Profilbild von SarahWants2Read

SarahWants2Read

Lesejury Star
offline

SarahWants2Read ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SarahWants2Read über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2022

Bridgerton - Wie bezaubert man einen Viscount?

Bridgerton – Wie bezaubert man einen Viscount?
0

Worum geht es?: Der begehrteste Junggeselle der Londoner Gesellschaft und die aussichtsreichste Debütantin der Saison: Lord Anthony Bridgerton und Edwina Sheffiel gäben ohne Frage ein schönes Paar ab wären ...

Worum geht es?: Der begehrteste Junggeselle der Londoner Gesellschaft und die aussichtsreichste Debütantin der Saison: Lord Anthony Bridgerton und Edwina Sheffiel gäben ohne Frage ein schönes Paar ab wären da nicht Edwinas überaus besorgte Schwester Kate und der durchaus zweifelhafte Ruf des Lords. Kate ist fest entschlossen, ihre Schwester vor dem Herzensbrecher zu schützen bis der Viscount sie eines Tages in seine Arme reißt und ihren Mund mit seinen fordernden Lippen verschließt. Erregt und entsetzt zugleich erkennt Kate, dass sie den Mann, der ihre Schwester hofiert, selbst heimlich begehrt


Der Schreibstil: Wie im ersten Band wird auch diese Geschichte aus der Erzähler-Sicht erzählt. In diesem Band hat mir die Dynamik zwischen Kate und Anthony deutlich besser gefallen. Es hatte alles viel mehr Ecken und Kanten. Gerade zum Ende hin wurde es spannend. Mit der Wendung habe ich nicht gerechnet.


Die Hauptfiguren: Kate ist eine junge Dame, welche mit ihren 21 Jahren schon damit abgeschlossen hat, jemals zu heiraten. Ihre Stiefmutter setzt jedoch alles daran, sie und ihre Halbschwester Edwina zu verheiraten. Kate ist eine sehr willensstarke Person. Sie eckt manchmal mit ihren Aussagen an. Gerade weil sie nicht die perfekte Dame ist, war mir Kate von Anfang an total sympathisch.


Anthony ist der älteste Sohn der Bridgerton Familie. Er wirkt manchmal etwas mürrisch, aber das Wohl der Familie liegt ihm sehr am Herzen. Seine Sticheleien gegen Kate waren einfach nur lustig und haben der Geschichte mehr Pep verliehen. Seine Beweggründe gegen eine Liebeshochzeit waren mir ein wenig zu übertrieben.





Was ich noch erwähnen möchte: Eine Kleinigkeit ist mir beim Schreibstil immer angeeckt. Es ist häufig von "der ton" die Rede. Für all diejenigen, die auch nicht verstanden haben, was das heißen soll, ist das die Kurzform von "the town". Im Kontext ist somit meistens die Gesellschaft oder die Etikette gemeint. Ich denke in der Übersetzung hätte man das besser weglassen sollen, oder es wenigstens umschrieben, sodass man es versteht.


Endfazit: Der Band hat mir deutlich besser gefallen, als der Auftaktband. Zwischen Anthony und Kate gab es eine tolle Entwicklung. Ich bin gespannt wie die Reihe weiter geht.


Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sterne.





Hinweis: Ich kann jedem nur raten, die Bände nach Erscheinungsdatum zu lesen. Es geht zwar in jedem Band um ein anderes Geschwisterkind der Familie Bridgerton, aber alle Charaktere tauchen in den Folgebänden wieder auf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2026

Twisted Games

Twisted Games
0

Worum geht es?: Gefangen von den Fesseln der Pflicht hat Bridget von Ascheberg, Prinzessin von Eldorra, nur drei Wünsche: Liebe, Leidenschaft und ihre eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen. Doch als ...

Worum geht es?: Gefangen von den Fesseln der Pflicht hat Bridget von Ascheberg, Prinzessin von Eldorra, nur drei Wünsche: Liebe, Leidenschaft und ihre eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen. Doch als ihr Bruder seinen Anspruch auf den Thron aufgibt, findet sie sich auf einmal als zukünftige Königin wieder. Ein Titel, den sie nie wollte. An ihrer Seite der Mann, dem ihr Herz gehört, aber den sie nicht lieben darf: Rhys Larsen, ihr Bodyguard, ihr Beschützer, ihr Ruin. Ihre verbotenen Gefühle könnten sie beide in den Untergang treiben - und ihr Königreich zerstören.

Das Cover: Es ist ein absoluter Hingucker: edel, hochwertig und perfekt abgestimmt auf die anderen Schmuckausgaben der Reihe. Besonders der Farbschnitt macht das Buch zu einem echten Sammlerstück.

Der Schreibstil: Ana Huangs Schreibstil bleibt gewohnt schnell, direkt und fesselnd. Erzählt wird in der Ich‑Perspektive im Wechsel zwischen Bridget und Rhys, was beiden Figuren Tiefe verleiht. Da viele Nebencharaktere aus Band 1 wieder auftauchen, lohnt es sich, die Reihe unbedingt in der richtigen Reihenfolge zu lesen – sonst gehen einige Zusammenhänge verloren. Das royale Setting ist atmosphärisch und glaubwürdig umgesetzt. Allerdings ist die Handlung insgesamt sehr vorhersehbar, und auch das Ende bleibt süß, aber ohne überraschende Wendungen.

Die Hauptfiguren: Die Prinzessin Bridget steht plötzlich vor einer völlig neuen Realität: Ihr Bruder dankt ab, und sie wird zur zukünftigen Königin ernannt – ohne je darauf vorbereitet worden zu sein. Ihre Entwicklung ist einer der stärksten Aspekte des Buches:

- Sie wächst Schritt für Schritt in ihre Rolle hinein.
- Sie lernt, Verantwortung zu übernehmen.
- Sie findet ihre eigene Stärke und setzt sich zunehmend durch.

Gleichzeitig steht sie unter dem Druck, einen Mann königlicher Abstammung heiraten zu müssen – ein Problem, das immer größer wird, je stärker ihre Gefühle für Rhys werden.

Der Bodyguard Rhys ist anfangs distanziert und streng, vor allem wegen seiner goldenen Regel: Niemals etwas mit einer Klientin anfangen. Seine Vergangenheit ist geprägt von Vernachlässigung, Gewalt und einer suchtkranken Mutter. Diese Härte trägt er wie eine Rüstung – bis Bridget sie langsam durchbricht. Seine Entwicklung ist emotional, glaubwürdig und macht ihn zu einem der stärksten Charaktere der Reihe.

Endfazit: "Twisted Games" ist eine schöne, emotional aufgeladene Geschichte in einem royalen Setting, das viel Charme versprüht. Auch wenn die Handlung sehr vorhersehbar bleibt und echte Überraschungen fehlen, tragen Bridget und Rhys das Buch mit ihrer Entwicklung und ihrer Dynamik. Eine Leseempfehlung gibt es von mir an dieser Stelle.

Ich freue mich auf die weiteren Bände der Reihe und darauf, wie sich die Welt von Ana Huang weiter entfaltet.

Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2026

The Broken Vows

The Broken Vows
0

Worum geht es?: Seit jeher ließen Zane Windsor und Celeste Harrison keine Gelegenheit aus, sich gegenseitig zur Weißglut zu bringen. Und schon ebenso lange lauerte unter all der Wut aufeinander ein ganz ...

Worum geht es?: Seit jeher ließen Zane Windsor und Celeste Harrison keine Gelegenheit aus, sich gegenseitig zur Weißglut zu bringen. Und schon ebenso lange lauerte unter all der Wut aufeinander ein ganz anderes, viel zärtlicheres Gefühl. Doch nach einem schlimmen Schicksalsschlag ist der Graben zwischen ihnen tiefer als je zuvor. Beide sind nun gewillt, alles zu tun, um Rache am jeweils anderen zu nehmen - selbst, wenn sie damit ihre Familienunternehmen in den Ruin treiben. Um diesem selbstzerstörerischen Kampf ein für alle Mal ein Ende zu setzen und die beiden Firmen vor dem Untergang zu bewahren, müssen sie fusionieren - und dazu sollen Zane und Celeste heiraten!

Das Cover: "The Broken Vows" fügt sich optisch wunderbar in die bestehende Reihe ein. Das Cover ist schön gestaltet und der edle Farbschnitt macht definitiv etwas her. Persönlich war mir das Design jedoch etwas zu überladen – manchmal wäre weniger mehr gewesen, aber das ist letztlich Geschmackssache.

Der Schreibstil: Der Schreibstil von Catharina Maura ist gewohnt angenehm, und die Erzählweise aus der Ich-Perspektive abwechselnd von Celeste und Zane hat mir gut gefallen. Besonders der Aufbau, der zunächst in der Vergangenheit spielt und später mit einem Zeitsprung in die Gegenwart arbeitet, hat dem Buch Struktur gegeben. Das Trope Enemies-to-Lovers – und später erneut Enemies-to-Lovers – fand ich sehr gelungen. Dennoch empfand ich das Buch insgesamt als zu langatmig. Vor allem Celestes beste Freundin Lily blieb mir viel zu lange ein Rätsel, und ich fand es schade, wie künstlich diese Geheimnisse in die Länge gezogen wurden. Als Leser war schnell klar, dass nicht alles so war, wie Celeste es glaubt. Die Liebesgeschichte selbst ist schön, aber durch die vielen Längen konnte ich emotional nicht so warm damit werden. Das Ende war süß, kam mir jedoch etwas zu plötzlich. Insgesamt hat das Tempo für mich nicht gestimmt: seitenweise passiert kaum etwas, und dann überschlagen sich die Ereignisse.

Die Hauptfiguren: Celeste ist eine junge Frau, die in ihrer Schulzeit von Zane gehänselt wurde und ihn am liebsten nie wiedersehen möchte. Doch Zane ist erwachsener geworden, und schließlich entwickeln beide Gefühle füreinander. Obwohl ihre Familie gegen die Beziehung ist, lässt Celeste sich davon zunächst nicht beirren – bis Lily behauptet, selbst eine Beziehung mit Zane zu haben. Die Frage, ob Celeste Zane je wieder vertrauen kann, zieht sich durch die Handlung. Mit Celeste hatte ich allerdings meine Schwierigkeiten. Sie fügt Zane im Verlauf der Geschichte so viel Leid zu, dass man sich fragt, warum er überhaupt noch Gefühle für sie hat. Oft hatte ich das Gefühl, dass sie ihn eigentlich gar nicht verdient. Zwar macht sie am Ende eine tolle Entwicklung durch, doch der Weg dorthin ist steinig und teilweise frustrierend.

Zane hingegen ist ein sehr gelungener Protagonist. Er hat Celeste in der Schulzeit zwar geärgert, doch der Einfluss seiner Großmutter – die einen Groll gegen Celestes Familie hegt – spielt dabei eine große Rolle. Mit der Zeit erkennt er, dass er eigentlich immer Gefühle für Celeste hatte. Er ist bereit, für die Beziehung zu kämpfen und sogar auf sein Erbe zu verzichten. Besonders beeindruckt hat mich, wie ruhig und geduldig er trotz der ständigen Vorwürfe bleibt. An seiner Stelle hätte ich Celeste wahrscheinlich schon hundert Mal vor die Tür gesetzt. Zane ist wirklich toll und bisher mein liebster Colinard der Familie. Ein Punkt hat mich jedoch massiv gestört: Er nennt Celeste ständig „Meine Göttin“. Dieser Kosename war für mich kaum auszuhalten, und ich musste jedes Mal die Augen verdrehen.

Endfazit: Das Trope hat mir sehr gut gefallen, und insgesamt gehört "The Broken Vows" für mich zu den stärkeren Büchern der Reihe. Allerdings war das Tempo nicht meins – lange Passagen ohne Handlung und ein dafür überstürztes Ende haben meinen Lesefluss gestört. Zane konnte mich als Protagonist absolut überzeugen (auch wenn man dringend über seine fragwürdigen Kosenamen sprechen müsste), während ich mit Celeste eine echte Hass-Liebe hatte. Ihre Entwicklung ist schön, aber auf dem Weg dorthin hat sie mich mehrfach zur Weißglut getrieben. Trotz einiger Schwächen im Schreibstil ist das Buch eine schöne Lektüre für zwischendurch. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2026

The French Escape - Love & Lavender

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
0

Worum geht es?: Timothée Colinard, Erbe einer Parfümdynastie, hat alles, wovon man träumt: Vermögen, eine Villa an der Côte d'Azur, den perfekten Geruchssinn. Doch dann scheitert er an der Prüfung zum ...

Worum geht es?: Timothée Colinard, Erbe einer Parfümdynastie, hat alles, wovon man träumt: Vermögen, eine Villa an der Côte d'Azur, den perfekten Geruchssinn. Doch dann scheitert er an der Prüfung zum Parfümeur und flieht nach Cannes.
Amber Green, Hollywoods neuer Shootingstar, lebt im Rampenlicht – und ist doch oft einsam. Als sie bei den Filmfestspielen in Cannes mit Timothée tanzt, fasziniert der Parfümerbe sie sofort. Und sie weckt in Timothée etwas, das er verloren glaubte: die Inspiration zu einem Duft.

Das Cover: "The French Escape – Love & Lavender" präsentiert sich auf den ersten Blick mit einem wirklich niedlichen Cover, das sofort vermittelt, dass High Society, Glamour und die Welt der Parfümerie eine große Rolle spielen. Gleichzeitig wirkt das kräftige Rosa allerdings sehr verspielt – fast so, als handle es sich um ein Jugendbuch, obwohl die Geschichte klar im New-Adult-Genre verankert ist. Der Farbschnitt ist dafür ein echtes Highlight und macht das Buch optisch zu einem kleinen Schmuckstück.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm flüssig, leicht zu lesen und durch die kurzen Kapitel kommt man schnell voran. Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Amber und Timothée, was einen guten Einblick in beide Gefühlswelten ermöglicht. Dennoch wirkt die Handlung stellenweise etwas langatmig. Mir fehlte hin und wieder eine überraschende Wendung oder ein größerer Plotmoment, der die Geschichte auf ein neues Level hebt. Insgesamt bleibt es eine nette, aber sehr vorhersehbare Lektüre.

Die Hauptfiguren: Timothée ist zu Beginn ein impulsiver Träumer, der nach dem Scheitern seiner Abschlussprüfung von seinem Vater aus der Familienfirma geworfen wird. Sein Wunsch, in der Schauspielerei Fuß zu fassen, wirkt zunächst etwas blauäugig, doch im Verlauf der Geschichte entwickelt er sich spürbar weiter. Er wird ruhiger, reflektierter und beginnt, sich gegen die toxischen Erwartungen seines Vaters zu behaupten. Diese Entwicklung macht ihn zunehmend sympathisch.

Amber hingegen kämpft mit den Folgen einer traumatischen Beziehung. Ihr Ex-Freund hat die Trennung nicht akzeptiert und stalkt sie – ein Thema, das sensibel dargestellt wird. Ihre Entscheidung, eine Fake-Beziehung mit Timothée einzugehen, erscheint nachvollziehbar, um Abstand zu gewinnen. Gleichzeitig wirkt Amber manchmal zu gutgläubig; angesichts dessen, was ihr Ex sich leistet, hätte ich an ihrer Stelle längst die Reißleine gezogen. Trotzdem bleibt sie eine Figur, deren Verletzlichkeit und Stärke gut herausgearbeitet sind.

Endfazit: "The French Escape – Love & Lavender" ist eine schöne, leichte Unterhaltung für zwischendurch. Die Protagonisten machen eine glaubwürdige Entwicklung durch, und der Schreibstil liest sich angenehm weg. Was dem Buch jedoch fehlt, sind überraschende Wendungen oder ein stärkerer Spannungsbogen, der es aus der Masse hervorheben würde. Dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung an der Stelle.

Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2026

Jonah Goes Off Script

Jonah Goes Off Script
0

Worum geht es?: Jonah Penrose schwebt auf Wolke sieben. Ihm ist mit seiner Darstellung des Achill in dem Stück The Wooden Horse endlich der Durchbruch gelungen. Er gewinnt einen renommierten Preis und ...

Worum geht es?: Jonah Penrose schwebt auf Wolke sieben. Ihm ist mit seiner Darstellung des Achill in dem Stück The Wooden Horse endlich der Durchbruch gelungen. Er gewinnt einen renommierten Preis und wird gefeiert - doch dann macht plötzlich sein Freund mit ihm Schluss. Und als wäre das nicht schon genug, tritt auch noch jemand neues dem Ensemble bei: Dexter Ellis. Der Dexter Ellis, der die Rolle des Achill einst uraufgeführt und geprägt hat. Der Dexter Ellis, der Jonah seinen Platz als erfolgreichen aufstrebenden Schauspieler streitig machen will. Der Dexter Ellis, den Jonah so nervtötend wie attraktiv findet - und der ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will ..

Das Cover: Das Buch überzeugt bereits auf den ersten Blick mit einem süßen, ansprechenden Cover, das durch den starken Farbkontrast zwischen Blau und Rosa sofort ins Auge fällt. Die Scheinwerfer setzen das Bühnenthema klar in Szene, sodass man als Leser unmittelbar weiß, worum es in der Geschichte gehen wird.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist aus der Erzählerperspektive geschrieben und jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus einem Theaterstück, was dem Roman eine besondere, fast schon theatrale Rahmung verleiht. Gleichzeitig ist der Stil etwas gewöhnungsbedürftig, da die Gefühlslage der Figuren – vor allem die von Dexter – nicht immer greifbar wirkt. Trotz dieser Distanz punktet das Buch mit viel Humor und einem lebendigen Blick hinter die Kulissen des Theaterbetriebs. Die Liebesgeschichte folgt dem beliebten Enemies-to-Lovers-Muster, entwickelt sich jedoch sehr langsam. Etwa ab der Hälfte stellt sich die Frage, wann endlich die Funken fliegen – dafür entschädigt das Ende mit einer schönen, runden Auflösung.

Die Hauptfiguren: Jonah ist ein junger Mann mit dem großen Traum, ein gefeierter Schauspieler oder Musicaldarsteller zu werden. Als Dexter ihm seine Traumrolle vor der Nase wegschnappt, entsteht ein nachvollziehbarer Groll. Jonah ist ehrgeizig, gleichzeitig aber stark belastet durch die Alzheimer-Erkrankung seines Vaters und den ständigen Versuch, zwischen Karriere und Familie zu vermitteln. Auch in der Liebe hat er Pech: Sein Exfreund hat ihn betrogen und versucht dennoch, ihn zurückzugewinnen. Im Laufe der Geschichte lernt Jonah Dexter besser kennen, und aus anfänglicher Rivalität entsteht langsam Freundschaft – und schließlich mehr.

Endfazit: „Jonah Goes Off Script“ ist ein gelungenes LGBT‑Buch, das wohltuend auf Klischees verzichtet und stattdessen alltägliche Themen in den Vordergrund stellt. Die Liebesgeschichte hätte jedoch mehr Raum und Tempo vertragen können, und besonders Dexter bleibt durch den distanzierten Schreibstil schwer greifbar. Insgesamt bietet der Roman eine gute Geschichte mit Potenzial nach oben.

Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei NetGalley zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere