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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2019

Nette Romanze in NY

Bad Bachelor
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Als plötzlich die neue Männerbewertungsapp „Bad Bachelor“ in den sozialen Netzwerken auftaucht, scheint es mit dem Ruf und der Karriere des erfolgreichen New Yorker Womenitzer und PR-Agenten Reed McMahon ...

Als plötzlich die neue Männerbewertungsapp „Bad Bachelor“ in den sozialen Netzwerken auftaucht, scheint es mit dem Ruf und der Karriere des erfolgreichen New Yorker Womenitzer und PR-Agenten Reed McMahon steil bergab zu gehen.
Unglaublich viele Frauen stellen mit ihren negativen Bewertungen und Kommentaren, den gut aussehenden Junggesellen an den Pranger und er mutiert zum meist gehassten Mann der Stadt. Während PR-Mann Reed nun um sein eigenes Image kämpfen muss, verarbeitet die tief enttäuschte junge Bibliothekarin Darcy gerade den Frust um ihre geplatzte Hochzeit, mit Männern geht sie nur noch vorsichtig um! Als die beiden Singles zunächst beruflich aufeinander stoßen, fliegen erst einmal die Funken, den auch Darcy hat sich diese App heruntergeladen……

Der Roman „Bad Bachelor“ der Autorin Stefanie London ist eine wirklich amüsante und unterhaltsame Geschichte und zeigt auf, welche Überraschungen in der schönen neuen digitalen Welt durch Bewertungs-Apps auf uns warten können. Es geht um Mobbing, Verbreitung von Unwahrheiten und Diffamierungen, mit denen der bedauernswerte Protagonist hier zu kämpfen hat. Das Reed McMahon bislang kein Unschuldsengel war, ist selbst ihm klar, doch dass die Frauenwelt hat sich derartig gegen ihn verschworen hat, findet er nicht gerade glaubwürdig!

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, für meinen Geschmack beinahe ein wenig zu detailliert und ausufernd. Die zwei Hauptcharaktere sind sympathisch (besonders Reed;) dargestellt und die Chemie zwischen den beiden spürbar, doch ihr Geplänkel streckenweise etwas zu langatmig für meinen Geduldsfaden. Die Idee zur Story dagegen fand ich großartig erdacht, ein tolles Thema mit ernsten Hintergrund. Das Buch ist Auftakt einer Trilogie um das Mädchen Darcy und ihre beiden besten Freundinnen.


Der Roman hat mich gut unterhalten, Romantik, Sex, Gefühl, alles vorhanden. Toller Schauplatz, verlockendes Cover!
Geschichten aus New York sind einfach cool;)

Veröffentlicht am 29.10.2018

Ein Plädoyer für Berührungen, Massagen und deren Auswirkung auf den Menschen

Berührung
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Berührungen und deren Auswirkungen auf den Menschen werden aufgezeigt. Wie wichtig ist es eigentlich berührt zu werden und wie berühre ich Andere!? In Zeiten von „Don’t Touch“ eine interessante und spannende ...

Berührungen und deren Auswirkungen auf den Menschen werden aufgezeigt. Wie wichtig ist es eigentlich berührt zu werden und wie berühre ich Andere!? In Zeiten von „Don’t Touch“ eine interessante und spannende Frage. Das Berührungen vieles Auslösen können ist klar, wie wichtig sie aber eigentlich wirklich sind, will das Buch uns zeigen. Auch die Heilsamkeit von Berührung ist ein großes Thema!


Die zwei Berührungsspezialisten Bruno Müller-Oerlinghausen und Gabriele Mariell Kiebgis sind Autoren dieses interessanten Fachbuchs, das sich um „Berührung“ im Alltag und „Berührung und Heilung im professionellen Rahmen, an Hand von Massagetechniken und Statistiken beschäftigt.

Welche Art der Berührung wird in der Gesellschaft gepflegt, welche hat ihre festen Riten und Gewohnheiten? Es gibt auch jede Menge Tabus, man beachte dazu auch die Religion und Regeln der einzelnen Gemeinschaften. Zum Thema Berührung gibt es jede Menge zu beachten.
Zugegeben, es liest sich ein Teil des Buches ein klein wenig zäh, besonders wenn es sich um Statistiken und Studien handelt, doch größtenteils fand ich den Stoff wirklich faszinierend.


Ein Blick in den Alltag zeigt, ich berühre und streichle mein Smartphone öfter als mich oder einen anderen Menschen! Was macht das mit mir oder mit unseren Kindern!? Sich Berührungen bewusst machen und wie sie richtig ausgeführt werden, ist doch eine spannende Sache. Es gibt auch einen Teil im Buch, der sich mit Selbst-Berührung beschäftigt und dazu Übungen anbietet.

Insgesamt ein durchaus interessantes Thema, das einen neuen Blick auf unsere Berührungskultur wirft und ein Fachbuch, dass mich durchaus angesprochen hat.

Veröffentlicht am 09.10.2018

Easy Motivation!

Die 5 Sekunden Regel
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Gib dir einen Ruck und los geht’s ! Mit rückwärts von 5 bis 1 zählen und dann los starten, so einfach kann es gehen den inneren Schweinehund zu überwinden meint die amerikanische Autorin und Motivationstrainerin ...

Gib dir einen Ruck und los geht’s ! Mit rückwärts von 5 bis 1 zählen und dann los starten, so einfach kann es gehen den inneren Schweinehund zu überwinden meint die amerikanische Autorin und Motivationstrainerin Mel Robbins. Ist das wirklich so einfach!?

„5-4-3-2-1- Start“ hört sich easy an, aber es gehört auch Durchhaltevermögen, die richtige Einstellung dazu und natürlich Mut! Das wichtigste ist meiner Meinung dazu aber auch der Wille, das Ganze dauerhaft durchzuziehen. Im Buch befindet sich dazu ein 5-Sekunden-Armband als Gedächtnisaufforderung.

Die Autorin schreibt in wirklich motivierenden Ton, unterlegt mit persönlichen Dankesworten vieler ihrer Nachahmer und Fans der Methode, aus dem WWW. Für meinen Geschmack ist mir zwar zu viel von Sport und Business die Rede, doch das sind wohl bei vielen der Leute die Hauptproblemzone. Schön sind dagegen die vielen motivierende Zitate die im Buch zu finden sind. Alle mit Schere markiert, wohl auch gedacht zum heraustrennen und zum positiven Nutzen, ein toller Gedanke!

Ein Satz, der mir besonders gut gefällt: „Entweder findest du einen Weg oder eine Ausrede.“ ;)

Mein Lieblingskapitel in Buch war das Kapitel 4, das wirklich einleuchtend die Zusammenhänge von Gehirn und Angst erklärt.



Ein gutes und einfaches Buch zur Selbstmotivation, mit einfacher Methodik. Sicherlich ist es ein wenig „amerikanisch“ in seiner Aufmachung und es gibt mit Sicherheit viel Wissenschaftliches zu diesem Thema, doch diesen Anspruch stellt das Buch nicht an sich.

Ist aber auch nicht die Absicht, sondern die Botschaft: „Auch du kannst es schaffen!“ und das ist doch nie verkehrt!?

Veröffentlicht am 27.06.2018

Nette Herzschmerz Unterhaltung für die gestandene Frau jenseits der 40

Ines und die grasgrüne Liebe
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Hauptprotagonistin im Roman ist Ines, Ende 40, freiberufliche Grafikerin, seit langem geschieden und Mutter einer Tochter. Ihr Umfeld versucht schon seit längerer Zeit sie zu verkuppeln und so langsam ...

Hauptprotagonistin im Roman ist Ines, Ende 40, freiberufliche Grafikerin, seit langem geschieden und Mutter einer Tochter. Ihr Umfeld versucht schon seit längerer Zeit sie zu verkuppeln und so langsam fragt sich auch Ines, ob nicht doch etwas fehlt, in ihrem aufgeräumten Leben, eine beginnende Midlifekrise könnte man sagen. Dank ihres unfallanfälligen Kanarienvogels Hugo, landet Ines eines Nachts in der Notaufnahme eines Tierarztes und trifft dort auf Mann mit Hund. Spontan verabreden sich die beiden „Herrchen“ zum gemeinsamen Frühstück und Hals über Kopf ist es um Ines geschehen, ihr Bauch ist voller Schmetterlinge, Amor hat seine Pfeile abgeschossen, sie ist verliebt….doch die Lage ist leider kompliziert!



Das Buch „Ines und die grasgrüne Liebe“ mit dem hübschen bunten Cover von der Autorin Greta Niels verspricht lustige und unterhaltsame Seiten. Allerdings entpuppt sich Ines, die Hauptperson als reichlich komplizierter Mensch. Sie hat sehr komplexe Gedankengänge, hinterfragt dies und jenes und ist auch sonst nicht ganz einfach. Zum Glück hat Ines aber auch eine äußerst humorvolle Seite, sie minnt viel ihre Aktionen mit Humor, auch wenn dieser wiederum speziell ist;)

Alles in Allem ist dieser Roman über eine Frau in den besten Jahren ganz unterhaltsam gestrickt, auch wenn man Ines des öfteren einfach mal schütteln, oder ihr einen guten Tipp geben möchte…so von Frau zu Frau;)

Der Roman liest sich flüssig und ist recht gute Unterhaltung für die gestandene Frau ab 40.

Das Ende hat mich zwar nicht so richtig überzeugen können, doch die Location Köln fand ich sehr charmant und auch die Stories drumherum um Freundschaft, Familie und ein witziges Cafehaus mit dem Namen "Grasgrüne Liebe" sind nett ausgedacht.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Zufall, Manipulation oder Hexerei, ein Buch voller unheimlicher Begebenheiten rund um ein Waisenkind

Das Böse in deinen Augen
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Das 11-jährige traumatisierte Waisenkind Ellie Atkinson wird bei einer Pflegefamilie aufgenomen, nachdem es bei einem Brand die gesamte Familie verloren hat. Die im kleinen englischen Ort Gaunt, neu zugezogene ...

Das 11-jährige traumatisierte Waisenkind Ellie Atkinson wird bei einer Pflegefamilie aufgenomen, nachdem es bei einem Brand die gesamte Familie verloren hat. Die im kleinen englischen Ort Gaunt, neu zugezogene Kinderpsychologin Imogen Raid, bekommt in ihrem neuen Job die Betreuung des Mädchens zugeteilt. Dabei stellt Imogen schnell fest, das sich um das Mädchen ein düsteres Geheimnis rankt. Ellie muss schwer unter dem Mobbing ihre Mitschüler und Lehrer leiden. Nur ihre Pflegeschwester Mary hält zu ihr, alle anderen im Ort halten Ellie für ein böses Mädchen…….

Muss man Angst vor Ellie haben!? In ihrem Psychothriller „Das Böse in deinen Augen“ schildert die Autorin Jenny Blackhurst das Martyrium eines kleinen 11 jährigen Mädchens, das ein schweres Schicksal überwinden muss und nach dem Verlust ihre Familie unter Mobbing und Missgunst zu leiden hat. Seltsame und böse Dinge passieren rund um Ellie, die für Missgunst und Angst sorgen.
Der Autorin gelingt es auch beim Leser, auf subtile Art und Weise, ein Misstrauen gegen das Kind aufzubauen. Man schwankt des öfteren zwischen großem Mitleid und Verunsicherung und fragt sich: „Kann ein kleines Mädchen wirklich so böse sein!“ So geht es auch der Psychologin Imogen, die selbst keine leichte Kindheit hatte und viel Verständnis für das Ellie aufbringt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, die Zeilen fließen dahin und auch Spannung wird kontinuierlich aufgebaut.

Leider hat mich das Buch am Ende ein wenig ratlos zurückgelassen, einige Fragen bleiben offen, doch das war anscheinend auch die Absicht der Autorin. Insgesamt in solider Psycho-Thriller mit Hang zum Übersinnlichen, der mich recht gut unterhalten hat.

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