Profilbild von lehmas

lehmas

Lesejury Star
offline

lehmas ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lehmas über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2026

Eine märchenhafte Wohlfühlgeschichte

The House Witch 1
0

Finlay Ashowan ist der neue Koch im Königshaus von Daxaria. Er ist ein begnadeter Koch und spürt genau, was jeder gerade braucht. Was allerdings niemand weiß, ist, dass Fin eine House Witch, eine Haushexe, ...

Finlay Ashowan ist der neue Koch im Königshaus von Daxaria. Er ist ein begnadeter Koch und spürt genau, was jeder gerade braucht. Was allerdings niemand weiß, ist, dass Fin eine House Witch, eine Haushexe, ist. Doch wie lange kann er diese Geheimnis wahren?

Fin tritt sehr forsch und ruppig auf, hat aber auch viel Gefühl. Er beschützt die Küchenhilfe Hannah vor den Rittern, die sich einen Spaß daraus machen, sie zu ärgern und sorgt dafür dass die Ritter zu Küchengehilfen degradiert werden. Und dann ist da auch noch die schöne wie auch geheimnisvolle Lady Annika.

Das Königspaar hat viele Sorgen. Sie haben einen glücklichen Prinzen und versuchen schon länger weitere Kinder zu bekommen. Nach mehreren Fehlgeburten ist die Königin wieder schwanger und auch diese Schwangerschaft ist kompliziert. Fins Begleiterin, das Kätzchen Kraken, weiß hier zu unterstützen und hält die Königin in ihren Bettlager bei Laune. Schließlich sind da auch noch Sorgen um einen nahenden Krieg mit einem anderen Königreich.

Was für ein tolles Setting mit magischer Note! Die märchenhaft anmutenden Königreich samt Politik, Spionage und Intrigen, aber eben auch viel zwischenmenschliche Beziehungen, Humor und Magie. Gerade die Küchenmagie hat mir megagut gefallen. Neben der Liebesgeschichte zwischen Fin und Annika hat mir besonders die Entwicklung von Hannah und den Küchenrittern gefallen und es ist schön zu beobachten, wie Freundschaften entstehen. Auch dass das Königspaar von Daxaria so freundlich sind, war ein echter Pluspunkt. Der Schreibstil ist dialogreich und bildstark, so dass Kopfkino vom Feinsten entsteht.

Bevor man die Geschichte kennenlernt, begeistert schon diese wunderschöne Cover mit dem tollen Farbschnitt ganz im Thema einer Haushexe und auch das Vorsatzpapier ist schön gestaltet. Man merkt dem Buch an, dass weitere Bände folgen werden. Ich hoffe, wir müssen nicht zu lange warten.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2019

Medizin für kleine Lesemuffel

Böse Jungs (Band 1)
0

"Böse Jungs" ist im Comicstil geschrieben und hat recht wenig Text. Perfekt für kleine Lesemuffel oder eben zum Lachen zwischendurch.

Mr. Wolf möchte kein böser Junge sein. Er ist großartig und nett. ...

"Böse Jungs" ist im Comicstil geschrieben und hat recht wenig Text. Perfekt für kleine Lesemuffel oder eben zum Lachen zwischendurch.

Mr. Wolf möchte kein böser Junge sein. Er ist großartig und nett. Für sein Vorhaben hat er Mr. Snake, Mr. Piranha und Mr. Shark eingeladen und staucht sie erstmal zusammen, weil sie immer nur ans Fressen denken. Die drei Gäste sollen Mitglieder des Gute-Jungs-Club werden und der Welt mit guten Taten beweisen, dass sie echte Helden sind.

Mit viel Witz und Action ist dieses Buch ruckzuck gelesen und sorgt für so manchen Lacher!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover "Fjelle und Emil"
  • Cover "Böse Jungs"
  • Bastelspaß
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 24.07.2018

Ein magisches Unterwasserabenteuer

Alea Aquarius
0

Sammy, das jüngste Mitglied der Alpha Cru, ist eines Morgens verschwunden. Ob er sich allein auf die Suche nach den Nixen gemacht hat, die Alea und die anderen am Vortag im Meer getroffen haben? Während ...

Sammy, das jüngste Mitglied der Alpha Cru, ist eines Morgens verschwunden. Ob er sich allein auf die Suche nach den Nixen gemacht hat, die Alea und die anderen am Vortag im Meer getroffen haben? Während Tess auf das Schiff aufpassen muss, machen sich Alea, Ben und Lennox auf die Suche. Zuerst rufen sie eine Findefinja, die magischen Wegweiser der Meere. Leider kann sie Sammy nicht orten. Auch der Seh-Saffier hat nur eine rätselhafte Antwort für sie. Als die drei auch noch Sammy Unterwasserkamera entdecken, befürchten sie schon das Schlimmste und bitte die Nixen um Hilfe. Am Ende wird aber alles gut!

Es geht aber nicht nur um die Suche nach Sammy, es geht auch um Freundschaft, Familie und Zusammenhalt. Außerdem wird ein wichtiges Umweltthema angesprochen: die riesigen Müllteppiche im Meer, die eine Gefahr für die Wasserlebenwesen, aber auch für Menschen sind. Einmal gefangen in riesigen Plastikfolien gibt es kein Entkommen aus eigener Kraft. Hierzu gibt es auch ein kleines Spiel am Ende des Buchs, dass das Bewusstsein stärkt, wie man Plastikmüll im Alltag vermeiden kann. Ich finde es megatoll, wenn Bücher hier schon bei Kindern Aufmerksamkeit erzielen und das Thema so ins Familienleben hineingetragen wird.

Die Illustrationen von Claudia Carls sind wunderschön und hervorragend unpink und unkitschig. Damit ist das Buch eigentlich auch wunderbar für Jungs geeignet, zumal es mit Ben und Lennox auch zwei starke Jungsfiguren gibt und Sammy bewirkt, dass es sogar mehr Jungs als Mädchen in der Alpha Cru gibt. Mein großer Räuber lies sich das Buch sehr gern vorlesen und fand vor allem die Finde-Finja und den Seh-Saffier toll. Allerdings taucht auf dem Cover keines dieser Wesen und auch keiner der Jungs auf, womit im Laden wohl leider eher wenige Jungs und Jungsmamas einen Blick hineinwerfen werden. Hier wurde meines Erachtens etwas Potential verschenkt, denn die Geschichte ist für Jungs mindestens genauso toll wie für Mädchen!

Veröffentlicht am 18.06.2018

Ein spannende Feriengeschichte mit magischen Elementen rund ums Träumen!

Das Hotel der verzauberten Träume - Fräulein Apfels Geheimnis (Das Hotel der verzauberten Träume 1)
0

Joëlle und ihre Familie sind auf dem Weg in den Urlaub. Das Ziel ist ein Clubhotel am Strand mit allem drum und dran. Die Vorfreude ist groß und Entsetzen auch, als sie statt im erträumten Hotel ...

Joëlle und ihre Familie sind auf dem Weg in den Urlaub. Das Ziel ist ein Clubhotel am Strand mit allem drum und dran. Die Vorfreude ist groß und Entsetzen auch, als sie statt im erträumten Hotel an der Nordsee, in einem kleinen Örtchen an der Ostsee landen, 400km weit vom eigentlichen Ziel entfernt. Wie das passieren konnte? Joëlles Mutter hat sich bei der Eingabe des Ziels ins Navi vertan. Nur ein kleiner Buchstabenverwechsler, aber mit großer Auswirkung. (An der Stelle muss ich aber auch sagen, dass der Fahrer sich nicht beschweren sollte. Bei 400km Differenz hätte es ihm auch schon früher auffallen können, dass die Strecke nicht stimmt.) Da es schon spät ist, beschließen sie, die Nacht im örtlichen Hotel zu verbringen. Hier werden sie von Frau Apfel, Dackel Dornröschen und Gans Agathe empfangen.

Als dann auch noch das Auto kaputt ist und die Beschaffung der Ersatzteils längere Zeit in Anspruch nimmt, passt das Joëlle und ihrem Bruder Lancelot ganz gut, denn schon in der ersten Nacht haben sie herausgefunden, dass in diesem Hotel etwas nicht stimmt. Und nach und nach kommen sie einem magischen Geheimnis auf die Spur.

Diese spannende Feriengeschichte wird uns von Joëlle erzählt. Joëlle ist übrigens französisch und heißt "Freude". Und der Name passt auch prima zu ihr, denn im Freuen ist sie echt gut und dass ihr Nachname dann auch noch Fröhlich ist, passt doppelt. Bei ihrem Bruder Lancelot hingegen hatten die Eltern nicht so ein gutes Händchen bei der Namenswahl. Die beiden sind typische Geschwister, die sich auch mal streiten, aber insgesamt gesehen geben sie ein gutes Team ab. Obwohl Joëlle diejenige mit der besonderen Fähigkeit ist und auch die Geschichte erzählt, haben Lancelot und Benny auch eine große Rolle inne. Das Buch ist somit wunderbar für Mädchen und Jungen geeignet.

Ich liebe ja besondere Nebendarsteller, die einem Buch einen besonderen Charme geben. In diesem Fall sind es der Dackel Dornröschen und die Gans Agathe. Eine im Haus lebende Gans ist schon ungewöhnlich und ein Dackel mit dem Namen Dornröschen allemal.

Die Illustrationen wurden von Gloria Jasionowski erstellt. Erfreulicherweise sind sie in Farbe, was in Kinderbüchern ab 8 Jahren eher selten vorkommt. Vor jedem Kapitel gibt es eine kleine Illustration und etwa in der Mitte zusätzlich einige komplett eingefärbte Seiten mit einem Bild.

Fazit: Ein spannende Feriengeschichte mit magischen Elementen rund ums Träumen!

Veröffentlicht am 27.04.2018

Ein lebendiges Vorleseerlebnis, ein witziges Ende und liebevolle Illustrationen

Zwei für mich, einer für dich
1

Der Bär findet auf dem Heimweg 3 Pilze. Sein Freund Wiesel bereitet diese zum Abendessen zu. Der Bär will austeilen: zwei für ihn und einen für das Wiesel. Aber das Wiesel ist der Meinung, dass es genau ...

Der Bär findet auf dem Heimweg 3 Pilze. Sein Freund Wiesel bereitet diese zum Abendessen zu. Der Bär will austeilen: zwei für ihn und einen für das Wiesel. Aber das Wiesel ist der Meinung, dass es genau anders herum sein muss. Und schon donnern sich die beiden die Argumente um die Ohren: der eine hat die Pilze gefunden, der andere zubereitet, der eine ist größer, aber der andere will noch wachsen usw. Bei allem Streit merken sie gar nicht, was da im Hintergrund passiert. Der eine Streit ist gelöst, die Pilze schmecken so gut wie nie zuvor, aber das Wiesel hat da noch eine Überraschung: es hat drei Walderdbeeren für den Nachtisch gefunden? Was dann passiert, bleibt offen. Dieses etwas offene Ende regt die Fantasie der Leser an. Wie wird es wohl weitergehen? Werden sie wieder streiten?

Das Buch ist definitiv lustig! Es bietet sich geradezu an, dem Bär und dem Wiesel eine eigene Stimme zu verleihen und sich als Vorleser dann so richtig in den Streit reinzusteigern. Die Zuhörer haben ihre Freude daran! Und am Ende kann man wunderbar diskutieren. Wie hättest du die drei Pilze aufgeteilt? Vielleicht bekommt ihr auch eine Antwort wie ich vom meinem kleinen Räuber: „Du bekommst sie alle, Mama. Ich mag keine Pilze. Aber dafür bekomme ich dann alle Erdbeeren!“ Ist das fair?

Interessant fand ich auch den Handlungsort. Wir befinden uns im Wald, aber das Wiesel kocht in einer richtigen Küche unter freien Himmel, ein paar Pfannen hängen an den Ästen und an den Bäumen sind Regale und Bilder angebracht. Wo ich lachen musste: Am Esstisch gibt es einen halben Baumstamm als Sitz für den Bären (erinnert an einen rustikalen Picknickplatz) und das kleine Wiesel hat einen höhenverstellbaren Kinderstuhl wie ihn wohl viele Kinder kennen. Eine witzige Mischung zwischen Wohnung und freier Natur.

Fazit: Das Buch bietet den Anreiz, um über Gerechtigkeit und Fairness zu diskutieren, aber ist in erster Linie auch einfach ein lustiges Vorleseerlebnis!