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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2018

Jupp Backes 1. Fall

Nur Gisela sang schöner
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Mord auf dem Dorf.
Inge und Jupps Nachbarin Elke wird Tod
in der Badewanne aufgefunden.
Selbstmord wie es scheint, es wurde ein
Abschiedbrief gefunden.
Dorfpolizist Jupp tippt jedoch auf Mord und
fängt ...

Mord auf dem Dorf.
Inge und Jupps Nachbarin Elke wird Tod
in der Badewanne aufgefunden.
Selbstmord wie es scheint, es wurde ein
Abschiedbrief gefunden.
Dorfpolizist Jupp tippt jedoch auf Mord und
fängt mit Inge an in dem Leben der Nachbarin
rumzuschnüffeln. Dabei kommen nachbarschaftliche
Abgrüne vom Allerfeinsten an Licht.

Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat,
kommt man sehr gut in die Geschichte rein.
Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Pointiert, witzig und mit viel Situationskomik.
Der ausgeprägte Humor und der Sprachwitz machen die Geschichten
zu einem Leseerlebnis.
Die originellen Charaktere sind sehr lebensnah
und liebenswert beschrieben.
Ein Dorf-Krimi mit sehr viel Lokalkolorit und herrlich überspitzt.
Ein Buch, das große Lust auf mehr macht.
Allerbeste Unterhaltung.
Für mich ist Familie Backes Kult.
Achtung Suchtgefahr.

Veröffentlicht am 31.03.2018

Erzählkunst vom Feinsten

Kleine Feuer überall
0

Es brennt! In jedem der Schlafzimmer hat jemand Feuer
gelegt.Elena Richardson steht fassungslos auf dem
Rasen und starrt in die Flammen.
Ihr ganzes Leben lang hatte sie die Erfahrung gemacht,
dass ...

Es brennt! In jedem der Schlafzimmer hat jemand Feuer
gelegt.Elena Richardson steht fassungslos auf dem
Rasen und starrt in die Flammen.
Ihr ganzes Leben lang hatte sie die Erfahrung gemacht,
dass Leidenschaft so gefährlich ist wie Feuer.
Deshalb passte sie so gut nach Shaker Heights,
den Vorort von Cleveland, Ohio, in dem der Außenanstrich
der Häuser ebenso geregelt ist wie das Alltagsleben.

Selten hat mich ein Roman gleich von Anfang an so
in den Bann gezogen.
Dieser Roman ist sehr gesellschaftskritisch.
Er hinterfragt die amerikanische Gesellschaft und hält dem Leser einen Spiegel vor.
Einfühlsam und sehr intensiv werden die verschiedenen
Gesellschaftsschichten gegenüber gestellt.
Die Charaktere sind sehr überzeugend dargestellt,
fesselnd, ehrlich und auch sehr berührend.
Celeste Ng hat einen wunderbaren leichten Schreibstil,
der aber letztlich schwer wiegt.
Es sind die Alltäglichkeiten, die dieses Buch so liebenswert
machen.
Ein sehr kluger Roman der einen nachdenklich macht.
Erzählkunst vom Feinsten.

Veröffentlicht am 28.03.2018

Fredenbüll in Aufregung

Pannfisch für den Paten
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Fredenbüll in Aufregung.
Windräder auf dem Deichvorland, ein
Toter im Betonbett und ein Mafioso
der allen Frauen den Kopf verdreht.
Thies Detlefsen hat wieder allerhand
aufzuklären.

Auch der 6. Band bringt ...

Fredenbüll in Aufregung.
Windräder auf dem Deichvorland, ein
Toter im Betonbett und ein Mafioso
der allen Frauen den Kopf verdreht.
Thies Detlefsen hat wieder allerhand
aufzuklären.

Auch der 6. Band bringt wieder sehr schräge und
liebenswerte Figuren nach Fredenbüll.
Der wunderbare Schreibstil macht dieses Buch zu einem richtigen Leseerlebnis.
Pointiert und scharfsinnig, einfach umwerfend.
Dieser Krimi erhält sehr viel Lokalkolorit und Friesenwitz.
Aktuelle Themen wie Windkraft, Tierschützern und Massentierhaltung kommen auch nicht zu kurz.
Die Dialoge u. a. über die Rotbauchunke oder
um die regionale Küche sind einfach spitze.
Die Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Überhaupt wird alles sehr detailliert dargestellt.
Bis zum Schluss bleibt es spannend und sehr unterhaltsam.
Ein wunderbarer Regio-Krimi mit viel Friesischen Witz.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Ein wunderbares Debüt

Kranichland
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Eine packende Familiengeschichte.
Die Groen Schwestern wachsen im Ost-Berlin
der 60iger Jahre auf. Charlotte brennt für den
Sozialismus und Marlene, die künstlerisch begabte,
verliebt sich in einen Pfarrerssohn.
Als ...

Eine packende Familiengeschichte.
Die Groen Schwestern wachsen im Ost-Berlin
der 60iger Jahre auf. Charlotte brennt für den
Sozialismus und Marlene, die künstlerisch begabte,
verliebt sich in einen Pfarrerssohn.
Als das junge Paar beschließt, in den Westen zu fliehen,
trifft Marlenes Vater eine weitreichende Entscheidung.

Kranichland erzählt das bewegende Schicksal einer Familie
über einen Zeitraum von fast 80 Jahren.
Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen und springt immer wieder
in die Vergangenheit zurück.
Hier werden historische Fakten mit dem Schicksal einer Familien verwoben.
Ein tolles Buch über die politische Lage Deutschlands, das durch den
wunderbaren Schreibstil der Autorin zum Erlebnis wird.
Die Charaktere und Ihre Entwicklungen sind wunderbar beschrieben
und man kann sich sehr gut mit ihnen Identifizieren.
Nicht nur die politische Seite ist sehr interessant,
sondern auch die Lebensumstände.
Entscheidungen können einen ein ganzes Leben lang verfolgen.
Wer ein bisschen mehr über diese Zeit wissen möchte, für den ist dieses Buch ein muss.
Eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 11.03.2018

Von Liebe und Lebenslügen

Eine Liebe, in Gedanken
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Hamburg 1964. Antonia und Edgar scheinen wie füreinander geschaffen.
Sie träumen von einer gemeinsamen Zukunft.
Als Edgar aus beruflichen Gründen nach Hongkong übersiedelt
soll Toni folgen, sobald Edgar ...

Hamburg 1964. Antonia und Edgar scheinen wie füreinander geschaffen.
Sie träumen von einer gemeinsamen Zukunft.
Als Edgar aus beruflichen Gründen nach Hongkong übersiedelt
soll Toni folgen, sobald Edgar Fuß gefasst hat.
Als nach einem Jahr hoffen immer noch nichts passiert,
löst Toni die Verlobung.
Sie will nicht mehr länger warten.
50 Jahre später, nach dem Tod der Mutter fragt sich Tonis Tochter,
ob ihre Mutter gescheitert oder doch lebte, wie sie es sich gewünscht hat.
Frei und unabhängig.

Ein Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt und immer
wieder zurück in die Vergangenheit springt.
Die 1960iger Jahre, die Aufbruchstimmung, das Frauenbild in dieser Zeit
wird an Hand von Briefen wunderbar dargestellt.
Die Charaktere sind sehr lebensecht und liebevoll gezeichnet.
Kristine Bilkau hat eine wunderbare Art zu Schreiben.
Jeder Satz sitzt, ist ein Erlebnis mit einer sagenhaften Präsenz.
Sie zeigt, dass die Literatur auf wunderbare Art und Weise die Erfahrungen
des wirklichen Lebens widerspiegeln kann.
Es geht um die Frage, ob viele kleine Entscheidungen ein ganzes
Menschenleben ausmachen können. Entscheidungen die einen ein
ganzes Leben lang verfolgen. Welchen Schmerz und welches Risiko lässt
man zu, wenn es um Gefühle geht?
Ein wunderbarer Roman, einfühlsam und intensiv aber auch voller Energie.
Nie kitschig, doch sehr wohl auch sehr schön.
Eine Geschichte die 1960iger Jahre aufleben lässt und das ohne Happy End.
Ich könnte es immer wieder lesen – ein Lieblingsbuch!