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Veröffentlicht am 03.02.2020

unterhaltsamer Regiokrimi

Das Lazarett
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Klappentext: "Auf dem Gelände einer Koblenzer Klinik findet man die abscheulich zugerichtete Leiche einer Frau. Die Ermittlerinnen Anna Steinmeier und Henrike Carlson müssen es nicht nur mit einem scheinbar ...

Klappentext: "Auf dem Gelände einer Koblenzer Klinik findet man die abscheulich zugerichtete Leiche einer Frau. Die Ermittlerinnen Anna Steinmeier und Henrike Carlson müssen es nicht nur mit einem scheinbar wahnsinnigen Mörder aufnehmen, sondern auch gegen Vorurteile und Lügen kämpfen.Die blutige Spur des Täters führt sie schliesslich an ihre Grenzen und droht die beiden Frauen in den Abgrund zu reißen. Jetzt zählt nur noch das Überleben."

"Das Lazarett" ist ein gelungener Regiokrimi mit Schauplatz Koblenz und Umgebung, das Lokalkolorit ist wunderbar eingefangen. Der Schauplatz im Krankenhausmilieu hat mir sehr gut gefallen, auch die Story hat mich überzeugt, auch wenn ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte. Man kann gut miträtseln und mit den beiden Ermittlerinnen nach und nach die Puzzleteile zusammensetzen.

Anna Steinmeier und Henrike Carlson sind gut charakterisiert, Henrike ist eine sympathische Ermittlerin, mit der ich auch mitfiebern konnte. Leider ist das bei der hitzköpfigen und aufbrausenden Anna ganz anders und der Zickenkieg zwischen den beiden hat mich leider über lange Strecken genervt. Anna ermittelt unprofessionell und verlässt sich lieber auf ihr Gespür und mögliche Szenarien, als "ordentliche" Ermittlungsarbeit zu leisten. Leider setzt sie sich durch, auch wenn Henrike oft anderer Meinung ist.

Fazit: Unterhaltsamer Lokalkrimi mit einer etwas nervigen Ermittlerin.

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Veröffentlicht am 10.09.2018

Warm-up und Cool-down

Die toten Katzen von London
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London: Seit Wochen werden in London tote Katzen gefunden, grauenvoll verstümmelt. DI Tom Thorne ist erst nicht begeistert, dass er im Fall des Katzenmörders ermitteln soll. Doch dann wird ihm klar, dass ...

London: Seit Wochen werden in London tote Katzen gefunden, grauenvoll verstümmelt. DI Tom Thorne ist erst nicht begeistert, dass er im Fall des Katzenmörders ermitteln soll. Doch dann wird ihm klar, dass es sich nicht nur um einen Katzenmörder, sondern evtl. um einen Serienkiller handeln könnte. Die Ermittlungen beginnen...

Ich habe alle Bücher der Reihe um DI Thorne gelesen, auch wenn die Fälle in sich abgeschlossen sind ist es wohl besser, die anderen Teile zu kennen. Ich habe mich gefreut das "Stammpersonal" zu treffen und Thorne wieder bei seinen Ermittlungen zu begleiten. Der Schreibstil ist wie gewohnt anspruchsvoll, die Handlung beginnt eher ruhig, es dauert eine ganze Weile, bis sie an Fahrt aufnimmt. Dann wird es aber spannend und wie bei allen Teilen der Reihe gibt es am Ende eine Überraschung.

Die Thematik ist nicht so spektakulär wie beim letzten Teil, den zu toppen ist aber auch echt schwierig. "Die toten Katzen von London" ist ein etwas schwächerer Band, aber nichts desto trotz fesselnd. Das Zwischenmenschliche, das Verhältnis zwischen Thorne und Tanner ist gut herausgearbeitet und bekommt eine ganz neue Dimension. Was den Titel angeht finde ich ihn etwas unglücklich gewählt, der englische Originaltitel trifft es besser

Fazit: Ein etwas schwächerer Billingham, nichts desto trotz fesselnd. 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4.

Veröffentlicht am 04.03.2018

ein etwas anderer Thriller - wenig Spannung, dafür mehr psychologische Aspekte

Nachts, wenn mein Mörder kommt
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Nach einem Überfall liegt Sarah mit einer schweren Kopfverletzung im künstlichen Koma. Sie leidet am Locked-In-Syndrom, kann sich nicht bemerkbar machen und erinnert sich an nichts. Nur durch die Gespräche ...

Nach einem Überfall liegt Sarah mit einer schweren Kopfverletzung im künstlichen Koma. Sie leidet am Locked-In-Syndrom, kann sich nicht bemerkbar machen und erinnert sich an nichts. Nur durch die Gespräche der Ärzte und Besucher kann sie sich zusammenreimen, was passiert ist.


Zuallererst: Der Titel ist leider etwas irreführend, der Originaltitel: "The Last Thing I Remember" passt meiner Meinung nach viel besser.


Die Geschichte um Sarah rollt sich aus zwei Perspektiven auf: Einmal aus Sarahs Sicht, die im Locked-In-Syndrom steckt, sich nicht mitteilen kann, aber hört was gesprochen wird und sich nach und nach erinnert. Die andere Sicht auf die Geschichte kommt von Kelly, der Nachbarstochter und guten Freundin von Sarah. Obwohl die beiden einige Jahre trennen, wurden sie zu Freundinnen und Vertrauten, denn im Grunde verbindet sie viel. Kellys Kapitel fallen schon durch den Schreibstil aus der Rolle, der viele Ausdrücke und Slang enthält, wohl typsich für das Milieu in dem Kelly sich als Teenager bewegt.


Mir haben die Kapitel aus Kellys Sicht trotzdem besser gefallen, einfach weil man durch ihre Sicht viel mehr über Sarah und die Beziehung zu ihrem Mann erfährt. Ein anderes Thema ist Mobbing. An Kellys Schule gibt es eine Clique, die sämtliche Schüler tyrannisiert, die brutal agiert und vor nichts zurück schreckt.


Gerade das Mobbing und was mit Kellys bester Freundin passiert, haben mich echt schockiert, ich war emotional an Kelly und Sarah sehr nah dran und konnte mir ihnen mitfühlen. Interessant sind auch die psychologischen Aspekte, die in dieser Geschichte durchklingen und sehr nachdenklich machen.


Fazit: Kein Thriller im herkömmlichen Sinn, denn Spannung kommt nicht wirklich auf. Der Fokus liegt auf dem psychologischen Aspekt und der Frage, was hier wirklich passiert ist. Keine Frage, aus der Thematik hätte man mehr herausholen können. Ich vergebe 3,5 Sterne,.

Veröffentlicht am 28.06.2026

düster und brutal

Insel der Ratten
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Schauplatz USA: Eine Pandemie hat einen Großteil der Menschen dahin gerafft, das Recht des Stärkeren zählt. Banden ziehen durch die Straßen, morden hemmungslos, Chaos herrscht, Gesetze gelten nicht mehr. ...

Schauplatz USA: Eine Pandemie hat einen Großteil der Menschen dahin gerafft, das Recht des Stärkeren zählt. Banden ziehen durch die Straßen, morden hemmungslos, Chaos herrscht, Gesetze gelten nicht mehr. Die Reichen verschanzen sich außerhalb der Stadt in ihren Häusern, die Superreichen kaufen sich Tickets für  einen Platz auf dem Flugzeugträger New Frontier, wo ihr Überleben für 4 Jahre gesichert ist.

Im Fokus stehen die Freunde  Colin Lowe und Will Adams. Colin Lowe gehört zu den Superreichen, er hat sich rechtzeitig auf der Insel der Ratten verschanzt, während sein missratener Sohn Brad  mit seiner Bande marodierend durch die Stadt zieht. Brad hat Will Adams  Tochter Amy ermordet, andere der Bande haben Wills Frau vergewaltigt. Will will nur eines: Rache.

"Insel der Ratten" ist ein Thriller mit düsterem beklemmendem Setting. Für diejenigen, die diverse Endzeit Thriller oder Movies kennen, nicht wirklich neu. Spannend ist die Dynamik, der schelle Verfall der gesellschaftlichen Ordnung, wie jeder nur um sein Überleben kämpft und viele dabei über Leichen gehen. Moral, Anstand, alle Werte die früher zählten, scheinen nicht mehr zu existieren. Die Geschichte ist brutal, Gewaltszenen gibt es reichlich.

Fazit: Gut zu lesen, aber nicht wirklich mit neuen Aspekten, wenn man andere dystopische Thriller kennt. 

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Spannungsroman mit Urlaubsfeeling

Summer Heat
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Mia tritt ihren neuen Job als Jogalehrerin in dem Luxusresort Platô Beach in Portugal an. In ihren Kollegen Yanis verliebt sie sich vom ersten Blick an. Doch wieso sind ihre anderen Kollegen abweisend, ...

Mia tritt ihren neuen Job als Jogalehrerin in dem Luxusresort Platô Beach in Portugal an. In ihren Kollegen Yanis verliebt sie sich vom ersten Blick an. Doch wieso sind ihre anderen Kollegen abweisend, fast feindselig? Und welchen Grund hat Mia, ihren Job in Deutschland zu kündigen? Dann gibt es einen Toten und die Stimmung wird drückend.

"Summer Heat" hörte sich vielversprechend an, die Leseprobe hatte mich neugierig gemacht. Allerdings hat der Thriller meine Erwartungen nicht wirklich erfüllt, zu wenig Thrill, zu wenig Spannung.

Was man bekommt: Viel Lovestory, Urlaubsfeeling, Mobbing, die Atmosphäre eines luxuriösen Resorts vor idyllischer Kulisse. Von Anfang ist klar, dass Mia ein Geheimnis hat, einen Grund weswegen sie im Resort den Job abgenommen hat und dass es im Resort Geheimnisse gibt. Spannungsroman wäre für mich die Einordnung, für einen Thriller fehlt mir die Hochspannung, denn leider kommt Spannung erst gegen Ende auf.

Der Schreibstil ist gut, lässt sich flüssig lesen, erzeugt Atmosphäre und ist bildhaft. die Figurenzeichnung ist gelungen, auch wenn mir Mia nicht wirklich sympathisch war.

Fazit: Für mich kein Thriller, eher ein Spannungsroman über viele Geheimnisse.

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