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Veröffentlicht am 22.07.2019

Witzige E-Mailgeschichte

An Nachteule von Sternhai
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Das Buch beginnt mit dem Satz "Du kennst mich nicht, aber ich schreibe dir trotzdem". Von den zwei 12-jährigen Mädchen, Bett und Avery deren Väter sind beide schwul und neuerdings zusammen. Bett lebt mit ...

Das Buch beginnt mit dem Satz "Du kennst mich nicht, aber ich schreibe dir trotzdem". Von den zwei 12-jährigen Mädchen, Bett und Avery deren Väter sind beide schwul und neuerdings zusammen. Bett lebt mit ihrem Vater in Kalifornien und Avery mit ihrem Vater in New York. Bett hat herausgefunden, dass ihr Vater neuerdings mit dem Vater von Avery ein Paar ist und das beide Väter wollen, dass sich die beiden Mädchen anfreunden, weil beide mit dem Gedanken spielen eine Familie zu werden. Darum schicken sie beide Mädchen in das selbe Sommerferiencamp. Beide versuchen auf Teufel komm raus zu Verweigern, dass sie dort hinmüssen, geschweige denn sich dort kennenzulernen und versuchen zuächst ihre Väter wieder auseinander zu bringen. Doch trotzdem siegt ihre Neugierde und schon bald stellen sie sich in ihren E-Mails Fragen, erzählen von ihrem Leben und tauschen auch persönliche Dinge aus. Es ist wahrscheinlich der Beginn einer für immer haltenden Freundschaft.

Das Buch ist in einem E-Mailformat geschrieben, was mir sehr gefallen hat. So ist es mal eine ganz andere Art von Buch zu lesen, als man sonst kennt. Mit diesem Stil lernt man sogar noch besser die beiden Hauptpersonen Bett und Avery kennen.

Das Cover ist sehr schön gestaltet, spricht an und passt auch zur Geschichte.
Den Schreibtstil fand ich sehr humorvoll und die beiden Mädchen waren auch jeder auf seine eigene Art und Weise lustig.

In dem Buch wird das Thema Freundschaften und deren Entfernung aufgegriffen und wurde meiner Meinung nach perfekt umgesetzt. Es soll zeigen, dass eine Freundschaft bestehen kann, wenn man über 1.000 km von einander entfernt lebt.

Der Aufbau des Buches mit dem E-Mailformat war sehr gut. Man hat immer gesehen wer an wen schreibt und mit welchem Betreff. Mein einziger Mangel daran ist, dass ich mir noch das Datum und die Uhrzeit, von wann die E-Mail ist, gewünscht hätte.
Trotzdem ist es ein rundum gelungenes Buch, was man nur empfehlen kann zu lesen.

Veröffentlicht am 23.06.2026

Ohne viel Action

Dunkelmann
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Eine chinesische Delegation soll nach Kopenhagen reisen, doch der Geheimdienstanalyst Daniel Hartmann entdeckt, dass ein Delegierter unter falschem Namen einreisen will. Um herauszufinden, was dahintersteckt, ...

Eine chinesische Delegation soll nach Kopenhagen reisen, doch der Geheimdienstanalyst Daniel Hartmann entdeckt, dass ein Delegierter unter falschem Namen einreisen will. Um herauszufinden, was dahintersteckt, wird die noch angeschlagene Agentin Maja Birk auf den Fall angesetzt. Bald zeigt sich, dass die Delegation ein besonderes Interesse an einem Forschungsprojekt im Nordpolarmeer hat. Maja erkennt, dass diese Mission möglicherweise mit ihrem letzten gefährlichen Auslandseinsatz verknüpft ist und dass mehr auf dem Spiel steht, als zunächst sichtbar war.

"Dunkelmann" ist der Auftakt in eine neue Spionagethriller-Reihe mit den Geheimdienstagenten Daniel Hartmann und Maja Birk.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich daher recht angenehm lesen, sodass man auch mühelos durch die einzelnen Kapitel gleitet. Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven der einzelnen Protagonisten erzählt und wechselt auch relativ oft die einzelnen Handlungsorte. Das bringt Abwechslung, aber trägt nicht so wirklich zur Handlung bei. Insgesamt bleibt die Handlung über ziemlich weite strecken sehr ruhig und es plätschert mehr vor sich hin.

Durch die vielen beteiligten Parteien ist es recht undurchsichtig und man bekommt kaum einen Überblick. Die Zusammenhänge bleiben sehr lange verworren. Das erzeugt zwar eine gewisse Geheimdienst‑Atmosphäre, lässt aber kaum Raum zum Miträtseln, weil man wenig Hinweise bekommt, die man selbst zusammensetzen könnte. Erst auf dem letzten Drittel wird es spürbar spannender aber Nervenkitzel will leider auch dann nicht so recht aufkommen.

Sehr gut gemacht sind auf jeden Fall die realistischen Einblicke in die Arbeit der Geheimdienste. Auch das politisch brisante Thema rund um Großmacht China und Interesse an Grönland verleiht dem Buch Relevanz und Tiefe.

Die Figuren sind gut gezeichnet, mit klaren Charakterzügen und glaubwürdigen Einblicken in ihr privates Leben. Allerdings nehmen die Beziehungsprobleme der beiden Hauptfiguren so viel Raum ein, dass sie den Thrillerfluss immer wieder ausbremsen und teilweise als echter Spannungskiller wirken. Ein bisschen unrealistisch fand ich zudem, dass Maja so angeschlagen nach ihrem vorherigen Auslandseinsatz direkt wieder so intensiv eingesetzt wurde.

Mein Fazit:
Unter diesem Spionage- / Agententhriller hatte ich mir ein wenig mehr Spannung erhofft. Es war zwar sehr undurchsichtig und das Motiv und das Ziel nicht wirklich klar, aber dennoch fehlte mir der Durchblick in der ganzen verworrenen Handlung und dadurch kam nicht so wirklich die Spannung auf.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.06.2026

Rache

Revenge
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Die drei Jugendlichen, Liv, Sara und Vince, werden durch ein plötzliches Gewaltverbrechen aus ihrem normalen Leben gerissen und müssen sich danach mit Angst, Schuldgefühlen und den Folgen traumatischer ...

Die drei Jugendlichen, Liv, Sara und Vince, werden durch ein plötzliches Gewaltverbrechen aus ihrem normalen Leben gerissen und müssen sich danach mit Angst, Schuldgefühlen und den Folgen traumatischer Erfahrungen auseinandersetzen. Während die Polizei versucht, den Täter zu finden, geraten Liv, Sara und Vince in einen Strudel aus Misstrauen, gefährlichen Wahrheiten und der Frage, ob ihre Freundschaft stark genug ist, um all das auszuhalten. Jede Entscheidung bringt sie näher an die Wahrheit oder tiefer in die Abgründe der eigenen Vergangenheit.

Die Story entfaltet sich über drei Perspektiven - Liv, Sara und einem myteriösen "ER". Das sorgt für Abwechslung und Dynamik der Handlung. Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man intime Einblicke in Gedanken und Motive der Charaktere. Man pendelt zudem ständig zwischen Nähe, Zweifel und Misstrauen. Mit jedem Kapitel wächst das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Die Sichtweise des unbekannten Erzählers wirft immer neue Fragen auf, und man ertappt sich dabei, wie man jede Figur infrage stellt.

Die Handlung entwickelt sich stetig weiter, die Spannung steigt kontinuierlich, und immer wieder tauchen unerwartete Wendungen auf, die das Bild neu zusammensetzen. Das Ende hingegen kam nicht ganz mit und blieb etwas schwächer zurück, aber dennoch blieb es spannend und man wollte wissen, wie alles zusammenhängt.

Die Figuren selbst wirken teilweise etwas blass, was die emotionale Bindung erschwert. Dennoch gibt es Nebencharaktere, die sofort Sympathie wecken und andere, die bewusst Distanz erzeugen. Die Hauptprotagonistin Liv bleibt dabei die stärkste Figur. Sie ist entschlossen, loyal und bereit, alles für ihren Bruder zu tun.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, leicht zu lesen.

Mein Fazit:
Ein sehr spannender YA-Thriller mit vielen überraschenden Wendungen. Er ist auch sehr gut für Erwachsene geeignet. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Persönliche Verstrickungen

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
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Auf der Insel Südkoster wird ein junger Mann ermordet aufgefunden. Die Ermittlerin Vega Varg ist als Erste vor Ort und sie kennt den Toten bereits, seitdem er ein kleiner Junge war. Zusammen mit ihren ...

Auf der Insel Südkoster wird ein junger Mann ermordet aufgefunden. Die Ermittlerin Vega Varg ist als Erste vor Ort und sie kennt den Toten bereits, seitdem er ein kleiner Junge war. Zusammen mit ihren beiden Polizisten-Söhnen beginnt sie zu ermitteln. Als eine wichtige norwegische Zeugin verschwindet, holt Vega Unterstützung von ihrem Freund Leopold Posse aus Oslo. Die Spur führt sie zurück zu einem alten Fall: dem Mord an ihrem Ehemann im Jahr 1998.

"Vega Varg - Das Schweigen der Insel" ist der Auftakt in eine neue Krimi-Reihe, die im Grenzbereich zwischen Schweden und Norwegen spielt.

Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, inklusive Rückblenden in Vegas Vergangenheit und in Fredde’s letzte Tage. Gerade Fredde’s Kapitel funktionieren gut, weil man Stück für Stück erfährt, was wirklich passiert ist und welche Hintergründe zu seinem Tod geführt haben. Trotzdem bleiben einige der anderen Charaktere noch sehr blass.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Dennoch ist er leider nicht so bildgewaltig, sodass sich die typische nordische Atmosphäre mit der Düsternis & Kälte nicht ausbreitet. Das Setting mit der abgelegenen Insel war dafür gut geschaffen.

Die Spannung entwickelt sich eher verhalten. Es plätschert lange vor sich hin, man wartet darauf, dass etwas passiert, doch es bleibt ein ständiges Hin und Her ohne klaren Spannungsbogen. Die Ermittlungsarbeit fällt knapp aus, die Auflösung kommt überraschend schnell und ohne greifbare Beweise, sodass kaum Raum zum Miträtseln entsteht. Einige Twists sorgen zwar für kurze Spannungsmomente, aber da war noch recht viel Luft nach oben. Einiges bleibt am Ende noch offen, sodass hier Raum für eine Fortsetzung geschaffen worden ist.

Mein Fazit:
Dieser Auftaktband hatte für mich noch recht viel Luft nach oben. Bei mir wollte sich einfach nicht die typische nordische Spannung einstellen. Im Großen und Ganzen fand ich diesen Krimi einfach viel zu ruhig, ohne dass etwas Großartiges passiert wäre. Ob ich die mögliche Fortsetzung lesen werde, bin ich mir noch nicht sicher. Da es mir eindeutig zu ruhig war, gebe ich nur eine Leseempfehlung für diejenigen, die sehr ruhige Krimis mögen.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Gefährlicher Schlaf

REM
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Als Alysee vier Jahre alt war, fleht ihr Vater sie an, dass sie nicht einschlafen darf. Doch ihr fallen die Augen zu und als sie wieder aufwacht, wurde ihr Vater bestialisch ermordet. Das hinterlässt bei ...

Als Alysee vier Jahre alt war, fleht ihr Vater sie an, dass sie nicht einschlafen darf. Doch ihr fallen die Augen zu und als sie wieder aufwacht, wurde ihr Vater bestialisch ermordet. Das hinterlässt bei ihr eine traumatische Erinnerung. Ohne Eltern wächst sie gemeinsam mit ihrem Freund Nico in einer Pflegefamilie auf, begleitet von einer ständigen, unerklärlichen Angst vor dem Einschlafen. Als Erwachsene erfährt sie, dass ihr Vater ihr etwas hinterlassen hat, das Antworten über seinen Tod liefern könnte. Sie nimmt das Erbe an und merkt schnell, dass die Wahrheit nicht nur düster ist, sondern ein neues Grauen entfesselt, das weit über ihre Kindheit hinausreicht.

Die Handlung beginnt etwas schleppend. Man hat nicht unbedingt das Gefühl, dass etwas passiert. Doch ungefähr ab der Hälfte wendet sich das Blatt und es wird durch die Horror-Elemente sehr bizarr, surreal und bewusst verstörend. Die unerwarteten Wendungen stellen alles infrage. Was ist Traum, was ist Wahn, was ist Wahrheit? Dieses Spiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit macht den Reiz aus und sorgt für eine konstante Spannung. Cliffhänger sorgen zudem dazu, dass man immer wissen möchte, wie es weitergeht.

Erzählt wird in wechselnden Perspektiven, wodurch die Handlung dynamisch wird. Eine echte emotionale Bindung zu den Figuren entsteht nicht, was vermutlich gewollt ist, um die Unsicherheit und Unzuverlässigkeit der Wahrnehmung zu verstärken.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildgewaltig. Das Setting mit dem alten, verlassenen Hotel und zudem die Dunkelheit schaffen eine gruselige Atmosphäre. Durch die recht kurzen Kapitel wird ein hohes Lesetempo erzeugt.

Am Ende hätte ich mir dennoch etwas mehr Aufklärung gewünscht, wie es dazu kommen konnte etc.

Mein Fazit:
Wer die Bücher von Sebastian Fitzek kennt, der merkt schnell, dass seine Handschrift auch in diesem Buch ist. Die Horror-Elemente waren wirklich sehr bizarr und abstrus, aber wenn man sich bewusst darauf ein lässt, ist dieser Horror-Thriller auch sehr spannend. Für mich ist es eine Leseempfehlung wert.

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