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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2018

Hat mir sehr gefallen

Der Roboter, der Herzen hören konnte
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In "Der Roboter, der Herzen hören konnte" geht es um einen kleinen, nicht gerade modernen Roboter, den Menschen, in dessen Garten er gelandet ist und die abenteuerliche Reise der beiden, aber auch um Themen ...

In "Der Roboter, der Herzen hören konnte" geht es um einen kleinen, nicht gerade modernen Roboter, den Menschen, in dessen Garten er gelandet ist und die abenteuerliche Reise der beiden, aber auch um Themen wie Freundschaft, Beziehungsprobleme und darum, Verantwortung zu übernehmen.

Ich muss zugeben, dass es ein wenig gedauert hat, bevor Ben mir richtig sympathisch war. Zu Beginn konnte ich sehr gut nachvollziehen, wieso seine Frau Probleme mit ihm hatte, doch im Laufe der Handlung ist er mehrfach über sich selbst hinausgewachsen und hat sich sehr weiter entwickelt. Vor allem im Umgang mit Tang war er toll und so ist er mir schließlich doch ans Herz gewachsen. Tang selbst mochte ich sofort. Irgendwie ist er sehr süß, in ihm steckt zugleich aber viel mehr, als man auf den ersten Blick vermutet hätte; er hat eine interessante Persönlichkeit, ganz zu schweigen davon, dass er ein echter 'Klassiker' ist. Die aufkeimende Freundschaft zwischen den beiden ist ebenfalls wirklich schön geschrieben und sie hat mir gut gefallen.

Obwohl die Charaktere meiner Meinung nach die große Stärke des Buches sind, konnte mich auch die Handlung selbst von Anfang an fesseln. Zwar hätte ich gerne noch mehr über die Welt, in der Roboter alltäglich zu sein scheinen, an sich erfahren, doch auch so war alles gut ausgearbeitet und es war interessant, Ben und Tang auf ihrer Reise zu begleiten und zu sehen, wie sie sich durch ihre Erlebnisse (und einander) verändert haben. Am Ende der Geschichte ging zwar alles ein bisschen zu glatt, doch zugleich sind noch ein paar Punkte offen geblieben und ich habe in der Inhaltsangabe des zweiten Bandes schon gesehen, dass dies thematisiert werden wird. Deshalb bin ich schon gespannt darauf, wie alles weiter geht, obwohl das Buch an sich recht geschlossen ist.

Veröffentlicht am 14.03.2018

Tolles World Building und eine interessante Geschichte, aber...

Scythe – Die Hüter des Todes
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Aufgrund der ganzen begeisterten Meinungen, die ich schon zu "Scythe - Die Hüter des Todes" gelesen habe, war ich wahnsinnig gespannt darauf. Vielleicht waren meine Erwartungen deshalb ein wenig zu hoch, ...

Aufgrund der ganzen begeisterten Meinungen, die ich schon zu "Scythe - Die Hüter des Todes" gelesen habe, war ich wahnsinnig gespannt darauf. Vielleicht waren meine Erwartungen deshalb ein wenig zu hoch, denn obwohl mir das Buch gut gefallen hat, hat mir irgendetwas gefehlt.

Obwohl so einiges passiert und gerade die beiden Protagonisten, Citra und Rowan, viel durchleiden und immer wieder ihre Grenzen überschreiten müssen, hatte ich die ganze Zeit eine gewisse Distanz zu der Geschichte, was ich schade fand. Die in der Inhaltsangabe versprochene "tiefe Verbindung" der beiden konnte ich nicht wirklich sehen, obwohl sie bekundeten, wie wichtig der andere für sie war, was wohl an den mangelnden gemeinsamen Szenen zwischen ihnen lag. Zudem kam der Schreibstil mir etwas trocken und fast schon sachlich vor, wodurch es mir schwer gefallen ist, mit den Charakteren mitzufühlen. Citra und Rowan fand ich zu Beginn beide sympathisch und ich war interessiert daran zu sehen, wie sie sich weiter entwickeln und was mit ihnen passieren würde, doch im Mittelteil waren die Kapitel um Citra für mich interessanter als die um Rowan, da ich zu ihm nicht wirklich eine Verbindung aufbauen konnte. Ich will allerdings immer noch wissen, wie es mit ihm weiter geht, vor allem nach dem Ende des ersten Bandes, das so einige Optionen offen lässt und neugierig auf mehr macht.

Positiv zu erwähnen ist das World Building, das einfach toll ist. Die Welt, in der die Charaktere leben, scheint eine recht logische Weiterentwicklung unserer Gesellschaft zu sein und ist trotzdem in vielerlei Hinsicht so anders, dass jedes noch so kleine Detail faszinierend war. Für mich war dies ganz klar die große Stärke des Buches und ich mochte auch, wie ausführlich der Autor die ganzen Schattenseiten der scheinbar perfekten Welt beleuchtet hat. Vor allem die Einträge aus Nachlese-Tagebüchern der Scythe, die über verschiedene Dinge ihres Daseins sinnieren, fand ich dabei spannend. Ich hätte gerne mehr über die ganzen Kleinigkeiten erfahren und würde ohne zu Zögern ein Sachbuch lesen, das die Geschichte und das Leben in der poststerblichen Zeit genau darstellt. Alleine schon die Vorstellung, dass der Tod mehr oder weniger überwunden ist, ist sowohl faszinierend als auch irgendwie erschreckend und die Folgen, die sich daraus ergeben, waren gut dargestellt. Die Handlung selbst war fesselnd und es gab einige Wendungen, die mich überraschen konnten.

Fazit:
Bei "Scythe - Die Hüter des Todes" haben mich die Geschichte selbst und auch das World Building voll und ganz überzeugt, doch ich konnte mit den Protagonisten nicht wirklich mitfühlen und gerade deshalb kam mir die Erzählung zu distanziert vor. Deshalb vergebe ich vier Sterne.

Veröffentlicht am 08.03.2018

Schöne Liebesgeschichte

Verliebt bis über beide Herzen
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"Verliebt bis über beide Herzen" ist der dritte Liebesroman, den ich von Sarah Morgan gelesen habe - und auch wenn er mich nicht so sehr begeistern konnte wie die anderen beiden, hat er mir doch gut gefallen. ...

"Verliebt bis über beide Herzen" ist der dritte Liebesroman, den ich von Sarah Morgan gelesen habe - und auch wenn er mich nicht so sehr begeistern konnte wie die anderen beiden, hat er mir doch gut gefallen. Molly und Daniel sind sympathische Charaktere, ich mochte, wie sie sich langsam näher gekommen sind und die Hunde, die in dieser Geschichte eine wichtige Rolle spielen, waren einfach goldig. Ich mochte ebenfalls, dass Eva und Lucas, das Paar aus dem dritten Band, hier wieder vorkamen und dass die Protagonistinnen der beiden Fortsetzungen schon vorgestellt wurden.

Auf den ersten Blick haben Molly, eine Ratgeberin in Sachen Beziehungen, und Daniel, ein Scheidungsanwalt, nicht besonders viel gemeinsam, doch als Leser stellt man schnell fest, dass der Schein trügt. Beide wurden in der Vergangenheit (auf verschiedene Art) verletzt, beide sind vorsichtig, beide denken, sie könnten sich nicht verlieben. Sie haben sich gut ergänzt und es war schön, wie aus einer Zufallsbekanntschaft nicht nur knisternde Spannung, sondern auch eine echte Freundschaft hervorging und dass sie einander gegenüber offener sein konnten als im Umgang mit anderen Menschen. Natürlich machen beide Fehler und treffen teilweise schlechte Entscheidungen, doch ich fand gut, wie sie damit umgegangen sind und dass die Konflikte weder ignoriert noch überdramatisiert wurden. Der Autorin ist die Balance hier gelungen und ich fand, dass sie die Schwierigkeiten, die aus der Vergangenheit der Charaktere entstanden sind, realistisch dargestellt hat. Positiv zu erwähnen ist zudem, dass die Figuren sich weiter entwickeln.

Trotz der teilweise ernsten Themen und den Problemen, mit denen Daniel und Molly zu kämpfen haben, kommt der Humor nicht zu kurz und auch die großen Gefühle fehlen nicht. Morgan hat mit "Verliebt bis über beide Herzen" eine schöne Liebesgeschichte geschrieben, die nichts außergewöhnliches, aber auf jeden Fall berührend ist und mich von Anfang an überzeugen konnte. Wie bereits erwähnt sind Hunde bedeutsam und das war definitiv ein Bonus; Valentine und Brutus haben die Geschichte bereichert und es gab ein paar tolle, teils komische, teils herzerwärmende Szenen mit ihnen. Ich hoffe, das wird in den nächsten Bänden ähnlich sein.

Veröffentlicht am 28.02.2018

Eine sehr schöne, emotionale Liebesgeschichte

Jamaica Lane - Heimliche Liebe (Edinburgh Love Stories 3)
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Der dritte Band der "Edinburgh Love Stories" erzählt wieder eine schöne, emotionale Liebesgeschichte, die mich auf jeden Fall berühren konnte. Die Charaktere durchleben eine Achterbahn der Gefühle, von ...

Der dritte Band der "Edinburgh Love Stories" erzählt wieder eine schöne, emotionale Liebesgeschichte, die mich auf jeden Fall berühren konnte. Die Charaktere durchleben eine Achterbahn der Gefühle, von absolutem Glück bis hin zu schrecklichem Kummer und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Charaktere machen Fehler, schätzen die Situation falsch ein (und gerade der Protagonist verhält sich einmal unmöglich), doch das macht sie menschlich und die Geschichte realistisch. Schön fand ich zudem, dass die Paare aus den vorherigen Bänden hier wieder eine große Rolle gespielt haben und man schon die Hauptpersonen aus den Fortsetzungen kennen gelernt hat.

Was mir an "Jamaica Lane - Heimliche Liebe" sehr gut gefallen hat, ist, wie komplex die Autorin die Emotionen und Beziehungen der Figuren dargestellt hat. Liv und Nate sind wirklich gute Freunde, die zusammen Filme anschauen, den gleichen Humor haben und generell einfach zusammen Zeit verbringen können, aber man spürt zugleich auch die Chemie zwischen ihnen und das Potential für mehr. Ich fand toll, dass die Freundschaft der beiden trotz der neuen körperlichen Nähe noch so wichtig war und Young gezeigt hat, wie gut sie zusammen passen. Zwischen den beiden ist durch ihre bereits bestehende Beziehung schon von Anfang an eine enge Vertrautheit, sie können über ihre tiefsten Gefühle und auch Leid und ihre Vergangenheit recht offen reden. Die Entwicklung der Liebesgeschichte hat mir gut gefallen; ich mochte, dass der 'Unterricht', den Nate ihr in Sachen Sex gibt, nicht zu schnell voranging, sondern Schritt für Schritt, da sie sich so langsam näher gekommen sind - und das nicht nur auf körperlicher Ebene. Deshalb trifft es Liv dann sehr, als Nate sich von ihr zurückzieht, und sein Verhalten verletzt sie verständlicherweise ungemein. Das war nicht unbedingt leicht zu lesen, aber ich fand gut, dass sie ihm nicht sofort verziehen hat und er ihr seine Reue zeigen musste, was kein leichter Prozess war. Es gab richtige Konsequenzen; für mich war das realistisch und dadurch konnte ich die nachfolgenden Kapitel umso mehr genießen.

Ich habe "Jamaica Lane" angehört und obwohl ich normalerweise nicht viel mit Hörbüchern anfangen kann, konnte Vanida Karun mich hier überzeugen. Sie hat eine angenehme Stimme und schafft es sehr gut, die Emotionen der Charaktere rüberzubringen.

Veröffentlicht am 24.02.2018

Zwischendurch etwas frustrierend, aber insgesamt sehr schön

The Goal – Jetzt oder nie
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In "The Goal - Jetzt oder nie" erzählt Elle Kennedy wieder eine schöne, emotionale Liebesgeschichte. Dieses Mal geht es um Sabrina und Tucker.

Die Chemie zwischen den beiden war von Anfang an sehr stark ...

In "The Goal - Jetzt oder nie" erzählt Elle Kennedy wieder eine schöne, emotionale Liebesgeschichte. Dieses Mal geht es um Sabrina und Tucker.

Die Chemie zwischen den beiden war von Anfang an sehr stark und auch, wie es langsam mehr wurde, war schön dargestellt. Generell hat mir sehr gefallen, wie die Liebesgeschichte sich entwickelt hat; sie war, gerade in Bezug auf die Schwierigkeiten, die sich aus den Charaktereigenschaften der Protagonisten ergaben, ziemlich realistisch. Sabrina hat einige Probleme damit, los- und mehr als bedeutungslosen Sex zuzulassen; sie ist eher unterkühlt und sehr verschlossen, aber trotzdem jemand, mit dem man mitfühlen kann und sie war mir die meiste Zeit über sympathisch. Ihre Familie ist nicht gerade liebevoll, sie muss sich ihr Studium in Harvard hart erarbeiten und für eine ernsthafte Beziehung hat sie deshalb überhaupt keine Zeit - doch als sie Tucker richtig kennen lernt, fällt es ihr sehr schwer, es bei 'nur' Sex zu belassen. Er ist ein wirklich toller Mann, der immer auf sie Rücksicht nimmt, sie auf gar keinen Fall bedrängen möchte, aber trotzdem klar macht, dass er sie will. Im Prinzip ist er alles, was Sabrina sich von einem Partner wünschen könnte und noch viel mehr, allerdings kämpft sie lange dagegen an, sich richtig auf ihn einzulassen.

Ich muss gestehen, dass mich das gerade gegen Ende gestört hat; ihre Probleme waren realistisch dargestellt und natürlich fand ich es gut, dass die Autorin ihre Entwicklung nicht zu schnell voran getrieben hat, aber irgendwann war ein Punkt erreicht, an dem ich sie am liebsten gepackt und geschüttelt hätte, damit sie die Augen aufmacht und erkennt, dass sie sich und Tucker unnötig im Weg steht. Dieser Teil des Buches war für mich ein wenig frustrierend, aber natürlich war das Ende dann sehr schön und dadurch war das alles es auch wert. Insgesamt ist die Geschichte mitreißend und die komplizierten Gefühle der Charaktere waren sehr überzeugend dargestellt, sodass ich mit ihnen mitfühlen und -leiden konnte.

Ich habe den dritten Band bisher noch nicht gelesen und hatte deshalb die Informationen nicht, die man in "The Score" über die Beziehung von Tucker und Sabrina bekommt, aber in diesem Fall fand ich das sogar gut - so konnte die Autorin mich mit der Entwicklung überraschen und ich konnte zuvor lesen, wie sie sich näher gekommen sind. Im Gegenzug bin ich jetzt aber sehr neugierig auf die Geschichte von Dean und Allie, von der man in "The Goal" ein wenig mitbekommen hat, sodass ich das Buch bald lesen möchte. Dieser Band bekommt von mir 4 Sterne.