Freunde für immer
Kein Sommer ohne AugustCharlie und August lernen sich bereits als Kinder im „One Last Chapter“ kennen, dem Buchladen von Augusts Tante Molly in Liberty Beach. Während Charlie in dem Ort lebt, wohnt August mit seinen Eltern in ...
Charlie und August lernen sich bereits als Kinder im „One Last Chapter“ kennen, dem Buchladen von Augusts Tante Molly in Liberty Beach. Während Charlie in dem Ort lebt, wohnt August mit seinen Eltern in New York. Deshalb sehen sich die beiden nur während der Sommerferien. Doch diese wenigen Wochen reichen aus, um eine ganz besondere Verbindung entstehen zu lassen.
Auch der Buchladen wird für Charlie zu einer Art zu Hause. Zwischen Büchern, Geschichten und gemeinsamen Erlebnissen wächst eine tiefe Freundschaft, die die beiden durch ihre Kindheit und Jugend begleitet. Mit der Zeit wird aus ihrer Verbundenheit jedoch mehr und Charlie und August verlieben sich ineinander. Allerdings hat Charlie bei ihrer Mutter erlebt, wie viel Schmerz die Liebe verursachen kann, und zieht die Reißleine, bevor ihre Gefühle die Freundschaft gefährden. Als schließlich eine folgenschwere Entscheidung die beiden für zehn Jahre trennt, scheint ihre gemeinsame Geschichte endgültig vorbei zu sein.
Erst als Tante Molly stirbt und Charlie überraschend den Buchladen erbt, kreuzen sich ihre Wege erneut…
Mit „Kein Sommer ohne August“ hat Lucy Astner einen Roman geschrieben, der sich anfühlt wie ein endloser Sommertag am Meer. Anfangs brauchte ich zwar etwas Zeit, um in die Geschichte hineinzufinden, doch irgendwann war ich mittendrin – und wollte Charlie und August nicht mehr verlassen.
Der Roman vermittelt ein Gefühl von Wärme, Sehnsucht und Vertrautheit. Man begleitet die Figuren durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens und fühlt sich ihnen dabei erstaunlich nah. Erzählt wird die Geschichte aus Charlies Sicht, die immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt. Nach und nach fügen sich die Erinnerungen an gemeinsame Sommer zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.
Dabei merkt man deutlich, dass Lucy Astner auch als Drehbuchautorin arbeitet. Viele Szenen wirken beinahe filmisch und laufen wie ein Kinofilm vor dem inneren Auge ab. Die Stimmungen, die Schauplätze und die Emotionen der Figuren werden so lebendig beschrieben, dass man sie regelrecht miterlebt.
Besonders gefallen hat mir die Verbindung zwischen Charlie und August. Ihre gemeinsame Liebe zu Büchern, Geschichten und dem Schreiben macht ihre Beziehung einzigartig. Die Dialoge sind humorvoll, herzlich und voller Vertrautheit. Selbst dann, wenn ich Charlies Entscheidungen nicht immer vollständig nachvollziehen konnte, waren ihre Gefühle stets greifbar.
Einen großen Teil seines Zaubers verdankt der Roman auch seiner sommerlichen Atmosphäre. Liberty Beach, der Buchladen „One Last Chapter“ und die vielen Erinnerungen an vergangene Sommer verleihen der Geschichte eine besondere Leichtigkeit. Passend dazu spielt auch der Titel mit einer schönen Doppeldeutigkeit: Gemeint ist nicht nur August, der Mensch, sondern auch der Monat August – der Höhepunkt des Sommers.
Lucy Astner beweist einmal mehr ihr Gespür für emotionale Geschichten. „Kein Sommer ohne August“ ist eine berührende Geschichte über Freundschaft, Liebe, zweite Chancen und die besondere Kraft von Geschichten.
Fazit:
Ein Lesehighlight meines Buchjahres, das sicher über den Sommer hinaus in meinen Gedanken bleiben wird.