Nach der Leseprobe habe ich von dem Buch ein wenig mehr erwartet. Es war in Ordnung, nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Der Verlauf der Geschichte war recht vorhersehbar, was an sich nichts Schlechtes ...
Nach der Leseprobe habe ich von dem Buch ein wenig mehr erwartet. Es war in Ordnung, nichts Besonderes, aber auch nicht schlecht. Der Verlauf der Geschichte war recht vorhersehbar, was an sich nichts Schlechtes ist, aber ich hätte mir vielleicht eine oder zwei kleinere Überraschungen gewünscht, um das Ganze ein wenig aufzupeppen und interessanter zu gestalten.
Die zwei Hauptprotagonisten sind sehr unterschiedlich. Zum einen Ethan Booker, reich geboren und Sheriff in der Stadt, der weiß was er will und recht beschützend ist, und zum anderen Laurie, die sich von klein auf selbst um sich kümmert und dank ihrer Mutter einen schlechteren Ruf besitzt. Laurie gibt sich stark und selbstständig, aber tief drinnen ist sie ein unsicheres und verzweifeltes Mädchen, was Angst hat. Eine ängstliche junge Frau und ein Beschützer, soweit also nichts Neues. Booker versucht Laurie dazu bekommen, sich in ihn zu verlieben. Das handhabt er mit Dates und viel Sex, das einzige was Laurie jederzeit zu akzeptieren scheint. Somit ist die Handlung recht einfach gehalten. Die Nebencharaktere, wie Bookers Familie, fließen angenehm mit hinein und beschert ein zwei amüsantere Szenen, gerade mit der Mutter.
Alles in allem eine schöne kleine Lektüre zum Abschalten, aber wie bereits erwähnt nichts, was einen wirklich umhaut.
In diesem Buch scheint es zwei Schreibstile zu geben. Der eine ist schön zu lesen und die Sätze gehen schön ineinander über. Der zweite liest sich unglaublich holprig und zu detailiert. An sich sind Details ...
In diesem Buch scheint es zwei Schreibstile zu geben. Der eine ist schön zu lesen und die Sätze gehen schön ineinander über. Der zweite liest sich unglaublich holprig und zu detailiert. An sich sind Details gut,vor allem wenn es um die Charaktere geht,aber in dem Fall sind das Sätze wie "Ich gehe in die Küche. In der Küche mache ich mir einen Kaffee. Dann trinke ich meinen Kaffee.". Dies ist nun ein etwas überspitztes Beispiel,aber so liest es sich oft. Es ist vor allem auffällig wann welcher Schreibstil aufkommt. Der flüssige wird dann benutzt,wenn Alea und Gabriel,die zwei Hauptpersonen,zusammen agieren oder wenn etwas Spannenderes vor sich geht. Der andere kommt vor allem vor,wenn Alea alleine ist und man über ihren Alltag liest,was recht oft vor kommt. Daher bin ich recht zwiegespalten was die Bewertung angeht. Die Story ist an sich wirklich gut und interessant. Es geschehen auch einige spannende Sachen,aber der wechselnde Schreibstil,einige Ungereimtheiten und kleinere Fehler fallen sehr negativ auf. Oft weiß man auch nicht wer gerade was sagt oder macht.
Meiner Meinung nach sollte das Buch noch einmal ausgebessert werden und Ungereimtheiten,Fehler und eben der abgehackte Schreibstil verbessert werden,denn so war es doch oft anstrengend zu lesen,auch wenn ich die Geschichte wirklich interessant finde. Daher überlege ich auch,ob ich den zweiten Teil lesen soll. Mich interessiert es durchaus,wie es mit den Charakteren,die teilweise etwas blass geblieben sind,weiter geht. Allerdings müsste sich im zweiten Teil der Schreibstil verbessern,damit ich es ganz und einen möglichen weiteren Teil lesen würde.
„Anathema“ von Keri Lake gilt als Gothic-Dark-Fantasy und es ist wirklich sehr düster gehalten. Ich lese selten Dark, aber zwischendurch habe ich das mal gerne. Der Klapptext klang auch spannend, denn ...
„Anathema“ von Keri Lake gilt als Gothic-Dark-Fantasy und es ist wirklich sehr düster gehalten. Ich lese selten Dark, aber zwischendurch habe ich das mal gerne. Der Klapptext klang auch spannend, denn Maevyth Bronwick weiß, dass die Eating Woods bei ihrem Dorf verflucht sind. Dennoch muss sie eines Tages dort hinein flüchten. Da trifft sie auf Zevander Rydainn, einen tödlichen Assassin des Königs, der alles lieber täte, als sie zu beschützen. Und dennoch tut er das, da er sie braucht. Zusammen versuchen sie die Eating Woods zu überleben, aber ihre Anziehung zueinander ist gefährlicher.
Den Klapptext kann man völlig vergessen. Sicherlich ist der Wald ein großes Thema die ersten knapp 250 Seiten, aber danach wird er nur selten erwähnt. Zev und Mae treffen sich auch nicht dort, sondern einmal kommt er kurz in ihr Dorf und danach lernen sie sich in seiner Welt kennen. Sie sind also nicht eine Sekunde zusammen im Wald. Daher ist der Klapptext einfach nur irreführend. Allgemein dauert es auch sehr lange, bis die beiden sich treffen. Fast 300 Seiten nach einem kurzen Besuch von Zev bei ihr, wo sie denkt, dass sie träumt. Bis dahin war es sehr lang und hat sich unglaublich gezogen. Ich mag es an sich, wenn die Geschichte etwas Vorlauf hat und nicht überhastet wird, aber in dem Fall trat es nur auf der Stelle und das Vorgeplänkel war einfach viel zu viel. Es kam nicht vorwärts und es wurde eigentlich nur beschrieben, wie schrecklich Maes Dorf ist und was Zev den Tag über so macht, das wars. Und auch danach kam die Story gefühlt nicht vorwärts. Es hat sich nur gezogen und war für mich ziemlich langweilig. Es gab einige düstere Momente, wo irgendwelche Wesen Menschen gehäutet haben oder Menschen Augen rausgefallen sind, was sehr genau beschrieben wurde. Das muss man mögen, aber sowas hatte ich bei diesem Buch auch erwartet. Ich kam auch mit den Charakteren nicht ganz klar. Sei es die Nebencharaktere, besonders die Schwestern von Mae und Zev, oder die Protagonisten selbst. Zev fand ich noch in Ordnung, aber das wars. Nur Zevs Bruder mochte ich gerne und dessen Momente. Maes Schwester fand ich ziemlich anstrengend. Sie schläft mit ihrem Onkel und wird von diesem schwanger und teilt es dann großspurig mit, in einem Ort, wo sie weiß, dass das eine Sünde ist und die Leute dafür entweder verbannt oder sogar verbrannt werden und ist dann überrascht, dass ihr genau sowas passiert. Da habe ich mir nur an den Kopf gefasst. Es gab viele Momente, die ich etwas schwerer fand. Daher hatte ich das Buch auch immer wieder abbrechen wollen und nur weil ich ungerne Bücher abbreche, habe ich es schließlich doch noch durchgezogen. Ich fand auch, dass es keine Tiefe, keine Chemie zwischen Zev und Mae gab. Allgemein hatten sie auch recht wenig miteinander zu tun. Mein Gefühl war so, dass sie mit jedem mehr gemacht und sich mehr unterhalten hat, als mit ihm. Aber natürlich fanden sich beide gleich sehr toll und wollten sich die Klamotten vom Leib reißen. Also für mich war das Buch gar nichts und es ließ sich unglaublich schwer lesen. Daher vergebe ich zwei Sterne. Die Idee war sicherlich gut und es gab auch ein paar Lichtblicke, wie Zevs Bruder, aber deutlich weniger Seiten hätten dem Buch gut getan und es wäre dann vielleicht nicht so zäh gewesen.
„Die Skaland-Saga – A Curse Carved in Bone“ von Danielle L. Jensen ist der zweite und finale Teil der Reihe und kann nur in Verbindung mit Band eins gelesen werden, da die Story direkt dort weitergeht, ...
„Die Skaland-Saga – A Curse Carved in Bone“ von Danielle L. Jensen ist der zweite und finale Teil der Reihe und kann nur in Verbindung mit Band eins gelesen werden, da die Story direkt dort weitergeht, wo der erste endet. Ich fand den Auftakt wirklich gut und daher war ich sehr gespannt, wie es rund um Freya und Bjorn weitergeht, aber war schnell enttäuscht. Das Buch war einfach nur anstrengend und wurde erst zum Ende hin angenehmer, auch wenn immernoch nicht gut. Da Bjorn Freya verraten hatte, ist das Vertrauen ziemlich angeknackst, was mehr als deutlich geäußert wird. Es wird unglaublich viel gejammert, weil man sich doch liebt, aber das Vertrauen weg ist, weil man soooo verletzt ist. Aber man fühlt sich immernoch angezogen, aber das geht auf gar keinen Fall. Das war immer die selbe Leier, mindestens die Hälfte des Buches lang und das war einfach nur anstrengend. Ich kann verstehen, dass Freya ihre Probleme mit Vertrauen und allem hatte, aber es war wirklich nur Gejammer. Die Story kam überrhaupt nicht voran. Zwar haben sie Bjorns Mutter besucht und Freya hat andere Schicksalfreie kennengelernt, aber sonst gab es nur viel Gerede und eben das Gejammer. Dazu habe ich oft den Kopf schütteln müssen, weil Dinge passiert sind, die einfach nicht gepasst haben. Zum Beispiel sind Freya und Bjorn in einem Kreis aus Runen gefangen, in dem Snorri getötet wird. Bjorn läuft immer wieder im Kreis, vermeided es zu dem Blutfleck zu gucken oder ihn ausversehen zu betreten. Hat dann aber ein Stelldichein mit Freya genau neben der Stelle, an der sein Vater gestorben ist. Passte für mich nicht. Solche Sachen sich leider häufiger passiert. Dazu kommt, dass irgendwie jeder Charakter hauptsächlich auf sich geachtet hat. Es ging immer darum, was die eine Person will, immer "ich,ich,ich". Das war im ersten Band nicht so. Alles in allem war das Buch einfach nur anstrengend und ich war froh, als es dann durch war. Ich vergebe zwei Sterne, da es zum Ende hin etwas besser wurde.
„West of Wicked –Folge deinem Verlangen“ von Nikki St. Crowe ist eine Art Neuauflage vom Zauberer von Oz.
Dorothy Gale wird als Baby weggegeben und lebt seitdem in Kansas. Sie weiß nicht, woher sie wirklich ...
„West of Wicked –Folge deinem Verlangen“ von Nikki St. Crowe ist eine Art Neuauflage vom Zauberer von Oz.
Dorothy Gale wird als Baby weggegeben und lebt seitdem in Kansas. Sie weiß nicht, woher sie wirklich kommt und wünscht sich einerseits mehr vom Leben, als es ihr momentan bietet, andererseits will sie ihrem Onkel und ihrer Tante, die sie aufgezogen haben, weiterhin helfen. Als ein Wirbelsturm sie samt Haus in ein fremdes und verfluchtes Land bringt, muss sie einige Abenteuer überstehen, in denen viele Gefahren auf sie lauern.
Das Buch beginnt sehr ruhig und zeigt das normale und alltägliche Leben von Dorothy. Schnell bemerkt man, dass sie sich mehr für sich wünscht, aber sich gleichzeitig mit dem zufrieden gibt, was sie hat, aus Dankbarkeit ihrer Tante und ihrem Onkel gegenüber. Als sie dann in dem neuen Land erwacht, will sie erst schnell zurück nach Hause finden, allerdings bemerkt sie bald, dass ihr diese Abenteuer gefallen, dass sie endlich Dinge erlebt, was ich auch gut verstehen konnte. Allerdings fand ich es manchmal etwas anstrengend, wie sie es gefühlt jedem Recht machen will. Es war auch oft so, dass sie keine wirkliche eigene Meinung besitzt. Sie kam mir ebenfalls oft sehr naiv vor, aber das lag vielleicht an ihrem recht einfach gehaltenem Leben. Es gab sehr viele Nebencharaktere, sei es der Blechmann, die Vogelscheuche oder die verschiedenen Hexen. Jeder Charakter war unterschiedlich gestaltet und man konnte ein wenig mitraten, ob die Person Doro eher helfen oder behindern möchte. Die Kapitel sind aus den unterschiedlichen Sichten der Charaktere geschrieben, was man entweder mag, weil es so viele verschiedene Sichtweisen gibt, oder man mag es nicht, weil es für viele zu verwirrend ist. Ich fand es okay, weil ich dadurch die verschiedenen Charaktere besser kennenlernen konnte. Gerade den Blechmann fand ich sehr interessant und auch am besten ausgearbeitet. Ich mochte seine Geschichte, die nach und nach ans Licht kam. Doro mochte ich von allen Charakteren irgendwie am wenigsten.
Die Stoy selbst verlief relativ schleppend. Es sind ein zwei Dinge passiert, aber irgendwie war es weitestgehend so, dass man auf der Stelle gelaufen ist. Erst zum Ende hin wurde es recht spannend. Für mich leider zu spät. Das lag aber vor allem auch daran, dass ich sehr oft sehr genervt war. Gerade nach der ersten Hälfte fand ich das Buch sehr anstrengend, da sehr viel unlogisch oder fehlerhaft war. Zum einen die Größenverhältnisse der ganzen Bewohner. Der Blechmann und die Vogelscheuche wurden immer als über zwei Meter beschrieben und fast doppelt so groß wie viele der Einwohner. Dann war einmal ein Charakter, der doppelt so groß wie der Blechmann war, was dann über vier Meter wäre. Da kam also eine Größenrange von einem Meter bis über vier Meter heraus, was ich irgendwie bezweifle. Dann wurde erwähnt, dass der gelbe Pfad an einer Stadt einen Alarm auslöst, wenn dieser betreten wird, was beim Blechmann passiert ist. Was passen würde, wenn dies auch bei Doro und der Vogelscheuche geschehen wäre, aber faszinierender Weise liefen die Einwohner da durch die Straßen, denn dann gab es dort keinen Alarm. In einer Szene sind Doro und die Vogelscheuche geflüchtet und mussten sich beeilen, weil sie verfolgt wurden. Doro geht in ein Haus, wo sie sich erstmal umziehen will und statt das dann direkt drinnen zu machen, sucht sie sich in Ruhe ein Schlafzimmer. Ich fand das so unlogisch. Das hat sich weitestgehend durch das ganze Buch gezogen, aber in dem Abschnitt war es arg schlimm. Auch die Tiefe hat mir gefehlt. Sei es bei den verschiedenen Charakteren, mit wenigen Ausnahmen, als auch bei der Beziehung zwischen Doro und der Vogelscheuche. Dort wurde langsam eine Romanze eingearbeitet, die ich einfach nicht gefühlt habe, weil es für mich nicht gepasst hat. Mich konnte das Buch erst am Ende etwas mitnehmen, ansonsten war es überhaupt nicht meines. Daher vergebe ich nur zwei Sterne.