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Veröffentlicht am 10.04.2026

Es fehlt mir ein wenig der Spritz im Limoncello

Limoncello Criminale
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Spitzenköchin Doro Ritter genießt mit ihrem Freund Vinc die Zeit im Haus ihres Vaters in Limone am schönen Gardasee. Die Beiden haben vor Ort und in der nahen Nachbarschaft schon einen sympathischen Freundeskreis ...

Spitzenköchin Doro Ritter genießt mit ihrem Freund Vinc die Zeit im Haus ihres Vaters in Limone am schönen Gardasee. Die Beiden haben vor Ort und in der nahen Nachbarschaft schon einen sympathischen Freundeskreis gefunden. Umso größer ist der Schock als kurz nach ihrer Verlobungsfeier ihre Nachbarin tot am Ufer des Gardasees liegt.

„Limoncello Criminale“ ist ein vielversprechender und spritziger Titel für einen spannenden Krimi von Gardasee und hat mich dazu verführt dieses Buch von Autorin Gudrun Grägel zu lesen.
Da es meine erste Begegnung mit der Serie war, musste ich mich zunächst einmal mit der Protagonisten auseinandersetzen, die aber zum Glück im Vorfeld gut erklärt wurden. Neben Capitano Forti von der italienischen Polizei, ermittelt aus einer für mich ungewöhnlichen ich-Perspektive Hauptprotagonistin Doro. Zunächst geht es dabei recht langsam voran, durch nicht enden wollende Ermittlungen und Überlegungen von Doro, dauerte es daher ein wenig bis ich mich in der Handlung wohlfühlte. Mit ziemlich ausführlich beschriebenen Szenarien und einem hin und her mit den Nachbarn zog sich die Geschichte gefühlt unendlich. Erst zum Ende hin kam etwas mehr Schwung ins Geschehen. Gut gefallen hat mir, das es unzählige Verdächtige gab und bis zum Schluss nicht ganz klar wurde, wer letztendlich hinter all den Morden und Mordversuchen steckte. Das Ende fand ich schlüssig mit etwas mehr Spannung versehen.
In der Handlung ging es auch immer wieder um Essen und Getränke und ein wenig Italienisch kann man bei der Lektüre auch aufschnappen. Im Anhang die Rezepte sind nett, aber auch nicht außergewöhnlich.
Mein Fazit:
Für mich ein bisschen zu langatmig, brauche einfach mehr Pep! Wird wohl nicht meine Lieblingsserie werden.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Abenteuerlich konstruiertes historisches Action-Drama um Jacob Fugger

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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Frührenaissance um 1505-
Überfälle auf die Boten und Fuhrleute von Jacob Fugger nehmen immer mehr Überhand. Um der Verschwörung auf den Grund zu gehen, schickt Jacob zwei seiner Spione sogar bis nach Venedig. ...

Frührenaissance um 1505-
Überfälle auf die Boten und Fuhrleute von Jacob Fugger nehmen immer mehr Überhand. Um der Verschwörung auf den Grund zu gehen, schickt Jacob zwei seiner Spione sogar bis nach Venedig. Dort geraten sein Bote Herwart und die ehemalige Bettlerin Afra mitten in einen Brandanschlag auf das „Fondaco dei Tedeschi“ und begegnen dabei zwei rätselhaften Personen, einer Dame ganz in Schwarz und einem weiß-gesichtigen Mann namens Zeno. Zurück in der Heimat folgen die Beiden weiteren Spuren und stolpern von einer Falle in die nächste. Ihre Gegner schrecken auch vor Mord nicht zurück!

Der historische Roman „Im Auftrag der Fugger“ mit dem Untertitel „Teufelsreigen“ ist der zweite Band einer Serie um die Augsburger Kaufmannsfamilie der Fugger und wurde verfasst von Autor Peter Dempf. Obwohl ich den ersten Teil nicht kannte, war es kein Problem der Handlung zu folgen. Zu Beginn sorgte ein kleines Personenregister für Aufklärung, das ist immer sehr hilfreich. 
Die Geschichte enthält einige interessante historische Personen und Aspekte, um die der Autor seine Story anlegt. 
Aber auch reichlich fiktive Charaktere tummeln sich in der Handlung, darunter sind Spione und Widersacher der Fugger. Hauptrolle auf der Fuggerseite spielen Herwart, Afra und deren Hund mit dem Namen des Patrons, also „Fugger“ der bei brenzligen Fällen immer zur Stelle ist und Rettung bringt. Die beiden jungen Leute agieren oft naiv und unbesonnen bei ihren Aufträgen. Solche brisanten Situationen werden vom Autor leider inflationär benutzt und wiederholen sich nach immer ähnlichen Schemata. Daher nutzen sich die Spannungsmomente im fortgeschrittenen Verlauf des Buches ab und ziehen die Geschichte immer mehr in die Länge. Letzten Endes war ich dann irgendwann froh als der Roman zu Ende war, bedauerlicherweise mit einigen offenen Fragen. 
Die Wahrscheinlichkeit auf Fortsetzung ist also gegeben. Die eigentliche sehr interessante Hintergrundgeschichte fand ich super ausgewählt, sie wird im Nachwort näher beleuchtet.

Mein Fazit:
Es wird eine wirklich interessante Zeit dargestellt, mit guter Recherche und einer brillanten Hintergrundgeschichte. Die ganze Umsetzung mit den fiktiven Personen war nicht ganz nach meinem Geschmack. Das hat mich gerade zum Ende hin leider etwas genervt.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Inspirierende Ansichten

Slow Weekends
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Dieses interessante Fachbuch mit dem Titel „Slow Weekends“, mit all seinen vielen wunderbaren Bilderansichten macht Lust darauf, die Welt zu erkunden.

Eingeteilt werden die einzelnen Abschnitte im Buch ...

Dieses interessante Fachbuch mit dem Titel „Slow Weekends“, mit all seinen vielen wunderbaren Bilderansichten macht Lust darauf, die Welt zu erkunden.

Eingeteilt werden die einzelnen Abschnitte im Buch nach der Umgebung. Die Auswahl ist dabei Länderübergreifend und es werden als Zielorientierung die Themen Berge, Wasser, Stadt, Land und Zug angeboten. Übersichtskarten dazu, werden zu Beginn der einzelnen Kapitel präsentiert. Die Anordnung und Sprünge zwischen den vorgestellten Locations sind dabei sehr weitläufig gewählt und wirkten auf mich erst einmal wild durcheinander gewürfelt. Diese Einteilung ist daher nicht ganz einfach, ich persönlich mag es lieber regional gegliedert, aber das ist sicherlich Geschmacksache. Die Beschreibungen der Tipps, Ausflüge und Fotos für die vorgestellten Regionen sind knapp gehalten, hätten für mich dabei auch gerne ausführlicher ausfallen können. Region und Orte werden nur kurz beschrieben und die Anmerkungen zu einzelnen Hotels und Locations sind schon sehr übersichtlich und wirken unvollständig.

Mein Fazit:
Eine schöne Auswahl an Ausflugs- oder Urlaubslocations, empfehlenswert als Inspiration.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Komplexe historische Heldengeschichte

Der Krieger und die Königin
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Der Frankenkönig Chlothar schickt seinen Bastard-Sohn Garibald als Botschafter zusammen mit sieben Begleitern nach Italien, zu Totila dem König der Ostgoten. Er soll Totila bei dem Kampf gegen die Oströmer ...

Der Frankenkönig Chlothar schickt seinen Bastard-Sohn Garibald als Botschafter zusammen mit sieben Begleitern nach Italien, zu Totila dem König der Ostgoten. Er soll Totila bei dem Kampf gegen die Oströmer beistehen und sich einen Namen machen, um danach seinen Großvater den Boirer-Häuptling Agilulf aufzusuchen und dessen Nachfolge als Herzog antreten. Auf dem Weg über die Alpen erleben die acht Kameraden so manche Abenteuer und müssen dabei viele Kämpfe ausfechten. Garibald begegnet auch zum ersten Mal der schönen Waltrada. Keine glückliche Stunde, denn Garibald zieht sich den Zorn der hübschen Langobardischen Prinzessin zu, die zusammen mit ihrem Bruder als Geisel zu König Theudebald gebracht wird. Das Schicksal wird die beiden wieder zusammen führen.
Der historische Roman des Autoren-Duos mit dem Titel „Der Krieger und die Königin“ beschäftigt sich intensiv mit dem ersten Herzog der Bayern, Garibald I. um 550 - 595 n. Chr. Der junge Krieger begibt sich auf einen gefährlichen Weg über die Alpen, quer durch Italien bis nach Rom. Sogar bis nach Konstantinopel darf der Leser den jungen Garibald begleiten. Durch all seine Heldentaten hat er sich am Ende seinen Titel und seine Königin redlich verdient! Obwohl der Klappentext mit der Langobardin Waltrada wirbt, kommt ihre Lebensgeschichte eigentlich nur am Rande vor.
Die Geschichte wird, wie ich es von Iny Lorentz gewohnt bin, auch bildgewaltig geschildert, doch sie ist komplex zu lesen. Mir bereitete es Schwierigkeiten all die Protagonisten und ihre Völker zu überblicken, auch die teilweise altertümlichen Ortsbezeichnungen, Reiserouten und Schlachten waren nicht leicht einzuordnen. Trotz Glossar habe ich viel recherchieren müssen, um die Reiseroute besser verfolgen zu können, da hätte ich eine Karte im Innenteil hilfreich gefunden.
Die recht unbekannte historische Geschichte um den spannenden Charakter Garibald fand ich dennoch sehr interessant, ausgesprochen schön integriert auch seine Begegnung mit dem Zwergenkönig Laurin oder der Wolfsfrau, das waren meine persönlichen Höhepunkte des Romans. Zwecks mangelnder Fakten ist zweifelsohne wohl vieles fiktiv erdacht oder aus dem Reich der Legenden, jedoch unterhaltsam und spannend eingefädelt. Die Liebelei mit der Kaufmannstochter Daphne hat viel Platz eingenommen und wäre meiner Meinung nicht nötig gewesen. Die Momente mit Waltrada finde ich dafür zu kurz gefasst, aber das ist wohl Geschmacksache.
Auf dem Cover hätte mir ein Ritter oder ein Löwenwappen besser gefallen, denn hauptsächlich dreht sich die Story um einen Krieger und nicht um eine Dame.

Mein Fazit:
Ein gut recherchierter Historienepos rund um den spannungsreichen Aufstieg der historischen Person Garibald I. erster Herzog der Bajuwaren. Insgesamt ein lehrreicher historischer Roman, denn man erfährt dabei einiges über das frühe Mittelalter und bekommt reichlich Stoff für Recherchen.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Geschichte einer entfesselten Mordlust

Du kennst sie
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Sophie Braam, eine cool erscheinende Barfrau aus Virginia sucht ihren Männerhass hinter ihrer perfekt professionellen Maske zu verstecken. Doch gerade am Neujahrsmorgen kommt es zum Eklat, Sophies letzter ...

Sophie Braam, eine cool erscheinende Barfrau aus Virginia sucht ihren Männerhass hinter ihrer perfekt professionellen Maske zu verstecken. Doch gerade am Neujahrsmorgen kommt es zum Eklat, Sophies letzter Gast Mark Dixon wird brutal ermordet aufgefunden.
Nora Martin, eine junge dunkelhäutige Polizistin und angehende Mord Ermittlerin freundet sich mit der sympathischen Sophie an. Doch ist Sophie wirklich die nett wirkende Barkeeperin und eine neue Freundin für Nora?

Dem Debüt-Thriller “Du kennst Sie” der ehemaligen Barkeeperin Meagan Jennett merkt man an, die Frau hat Erfahrung von diesem Business. Kein Job für schwache Nerven, hier sind taffe Frauen gesucht. Der Thriller beschreibt dabei nicht nur Sophies Gastronomische Welt, die sich als ziemlich nervenaufreibend entwickelt. Überraschend intensiv wird eine ziemlich frauenverachtende Gesellschaft gezeigt, mit unerwartet brutalen häuslichen Übergriffen und sehr unsympathischen männlichen Gehabe. Diese als unheimlich brutal beschriebene Männergesellschaft zeichnet ein fürchterliches und abschreckendes Bild der amerikanischen Gesellschaft, man mag sich das gar nicht vorstellen!
So brutal geht dann auch die Mörderin vor, die verfällt teilweise in einen perfiden Mordrausch, dem sie immer mehr verfällt. Insgesamt fand ich bei dem Thriller die Entwicklung dennoch sehr vorhersehbar und es fehlte mir teilweise die Spannung. Mein Highlight war Sophies Cocktailkreation, getauft auf „Men‘s Tears“, ein wirklich schräger Einfall:).
Die Idee einer Frau als Serientäterin fand ich interessant, allerdings mag ich gerne unerwartete Wendungen, diese waren mir in der Handlung leider zu rar gesät.

Mein Fazit:
Für mich ein unterhaltsamer Kriminalroman gestaltet mit einer ungezügelten Mordgier, aber der ganz große Thrill hat dann doch nicht stattgefunden.

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