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Veröffentlicht am 07.04.2018

Mordsfreunde

Mordsfreunde
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Mordsfreunde ist der zweite Fall für das Ermittlerduo Bodenstein und Kirchhoff. Man kann die Bänder gut für sich lesen, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist und wichtige Fakten nochmal kurz erwähnt ...

Mordsfreunde ist der zweite Fall für das Ermittlerduo Bodenstein und Kirchhoff. Man kann die Bänder gut für sich lesen, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist und wichtige Fakten nochmal kurz erwähnt werden.

Im Opel-Zoo werden Leichenteile gefunden und später auf einer Wiese oberhalb des Zoo die dazugehörige Leiche. Bei der Leiche handelt es sich um den Lehrer und vehementen Umweltschützer Pauly. Er wurde von seinen Schülern verehrt und geachtet, von anderen aber gehasst. Bei den Ermittlungen kommen viele Motive und noch mehr Tatverdächtige in Frage. Zudem haben Kirchhoff und Bodenstein noch mit privaten Problemen zu kämpfen und irgendwie geht die Ermittlung nur schleppend voran.

Der Schreibstil von Nele Neuhaus ist locker und leicht. Man kann ihren Schilderungen gut folgen und das Buch schnell lesen. Es ist nun nicht übermäßig spannend, aber eine subtile Spannung ist trotzdem vorhanden. Gerade diese unterschwellige Spannung machen die Bücher der Autorin aber aus.

Auch in diesem Band tauchen wieder viele Charaktere auf, was auch ein Merkmal der Autorin ist. Ich kam aber nie durcheinander bei den vielen Protagonisten. Alle sind sehr lebendig und authentisch beschrieben. Gerade da es so viele sind gibt es auch immer wieder neue Motive und Verdächtige. Bis zum Ende habe ich wirklich zwischen zweien geschwankt und wurde doch überrascht.

Bei der Ermittlungsarbeit hatte ich das Gefühl dass die Ermittler selbst keine Ahnung haben wie sie vorgehen sollen. Sie tapsen eher unbeholfen herum und lassen sich von Gefühlen leiten, die nicht immer in die richtige Richtung führen. Auch das Verhalten von Pia Kirchhoff die sich gleich mit zwei Tatverdächtigen ein Freundschaftliches Verhältnis aufbaut, war für mich befremdlich. Vor allem das zu dem 21 jährigen Lukas. Das hätte nicht wirklich sein müssen und störte mich auch etwas. Denn von professioneller Polizeiarbeit weicht hier einiges ab.

Alles zusammengenommen ist es ein tolles Buch was ich gerne gelesen habe. Ich werde die anderen Bänder bestimmt auch noch lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 27.03.2018

Der Klang des Muschelhorns

Der Klang des Muschelhorns
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Der Klang des Muschelhorns ist der zweite Band der Feuerblüten Trilogie. Alle Teile sind in sich abgeschlossen und behandeln ihr ganz eigenen Zeitraum und Thema. Man kann die Bücher zwar alleine für sich ...

Der Klang des Muschelhorns ist der zweite Band der Feuerblüten Trilogie. Alle Teile sind in sich abgeschlossen und behandeln ihr ganz eigenen Zeitraum und Thema. Man kann die Bücher zwar alleine für sich lesen, bei der vorliegenden Trilogie würde ich aber bei Band eins beginnen. Sonst kommt man am Anfang doch etwas ins schwimmen mit den verschiedenen vorhanden bzw nicht wirklichen Verwandtschaftsverhältnissen.

Wir schreiben das Jahr 1963 auf Rata Station sind die Schwestern Carol und Linda bereits erwachsen und Carol fiebert ihrer Hochzeit entgegen. Während Linda sich ganz für die Farm einsetzt. Auch Mara ihre kleinere Schwester ist glücklich auf Rata Station nicht zu Letzt wegen des Halb Maori Eru der bei dem Stamm in ihrer Nachbarschaft lebt. Doch durch ein Schiffsunglück wird das Leben der drei Mädchen gründlich durcheinander gebracht. Und sie müssen ihren Weg ins Leben finden und dabei so manche schwere Hürde nehmen.

Der Schreibstil war wieder gewohnt leicht und flüssig. Die Geschichte gut durchdacht und angenehm zu lesen. Ich habe nun schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin immer wieder begeistert. Sie bringt einem nicht nur das Land näher sondern auch die Kultur der Maori und deren Geschichte. Durch den sehr plastischen Schreibstil wird einem die atemberaubenden Neuseeländischen Landschaft näher gebracht. Ich konnte mir die Orte sehr gut vorstellen, aber auch die Charaktere und die Kultur blieb mir nicht fremd.

Die Protagonisten sind alle gut beschrieben und dargestellt. Die meisten sind einem auch sympathisch und man leidet förmlich mit ihnen mit. Sie entwickeln sich weiter und sind so sehr lebendig und flexibel. Es sind keine Stereotypen die einem nur Langeweile vermitteln.

Was mich immer wieder begeistert ist die Spannung die Frau Lark mit einbringt in ihre Bücher. So gibt es immer wieder Wendungen die einem erstaunen und die einen an der Geschichte dran bleiben lassen. Denn man möchte doch wissen wie es mit jedem einzelnen weiter geht.

Es gibt natürlich auch ein paar Passagen die mir etwas zu lang und auch zu langweilig waren, so zum Beispiel die Szenen mit den Buttlers oder auch die Regtta am Anfang. Aber im großen und ganzen ist dieses Buch eine tolle Kombination aus Fiktion und Fakten mit einem großen Unterhaltungswert.

Veröffentlicht am 21.03.2018

Der Nachtschwärmer

Nachtschwärmer
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Nachtschwärmer von Tony Parsons ist eine Kurzgeschichte, die perfekt ist um sich auf die Reihe einzustimmen oder auch sie alleine zu lesen.

Max Wolfe kann nicht schlafen und beobachtet ein Verbrechen ...

Nachtschwärmer von Tony Parsons ist eine Kurzgeschichte, die perfekt ist um sich auf die Reihe einzustimmen oder auch sie alleine zu lesen.

Max Wolfe kann nicht schlafen und beobachtet ein Verbrechen aus seinem Fenster. Kurzerhand geht er aus dem Loft und beobachtet einen Mord. Dies kann er nicht dulden, zum einen weil es in seiner Nachbarschaft geschah zum anderen weil seine Tochter bei ihm lebt die er schützen will. Also beginnt DC Wolfe zu ermitteln.

Eine tolle Kurzgeschichte die spannend ist und gut geschrieben. Durch den leichten Schreibstil kam ich gut in die Geschichte rein und war verwundert das sie schon wieder zu Ende war. Am Ende wurde ich doch überrascht was hinter der Tat steckte, aber so soll es ja auch sein. Der Plot der Story hätte auf jeden Fall das Potenzial zu einem langen Roman gehabt.

Veröffentlicht am 19.03.2018

Ich bin der Hass

Ich bin der Hass
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Ich bin der Hass ist der 5te Band der Ich bin Reihe von Ethan Cross. Wie auch schon die anderen Bücher, ist dieses in sich abgeschlossen und man könnte es alleine lesen. Ich schreibe extra man könnte, ...

Ich bin der Hass ist der 5te Band der Ich bin Reihe von Ethan Cross. Wie auch schon die anderen Bücher, ist dieses in sich abgeschlossen und man könnte es alleine lesen. Ich schreibe extra man könnte, denn aus meiner Sicht ist es hilfreich wenn man die anderen Bänder schon kennt. Denn nur so versteht man einige Punkte besser und sieht die Entwicklung der Charaktere.

In San Francisco verfolgt die Shepherd Organisation eine Spur mehrerer Auftragsmorde. Agent Marcus Williams und sein Bruder Ackerman jr, der als Serienmörder bekannt ist, sind darauf angesetzt worden. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf ein Syndikat der Verbrecher und unter ihnen gibt es den besonders brutalen Gladiator. Die Ziele vom Gladiator gehen weit über Auftragsmorde hinaus. Er will für immer im Gedächtnis der Menschen bleiben. Doch er hatte noch nie einen Gegner wie Ackerman. Der ehemalige Serienmörder freut sich schon auf die Begegnung mit dem Gladiator.

Ich habe diesen Band als Hörbuch gehört und war von dem Sprecher Thomas Balou Martin begeistert. Er transportiert Spannung und eine Lebendigkeit das einem an das Hörbuch fesselt. Zudem spielt er mit seiner markanten Stimme so das alle Charaktere eine eigene Tonlage haben. Gerade wie er Ackerman jr gesprochen hat, war faszinierend.

Leider bin ich mit der Story nicht ganz warm geworden und hatte immer wieder das Gefühl was verpasst zu haben. Ich habe das Hörbuch 2x gehört und es ist mir immer noch nicht alles klar. Da es sich hier auch um eine gekürzte Version handelt, schiebe ich es mal darauf. Es gab stellen wo man das kürzen merkte. So zum Beispiel gleich am Anfang wo Demon aus einem überwachten Gefangenentransport fliehen konnte, dies aber nicht geklärt wurde wie in der Printausgabe wurde es aber geschildert. Dafür gab es für mich eher langweilige Teile die man ruhig hätte kürzen können, es aber nicht getan hat. So gab es am Ende des Buches lange philosophische Passagen die für mich nicht zu einem solchen Thriller passten.

Was sehr schön war, ist das Ackerman hier eine Wandlung durchmachte, die in den anderen Bändern schon angeklungen ist. Hatte man früher noch Angst das er sich nicht beherrschen kann und einfach weiter mordet, ist er hier ziemlich beherrscht und teilweise sogar sanft gegenüber anderen Menschen. Bei Marcus ist dies genau umgekehrt. Zum einen fand ich ihn in diesem Buch ziemlich blass dargestellt, aber auch sehr impulsiv und unbedacht.

Mir hat das Hörbuch wieder ganz gut gefallen. Es war ein gewohnter solider Ethan Cross, mit ein paar Schwächen. Ich denke das ich das Buch noch lesen werde und das meine genannten Schwächen wohl auf die gekürzte Fassung zurückzuführen sind.

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Veröffentlicht am 28.02.2018

Die Mitternachtsrose

Die Mitternachtsrose
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Lucinda Riley besticht immer wieder durch ihren tollen Schreibstil, einer tollen Geschichte die voller Emotionen und Spannung ist. Sie verknüpft Vergangenheit und Gegenwart. Es war wieder ein großes Lesevergnügen. ...

Lucinda Riley besticht immer wieder durch ihren tollen Schreibstil, einer tollen Geschichte die voller Emotionen und Spannung ist. Sie verknüpft Vergangenheit und Gegenwart. Es war wieder ein großes Lesevergnügen.

Indien 2001: Anahita feiert ihren 100sten Geburtstag mit ihrer Familie. Bei dieser Gelegenheit vertraut sie ihrem Urenkel Ari ihre niedergeschriebene Lebensgeschichte an und nimmt ihm das versprechen ab nach ihrem totgeglaubten Sohn zu suchen. Erst 10 Jahre nach dem Tod von Anahita begibt sich Ari auf die Suche. Dafür reist er nach England.

Zur selben Zeit reist die amerikanische Schauspielerin Rebecca auch nach London um dort einen Film zu drehen. Dieser wird auf dem Anwesen und im Herrenhaus von Lord Astbury gedreht. Als sie dort ihre frappierende Ähnlichkeit zur verstorbenen Lady Violet erkennt, ist ihre Neugier geweckt. Dann taucht Ari Malik auf dem Anwesen auf und die beiden gehen auf Anahitas Spurensuche. Dabei decken sie so manches dunkles Familiengeheimnis auf.

Lucinda Riley hat einen flüssigen und leichten Schreibstil. Man kommt schnell in die Geschichte rein und ist gleich mittendrin. Ihre Beschreibungen von Indien sind sehr bildlich und exotisch. Man fühlt sich direkt in das 20 Jahrhundert Indiens zurück versetzt. Zudem schreibt sie sehr emotional so das mir so manches mal die Tränen kamen. Es ist auch sehr spannend mit Anahita, Ari und Rebecca auf die Reise zu gehen.

Die Charaktere sind alle sehr schön gezeichnet und liebevoll beschrieben. Zudem kann man sich in die Hauptcharaktere gut hinein versetzen und fühlt mit ihnen mit. Sehr schön fand ich auch das sie sich im laufe des Buches auch weiter entwickelten.

Was mich etwas störte waren die übersinnlichen Anwandlungen die Anahita in ihrem leben immer hatte. Das hätte meines Erachtens nicht unbedingt sein müssen. Auch gab es ein zwei Situationen bei denen ich mit den Ohren geschlackert habe, da sie etwas übertrieben dargestellt wurden.

Alles zusammen genommen ist es aber ein toller Unterhaltungsroman von einer Autorin die ihr Handwerk versteht. Sie fesselt den Leser und verschafft ihm so unbeschwerte, träumerische Lesestunden.