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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2018

Nicht nur für Männer ein Genuss!

Bacon
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Speck gibt es in vielen Varianten. Jedes Land hat seine eigenen Sorten und so gibt es in diesem wunderbaren Kochbuch auch viele länderspezifische Gerichte. Aber keine Sorge – auch wenn man nicht den angegebenen ...

Speck gibt es in vielen Varianten. Jedes Land hat seine eigenen Sorten und so gibt es in diesem wunderbaren Kochbuch auch viele länderspezifische Gerichte. Aber keine Sorge – auch wenn man nicht den angegebenen Speck bekommen kann, gelingen die Rezepte mit anderen Sorten. So kann man immer prima variieren und den Gerichten die eigene Note geben.

Die ersten Seiten sind dem Speck in Bezug auf Herkunft, Herstellung, Lagerung, Zubereitung und Aufbewahrung gewidmet. Ein wenig Theorie also vor der Praxis. Die anschließenden Rezepte sind kategorisiert nach Canapés and Appetizer, Frühstücks- und Brunchgerichte, Suppen, Eintöpfe und Kasserollen, Salate und Sandwiches, Hauptgerichte, Obst und Gemüse, Nudeln und Reis und Brote. Im Index sind die Rezepte dann natürlich alphabetisch geordnet.

Vor jeder Schritt-für-Schritt-Anleitung liefert James Villas ein wenig Wissen über das Gericht und empfiehlt eventuelle Ausweich-Zutaten. Neben dem Rezept wird übersichtlich gelistet, welche Zutaten verwendet werden. Diese sind durchweg ziemlich einfach im Lebensmittelhandel zu bekommen. Schade finde ich, dass es nur wenige Fotos zu den Gerichten gibt. Ich mag es, wenn ich vor der Zubereitung durch Abbildungen der Gerichte schon Appetit darauf bekomme. Rezepte ohne Bild werden bei mir meist seltener gekocht, als welche mit Foto.

Meine liebste Kategorie sind die Brote. Nicht nur in der Grillsaison hat man damit immer eine ausgefallene, leckere Beilage, die nicht jeder bieten kann! Aber keine Sorge – auch die anderen Speisen bekommen durch den Speck eine wunderbare Note. Speck ist hier immer das i-Tüpfelchen, das den Geschmack anhebt und besonders macht. Deshalb muss man auch keine Angst vor den Kalorien haben, denn die restlichen Zutaten machen den größeren Teil aus.

Einfach lecker – und von mir vier Sterne!

Veröffentlicht am 24.03.2018

Schnell, herzhaft, lecker

Herzhafte Mug Cakes
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Als Alternative zu süßen Tassenkuchen oder auch als kleine Mahlzeit – die herzhaften Mug Cakes sind einfach lecker! In diesem kleinen Büchlein finden sich gleich 30 (nicht wie auf dem Cover angegeben 50) ...

Als Alternative zu süßen Tassenkuchen oder auch als kleine Mahlzeit – die herzhaften Mug Cakes sind einfach lecker! In diesem kleinen Büchlein finden sich gleich 30 (nicht wie auf dem Cover angegeben 50) Rezepte, die Abwechslung bringen und für jeden Geschmack etwas bieten. Sogar eine vegetarische Variante ist zu finden!

Der Aufbau der Rezepte ist immer gleich: Eine Seite ein Foto, auf der anderen die Zutatenliste und die Arbeitsschritte, darüber der Titel und ein, zwei passende Sätze zum Mug Cake und die Angabe, für wie viele Tassen oder Personen das Rezept gedacht ist. Die Zutaten sind nicht immer so gewählt, dass sie in jeder Küche zu finden wären. Manche Käsesorten und andere Zutaten sind sehr ausgefallen, aber man kann alles ersetzen. Auch benötigt man oft nur wenig von einer Verpackungseinheit (beispielsweise 40 Gramm Karotten aus der Dose oder 4 Schnecken aus der Dose oder 4 Esslöffel gewürfelte Ananasstückchen aus der Dose), sodass man da schon vorher wissen sollte, was man mit dem Rest anfängt – oder eben entsprechend mehr Portionen macht. Dennoch finde ich das Buch gelungen und habe schon das eine oder andere Rezept für Gäste vorbereitet und sie damit dann sehr überraschen können (außerordentlich positiv noch dazu). Für die Studentenküche oder ungeübte Köche ist das Buch eher nicht geeignet, aber für all jene, die gern kochen, sich auch mal an außergewöhnliche Zutaten wagen und gern experimentieren und eine gewisse Übung haben, ist das ein tolles Geschenk!

Der französische Einschlag durch die Autorin ist deutlich zu spüren. Das ist kein Fehler und auch keine Kritik. Für Einsteiger empfehle ich „Mug Cake einmal brunchig“. Das ist lecker und verführt schnell dazu, etwas kompliziertere Rezepte auszuprobieren.

Abzüglich meiner Kritikpunkte bleiben sehr gute vier Sterne!

Veröffentlicht am 24.03.2018

Alles andere als langweilig

halb zehn - das Frühstückskochbuch
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Frühstück muss oft schnell gehen, aber Frühstück kann man auch zelebrieren. Das sind die schönsten Tage, die mit einem tollen Frühstück starten. Nicht ohne Grund ist es in Restaurants und Cafés, die Frühstück ...

Frühstück muss oft schnell gehen, aber Frühstück kann man auch zelebrieren. Das sind die schönsten Tage, die mit einem tollen Frühstück starten. Nicht ohne Grund ist es in Restaurants und Cafés, die Frühstück anbieten, morgens rappelvoll! Doch auch zu Hause kann man den Tag mit einem besonderen Frühstück beginnen – mit ein klein wenig mehr Aufwand (also nix für auf die Schnelle) erzielt man riesige Erfolge und lässt nicht nur Kinderaugen strahlen!

Vom Brot angefangen finden sich hier wunderbare, überraschende, erstaunliche, leckere Rezepte, die auch schon mal aus einem Frühstück eine Hauptmahlzeit werden lassen. Brot und Brötchen erfordern natürlich eine Planung im Vorfeld. Auch und gerade dann, wenn man mit selbst angesetztem Sauerteig arbeiten möchte. Aber wer sagt denn, dass man alle Rezepte nacharbeiten muss? Man mag ja auch nicht unbedingt alles gleich gern essen. Ich beispielsweise mag Sauerteigbrot nicht so gern (und arbeite auch gar nicht gern mit Sauerteig, weder selbst ansetzen noch kaufen ist da eine Lösung) und schon gar kein Porridge. Dennoch gehört beides für mich ebenso in das Buch, wie Waffeln und Eier in zig Varianten. Außerdem ist es immer wieder schön, auch mal neue Wege zu gehen und Dinge auszuprobieren, die man bisher gar nicht auf dem Schirm hatte.

Unterteilt ist das tolle Buch in die Bereiche:
- Brot, Brötchen und weiteres Gebäck
- Hefeschnecken, Muffins und süßes Gebäck
- Sandwichs, Stullen und Toasts
- Ei, Ei, Ei …
- Pancakes und Waffeln
- Müsli, Porridge und Obst im Schälchen
- Aufstriche, Marmeladen, Soßen und Dips
- Kaffee, Saft und noch mehr Getränke

Nach der Bezeichnung des Gerichtes/der Speise folgt ein kleiner, erklärender Text, der nicht nur Appetit macht, sondern auch ein wenig Info liefert. Das eigentliche Rezept ist dann aufgegliedert in Mengenangabe, Angaben zu den Zutaten für die einzelnen Komponenten (so denn vorhanden – bei Backwaren beispielsweise Teig / Füllung /Glasur), eine gut erklärte Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie Angaben zu Kalorien, Fett, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Eiweiß. Zur einfachen Übersicht ist ganz unten auf der Seite auch immer der Bereich vermerkt, aus dem das Rezept gerade stammt. Ein kleines Detail, das mir sehr gefällt! Nicht zuletzt gibt es zu allen Speisen auch tolle Fotos. Mir persönlich ist das immer sehr wichtig, andere können darauf verzichten. Aber ich sehe gern vorher, ob mir das Gericht / die Speise auch optisch gefällt und schmecken könnte.

Manche der Rezepte verlangen Zutaten, die man vermutlich nicht standardmäßig im Vorratsschrank hat. Das ist schade, aber bei solchen Rezepten schwer zu vermeiden. Da dieses Art Frühstück jedoch sowieso eine gewisse Planung erfordert und nicht „eben mal so“ gezaubert wird, kann ich damit gut leben. So ein klein wenig fehlt mir aber die Angabe, wie viel Zeit man für die Zubereitung benötigt.

Mit diesem Buch wird das Frühstück zum Erlebnis. Es ist nichts für Eilige und auch nicht wirklich für jeden Tag – aber für die Highlights der Woche, für Geburtstagsfrühstück, für den Muttertag oder für den Urlaub daheim ein echter Gewinn. Von mir gibt es vier strahlende Sterne!

Veröffentlicht am 17.03.2018

Der kleine Bruder vom Pubertier

Nicks Sammelsurium
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Jan Weiler liest hier seine Texte rund um seinen Sohn Nick. Dieser ist neun Jahre jung und der kleine Bruder vom Pubertier. Dass auch dieses Alter gewisse Anforderungen an Eltern stellt und jeden Tag zu ...

Jan Weiler liest hier seine Texte rund um seinen Sohn Nick. Dieser ist neun Jahre jung und der kleine Bruder vom Pubertier. Dass auch dieses Alter gewisse Anforderungen an Eltern stellt und jeden Tag zu neuen Herausforderungen führt, wird hier wunderbar humorvoll gezeigt.

Nein, es sind keine Schenkelklopfer. Auch keine neuen Erkenntnisse. Kein Elternteil wird durch dieses (Hör-)Buch besser mit dem Nachwuchs fertig. Aber allein die Feststellung, dass es anderen Eltern auch so geht, kann schon Medizin sein. Und der eine Papi oder die andere Mami wird hier auch dümmlich grinsend nicken können – jahaaa, das kennt man doch, solche Szenen sind einem nicht fremd!

Dreizehn kleine Episödchen ergeben etwa 54 unterhaltsame Minuten. Gefallen hat es mir schon, aber kurz war es dann doch. Kaum so richtig drin, schon ist es wieder vorbei. Das ist schon schade! Schön ist jedoch, wie Jan Weiler von seinem Sohn immer wieder auch auf sich selbst (und seine eigene Kindheit) zurückkommt. Mal sieht er sich selbst, mal findet er Nick schlicht genial und schämt sich quasi für seine „Schlichtheit“ in diesem Alter – und immer wieder kämpft er darum, ein wirklich guter Papa zu sein.

Das ist ein tolles Hörbuch für Eltern, die eine Aufmunterung brauchen! Nicht besonders anspruchsvoll, dennoch ansprechend und fröhlich stimmend. Ich gebe vier Sterne!

Veröffentlicht am 24.02.2018

Vor der Praxis steht die Theorie

Meine gesunde Küche
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Die Rezepte sind gut beschrieben (sowohl im Allgemeinen als auch für die Zubereitung) und die Zutatenlisten sind übersichtlich zu lesen. Doch gibt es auch Zutaten, die man nicht unbedingt zu Hause hat ...

Die Rezepte sind gut beschrieben (sowohl im Allgemeinen als auch für die Zubereitung) und die Zutatenlisten sind übersichtlich zu lesen. Doch gibt es auch Zutaten, die man nicht unbedingt zu Hause hat und nicht in jedem Supermarkt bekommt. Heumilch ist in Deutschland nicht so leicht aufzutreiben. Dennoch sind die Rezepte sehr interessant und viele davon reizen zum Nachkochen. Wie gesund die Speisen im Vergleich zu herkömmlichen Rezepten sind, kann ich schlecht beurteilen. Doch ich empfinde die meisten Rezepte als ausgewogen und mit hochwertigen Zutaten zubereitet, können sie gar nicht anders, als gesund zu sein. Der Preis pro Gericht ist hier etwas höher als üblich, was eben an den Bio-Produkten und den hochwertigen Zutaten liegt. Damit kann ich leben!

Das Buch ist so aufgebaut, dass man mehr als 70 Seiten zunächst mal mit Theorie und Sachinformation konfrontiert wird. Danach kommen dann die eigentlichen Rezepte. Für viele davon benötigt man eine der drei „Fünf-Elemente-Suppen“ der Autorin, deren Rezept(e) natürlich auch im Buch zu finden ist/sind. Leider gibt es keine Rezepte für die Würzmischungen (nur eine Beschreibung, was verwendet wird, jedoch keine genauen Mengen). „Gemüse zum Einstreuen“ mache ich schon länger selbst, allerdings in einer etwas anderen Zusammensetzung, wie im Buch.

Etwas unpraktisch ist die Bindung. Das Kochbuch bleibt nicht offen liegen, sondern klappt immer wieder zu. Sprich: man muss etwas Schweres drauflegen, um die Rezepte nachzuarbeiten. Das ist etwas unerfreulich.

Auch die Unterteilung in die einzelnen Kapitel erscheint mir ein bisschen ungünstig. Sowohl vorne im Buch als auch hinten (Rezepteregister ist nicht alphabetisch sortiert) sucht man sich etwas schwindelig. Für alle Nicht-Österreicher fehlt auch ein Wörterbüchlein für die österreichischen Ausdrücke.

Abzüglich meiner Kritikpunkte bleiben 3,5 Sterne, die ich auf vier aufrunde.