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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2018

Humorvolle Dialoge, viel Romantik und eine ordentliche Portion Drama

Für immer ab Donnerstag
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Der Milliardär Hunter Blackwell wendet sich an „Alliance“ aber da er nicht mit offenen Karten spielt, steht das Team ihm skeptisch gegenüber und so teilt Gabriella ...


Die Protagonisten und ihre Geschichte
Der Milliardär Hunter Blackwell wendet sich an „Alliance“ aber da er nicht mit offenen Karten spielt, steht das Team ihm skeptisch gegenüber und so teilt Gabriella Masini ihm mit, dass die Agentur ihn als Klientel ablehnt. Doch Hunter findet eine Möglichkeit, Gabi zu erpressen und sie zu einer Ehe auf Zeit zu nötigen. Anstatt ihre Freunde bei „Alliance“ um Hilfe zu bitten, beugt Gabi sich dem Ansinnen, lässt sich den Deal aber teuer bezahlen.

Was Hunter nicht weiß, jemand aus Gabis Vergangenheit hat noch eine Rechnung mit ihr offen und während es zwischen den beiden noch heftig knistert, sind ihre Gegner bereits ganz in der Nähe.

Meine Gedanken zum Buch
Gabriella Masini kannte ich bereits aus Band 6 und so wusste ich bereits, worin sie verstrickt war. Grundsätzlich würde ich jedem empfehlen, bei Band 1 anzufangen, aber auch dieser Band kann unabhängig von den anderen gelesen werden, da die Autorin auch neue Leser mit genügend Informationen versorgt.

Hunter Blackwell war mir anfangs sehr unsympathisch, das lag besonders an seiner Arroganz, die er beispielsweise Gabi gegenüber an den Tag legt, als er einen Möglichkeit findet, sie zur Eheschließung zu nötigen. Daher ist eine meiner Lieblingsszenen auch die, in der er auf Blake Harrison trifft und einen verbalen Tritt in den Hintern kassiert. Das Gesicht von Hunter hätte ich in diesem Moment gerne gesehen:

»Falls du die Ehe mit Gabi aus verwerflichen Gründen erzwungen hast, wird deines dich in den Hintern treten. Gabi hat einflussreiche Freunde, und keiner, der sie kennt, wird zulassen, dass sie ein zweites Mal durch die Hölle geht.«

Hunter machte plötzlich eine ganz neue Erfahrung: Kalter Schweiß prickelte auf seinem Rücken. »Du hast keine Ahnung, wovon ich rede, oder?«, fragte Blake. »Ich weiß, dass sie verwitwet ist.« Blake lächelte nachsichtig. »Oh Hunter.« Er stand auf und streckte die Hand aus. Der Händedruck erschien Hunter nicht passend. Dennoch schlug er ein. »Bei deiner nächsten Fusion oder Akquise mach besser deine Hausaufgaben.« Der Schweiß sammelte sich zu einem Rinnsal.

Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich, sie bietet humorvolle Dialoge, viel Romantik und eine ordentliche Portion Drama und hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Schade, dass die Serie mit diesem Band zu Ende geht, die Charaktere sind mir mit der Zeit ans Herz gewachsen.

Veröffentlicht am 15.04.2018

Hat mich gefesselt

Deine Seele so schwarz
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Zum Inhalt
Dies ist der vierte Fall um Kommissar Moritz Ehrlinspiel und sein Team. Es gilt, den Mord an Edith Felber zu untersuchen, die bei einem Unwetter ums Leben kam. Erschwert wird der Fall dadurch, ...

Zum Inhalt
Dies ist der vierte Fall um Kommissar Moritz Ehrlinspiel und sein Team. Es gilt, den Mord an Edith Felber zu untersuchen, die bei einem Unwetter ums Leben kam. Erschwert wird der Fall dadurch, dass die Tote die Mutter von Kriminaltechniker Lukas Felber ist. Außerdem verschweigt die Konflikt-Beraterin Baumann, die dem Team vom neuen Chef vorgesetzt wurde, etwas. Erst als ein weiterer Todesfall das Team erschüttert, kommen sie den Geheimnissen langsam auf die Spur.

Meine Gedanken zum Buc
Dieser Krimi ist sehr vielschichtig. Petra Busch startet direkt mit mehreren Handlungssträngen, die zunächst in keinem Zusammenhang stehen, aber nach und nach ineinander fließen. Weil ich die Komplexität der Verstrickungen erst ganz am Ende überblickt habe, war ich sehr überrascht über die Auflösung. Allerdings muss ich zugeben, ich hätte schon viel früher darauf kommen können, aber ich war von der Geschichte so gepackt, dass ich scheinbar vor lauter Spannung nur geradeaus denken konnte.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte recht ruhig und ohne großes Blutvergießen, dafür ist die Handlung perfekt konstruiert und absolut plausibel. Dieser Krimi hat mich gefesselt, wie es in den letzten Monaten nur wenige Bücher konnten.

Veröffentlicht am 15.04.2018

Faszinierend und beängstigend

Das Joshua-Profil
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Der Protagonist und seine Geschichte
Der Autor Maximilian „Max“ Rhode hat mit seinem Debütroman „Die Blutschule“ einen Bestseller gelandet, doch seine weiteren Bücher fanden kaum Interesse. Das fehlende ...

Der Protagonist und seine Geschichte
Der Autor Maximilian „Max“ Rhode hat mit seinem Debütroman „Die Blutschule“ einen Bestseller gelandet, doch seine weiteren Bücher fanden kaum Interesse. Das fehlende Einkommen macht seine Frau Kim wett, die Pilotin bei der Lufthansa ist. Die beiden sind Pflegeeltern der fast zehnjährigen Jola, die Sie schon als Baby bei sich aufgenommen haben.

Im Gegensatz zu seinem pädophilen Bruder Cosmo, ist Max noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Bis jetzt. Denn als er von einem Fremden ans Sterbebett gerufen wird, warnt dieser ihn eindringlich:

Joshua hat sie auserwählt, und Joshua irrt nie… Sie dürfen sich nicht strafbar machen. Unter keinen Umständen… Ich weiß, dass Sie sich strafbar machen werden. Joshua kennt Sie besser als Sie sich selbst… Verlassen Sie noch heute die Stadt!… Kommen Sie nicht zurück!… Sonst enden Sie wie ich.

Eines Tages ist Jola verschwunden und das letzte, was Max von ihr hört ist:

Joshua kennt jeden Deiner Schritte. Viel Glück!
Meine Gedanken zum Buch
„Das Joshua-Profil“ ist einmal mehr ein sehr gut konstruierter Thriller aus der Feder von Sebastian Fitzek. Die Geschichte hat mich schon nach den ersten Seiten in ihren Bann gezogen und ist durchgehend spannend. Einige Wendungen kamen für mich sehr unerwartet und gerade mir als „Schubladendenker“ wurde wieder einmal vor Augen geführt, dass der Schein trügen kann.

Der Protagonist Max war mir sofort sympathisch, stellenweise hatte ich auch Mitleid mit ihm und dennoch hat Sebastian Fitzek es geschafft, ihn so zu zeichnen, dass ich mir manchmal nicht ganz sicher war, was Max getan oder eben nicht getan hat und zu was er fähig ist.

Die Idee, die hinter dem Joshua-Profil steht, ist faszinierend. Früherkennung von Straftaten, Speicherung von Daten, der gläserne Mensch, das alles ist heute aktueller denn je und ähnlich wie bei den Thrillern von Marc Elsberg muss man sich fragen, was von dem, was der Autor hier beschreibt, ist Fiktion und was ist heute bereits möglich.

Gut gefallen hat mir die Idee des Crossover zwischen „Das Joshua-Profil“ und dem Roman „Die Blutschule“, den Sebastian Fitzek unter dem Pseudonym Max Rhode veröffentlicht hat. Die Einblicke in „Die Blutschule“ gewähren nochmals eine ganz andere Sichtweise auf den Protagonisten und seinen Bruder.

Veröffentlicht am 15.04.2018

Emotional und tiefgründig

Der letzte erste Kuss
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Die Senatoren-Tochter Gabrielle „Elle“ Winthrop ist in den Augen ihrer Mutter so etwas wie das schwarze Schaf der Familie. Nach einem großen Streit hat Elle ihr Elternhaus ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Die Senatoren-Tochter Gabrielle „Elle“ Winthrop ist in den Augen ihrer Mutter so etwas wie das schwarze Schaf der Familie. Nach einem großen Streit hat Elle ihr Elternhaus in Alabama verlassen und ist zum Studium nach West Virginia gezogen. Zuhause hat sie sich seither nicht mehr blicken lassen.

Jeder, der Lucas „Luke“ McAdams kennt, weiß drei Dinge über ihn. Er gehört zu den besten Läufern im Cross Country Team, er ist ein guter Koch und ein hoffnungsloser Casanova. Doch bei Elle konnte der Herzensbrecher sein Glück nie versuchen, weil sie innerhalb kürzester Zeit beste Freunde wurden und diese Freundschaft würden sie niemals aufs Spiel setzen für ein bisschen Prickeln – oder doch?

Meine Gedanken zum Buch
Was sich hier nach einem locker-leichten Roman anhört, täuscht ein wenig. Die Geschichte handelt von zwei Menschen mit einer Vergangenheit, über die sie nie sprechen, nicht einmal mit dem besten Freund / der besten Freundin. Die Geschichte handelt von zwei Menschen, die sich selbst finden müssen, um mit dieser Vergangenheit abzuschließen. Und natürlich handelt die Geschichte von zwei Menschen, die sich einer Entscheidung stellen müssen. Sie müssen sich entscheiden, ob eine Beziehung, von der sie nicht wissen, ob sie funktionieren kann, es wert ist, eine tiefe Freundschaft aufs Spiel zu setzen.

Bianca Iosivoni hat es geschafft, das emotionale Wirrwarr, durch das die beiden Protagonisten gehen, zum Leser zu transportieren. Ich habe mit den beiden gelitten und ich habe mich mit ihnen gefreut. Ebenso konnte sie ausgezeichnet vermitteln, wie sich die Gefühle zwischen Elle und Luke weiterentwickeln. Was mich ebenfalls begeistert hat, waren die Wortgefechte zwischen den Protagonisten, sie necken sich, sie flirten, aber alles locker und mit gespielter Ernsthaftigkeit, da ihnen ihre Freundschaft viel zu wichtig ist. Sie sind sich sehr vertraut, haben die Gewissheit, sich aufeinander verlassen zu können und haben ein inniges Verhältnis. Dass es zu einem Kuss kommt, dürfte angesichts des Buchtitels nicht zuviel verraten sein. Aber dann passiert etwas, was mich gestört hat. Die beiden erweisen sich „Freundschaftsdienste“ sexueller Natur, die für mich nicht glaubwürdig waren.

Was mir wiederum gut gefallen hat, war, dass Elle und Luke sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen müssen und dann auch damit abschließen können. Hier hatte ich gerade im Bezug auf Elle etwas anderes erwartet (für diejenigen, die das Buch bereits kennen, ich dachte, der Vater würde einschreiten), doch muss man einfach die Konsequenz, mit der diese Nebenhandlung zu Ende geführt wird, anerkennen.

Wichtig ist noch, zu wissen, dass dieses Buch Band 2 einer Reihe um eine Clique von Studenten ist. Den ersten Band habe ich nicht gelesen, aber dennoch bin ich mit dieser Geschichte, die in sich abgeschlossen ist, sehr gut zurecht gekommen. Hin und wieder gab es Anspielungen auf frühere Ereignisse, die man vermutlich besser versteht, wenn man Band 1 kennt. Gestört hat es mich aber nicht.

Nun habe ich also Vorbehalte gegen diese „Freundschaftsdienste“, die mir zu überzogen waren. Aber wenn ich die Geschichte objektiv betrachte, ist sie überzeugend konstruiert, die Emotionen werden perfekt transportiert und die Tiefgründigkeit, die Bianca Iosivoni eingearbeitet hat, ist formvollendet. Angesichts dieser Wertungen sind die fünf von fünf Sterne absolut gerechtfertigt.

Veröffentlicht am 10.03.2018

Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt

Wiedersehen in River Bend
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Die Protagonisten und ihre Geschichte
Im Mittelpunkt der „River Bend“-Reihe stehen die drei Freundinnen Melanie „Mel“ Bartlett, Zoe Brown und JoAnne „Jo“ Ward. Sie sind in River Bend aufgewachsen und haben ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte
Im Mittelpunkt der „River Bend“-Reihe stehen die drei Freundinnen Melanie „Mel“ Bartlett, Zoe Brown und JoAnne „Jo“ Ward. Sie sind in River Bend aufgewachsen und haben gemeinsam die Schulzeit überstanden.

In ihrem Jahrbuch war zu lesen, dass Mel am ehesten beruflichen Erfolg haben, Zoe am ehesten River Bend niemals verlassen und Jo am ehesten im Knast landen wird.

Doch es kam alles anders. Als Sheriff Ward stirbt, geht in seiner rebellischen Tochter ein Wandel vor. Sie macht eine Ausbildung und wird zum neuen Sheriff von River Bend gewählt.

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Als Sheriff hat Jo Ward kaum Privatleben, jeder weiß, wo sie wohnt, jeder weiß, wo sie erreichbar ist, Urlaub hat sie in den letzten Jahren nur höchst selten in Anspruch genommen und einen Mann an ihrer Seite gibt es nicht, wie auch, innerhalb kürzester Zeit wüsste die ganze Kleinstadt Bescheid.

Sie nimmt sich eine Auszeit und nimmt an einer Fortbildung teil. Die Nacht zuvor verbringt sie in Washington und zwar so, wie sie es geplant hatte: im Bett eines gut aussehenden Mannes, den sie zuvor in einer Bar kennengelernt hat. Doch aus dem One-Night-Stand wird ein Problem, denn der Typ steht am nächsten Tag als Agent Gill Clausen vor ihr und wird während der Fortbildung zu ihrem Schatten.

Nach einer Woche fährt Jo mit einem Koffer unaufgeräumter Gefühle nach Hause und dort wartet das Chaos auf sie, nachdem die Probleme ihrem Vertreter aus der Hand geglitten sind. Da war sie wieder, die kleine Welt der JoAnne Ward, die sich mit bellenden Hunden und kratertiefen Straßenlöchern beschäftigen muss, nachdem sie gerade noch am Schießstand stand und Verfolgungsfahrten geübt hat. Nicht zum ersten Mal fragt Jo sich, ob River Bend noch das Richtige für sie ist.

Aber bevor sie eine Entscheidung treffen kann, hat sie noch eine Mission. Seit dem Tod von Sheriff Ward senior ist Jo davon überzeugt, dass sein Tod kein Unfall sondern Mord war. Bisher hat sie diesen Verdacht noch nicht vielen Menschen anvertraut. Aber im Hinterkopf hat sie immer den Gedanken, dass sie den Mörder ihres Vaters zur Strecke bringen muss.

Als dann auch ihr nach dem Leben getrachtet wird, sind es ihre Freunde aus River Bend, die für sie da sind

Meine Gedanken zum Buch

Diese Reihe von Catherine Bybee lebt nicht nur von drei Protagonistinnen und ihrem Anhang, sondern von einer Kleinstadt die im Grunde mit ganz hinreißenden Menschen gefüllt ist. Es weiß zwar jeder alles über den anderen, doch wenn es hart auf hart kommt, stehen die Bewohner für einander ein und bilden eine eingeschworene Gemeinschaft.

Die Autorin schreibt von Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt. Durch die Verknüpfung des romantischen Handlungsstranges um Jo und Gill mit einem spannenden Strang in dem der Tod von Jos Dad aufgeklärt wird, ist das Buch ein glatter Pageturner, den ich nicht einmal aus der Hand gelegt habe.

Es war toll, den Charakteren aus den beiden anderen Bänden wieder zu begegnen und es war genau so schön, zu sehen, dass sich für Jo ein Weg eröffnet, ihr eigenes Glück zu finden.

Mir hat auch dieser Teil der River Bend-Reihe sehr gut gefallen.