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Veröffentlicht am 19.06.2026

Kurios

Sekretärin auf Abwegen
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Wer würde sich nicht gerne auf eine sonnige Insel absetzen? Es gibt bestimmt mehr Leute als man denkt, die ihren Chef gerne zum Mond schicken oder den Hals umdrehen würden. Genau über diese Dinge denkt ...

Wer würde sich nicht gerne auf eine sonnige Insel absetzen? Es gibt bestimmt mehr Leute als man denkt, die ihren Chef gerne zum Mond schicken oder den Hals umdrehen würden. Genau über diese Dinge denkt die seriöse Chefsekretärin Simone immer häufiger nach. Leider fehlt ihr das nötige Kleingeld und für einen Mord der Mut. Doch da bekommt sie plötzlich Hilfe aus anderen Gefilden, denn ihr ekliger Chef erleidet einen Herzinfarkt und verstirbt. Simone kommt die Idee das Geschäft einfach in seinem Namen mit fingierten Konten zu ihren Gunsten weiter zu führen. Das Problem ist nur, wohin mit dem Widerling von Chef?

Hört sich nicht nur nach einer tollen Krimikommödie an, ist auch eine. Julia Geestendorf hat sich mit dem Taschenbuch Sekretärin auf Abwegen erschienen im BoD GmbH Verlag eine kuriose Idee einfallen lassen. Es ist voller Witz, na ja, auch hier und da ein wenig realitätsfremd, sorgte bei mir aber trotzdem für einige tolle unterhaltsame Lesestunden. Ein typischer Büroalltag, ein grabschender Chef und ätzende Kollegen, kennt man doch. Simone als Charakter fand ich bis auf einige ihrer Gedankengänge ganz sympathisch. Es war amüsant zu lesen, was ihr nach dem Tod des Chefs alles so einfiel um ihre Träume endlich in die Realität um zu setzen. Ich konnte mir alles lebhaft vorstellen. Auch mit den anderen Charakteren, die glaubhaft und lebendig dargestellt wurden hatte ich meinen Spaß bzw. konnte mitfühlen.

Ein nettes amüsantes Buch für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Ungewöhnlich

Das Geheimnis des verschwundenen Amuletts
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Mit diesem Buch habe ich mich echt schwer getan. Ich fand den Anfang schon sehr ungewöhnlich, denn man wird direkt mittendrin geworfen und was hier passiert ist schon verwirrend. Unsere 8jährige hat danach ...

Mit diesem Buch habe ich mich echt schwer getan. Ich fand den Anfang schon sehr ungewöhnlich, denn man wird direkt mittendrin geworfen und was hier passiert ist schon verwirrend. Unsere 8jährige hat danach sofort abgewunken, es waren auch überhaupt keine Illustrationen zu finden, was bei ihr schonmal sowieso nicht geht. Unsere 11jährige war allerdings total angetan von Mira. Marietheres Wagner gestatttet tiefe Einblicke in Miras Gedankengänge und so hat man jede Emotion klar vor Augen. Ich persönlich fand dies wie bereits schon geschrieben eher verwirrend. Die Ich Perspektive als Erzählstil gefällt mir eigentlich, denn so kann ich mich ganz gut mit der jeweiligen Person identifizieren.

Das Cover wirkt ansprechend. Man sieht zwei Mädchen und einen Jungen in einer dunklen Umgebung. Das vordere Mädchen trägt ein Amulett und scheint Mira darzustellen. Der Titel passt dazu. Mira ist ein 10jähriges lebhaftes Mädchen. Sie sind gerade umgezogen in einen kleinen Ort. Hier will ihr Vater einen Buchladen eröffnen und ihre Mutter als Journalistin arbeiten. Mira beschäftigt sich gerne mit Dingen, die anderen verborgen bleiben und erscheint deswegen oftmals komisch anderen gegenüber. Schnell lernt sie jedoch Amelie und Fabio kennen und sie klären gemeinsam ihren ersten Fall auf. Es geht um ein verschwundenes Amulett.

Der Fall selbst entwickelt sich langsam im Laufe der Geschehnisse zu einem spannenden. Unschlüssig war für uns welche Rolle die unmögliche Kommissarin hier spielt und warum sie sich mit der Mutter so schnell anfreundet. Am Ende zeigt es dann aber auf, dass man ruhig auf sein eigenes Verhalten vertrauen sollte und wie wichtig Freundschaften sind.

Für uns war jetzt nicht alles schlüssig, empfehlen würden wir es aber erst ab einem Lesalter von 10 Jahren.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Fremde Welten

Juli Gold - Wächterin der Zeit
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Juli Gold - Wächterin der Zeit von Christine Weißenborn erschienen im Knesebeck Verlag macht durch sein wunderschönes Cover aufmerksam. Im Hintergrund erkennt man New York, während der Vordergrund durch ...

Juli Gold - Wächterin der Zeit von Christine Weißenborn erschienen im Knesebeck Verlag macht durch sein wunderschönes Cover aufmerksam. Im Hintergrund erkennt man New York, während der Vordergrund durch einen sattgrünen Wald mit einem blondgelockten Mädchen glänzt. Es wirkt geheimnisvoll und zieht den Blick sofort an. Juli Gold lebt in der wuseligen Stadt New York. Irgendwie fühlt sie sich aber hier nicht wohl, denkt anders als ihre Klassenkameraden, hält sich am liebsten in der verwunschenen abseits gelegenen Gärtnerei ihrer Oma Irina auf. An ihrem 13ten Geburtstag ändert sich dann aber einiges. Sie lernt Janko in ihrer Lieblingsbäckerei kennen und von ihrer Oma bekommt sie zum Geburtstag ein Zelt geschenkt, das früher ihrer Mutter gehört hat, die seit einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Beide entdecken das Geheimnis des Zeltes und reisen zusammen in unbekannte Welten, hier gibt es einen Gegener, der die Zeit aller Welten verschlingen will.

Wir haben uns auch ziemlich schnell eingelesen, lernen alle Charaktere kennen und finden uns schnell im Geschehen zurecht. Der Schreibstil ist leicht und locker lesbar, die Story anfangs interessant und manchmal liest es sich wie im Märchen. Dann wurde es leider ein wenig zäh und wir haben erstmal pausiert mit dem Lesen weil es uns zu sehr dahin plätscherte. Im letzten Drittel nimmt es aber wieder richtig Fahrt auf und wir haben gebannt bis zum Ende gelesen. Die Idee der Storyline hat uns sehr gefallen. Besonders das Zelt zum Zeitreisen, die vier Jahresezeiten und die Zeithexen mit ihren verschiedenen Fähigkeiten.

Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt, auffordert achtsam durch die Welt zu gehen, mutig zu sein und Freundschaften zu bilden. Die Altersempfehlung liegt bei ab 12 Jahren.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Für kleine Entdecker

Komm, wir gehen näher ran! Die Blumenwiese
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Das Pappbilderbuch Die Blumenwiese von Sarah Roller und Yo Rühmer erschienen beim neunmalklug Verlag ist optimal für unseren momentan kleinen Entdecker. Es ist eine Geschichte im grünen Bereich mit Pflanzenölfarben, ...

Das Pappbilderbuch Die Blumenwiese von Sarah Roller und Yo Rühmer erschienen beim neunmalklug Verlag ist optimal für unseren momentan kleinen Entdecker. Es ist eine Geschichte im grünen Bereich mit Pflanzenölfarben, abbaubar und recyclefähig. Kann also ohne weiteres mit nassen Fingern angepackt oder sogar mal in den Mund genommen werden. In dem Buch wollen wir eine Blumenwiese entdecken. Das Mädchen und ihre Mutter flitzen mit uns zusammen in die Wiese und zeigen uns was es da alles zu entdecken gibt.

Unser Kleiner hatte viel Spaß in der Blumenwiese und hat sich Seite für Seite gründlich angeschaut. Die Doppelseiten sind nett gestaltet, nicht zu überladen und in schönen sommerlichen Farbtönen gehalten. Der wenige Text in Reimform fügt sich da gut ein. Die bunten Illustrationen sind nett an zu schauen und es ist interessant auf jeder Seite wieder was neues zu entdecken.

Unser einziger Kritikpunkt ist die Darstellung der Gesichter von dem Mädchen und der Mutter. Ansonsten ist es aber eine tolle Idee, gerade um die ganz Kleinen auf die Welt da draußen aufmerksam zu machen.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Schön zu lesen

Ein Sommer auf Malta
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Ein Sommer auf Malta von Marlies Ferber erschienen im Atlantik Verlag hat mich sofort angesprochen. Es ist zwar schon gefühlt ewig her, aber ich war bereits selbst dort und mir hat es sehr gut gefallen. ...

Ein Sommer auf Malta von Marlies Ferber erschienen im Atlantik Verlag hat mich sofort angesprochen. Es ist zwar schon gefühlt ewig her, aber ich war bereits selbst dort und mir hat es sehr gut gefallen. Ich war allerdings nicht als Sprachlehrerin dort wie unsere Protagonistin Linda, ich habe nur meinen Urlaub dort verbracht. Linda sucht nach dem letzten Desaster mit ihrem Freund David eine Auszeit auf der Insel und will dort für einen Sommer in einer Sprachschule als Englischlehrerin arbeiten. In Malta gibt es aber auch reichlich potenzielle Charmbolzen, die um sie wetteifern und schnell gerät ihr Plan mit Abstand nehmen durcheinander. Es wird turbulenter als gedacht.

Marlies Ferber erzählt in einem angenehmen Schreibstil. Es startet mit dem Flug nach Malta, der total authentisch beschrieben ist und einem sofort das Gefühl vermittelt ebenfalls gerade im Flugzeug zu sitzen, den Gesprächen zu lauschen. In Malta selbst gibt es sogar Ortschaften sowie Ausflüge, die ich selbst schon kenne bzw. gemacht habe und muss sagen es zeugt alles von Sommer, Meer, Sonne sowie Urlaubsfeeling. Fast schon nebenbei gibt es ein wenig Eifersucht, Drama, Liebe, Wut und Verzweiflung, was den schönen Roman aber schlussendlich abrundet.

Ein wunderschöner leichter Roman für die Sommerzeit.

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