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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2026

Cosy Romance

Gentle Heart
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Ashley Cruz kennen wir bereits. Sie ist Popstar und entsprechend bekannt. Doch nach ihrer letzten Beziehung steht es sehr schlecht um ihren Ruf, weswegen sie das mühselig aufarbeiten muss. Dazu hat sie ...

Ashley Cruz kennen wir bereits. Sie ist Popstar und entsprechend bekannt. Doch nach ihrer letzten Beziehung steht es sehr schlecht um ihren Ruf, weswegen sie das mühselig aufarbeiten muss. Dazu hat sie natürlich auch seelisch einiges mitgenommen. Mit ihrem neuen Album will sie damit abschließen. Sie konzentriert sich nur noch auf sich und ihre Karriere. Bis sie bei ihrer Release-Party auf Logan Buckley trifft, der, wie auf jeder Party, an seiner Konsole sitzt. Die beiden verstehen sich direkt, wobei ich Logans Faszination für sie etwas drüber fand. Dennoch war es schön, wie lieb er sich um sie gekümmert hat, als er gemerkt hat, dass sie wegen ihrem Ex Panik bekam. Generell ist Logan eine wandelnde Green-Flag. Er sagt, was er denkt, und zieht Grenzen für sich. Fand ich total gut. Trotz ihrer anfänglichen Nähe entsteht nicht mehr daraus, denn Logan zieht wie gesagt Grenzen und Ashley will sowieso nichts in der Öffentlichkeit mit Männern.

Dennoch kommt es dazu, dass die zwei sich wiedersehen und es gewaltig funkt, weswegen sie sich auf eine Freundschaft mit Vorzügen einlassen. Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. In dieser Zeit lernen sie sich aber auch freundschaftlich richtig kennen. Ashley denkt viel nach, bevor sie redet, immerhin hatte es in der letzten Beziehung zu viele Konsequenzen. Aber Logan ist für sie da und baut sie wieder auf, gibt ihr mehr Selbstvertrauen und stärkt sie. Besonders wenn ihr Ex auftaucht, was ich immer ein bisschen drüber fand. Ihre Freundschaft ist nicht ganz so einfach, immerhin sind beide berühmt und haben ihre eigenen Touren, weswegen auch viel getextet wird. Aber auch das fand ich ziemlich süß und hat gezeigt, dass die beiden total aneinanderhängen. Neben der Beziehung und den aufkeimenden Gefühlen, die sehr authentisch wirkten, gibt es noch weitere Handlungsfäden Logan betreffend. Er hat nämlich noch ganz andere Probleme, die er aus der Welt schaffen muss. Da fand ich es total amüsant, wie Hunt und Ashley miteinander umgehen. Richtig witzig.

Der Streit zwischen Ashley und Logan fand ich etwas zu plötzlich gelöst, aber ansonsten ziemlich gut gemacht. Ein wirklich schönes Ende. Generell ließ sich das Buch sehr leicht lesen und alles wirkte schon eher cosy und einfach ohne zu viel Drama. Das ganze Thema rund um die PR und alles um die Themen Schauspiel und Auftritte haben auch nur sehr wenig Raum eingenommen, was ich persönlich wirklich gut fand.

Fazit:

Eine cosy Romance, die ich sehr gerne gelesen habe. Ashley und Logan sind zwei so authentische und tolle Charaktere, die über alles sprechen und Grenzen setzen, wenn es nötig ist. Was will man mehr? Auch die Storyline hat mich gut unterhalten, ebenso wie die Nebencharaktere, darunter besonders Hunt.

4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Düster

Anathema
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Diese Gothic-Dark-Fantasy ist das erste Buch für mich aus diesem Genre. Es war schon anders, aber auch interessant. Zevander und Maeve sind für mich zu Beginn zwei sehr interessante Charaktere. Zevander, ...

Diese Gothic-Dark-Fantasy ist das erste Buch für mich aus diesem Genre. Es war schon anders, aber auch interessant. Zevander und Maeve sind für mich zu Beginn zwei sehr interessante Charaktere. Zevander, der schon seit Jahren als gnadenloser Assassine für den König arbeitet, fand ich besonders spannend. Aber von ihm erfährt man zu Beginn eher nur seinen Alltag. Maeve wurde damals als Säugling vor den Eating Woods ausgesetzt und gilt seitdem als schlechtes Omen. Entsprechend sind sie und ihre Familie eher die Außenseiter im Dorf. Wobei man sagen muss, dass das Dorf sowieso ziemlich gehässig und kompromisslos ist. Umso schöner fand ich ihre Beziehung zu ihrer Schwester Aleysia. Aleysia war mir zunächst super sympathisch, später dann leider nicht mehr. Der Start in das Buch ist entsprechend dem Genre düster gehalten und hat einen guten Einblick in die Welt und die Leben von Zevander und Maeve gegeben.

Die ersten paar hunderte Seiten sind also eher die Einleitung in die Welt und die Leben, die die beiden führen. Es fängt dann auch schon an, dass Maeve einige seltsame Dinge passieren, die einen neugierig machen. Besonders spannend fand ich es, als das Thema mit der Zwangs-Ehe begann. Maeve wird einem mächtigen Mann versprochen, der nach außen hin erst mal gütig wirkt. Aber es verbirgt sich einiges dahinter. Sehr fesselnd. Bis sie in die Eating Woods flieht, nur eben etwas anders als der Klappentext es verspricht. Denn sie fliehen nicht gemeinsam da rein, sondern nur Maeve, die dort auf Zevander trifft, der sie rettet. Im Grunde sind die Eating Woods zu Beginn also nur ein düsteres Abschreck-Element und später geraten diese fast vollständig in den Hintergrund. Bis jetzt bin ich mir nicht zu 100% sicher, was es genau damit auf sich hat. Zevander dagegen, der skrupellose Assassine, zeigt recht schnell andere Seiten von sich, sanftere. Das fand ich aber richtig schön. Generell fand ich seine Kräfte total spannend.

Das Überleben in den Eating Woods ist eigentlich nicht das Ziel von Maeve, eigentlich ist es eher, ihre Schwester zu retten. Nur vergisst sie das leider ab und zu, während sie ihre Fähigkeiten in Zevs Land trainiert, was natürlich alles superschnell geht. Andererseits wäre das Buch sonst nochmal länger. Maeve wird dort gebraucht und ist sozusagen eine Gefangene. Von daher kann sie natürlich nicht einfach losmarschieren und ihre Schwester retten, aber es war schon krass, wie sehr das Thema in den Hintergrund geriet und dann irgendwann aus dem Nichts wieder das Wichtigste wurde. Aber dennoch fand ich es auch da spannend, wie sie ihre Kräfte trainiert hat und was die Welt so zu bieten hat. Nebenbei hat auch Zevander seine eigene Mission. Denn er will seinen Fluch loswerden. Dafür sammelt er Blutsteine und übergibt sie einem Magier, der ihn vielleicht retten kann. Das Ganze hält er natürlich vor allen geheim, entsprechend muss er sich manch Herausforderungen stellen. In der Story kommt die Brutalität natürlich auch nicht zu kurz, die ziemlich detailliert beschrieben wird. Aber in dieser Fantasy-Romance darf auch die Liebe nicht fehlen. Es gab einige Szenen, die waren mir viel zu gewollt und konstruiert, denn natürlich gibt es so ein Gebräu, was die sehr geil macht und Zevander passt auf sie auf. Sowas mag ich leider gar nicht. Auch die intimen Szenen am Ende waren mir viel zu klischeehaft und drüber. Dafür, dass die so lange umeinander rumgeschlichen sind, war das Ende dann doch etwas zu viel. Dafür hat mir der Schlagabtausch zwischen den beiden immer ziemlich gut gefallen.

Fazit:

Das Buch ist durchgehend düster und bietet einiges an Darkness an. Die Brutalität kommt hier definitiv nicht zu kurz. Auch die Storylines sind gut aufgebaut und bieten einige interessante und fesselnde Handlungsstränge. Der Beginn bietet einen guten Einstieg in die Welt und die Leben von Zevander und Maeve. Man muss aber auch sagen, hier und da zieht es sich ein wenig, da hätte man nicht ganz so ausschweifend sein müssen. Ebenso fand ich an einigen Stellen etwas zu einfach gehalten, beispielsweise mit dem Training von Maeves Kräften. Maeve überzeugt mich nicht an allen Stellen, das Vergessen ihrer Schwester fand ich schon stellenweise etwas krass. Insgesamt fand ich es aber ziemlich spannend und habe, trotz des nicht passenden Klappentextes, mich gut unterhalten gefühlt. Besonders gut fand ich, wie am Ende viele Fäden zusammengelaufen sind. Anders als die Liebesgeschichte, die mich trotz der guten Schlagabtausche nicht ganz so überzeugt hat.

4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Royaler Diebstahl?

Royal Fake
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Nachdem Darcy im ersten Band die Rache abgebrochen hat, aber dabei von Tristan erwischt wurde, ist sie untergetaucht. Sie ist nach New York, lässt erst mal alles sacken und trauert Tristan hinterher. Auch ...

Nachdem Darcy im ersten Band die Rache abgebrochen hat, aber dabei von Tristan erwischt wurde, ist sie untergetaucht. Sie ist nach New York, lässt erst mal alles sacken und trauert Tristan hinterher. Auch mit ihrer Crew hat sie aktuell nur sporadisch Kontakt. Tristan dagegen muss sich nach dem Skandal, dem Volk stellen. Spencer ist ebenfalls erst mal unter dem Radar, da er beim Volk nicht gut wegkommt. Für Tristan besonders schwer, da er nun alle Aufgaben von ihm übernehmen muss, was ihm gar nicht passt. Er will wieder in den Schatten und das Leben eines Zweitgeborenen führen. Als dann aber seine Schwester Matilda in eine arrangierte Ehe soll und das noch mit einem Mann, der ein Psychopath ist, entwickelt Tristan einen Plan, um sie daraus zu retten. Sie müssen das Gemälde zurückholen und dafür braucht er Darcy.

Darcy und Tristan verloben sich zum Schein, damit sie in den Palast des spanischen Kronprinzen kommen. Darcy ist natürlich sofort dabei, als sie hört, dass es für Matilda ist, auch wenn es ihr schwerfällt. Das erste Drittel des Buches ist ziemlich ruhig und zieht sich tatsächlich auch ein bisschen. Darcy und Tristan schleichen beide umeinander herum, suchen Abstand und doch irgendwie Nähe zueinander. Dazu halt die ganzen royalen Termine, die damit einhergehen. So richtig gefunkt hat es zu Beginn nicht. Dafür spürt man bei beiden, wie weh es ihnen tut. Denn sie müssen verliebt tun, aber nicht so einfach, wenn so viel passiert ist und das Vertrauen fehlt. Ich fand es gut, dass beide das Gespräch gesucht haben, richtig gut. Über die Zeit fällt es denen leichter. Die alten Gefühle nehmen Überhand. Es ist deutlich weniger gespielt und sie kommen sich näher. Doch immer wenn sie einen kurzen intimeren Moment haben, kippt die Stimmung schnell wieder, sobald sich einer daran erinnert, was vorgefallen ist. Das war entsprechend recht vorhersehbar.

Anders als das Stehlen des Gemäldes. Sobald die Planungen dafür begannen, wurde es deutlich spannender. Wie kommen sie da ran? Wie gehen sie vor? Für Tristan ist das ja doch etwas Neues. Eine Rolle spielen, Pläne schmieden und die Vorgaben umsetzen. Beim Schnüffeln werden sie öfter fast erwischt, aber genau das macht es so spannend. Sie machen kleine Fortschritte, haben aber auch oft genug Rückschläge, mit denen sie umgehen müssen. Auch die Crew rund um Darcy unterstützt die beiden im Hintergrund, auch wenn Linus von dieser Situation absolut nicht begeistert ist und das auch zeigt. Dennoch ist er dabei und gibt sein Bestes. Dabei kommen noch einige schockierende Informationen ans Licht.


Fazit:

Ein royaler Diebstahl? Tristan begibt sich nun ebenfalls in die Rolle eines Diebs und holt Darcy mit ihrer Crew dazu, um seine Schwester vor einer arrangierten Ehe mit einem Psychopath zu retten. Dabei war der Anfang leider etwas zäh, als es bei den beiden losging und sie umeinander herumtänzelten. Als es dann mit der Planung des Diebstahls losging, wurde es deutlich interessanter und komplett hat es mich dann in Spanien abgeholt. Mal wieder super spannend mit einigen sehr interessanten Wendungen.

4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Schöner Abschluss

Clashing with No. 6
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Saint Alvarez, der Wide Receiver der L.A. Vipers, ist wegen einer Schlägerei mit seinem besten Freund bei einem Spiel in Verruf. Um diesen Ruf wiederherzustellen, soll eine Dokumentation über ihn gedreht ...

Saint Alvarez, der Wide Receiver der L.A. Vipers, ist wegen einer Schlägerei mit seinem besten Freund bei einem Spiel in Verruf. Um diesen Ruf wiederherzustellen, soll eine Dokumentation über ihn gedreht werden. Die Producer erhoffen sich da natürlich viel Drama und den Grund für den Bruch mit Flynn. Sportjournalistin Callie McQueen hat auf TikTok eine große Reichweite und liebt den Job als Journalistin. Sie soll diese Reportage drehen. Doch wegen einem Faupax in einem Interview hat auch sie es nicht einfach wieder Fuß zu fassen. Sie wird eher belächelt. So auch von Saint. Saint ist verständlicherweise total gegen diese Dokumentation und blockt alles ab. Er stellt seine Grenzen klar und zeigt, dass er absolut keine Lust hat. Callie spornt das nur umso mehr an.

Die beiden sind wie Feuer und Wasser. Wenn sie aufeinandertreffen, wird es hitzig. Ich mochte ihre Dialoge und den Schlagabtausch zwischen den beiden sehr. Es sprüht nur so vor Funken. Die Interview-Drehtage sind entsprechend spannend gehalten. Denn Saint will auf keinen Fall etwas preisgeben und Callie braucht dringend Material und fühlt ihm auf den Zahn. Die beiden streiten sich immer wieder bis zu einem gewissen Punkt. Callie ist von Anfang an eher auf Flucht aus. Wenn es ihr zu viel wird, haut sie erst mal ab. Fand ich nicht ganz so gut, aber das ist nun mal ihre Art. Irgendwann schließen sie einen Waffenstillstand und ab da geht es mir viel zu plötzlich in die entgegengesetzte Richtung. Sie fallen übereinander her. Saint ist für Callie da, sie für ihn. Das war süß. Es war auch schön, wie die beiden sich gegenseitig geöffnet haben. Aber auch etwas naiv von Saint, weil Callie das alles hätte nutzen können. Aus ihrer Sicht konnte ich ihre Handlungsweisen oft noch nachvollziehen.

Das große Thema ist natürlich der Grund, warum Flynn und Saint miteinander gebrochen haben. Es gibt immer ein paar neue Informationen, die einen fesseln. Dennoch war es recht schnell klar, worauf es hinausläuft. Ich fand es trotzdem sehr gut dargestellt, wie sehr sowohl Flynn als auch Saint darunter leiden. Von daher war es gut untergebracht. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist Saints Beschützerinstinkt gegenüber seiner Schwester. Ich dachte wirklich am Anfang, die ist erst sieben Jahre oder so. Tja, falsch gedacht. Volljährig. Aber beschrieben wie ein Kleinkind und er verhält sich ihr gegenüber auch so. Gar nicht cool. Auch wer hinter dem Pseudonym steckt, der Callie schreibt, war schnell klar. Diese Chats waren mir aber irgendwie total kitschig und drüber.

Fazit:

Ein schöner Abschluss der Trilogie. Die Enemies waren deutlich spürbar. Leider war mir der Umschwung dann aber doch zu plötzlich und zu körperlich. Ich fand aber schön, wie sie miteinander auftauten und sich näherkamen. Auch das große Thema rund um die Schlägerei erhält konsequent Aufmerksamkeit und gerät nicht zu sehr in den Hintergrund.

4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Guter Einstieg

Casino Durable - All in with the Devil
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Dawn hat sich mit Betrügen über Wasser gehalten. Ihre Mutter war süchtig und ihr Stiefvater hat Dawn und ihre Zähl-Talente ausgenutzt, kein einfaches Leben für sie also. Als sie aber einen Mord beobachtet, ...

Dawn hat sich mit Betrügen über Wasser gehalten. Ihre Mutter war süchtig und ihr Stiefvater hat Dawn und ihre Zähl-Talente ausgenutzt, kein einfaches Leben für sie also. Als sie aber einen Mord beobachtet, ist sie besonders in Gefahr. Sie wäre die Nächste. Ihr einziger Ausweg ist das Gefängnis, weswegen sie sich in das berühmt berüchtigte Casino Durable schleicht und dort offensichtlich betrügt, um erwischt zu werden. Doch vorher kann sie nicht anders und spielt ein bisschen aus Spaß. Gabriel Durable ist Erbe und Sicherheitschef des Casinos und merkt schnell, dass was mit Dawn nicht stimmt. Die ersten Dialoge der beiden haben mir total gut gefallen. Dawn hatte nichts zu verlieren und hat die Durables ordentlich provoziert. Sie will ja ins Gefängnis. Die haben aber gemerkt, was sie drauf hat und das Potential in ihr erkannt. Schon seit längerer Zeit ist es so, dass jemand das Casino infiltriert, aber sie wissen nicht wer. Mit jemanden, der ebenfalls kriminelle Energie hat, könnten sie eine ganz neue Perspektive darauf kriegen. Hier fand ich es besonders gut, dass Dawn nicht die erstbeste Gelegenheit genommen hat. Erst als die Durables anfingen, sie mit Drohungen in eine Ecke zu drängen, gab sie ihnen nach.

Gabriel ist nicht begeistert von seinem eigenen Deal. Er kann es nicht wirklich ab, Hilfe anzunehmen. Aber er hat kaum eine andere Wahl. Warum sie aber unbedingt in seiner Suite schlafen soll, war doch eher nicht ganz nachvollziehbar, auch nicht mit seinen Erklärungen. Ihre Zusammenarbeit ist zu Beginn schon amüsant. Dawn lässt sich nicht viel gefallen, sie ist tough. Gabriel dagegen ist total mürrisch. Sie holt ihn also sehr aus seiner Komfortzone, weswegen er sie zunächst meidet. Dennoch nimmt sie ihren Teil des Deals ernst und sucht nach Sicherheitslücken. Diese findet sie sogar relativ schnell und auch gehäuft. Doch Gabriel will nichts wirklich davon hören, ihre Diskussionen werden sehr hitzig und emotional. Aber er sieht es ein, dass sie gute Punkte hat und hört ihr zu. Die beiden reden viel über ihre Ängste und räumen Streitigkeiten schnell aus dem Weg, das fand ich gut. Aber ich fand dennoch, dass sie sich etwas zu schnell angenähert haben. Entsprechend konnte ich da nicht so richtig mitfühlen. Die Beziehung, die sich aufgebaut hat, war aber schön und sehr auf Augenhöhe.

Sowohl Gabriel als auch Dawn haben ihre Päckchen zu tragen und beiden fällt es schwer zu vertrauen. Und doch müssen sie genau das tun. Infolgedessen machen sie beide eine tolle Entwicklung durch, weil sie sich genau dem stellen müssen. Wobei ich Dawns Entwicklung fast noch ein bisschen besser und authentischer fand. Schade fand ich, dass das Casino Setting doch so kurz kam. Ich hätte mir öfter Szenen in den einzelnen Räumen gewünscht. Das war leider nur am Anfang der Fall. Stattdessen bekommen Events und alles drum herum mehr Raum. Auch Action-Szenen gibt es einige. Und natürlich rettet Gabriel Dawn ständig. Hier war Dawn doch etwas zu unvorsichtig. Und die Heilung nach dem Kampf war mir etwas zu unrealistisch schnell. Die Konstellation von Gabriel und Dawn ist interessant, zwei Seiten einer Medaille.

Fazit:

Ein guter Einstieg in die Reihe, wobei es noch Luft nach oben gibt. Gabriel und Dawn sind zwei interessante Charaktere, die beide eine Entwicklung durchmachen. Sie stehen auf unterschiedlichen Seiten, Casino-Inhaber und Betrüger. Genau das macht die ganze Sache so interessant, weil Dawn auch so tough ist und Gabriel herausfordert. Das Casino-Setting ist spannend, aber kommt mir im Laufe des Buches dennoch etwas zu kurz. Natürlich kommen sie sich näher, wobei ich das nicht ganz greifen konnte. Auch sind die Action-Szenen etwas zu unrealistisch.

4/5 Sterne

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