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Veröffentlicht am 15.03.2018

Schöne Unterhaltung mit ungewöhnlichem Ende

Die Buchspringer
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In "Die Buchspringer" besitzen die Nachkommen zweier alter Familien, die Gabe wortwörtlich in Geschichten einzutauchen. Eine tolle Gabe, aber wie sich schnell herausstellt, auch eine große Bürde. Denn ...

In "Die Buchspringer" besitzen die Nachkommen zweier alter Familien, die Gabe wortwörtlich in Geschichten einzutauchen. Eine tolle Gabe, aber wie sich schnell herausstellt, auch eine große Bürde. Denn die Welt der Literatur ist in Aufruhr. Ein Dieb geht um, der nicht weniger stiehlt als die Essenz der Bücher.
Amy, eine junge Buchspringerin versucht mit Hilfe von literarischen Freunden den Raubzügen ein Ende zu machen, doch nachdem ein Toter entdeckt wird, scheint klar zu sein, das der Dieb zu allem bereit ist.

Meinung:
Mechthild Gläser gelingt mit diesem Buch eine wirklich schöne Lektüre. Nicht besonders anspruchsvoll, aber mit hohem Unterhaltungswert. Ihr für Jugendbücher typischer leichter und angenehm zu lesender Schreibstil unterstütz die Geschichte wunderbar.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz, besonders beim jungen Werther, der auch ausserhalb seiner eigentlichen Rolle am liebsten leidet, was ihn unfreiwillig komisch macht.
Allgemein streift der Leser durch allerlei populäre Geschichten und sieht dabei gute alte Bekannte wieder. Die Bandbreite der Geschichten reicht dabei von Peter Pan bis Anna Karenina. Ein begeistertet Leser wird sicherlich alle Bücher wiedererkennen.
Auch wenn die Autorin bei den meisten Werken nur kurz verweilt, ist die Abwechselung doch schön. Generell lässt sich sagen, das besonders die Fantasie ein Pluspunkt des Buches ist. Egal ob in der realen Welt oder in der Welt der Bücher. Beide sind mit guten Ideen ausgestattet und bilden schöne Hintergründe für die Geschichte.

Weniger gut gefielmir ab und an die fehlende Tiefe. Hier hätte die Autorin gerne noch ausführlicher werden können. Speziell am Ende haben mir ein paar Dinge gefehlt. Trotzdem hat mich gerade das Ende auch positiv überrascht, da ich mit diesem eher ungewöhnlichen Ausgang nicht gerechnet hätte.

Fazit:
Schöne Unterhaltung, die etwas ausführlicher hätte sein können. Trotzdem gibt es für mich eine Leseempfehlung wenn man sich einfach mal angenehm unterhalten lassen mag.

Veröffentlicht am 12.03.2018

Wieder Mal ein schöner Band mit einem Einblick in die Drachenwelt

Das dunkle Archiv
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Auch dieses Mal wird wieder Irenes komplettes Können gebraucht, als sie in eine verzwickte diplomatische Lage gerät.
Eine Drachenfrau möchte die Bibliothekarin damit beauftragen, ein Buch für sie zu finden, ...

Auch dieses Mal wird wieder Irenes komplettes Können gebraucht, als sie in eine verzwickte diplomatische Lage gerät.
Eine Drachenfrau möchte die Bibliothekarin damit beauftragen, ein Buch für sie zu finden, das sie benötigt, um einen hohen politischen Posten zu erringen. Doch Irene denkt gar nicht daran ihr zu helfen, muss sie doch wie auch der Rest der Bibliothek absolut neutral bleiben. Wie man es von ihr gewohnt ist, gerät sie trotz ihrer Absage aber wieder mitten rein ins Geschehen. Diesmal gehts ins New York der 20er Jahre und dort stellt sie schnell fest, das die Drachen nicht ihr einziges Problem sind.

Meinung:
In diesem Band beschäftigt sich die Autorin mal intensiver mit den Drachen, die bisher eher eine Nebenrolle inne hatten. Nachdem der Leser im letzten Band mehr über die Elfen erfahren konnte, ist dieser Teil quasi das Pendant auf Seiten der Drachen. Mich hat es sehr gefreut, das Cogman dieses Mal näher auf diese stolzen, aber auch gefährlichen Kreaturen eingeht. Die Infos, die man in diesem Buch erhält, helfen die Strukturen der Drachen und auch die Beziehung zwischen Kai und Irene besser zu verstehen. Diese ist natürlich auch hier wieder Thema, rätseln doch die Leser schon lange, wie es mit den Beiden weitergeht und ich kann sagen, man darf gespannt sein.

Abgesehen vom neuen Thema bewegt sich die Autorin in gewohnten Fahrwassern. Spannende Passagen wechseln sich mit politischeren ab und Gewalt ist genauso ein probates Mittel wie Diplomatie. Der Beginn und gerade das Ende haben mich sehr gut unterhalten. Der Mittelteil zog sich etwas in die Länge und hat hier und da Langeweile aufkommen lassen. Nachdem diese kurze Durststrecke aber überwunden war, hat mich das Finale versöhnt. Hier ist wie gewohnt richtig was los.

Eine Sache mag ich speziell zu diesem Band noch hinzufügen. Die Autorin hat dazugelernt und wiederholt nun weniger oft Dinge, die die Bibliothek und die Sprache betreffen. Das freut mich sehr, war es mir doch gerade beim vorherigen Band sehr negativ aufgefallen. Ich hoffe sie behält dies bei oder veringert es sogar noch. Stammleser wissen ja nun wirklich was gemeint ist und Neulinge sollten sowieso bei dieser Reihe bei Band 1 anfangen, um richtig folgen zu können.

Fazit:
Wieder mal ein unterhaltsamer Band der Reihe, mit interessanter Thematik, die mich überzeugen konnte.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Fantasie
  • Geschichte
Veröffentlicht am 16.02.2018

Solider Einstieg in eine Reihe mit Potzenial

Aschenputtel
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Inhalt:
Sommer in Schweden. Eine junge Frau fährt mit ihrer Tochter im Schnellzug nach Stockholm. Wegen eines unerwarteten Zwischenfalls muss der Zug kurz vor der Stadt halten. Die Mutter verlässt den ...

Inhalt:
Sommer in Schweden. Eine junge Frau fährt mit ihrer Tochter im Schnellzug nach Stockholm. Wegen eines unerwarteten Zwischenfalls muss der Zug kurz vor der Stadt halten. Die Mutter verlässt den Zug um zu telefonieren, doch als die das Bahngleis wieder betritt fährt der Zug schon auf und davon. Sie verständigt das Zugpersonal, das nach ihrer Tochter schauen soll, doch als der Schaffner in das Abteil tritt, fehlt von dem Mädchen jede Spur. Ein Albtraum beginnt, denn bald darauf verschwindet ein weiteres Kind spurlos. Kommisar Alex Recht und sein Team sehen sich einem schwierigen Fall auf Leben und Tod gegenüber.

Meinung:
Bei Aschenputtel bekommt man es mit einem klassischen Thriller mit nordischem Touch zu tun. Das Thema Kindesentführung liegt der Geschichte zu Grunde, bleibt aber nicht die einzige Straftat um die es sich dreht.

Auch wenn die Themen nicht immer ganz einfach sind, hatte ich nicht das Gefühl eines übermäßig blutigen Buches. Manchmal las es sicher sogar eher wie ein Krimi. Hier brauchen Leser also keine Angst vor einem Schocker zu haben. Langweilig ist das Buch trotzdem nicht. Die Geschichte ist spannend, auch wenn sich die Autorin zwischenzeitlich etwas verrennt und so unnötige Längen entstehen.

Die Protagonisten können mich überzeugen und besonders die Mischung aus zivilen Einsatzkräften und Polizisten mit jahrelanger Erfahrung ist mal was anderes. Die Konflikte durch unterschiedliche Ansätze werden deutlichen und zeigen auf, das es manchmal sinnvoll sein kann, wenn Ermittler aus verschiedenen Bereichen kommen. Trotz der gemischten Ansätze brauchen sie aber relativ lange, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Hier ahnt man als Leser schon früher worauf die Geschichte hinausläuft.

Fazit:
Gute Unterhaltung und solides Handwerk. Es besteht noch Verbesserungspotenzial, aber als Einstiegsband der Reihe auf jeden Fall gelungen.

Veröffentlicht am 10.02.2018

Schönes Jugendbuch, das wichtige Themen in Angriff nimmt

Zirkel
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In Zirkel dreht sich alles um eine Truppe junger Mädchen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie gehen zusammen zur Schule und können sich gegenseitig nicht ausstehen, das sind vermeintlich ihre ...

In Zirkel dreht sich alles um eine Truppe junger Mädchen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie gehen zusammen zur Schule und können sich gegenseitig nicht ausstehen, das sind vermeintlich ihre einzigen Gemeinsamkeiten. Doch das Schicksal führt sie zusammen, um gegen böse Mächte anzutreten. Werden sie sich überwinden können um gemeinsam zu kämpfen? Denn es geht nicht nur um das eigene Überleben.

Zirkel ist ein klassisches Jugendbuch. Der Kampf zwischen Gut und Böse mit Teenagern in der Hauptrolle. Soweit nichts Neues. Dieser Teil der Geschichte ist nicht ungewöhnlich, aber solide gemacht. Auch der Stil des Buches ist typisch für ein Jugendbuch und leicht und angenehm zu lesen.
Besonders heraus sticht aber etwas anderes.
Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen den verschiedenen Mädchen und lässt den Leser so wunderbar hinter die Kulissen schauen. Schnell stellt man fest, das Jede so ihre eigenen Probleme mit sich herumträgt und nicht alles so ist wie es scheint. Durch diese Sichtweise wird ein gutes Bild von den Herausforderungen dieses schwierigen Alters gezeigt, das sich auch Themen wie Mobbing, der ersten Liebe, Drogen etc. widmet. Gerade für junge Leser schafft es so Charaktere, in die man sich gut hineinversetzten kann und es bleibt nicht nur an der Oberfläche, wie manch anderes Buch in diesem Genre. Ein Aspekt der mir besonders gut gefallen hat.
Trotzdem fehlt mir noch der letzte Funke, um dem Buch die volle Punktzahl zu geben. So landet es im Endeffekt bei 4 von 5 Sternen.

Fazit:
Schöner Einstieg in eine vielversprechende Reihe.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Ein Klassiker mit Berg- und Talfahrt

Das Parfum
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Lange schon stand das Parfum in meinem Regal und wartete darauf gelesen zu werden. Irgendwie habe ich mich nie so richtig rangetraut. Nachdem ich es nun befreit habe, bin ich froh es gelesen zu haben. ...

Lange schon stand das Parfum in meinem Regal und wartete darauf gelesen zu werden. Irgendwie habe ich mich nie so richtig rangetraut. Nachdem ich es nun befreit habe, bin ich froh es gelesen zu haben. Es konnte mich nicht durchweg überzeugen, hatte aber definitiv eine ganz eigene Sogwirkung.

Diesbezüglich ähnelt das Buch seinem Protagonisten. Einem Mann der gleichermaßen faszinierend und abstoßend ist, der einerseits genial und im Gegensatz dazu völlig plump daherkommt. Trotz oder gerade wegen seiner Gegensätze ist er auf jeden Fall interessant. Allein die Tatsache, das er nicht sehend, sondern riechend durch die Welt läuft, unterscheidet ihn gewaltig von Anderen. Diese ungewohnte Perspektive umschreibt der Autor mal malerisch und poetisch, mal schonungslos und derb. Er dringt dabei Tief in die Seele seines Protagonisten ein und versucht so die Handlungen Grenouilles verständlicher zu machen. Sympathischer macht das den Hauptdarsteller nicht, denn er ist und bleibt ein Monster, aber es erzeugte bei mir ein Quäntchen Mitleid für den armen Teufel.

Genug aber nun von Grenouille, den man sowieso am besten selbst kennenlernt und zurück zum Inhalt.
Die Geschichte gliedert sich in vier Abschnitte von denen mir der Beginnn und Teil drei wirklich klasse gefallen haben. Mit dem zweiten und letzten Abschnitt hatte ich dagegen so meine Probleme. Im zweiten habe ich mich gelangweilt und im Finale war mir alles deutlich zu überzogen. Spätestens dort möchte ich zartbesaiteten von der Lektüre abraten. Allgemein sollte man für den Roman Nerven und eine gewisse Ekelresistenz mitbringen. Wenn man die nötigen Nerven allerdings besitzt, kann ich nur Jedem raten, diesen Klassiker einmal gelesen zu haben.

´Fazit:
Zu Recht ein so bekanntes Buch.