen Spice und ein bisschen Spannung sowie viel Smalltown-Romance. Was mir leider sehr gefahlt hat, war das Herbstfeeling. Beim Lesen wird einem zwar bewusst, dass die Geschichte im Herbst spielt, mehr aber auch nicht. Die Handlung an sich war leider nicht nach meinem Geschmack. Der Anfang war gut und ich habe das Buch bis zum letzten Drittel sehr gern gelesen. Leider hatte ich dann auf den letzten Seiten das Gefühl, dass unbedingt noch viel passieren muss, nur um keine Handlungsstränge offen zu lassen. Dazu kommt, dass die Elemente der Geschichte, die für die Spannung sorgen leider nicht ganz stimmig sind. Die Zusammenhänge passen nicht. Hier hätte es vielleicht auch geholfen, wenn die Ortsangabe präziser wäre. Befinden wir uns in einem Vorort von London oder doch eine Stunden weit weg vom äußersten Rand Londons? Sind die „Bösewichte“ nur in dem Teil des Landes aktiv, in dem die Geschichte spielt oder sitzen sie irgendwo anders (so hat es sich für mich dargestellt) und tauchen dann plötzlich und unerwartet in der Umgebung auf? Diese ganzen Unstimmigkeiten verbunden mit dem plötzlich angezogenen Tempo der Handlung haben das Buch für mich ziemlich abgewertet. Da hätte ich dann doch lieber auf die Spannung verzichtet und ein Buch über eine dahinplätschernde Handlung gelesen.

Die Szenerie ist klar umrissen aber ein paar Worte mehr zur Umgebung, in der die Geschichte spielt, hätte ich mir schon gewünscht. Ein paar Beschreibungen des Städtchens, vielleicht ein Ausflug in die nähere Umgebung oder ähnliches. Die Smalltown-Romance kommt zwar gut rüber aber eben eher durch die Beziehungen der Figuren untereinander und weniger durch die Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten.

Die Figuren werden überwiegend auch nur sehr wage beschrieben. Man erfährt nicht genug, um sich mit Ihnen zu identifizieren, was für mich ein großer Minuspunkt bei einem Liebesroman ist, bei dem es ja um Gefühle und Gedanken geht.

Auch die Übersetzung finde ich nicht allzu gelungen. Sie ist einfach nicht konsequent. Mal ist von der „Realschule“ zu lesen, dann geht es wieder um das „College“. Kleinigkeiten aber die fallen eben auf

Fazit: Ein gut lesbares Buch, das ich aber eher kein zweites Mal lesen werde. Lust auf mehr macht es leider nicht.

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