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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2018

Der Problemlöser schlechthin?

Die Kunst, einfache Lösungen zu finden
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Das Buchcover zu "Die Kunst einfache Lösungen zu finden" von Christian Ankowitsch ist ein echter Hingucker, gelb sticht in der Masse hervor und der Witz mit der Brille und der unscharf/scharfen Schrift ...

Das Buchcover zu "Die Kunst einfache Lösungen zu finden" von Christian Ankowitsch ist ein echter Hingucker, gelb sticht in der Masse hervor und der Witz mit der Brille und der unscharf/scharfen Schrift ist gekonnt.

Der Schreibstil hat wenig von einem typischen Selbsthilfebuch - hier erkennt man die Qualität des ehemaligen Zeit-Journalisten, der nicht auf jeder Seite ein praktisches Beispiel zum Selbstbasteln fordert.

Anhand von alltäglichen Situationen, die Ankowitsch beschreibt - sei es im Büro oder zu Hause - Problem mit Partner oder Kind - sind realitätsnah und glaubwürdig. Die Lösungen, die er hierfür liefert von größtenteils Psychologen oder Therapeuten sind kreativ und wirklich manchmal so banal, dass es mir ungläubig fiel sie beim ersten Durchlesen als wirklich funktionsfähig zu halten und legte eine Denkpause ein und spielte die beschriebene Situation oder eine ähnliche Situation, die in meinem Leben sich abgespielt hatte ab und überlegte, was wohl anschließend geschehen wäre, wenn ich so reagiert hätte, wie der Lösungsvorschlag es verlangte. Nach reiferer Überlegung musste ich bei den meisten angesprochenen Themen Ankowitsch zustimmen.

Hier noch ein Beispiel, was mir wirklich sehr gefallen hat - als winziger Spoiler, für alle, die immer noch nicht davon überzeugt sind, das Buch zu erwerben: Wenn man angegriffen wird in einer Bahn: Einfach rumbrüllen: "Schon wieder so viele Elefanten hier, verflucht!" Der Angreifer wird auf alles vorbereitet sein, aber nicht auf einen Freak...

Veröffentlicht am 11.04.2018

Kompakte Beschreibung mit Vor- sowie Nachteilen des Jobs einer Flugbegleiterin

Ich werde Flugbegleiterin!
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"Ich werde Flugbegleiterin" von Miriam ist ein wirklich ausgezeichnetes Buch für Menschen, die schon immer einmal in diesen Beruf hineinschnuppern wollten - es bringt einem aufgrund der vielen sehr detailreich ...

"Ich werde Flugbegleiterin" von Miriam ist ein wirklich ausgezeichnetes Buch für Menschen, die schon immer einmal in diesen Beruf hineinschnuppern wollten - es bringt einem aufgrund der vielen sehr detailreich beschriebenen Vorteile sicherlich zur endgültigen Entscheidung, ob man dies ebenfalls als erfüllbaren Wunsch ansieht.


Inhaltlich beginnt die Beschreibung des bisherigen Lebenswegs. Das muss anhand der vielen weiteren Beispielen an Kollegen, die genannt werden, nicht mal annähernd etwas mit diesem Job zu tun haben. Quereinstieg scheint mir absolut im Möglichen zu liegen.

Anschließend erfährt man einiges über die Bewerbungsprozedur und der Abschlussprüfung. Kurz beschrieben: Sehr ähnlich zum Führerschein - Theorie sowie Praxis.

Nach den ersten Kapiteln geht es dann auch direkt in die Lüfte und man erfährt an einigen exotischen Reiseorten viel über die Orte und das Positive am Job, wobei es natürlich auch immer darauf ankommt, wo man hinfliegt, da Miriam auch Kulturschocks erlebt und manchmal andere Bräuche geläufig sind.

Ich persönlich will noch meinen derzeitigen Weg abschließen, kann mir aber im Anschluss wirklich gut vorstellen diese Ausbildung daran anzuschließen!

Veröffentlicht am 27.03.2018

Ich kann alles, was lobenswertes in den Medien geschrieben wurde, nur unterzeichen!!!

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?
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Ich persönlich denke, dass "The woman in the window" sehr ähnlich zu "Girl on the train" ist (was ich nicht besonders mochte, aber darum geht es jetzt nicht). Anna hat sehr viele Gemeinsamkeiten mit der ...

Ich persönlich denke, dass "The woman in the window" sehr ähnlich zu "Girl on the train" ist (was ich nicht besonders mochte, aber darum geht es jetzt nicht). Anna hat sehr viele Gemeinsamkeiten mit der Protagonistin aus dem anderen Werk. Beide beobachteten sehr viel. In "GOTT" kam die Protagonistin als Verrückte durch und am Ende war sie doch die Gute. In "TWITW" war ich daher vorbereitet und wollte nicht direkt abkaufen, dass Anna Irre war, nur um dann am Ende zu lesen, dass es genauso abläuft und sie die Gute ist. Doch hier war es anders. Anna kam als Gute durch. Also war ich mir sicher, dass sie tatsächlich die Irre ist...und dann stand, dass selbst die Polizei sie für irre hält und ich war doch verwirrt...


Zusammengefasst ohne zu spoilern: Ein Meisterwerk! Fans von "Gone Girl" werden es lieben und nicht mehr aus der Hand legen lassen können!

Veröffentlicht am 10.03.2018

Mir ist das Blut in den Adern gefroren!

In eisiger Nacht
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"In eisiger Nacht" von Tony Parsons ist der vierte Kriminalroman um Detective Max Wolfe. Positiv: Um das Buch zu verstehen, muss man aber nicht die ersten drei Bände gelesen haben.

Inhaltlich: In London ...

"In eisiger Nacht" von Tony Parsons ist der vierte Kriminalroman um Detective Max Wolfe. Positiv: Um das Buch zu verstehen, muss man aber nicht die ersten drei Bände gelesen haben.

Inhaltlich: In London wurden auf dem Parkplatz eines Striplokals elf erfrorene Frauen in einem Kühltransporter gefunden, eine noch im Sterben, von der 13. sowie dem Fahrer fehlt jede Spur. Max nimmt die Ermittlungen auf und sie führen zu einer Partnerbörse, für die die Frauen arbeiten sollten. Doch die Leiterin bestreitet alles...


Stilistisch: Flüssig zu lesen, man ist sofort gepackt und will direkt mit in die Arbeit des Ermittlers einsteigen und den Täter finden.


Fazit: Ich habe niemals den Täter verdächtig gesehen - brillant geschrieben und fantastisch gelöst von Parsons. Ich bin fast schon sprachlos vor Begeisterung.

Veröffentlicht am 25.02.2018

Atemberaubend

Die Rache der Polly McClusky
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"Die Rache der Polly McClusky" von Jordan Harper ist ein ausgezeichnet gelungener Roman mit Thriller- sowie Kirminaleinblicken.

Inhaltlich geht es darum, dass ein Vater aus dem Gefängnis frei kommt und ...

"Die Rache der Polly McClusky" von Jordan Harper ist ein ausgezeichnet gelungener Roman mit Thriller- sowie Kirminaleinblicken.

Inhaltlich geht es darum, dass ein Vater aus dem Gefängnis frei kommt und seine Tochter "kidnappt", da auf sie ein Todesurteil einer Gang gesetzt ist. Die Mutter und Ex-Frau haben sie schon erwischt. Zusammen verstecken sie sich, jagen der Gang Angst ein, bestehlen sie, nehmen also quasi Rache...mehr verrate ich nicht.

Gleichzeitig sind die Polizisten hinter den beiden her.

Stilistisch: Harper schreibt in wirklich kurzen Sätzen, manchmal zwei Worte, ohne Verb, sehr vereinfacht, wie man denkt und redet. Manchmal war es mir zu vereinfacht... Außerdem benutzt er oftmals Metaphern statt etwas direkt zu schreiben, aber die Metaphern sind gut gelungen und man versteht sie von Anhieb an.