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Veröffentlicht am 23.04.2018

Die Wahrheit verschweigen ist auch lügen

Was in unseren Sternen steht
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Jess hat sich kurz nach der Geburt von William von dessen Erzeuger Adam getrennt. Adam ist beziehungsunfähig und Jess fühlt, dass sie ohne ihn besser dran ist. Im Laufe der Jahre ist William immer nur ...

Jess hat sich kurz nach der Geburt von William von dessen Erzeuger Adam getrennt. Adam ist beziehungsunfähig und Jess fühlt, dass sie ohne ihn besser dran ist. Im Laufe der Jahre ist William immer nur ein paar Wochen bei seinem Vater – bis Jess‘ Mutter ihr einen wichtigen Grund gibt, einen ganzen Sommer in der Dordogne zu verbringen, wo Adam ein Hotel übernommen hat. Und Jess weiß, dass es tatsächlich wichtig ist, dass Sohn und Vater sich in diesem Sommer so nahe kommen, als wäre Adam nie weg gewesen. Für Jess wartet allerdings noch mehr als eine andere Überraschung in Frankreich …

Jess ist eine sehr sympathische Frau, deren Geschichte nach und nach herauskommt. Sie ist sehr introvertiert und stellt stets andere vor ihre eigenen Bedürfnisse. Das ist eine sehr nette Eigenschaft, kann ab einem gewissen Punkt jedoch auch umschlagen. Irgendwann war ich an dem Punkt, dass ich sie mir gern zur Brust genommen hätte und ihr mal meine Sicht der Dinge gezeigt hätte. In ihrem Eifer, alle zu schützen, vergisst sie, dass der beste Schutz noch immer das Wissen um die Gefahr ist. Mit anderen reden wäre wohl die einfachste und sicherste Methode, sie vor Schmerz zu bewahren.

Dennoch habe ich das Hörbuch sehr gerne gehört. Es kamen immer wieder neue Aspekte zutage, die überraschen konnten und die Lage veränderten – aber auch zeigten, wie wichtig es ist, miteinander zu kommunizieren und nichts zu verschweigen. Besonders ein bestimmtes Gespräch hat alles komplett in ein anderes Licht gerückt und dieser Twist in der Story ist super gut gelungen.

Die unterschiedlichen Figuren sind nicht überladen, aber sehr schön gezeichnet. Selbst die Nebenfiguren spielen eine auf gewisse Weise wichtige Rolle. Keine Figur ist „Füllstoff“, niemand in dieser Geschichte ist „unwichtig“. Allein dies schon ist eine wunderbare und wichtige Botschaft.

Svenja Pages liest das Hörbuch mit einer angenehmen Stimme. Ich persönlich mag es nur nicht, wenn sie versucht, nach Mann zu klingen. Auch ihre Kleinkind-Versionen gefallen mir nicht so richtig. Dennoch höre ich ihr sehr gerne zu und konnte der Story gut folgen.

Für diese tief unter die Haut gehende und ergreifende Geschichte gebe ich vier Sterne.

Veröffentlicht am 19.04.2018

Von Prinzen und Königstöchtern

Verflixte Flüche
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Was tun, wenn man aufwacht, sich alles radikal verändert hat und man realisiert, dass man aus seinem Märchen in die Realität gerutscht ist? Und was tun, wenn man ein hormongeplagter 16-Jähriger ist, der ...

Was tun, wenn man aufwacht, sich alles radikal verändert hat und man realisiert, dass man aus seinem Märchen in die Realität gerutscht ist? Und was tun, wenn man ein hormongeplagter 16-Jähriger ist, der auf eine süße Blondine stößt, die wirres Zeug erzählt? Zum Glück gibt Niko unserer Rosa die Hand und kann so den Zauber spüren, den sie umgibt. Und so findet Rosa sich mit Nikos Hilfe 500 Jahre nach ihrer Zeit Stück für Stück zurecht. Doch wie kommt sie nach Hause?

Julia Bohndorf hat eine Märchenadaption geschaffen, die zwar an einigen Stellen etwas hakelt, aber sich sehr gut lesen lässt. Die Charaktere sind gut getroffen. Ob nun Niko oder seine nervigen Freunde oder der Terrorkrümel von kleiner Schwester – ja, so ist das heute. Auch Oma Henriette ist ganz zauberhaft, doch mein Favorit ist und bleibt Jens. Wer das ist? Lest selbst und lernt ihn kennen!

Nikos Gedankenlosigkeit resultiert nicht nur aus seiner Pubertät, sondern auch aus seinen Gefühlen für Rosa. Zum Glück ist seine Schwester ein Märchen-Fan. Zudem ist Henriette, seine Großmutter, so ziemlich die netteste Frau der Welt und hat ein wahrlich geniales Geheimnis. So liest sich das kleine Büchlein recht flott weg. Aber das Ende gefällt mir dann doch nicht so gut – es liest sich, als hätte die Autorin es plötzlich arg eilig gehabt. Da es sich um eine kleine Trilogie handelt, macht man sich dann eben schnell an den zweiten Band. Aber das ist nicht die eleganteste Lösung, zumal ich finde, dass drei so kurze Bände zusammen erst ein wirkliches Buch ergeben, sprich: als Komplettausgabe hätte eben einfach das Kapitel etwas seltsam geendet, aber ich wäre sehr viel weniger enttäuscht gewesen.

Ich hatte – bis auf das abrupte Ende – viel Spaß beim Lesen. Auch wenn ich längst aus dem Märchenalter und dem Alter der Zielgruppe heraus bin, gefiel mir das Buch. So ein klein wenig Teenagerromantik schadet nicht und bringt einen selbst zurück zur ersten eigenen Verliebtheit. Die Sprache der Autorin ist nicht zu extrem auf Jugendlich getrimmt und auch nicht zu nah am Märchenstil. Dieser Spagat ist ihr prima gelungen.

Für das Ende bekommt Teil eins von mir einen Stern weniger – nämlich vier Sterne. Dennoch freue ich mich auf die Fortsetzung und starte direkt mit „Voll verzwickt“!

Veröffentlicht am 11.04.2018

Beilage oder Hauptspeise – Salat ist toll!

Salate
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Das Buch ist fast wie ein Bilderbuch für Kinder gemacht – die äußeren Seiten sind aus dickem Pappkarton. Das finde ich auffällig und ansprechend, wie auch den orangenen Buchschnitt. Die einzelnen Buchseiten ...

Das Buch ist fast wie ein Bilderbuch für Kinder gemacht – die äußeren Seiten sind aus dickem Pappkarton. Das finde ich auffällig und ansprechend, wie auch den orangenen Buchschnitt. Die einzelnen Buchseiten sind schön stabil, aber nicht mehr so dick. Sie sind ohne Glanzüberzug.

Mir immer sehr wichtig bei Rezepten aller Art: es gibt genug Bilder zu allen Gerichten. Besonders gut gefallen mir die Übersichts-Fotos zu Salaten, Tomaten, Gewürzen usw. Noch dazu erhält man nicht einfach nur Rezepte für Salate, sondern lernt noch sehr viel über die Bestandteile eines Salates, Getreide (und wie man es kocht), das Schneiden von Gemüse.

Unterteilt ist das Buch in die Bereiche „Für jeden etwas“, „Veggie“, „Alles roh“, „Super“ und „Saucen“. Am Ende findet sich dann natürlich auch ein Rezeptregister. Letzteres ist jedoch ein wenig unglücklich gestaltet – man findet hier die Rezepte leider nicht nach Zutaten gelistet, sondern nach Namen. Das ist deshalb nicht so gelungen, weil ich beispielsweise gern mal nach Rezepten mit Kartoffeln suche und dann nicht unter „Fantasie“ nachsehen würde. Die Rezepte selbst sind aber abwechslungsreich und lecker – mit vielen überraschenden Zutaten, auch mal etwas außergewöhnlicheren Zutaten, die aber im gut sortierten Supermarkt zu bekommen sind.

Der Aufbau der Rezepte ist ebenfalls stimmig – nach der Auflistung der Zutaten für vier Personen wird leicht verständlich die Zubereitung erklärt. Ganz schlicht, ganz passend, ganz klar. Es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein, wage ich zu behaupten. Und wer beispielsweise keine Tintenfischringe mag, kann diese ja weglassen und/oder durch etwas anderes ersetzen. Auf alle Fälle sind die Rezepte wunderbar abwechslungsreich, vielfältig und alles andere als langweilig!

Dennoch bin ich streng und ziehe einen Stern ab – bleiben aber vier strahlende Sterne für dieses wunderbare Salatbuch!

Veröffentlicht am 09.04.2018

Nicht nur für Männer ein Genuss!

Bacon
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Speck gibt es in vielen Varianten. Jedes Land hat seine eigenen Sorten und so gibt es in diesem wunderbaren Kochbuch auch viele länderspezifische Gerichte. Aber keine Sorge – auch wenn man nicht den angegebenen ...

Speck gibt es in vielen Varianten. Jedes Land hat seine eigenen Sorten und so gibt es in diesem wunderbaren Kochbuch auch viele länderspezifische Gerichte. Aber keine Sorge – auch wenn man nicht den angegebenen Speck bekommen kann, gelingen die Rezepte mit anderen Sorten. So kann man immer prima variieren und den Gerichten die eigene Note geben.

Die ersten Seiten sind dem Speck in Bezug auf Herkunft, Herstellung, Lagerung, Zubereitung und Aufbewahrung gewidmet. Ein wenig Theorie also vor der Praxis. Die anschließenden Rezepte sind kategorisiert nach Canapés and Appetizer, Frühstücks- und Brunchgerichte, Suppen, Eintöpfe und Kasserollen, Salate und Sandwiches, Hauptgerichte, Obst und Gemüse, Nudeln und Reis und Brote. Im Index sind die Rezepte dann natürlich alphabetisch geordnet.

Vor jeder Schritt-für-Schritt-Anleitung liefert James Villas ein wenig Wissen über das Gericht und empfiehlt eventuelle Ausweich-Zutaten. Neben dem Rezept wird übersichtlich gelistet, welche Zutaten verwendet werden. Diese sind durchweg ziemlich einfach im Lebensmittelhandel zu bekommen. Schade finde ich, dass es nur wenige Fotos zu den Gerichten gibt. Ich mag es, wenn ich vor der Zubereitung durch Abbildungen der Gerichte schon Appetit darauf bekomme. Rezepte ohne Bild werden bei mir meist seltener gekocht, als welche mit Foto.

Meine liebste Kategorie sind die Brote. Nicht nur in der Grillsaison hat man damit immer eine ausgefallene, leckere Beilage, die nicht jeder bieten kann! Aber keine Sorge – auch die anderen Speisen bekommen durch den Speck eine wunderbare Note. Speck ist hier immer das i-Tüpfelchen, das den Geschmack anhebt und besonders macht. Deshalb muss man auch keine Angst vor den Kalorien haben, denn die restlichen Zutaten machen den größeren Teil aus.

Einfach lecker – und von mir vier Sterne!

Veröffentlicht am 24.03.2018

Schnell, herzhaft, lecker

Herzhafte Mug Cakes
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Als Alternative zu süßen Tassenkuchen oder auch als kleine Mahlzeit – die herzhaften Mug Cakes sind einfach lecker! In diesem kleinen Büchlein finden sich gleich 30 (nicht wie auf dem Cover angegeben 50) ...

Als Alternative zu süßen Tassenkuchen oder auch als kleine Mahlzeit – die herzhaften Mug Cakes sind einfach lecker! In diesem kleinen Büchlein finden sich gleich 30 (nicht wie auf dem Cover angegeben 50) Rezepte, die Abwechslung bringen und für jeden Geschmack etwas bieten. Sogar eine vegetarische Variante ist zu finden!

Der Aufbau der Rezepte ist immer gleich: Eine Seite ein Foto, auf der anderen die Zutatenliste und die Arbeitsschritte, darüber der Titel und ein, zwei passende Sätze zum Mug Cake und die Angabe, für wie viele Tassen oder Personen das Rezept gedacht ist. Die Zutaten sind nicht immer so gewählt, dass sie in jeder Küche zu finden wären. Manche Käsesorten und andere Zutaten sind sehr ausgefallen, aber man kann alles ersetzen. Auch benötigt man oft nur wenig von einer Verpackungseinheit (beispielsweise 40 Gramm Karotten aus der Dose oder 4 Schnecken aus der Dose oder 4 Esslöffel gewürfelte Ananasstückchen aus der Dose), sodass man da schon vorher wissen sollte, was man mit dem Rest anfängt – oder eben entsprechend mehr Portionen macht. Dennoch finde ich das Buch gelungen und habe schon das eine oder andere Rezept für Gäste vorbereitet und sie damit dann sehr überraschen können (außerordentlich positiv noch dazu). Für die Studentenküche oder ungeübte Köche ist das Buch eher nicht geeignet, aber für all jene, die gern kochen, sich auch mal an außergewöhnliche Zutaten wagen und gern experimentieren und eine gewisse Übung haben, ist das ein tolles Geschenk!

Der französische Einschlag durch die Autorin ist deutlich zu spüren. Das ist kein Fehler und auch keine Kritik. Für Einsteiger empfehle ich „Mug Cake einmal brunchig“. Das ist lecker und verführt schnell dazu, etwas kompliziertere Rezepte auszuprobieren.

Abzüglich meiner Kritikpunkte bleiben sehr gute vier Sterne!