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Veröffentlicht am 15.11.2018

Teilweise etwas wenig Spannung

American Royals - Wer wir auch sind
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American Royals war ein Buch, dass ich sah und haben musste. Ich glaube, es war einfach das Cover: schwarz und einfach edel und schon bin ich dabei:)

Klappentext:

Die junge Madison will die Welt verändern ...

American Royals war ein Buch, dass ich sah und haben musste. Ich glaube, es war einfach das Cover: schwarz und einfach edel und schon bin ich dabei:)

Klappentext:

Die junge Madison will die Welt verändern und schießt dabei gern mal über das Ziel hinaus. Als sie nach einer Rettungsaktion in Polizeigewahrsam genommen wird, hat ihr Vater, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, endgültig genug. Maddie muss Sozialstunden ableisten - ausgerechnet bei Jake Simmon. Der Sohn der Vizepräsidentin und sie könnten unterschiedlicher nicht sein, doch seit einem schweren Unfall ist Jake nicht mehr der perfekte Politikersohn, der er einmal war. Er merkt bald, dass Maddie und ihn mehr verbindet, als er zugeben wollte - auch wenn sie so tabu für ihn ist wie niemand sonst auf der Welt.

Zum Schreibstil:

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Manchmal hatte ich das Gefühl, es trampelt ein bisschen auf der Stelle, kam also nicht so recht voran. Da fehlte manchmal einfach etwas Spannung und auch das Prickeln zwischen den Charakteren war nicht so beschrieben, dass ich wirklich mitgerissen worden wäre.



Die Charaktere:

In dem Buch treffen wir zwei Charaktere, die ein völlig gegensätzliches Leben führen, als zum Beispiel ich es führe. So ist ihr Alltag und vor allem ihr Interesse an Freizeitaktivitäten ein ganz anderes, was ich sehr spannend fand, denn die beiden haben sich da interessante Sachen gesucht. Maddie ist die Tierschützerin mit dem großen Herz, die aber auch ein Gefühl für Politik zu haben scheint, Jake der Goldjunge, der nach außen hin perfekt ist, innerlich aber mit seinen Dämonen zu kämpfen hat. Beide Charaktere fand ich gut beschrieben, sowohl von innen, als auch von außen. Man lernte beide immer besser kennen und drang dadurch immer weiter in sie ein. Besonders bei Jake hat das für allerlei Spannungen gesorgt.

Manchmal fand ich aber, dass sich die Autorin zu sehr auf den Images der Charaktere ausruht. Da hätte vielleicht teilweise noch mehr Handlung in ihrem Bereich von den beiden kommen können. So blieben zum Beispiel Jakes Psychologengespräche für den Leser im Dunkeln, was ich sehr schade fand. Da wäre Platz gewesen, um Jake noch besser kennenzulernen.
Alles in allem, habe ich beide aber schnell schätzen gelernt und fand besonders ihre Entwicklung, auch unter Einbindung des späteren Epilogs, sehr schön gemacht.



Zur Geschichte allgemein:

Maddie und Jake kennen sich schon länger und so nimmt die Geschichte am Anfang schnell Fahrt auf, denn das Kennenlernen bleibt praktisch aus. Danach wird ziemlich schnell klar, dass die Geschichte sich zu einem Großteil auf das Thema Heimkehrer aus dem Krieg und deren Probleme zurück in der Heimat stützt. So gibt es nicht nur Jake, sondern auch den Familienvater Cyrus. Die kleine Familie ist wirklich herzallerliebt und hat viel Frische in die Geschichte gebracht.

Daneben sind Jake und Maddie natürlich Mitglieder des Weißen Hauses und haben dementsprechend ein etwas anderes Alltagsleben. Dem hätte man vielleicht noch ein bisschen mehr Inhalt geben können, denn bis auf Maddies Gesetzesentwurf und ihre Bekanntheit allgemein, ist das eigentlich kein großer Teil der Geschichte. Mir kam es so vor, als hätte es sich die Autorin damit etwas leichter gemacht, als es eigentlich ist.

Vom Aufbau her fand ich die Geschichte sehr schön. Durch die wechselnden Perspektiven wurde die Katastrophe schön aufgebauscht. Allerdings fehlte mir doch in vielen Teilen des Buches die Spannung. Erst auf dem letzten Viertel hat mich die Geschichte richtig gepackt und wahrscheinlich auch nur, weil plötzlich nicht mehr alles Friede-Freude-Eierkuchen war. Davor hatte sich alles immer erstaunlich einfach und unkompliziert geklärt.

Fazit:
Für mich war das Buch interessant zu lesen, weil das Thema Kriegsheimkehrer in Verbindung mit den “American Royals” eine coole Mischung ergab. Von der Art her ist es auf jeden Fall ein schöner New Adult-Roman. Allerdings hat mir etwas Spannung und das Prickeln zwischen den Charakteren gefehlt. Einige Teile blieben einfach etwas flach.

Gerade so 4 von 5 Sterne von mir. 

Vielen Dank an Netgalley.de und den LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar!




Veröffentlicht am 28.09.2018

Ein guter zweiter Teil

This is Love - Travis & Viola
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Nachdem der erste Teil mit einem ziemlich fiesen Cliffhänger geendet hat, war der zweite Teil praktisch Pflicht:)

Meine Meinung:

Travis und Viola müssen sich in diesem Band der Realität stellen. Job, ...

Nachdem der erste Teil mit einem ziemlich fiesen Cliffhänger geendet hat, war der zweite Teil praktisch Pflicht:)

Meine Meinung:

Travis und Viola müssen sich in diesem Band der Realität stellen. Job, der Unfall, die Vergangenheit... das führt dazu, dass beide sich entwickeln und der Sex zum Glück, im ersten Band war es mit ihm etwas zu gut gemeint, nicht mehr an erster Stelle bei allem steht.

Dadurch wird die Geschichte authentischer und die Liebesbeziehung zwischen den beiden beweist sich.

Wie schon im Teil davor schreibt das Autorenduo flüssig und locker, sodass man den hitzigen und oft lustigen Dialogen gut folgen konnte. Die Perspektivwechsel zwischen Viola und Travis helfen die beiden Charaktere besser zu verstehen und sich mit ihnen zu identifizieren.

Der Handlungsablauf dagegen wurde leider öfters gestört. Einige Sachen waren nicht nachvollziehbar oder wirkten fehl am Platz, weil davor etwas zu fehlen schien.

Diese Schwäche schmäht aber zum Glück nicht die Liebesgeschichte. Die wird schön weitererzählt, hat aber im Vergleich zum ersten Band etwas an Hitzigkeit verloren. Das hat mich etwas überrascht.

Zudem wurden einige Themen, die vielleicht mehr Platz verdient hätten, etwas zu sehr verdrängt. Dadurch verlor die Geschichte für mich leider an Tiefe, die sich so wunderbar zu der Authentizität gepasst hätte.

Das Ende kann man so oder so sehen. Ich bin mir sicher, dass einige etwas anderes erwartet hätten. Ich fand es so aber ganz gut. Es passt zu den beiden.

Fazit:

Die Geschichte war ein mehr oder weniger passender Abschluss für Travis und Viola. Je nachdem, wie man das Ende sehen will. Wie schon im ersten Teil trifft man hier jedoch auf einen flüssigen Schreibstil, hitzige und tolle Charaktere und man wird definitiv auf Courtney und Drew neugierig gemacht, um die es in einem neuen Band gehen wird.

Eine Geschichte zum Mitfiebern, die ein paar kleinere Schwächen hat.

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 06.09.2018

Tolles Cover, schöne Story!

BeastSoul
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Auf dieses Buch wird man durch das Cover aufmerksam, oder? In ihm steckt aber noch mehr:)

Klappentext:

Märchen enthalten einen Funken Wahrheit.

Finya hat nie damit gerechnet, eines Tages in einem dieser ...

Auf dieses Buch wird man durch das Cover aufmerksam, oder? In ihm steckt aber noch mehr:)

Klappentext:

Märchen enthalten einen Funken Wahrheit.

Finya hat nie damit gerechnet, eines Tages in einem dieser fantastischen und magischen Abenteuer zu landen, die sie bisher nur aus ihren Büchern kennt. Von einem Moment auf den anderen wird ihre Welt völlig auf den Kopf gestellt.

Träume werden zur Realität.

In Arcanus, der Akademie für Beasttamer, lernt sie nicht nur, ihre elementaren Kräfte zu kontrollieren, sondern auch ihr Beast kennen. Und Leonèl ist wahrlich das Biest in Person.

Legenden werden neu geschrieben.

Doch der Schein des Sternenlichts birgt ebenso Finsternis. Dunkle Schatten machen Jagd auf sie, Freunde und Feinde werden zu Bestien und nur die Sterne können ihr den rechten Weg weisen.

Willkommen in Nebula Astérì.

Cover:

Das Cover hat mich sofort gelockt. Es ist einfach wunderschön und ,wie ich nun im Nachhinein weiß, passt es auch super zur Geschichte. Auf jeden Fall ein Hingucker für´s Regal!

Schreibstil:

An den Schreibstil musste ich mich erst ein bisschen gewöhnen. Er ist sehr locker und auch fast durchgehend flüssig, allerdings hätten gerade anfangs meines Erachtens nach ruhig ein paar Sätze gestrichen werden können. Neben Wiederholungen waren da auch einige, die etwas phrasisch wirkten und nicht nötig gewesen wären. Ich bin da ja eher eine Verfechterin des Beschreibens und der Leser zieht dann selbst die Schlüsse daraus. Nach und nach wurde es aber besser und es hat mich immer weniger gestört. Man kann es trotzdem sehr gut lesen. Das Magische der Welt kommt durch viele Beschreibungen auf jeden Fall gut zur Geltung.



Charaktere:

Das Buch ist fast durchgehend aus Finyas Perspektive geschrieben. So müssen wir Leser damit klar kommen, dass sie noch etwas unerfahren ist, was neue Freundschaften, die Liebe und vor allem diese neue Welt angeht. Öfters mal war sie mir ein ganz bisschen zu naiv, aber ich konnte es entschuldigen, weil sie gleichzeitig so erfrischend jugendlich beschrieben wurde, dass es einfach zu ihr passte. Sowieso war sie mir sehr sympathisch, weil doch alles sehr echt erschien und ich sie als unheimlich treue und umsichtige Persönlichkeit kennengelernt habe. Ihr erster Gedanke gilt stets ihren Freunden und das ihr liebstes Hobby lesen ist, hebt sie schon mal auf eine tolle Ebene;)

Bei Leonèl war vom ersten Augenblick klar, dass er der Bad Boy in der Geschichte sein wird. Unnahbar, teilweise verletzend, arrogant. Ich muss zugeben, dass ich ihn deshalb am Anfang nicht wirklich leiden konnte. Nach und nach hat er jedoch etwas unter seine Fassade blicken lassen und auf einmal war er einer der spannendsten Inhalte der Geschichte. Seine Vergangenheit ist ebenso geheimnisvoll, wie viele seiner Aussagen. Ich hätte mir oft für ihn gewünscht, dass Finya vielleicht auch in Bezug auf ihn forscher und aufmerksamer wird. Durch ihre Freunde hat sie da schon viel Stärke erlangt. Allerdings traut sie sich noch nicht so ganz an Leonèl heran und so bin ich gespannt, was wir in den nächsten Teilen noch über ihn erfahren werden.

Ziemlich schnell bildet sich eine kleine Gruppe. Freunde, die sich um Finya scharen und die sie durch ihre Abenteuer begleiten. Alle habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Jeder hat eine Persönlichkeit erhalten und man merkte, wie liebenswert sie waren, sodass Finyas Verhalten ihnen gegenüber mehr als nachvollziehbar waren. Für mich dienten sie aber hauptsächlich dem Aspekt "Freundschaft", den das Buch sozusagen aufgreift. Ein paar mehr Informationen über ihr Leben, ihre Vergangenheit, hätten sie vielleicht noch zu mehr gemacht. Das kann aber ja noch kommen. Es hat mich so nicht gestört.

Zur Geschichte:

Die Geschichte liefert einen durchweg spannenden Handlungsverlauf. In diesem Kontext fand ich besonders die Antagonisten Isaac und Scarlett sehr gelungen. Sie wirkten auf mich echt böse und stellten eine Bedrohung dar, mit der ich in Bezug auf die jugendliche Finya gar nicht gerechnet hätte. Neben ihren Motiven bin ich außerdem unheimlich neugierig, was es mit der Beziehung zwischen den beiden auf sich hat.

Nebula Asteri war für mich so ganz gut beschrieben. Ich fühlte mich wirklich, als liefe ich dort durch die Gänge oder könnte dann gleich durch meinen Spiegel treten. Die Idee der Geschichte war echt interessant und lieferte immer wieder Überraschungen, die die Spannung hochtrieben. Dazu natürlich Leonèls undurchschaubares Verhalten:) Was mir etwas zu wenig war, war der Alltag und quasi die Grundsätze der Welt. So waren die Abenteuer zwar spannend und da, allerdings habe ich bis zuletzt nicht verstanden, was sie überhaupt im Unterricht gelernt haben und besonders das Training ihrer Kräfte war mir zu wenig. Am Ende hatte ich nochmal die Hoffnung, dass sich im Kontext der Partnerbeziehung noch einiges aufklären würde, allerdings habe ich ebenfalls bis jetzt noch nicht ganz verstanden was die Partnerschaft im Kampf ausmacht. Mehr schreibe ich dazu jetzt mal nicht. Ich will ja nicht spoilern:)

Positiv fand ich wieder die Entwicklung der Beziehung zwischen Leonél und Finya. Das diese nicht von einem Tag auf den anderen mehr als gut wird, war nur realistisch und hat der Geschichte viel gegeben. Es war gut mit den Charakteren der beiden abgestimmt und ich bin wirklich gespannt, was da jetzt noch kommt. Zu erwähnen ist dann hier wohl auch das Thema Liebe, dass Finya ganz jugendlich unschuldig angeht. Auch das passt so super in die Geschichte.

Fazit:

Für mich hatte das Buch hier und da einige Schwachstellen, allerdings fand ich die Idee an sich sehr gut und auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Ich denke da kann noch viel mehr draus werden. Für ein Debut-Roman auf jeden Fall ein Kracher:)

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 03.06.2018

Zwischen zweien kann auch keiner bedeuten

Thoughtless
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Uff, dieses Buch hat es gefühlstechnisch echt in sich. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen habe, das so viele Auf und Ab's aufweist und bei dem man dermaßen mitfiebert ...

Uff, dieses Buch hat es gefühlstechnisch echt in sich. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein Buch gelesen habe, das so viele Auf und Ab's aufweist und bei dem man dermaßen mitfiebert und leidet. Das muss ich jetzt erst mal verdauen und ich bin gespannt, wann ich mich dem nächsten Teil der Reihe zuwende.



Zum Inhalt:

Kiera und Denny sind auf dem Weg in ein neues Leben, das sie in ihrer Beziehung unabhängig von ihren Eltern leben lässt. Eine neue Uni für Kiera, ein grandioses Praktium für Denny und dazu noch die passende Wohngelegenheit bei einem alten Freund von Denny: Kellan.

Dieses Leben stellt ihre Beziehung allerdings auf ganz neue Proben. Denny muss sich auf einmal entscheiden, wie wichtig ihm die Beziehung zu Kiera ist und Kiera findet immer mehr zu ihrer beider Mitbewohner Kellan. Der ist nicht nur ein Rockgott, unwahrscheinlich sexy und gut aussehend, sondern berührt Kiera auch noch auf eine ganz andere Art und Weise, die sie sich nie hätte erträumen lassen. Für wen wird sie sich entscheiden?



Zum Buch:

Das Buch hat 640 Seiten und ich hätte es niemals so lange durchgehalten, wenn der Schreibstil nicht gut gewesen wäre. Hier also nichts zu beanstanden.



Alle Hauptcharaktere lernt man ziemlich schnell kennen und lieben. Kiera sehnt sich nach Sicherheit und Geborgenheit und kann gleichzeitig immer mal wieder den Mund nicht halten, wodurch ihr Bemerkungen entweichen, die einen schmunzeln lassen, weil sie doch eigentlich keiner ausspricht. So wird sie für mich sehr authentisch. Zudem schafft es die Autorin Kiera so unschuldig und gutgläubig darzustellen, dass einem ihre anfänglichen Schwierigkeiten in Bezug auf die beiden Jungs relativ gut verständlich gemacht werden und man mit ihr mitfühlen und mitzweifeln kann. Gegen Ende des Buches hin hätte ich mir manchmal gewünscht, dass sie wieder zu ihrer alten Form zurückfindet und sagt was sie denkt, anstatt immer wieder zu einem Eisblock zu erstarren. Vieles wäre den Beiden dann wohl erspart geblieben, vor allem weil es ziemlich am Ende doch eigentlich klar war was sie fühlen und wie sie zueinander stehen. Da hat es mich ein bisschen genervt, dass das Happy End nur ausbleibt, weil Kiera den Mund nicht aufbekommt.



Kellan habe ich ebenfalls lieben gelernt. Denny kam auch ganz gut rüber, aber da es von Anfang an ziemlich klar war, dass er den kürzeren ziehen würde und mir da auch einfach die Leidenschaft und Liebe gefehlt hat, habe ich Denny glaube ich gar nicht so die Chance gegeben auf mich zu wirken. Er schien mir aber ein toller Kerl zu sein, nur eben nicht der Richtige für Kiera.

Kellan dagegen überzeugt für mich auf so vielen Ebenen. Die Autorin hat es für mich bei ihm grandios geschafft seine Rockstar-Seite, die cool, sexy und frauenliebend ist, mit seiner verletzlichen Seite zusammenzufügen. Seine Gefühle wirkten auf mich immer sehr echt und ich konnte ihn gut verstehen. Ehrlich gesagt war er für mich derjenige in diesem Buch, mit dem ich am meisten Mitgefühl empfinden konnte und mit dem ich am meisten mitgegangen und gelitten habe, auch wenn Kiera die Erzählerin ist.



Wenn man ihn in Beziehung zu Kiera sieht, dann versteht man ihn schon so viel früher als sie es tut und bekommt hier sehr gut dargestellt, dass das Gegenteil von Liebe nun mal Hass ist. An einer Stelle im Buch wird erwähnt, dass eine Beziehung aus Liebe, Leidenschaft und Freundschaft besteht. Alle drei Komponenten sind bei Kellan und Kiera durchgängig vertreten und ich habe es geliebt ihre zusammen verbrachten Momente mitzuerleben. Man muss jedoch auch stark sein, was ihre Beziehung angeht. Die vielen Auf und Ab's. Die teilweise Blindheit von Kiera und Denny, den man auch nicht verletzt sehen will, machen einem beim Lesen manchmal deutlich zu schaffen.

Ich denke, wenn die Autorin die Charaktere nicht so erschaffen hätte, wie sie in diesem Buch zu finden sind, dann hätte ich das Buch niemals bis zum Ende gelesen.



Fazit: Dieses Buch enthält so viele Gefühle und man leidet so sehr mit, dass es einen ganz schön umhauen kann. Für mich hat es aber dennoch überzeugt, denn es ist wirklich gut geschrieben, die Charaktere sind toll und es ist eben nicht immer alles so einfach, wie man es gerne hätte. Für diejenigen, die jedoch lieber eine gradlinigere Liebesgeschichte lesen wollen oder sehr schnell von einer Protagonistin, die nicht so recht weiß was sie will, genervt sind, ist dieses Buch wohl nichts.

Alle anderen: lest es!

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 25.03.2026

Schwieriges Thema, humorvoll verpackt

fundamentalös
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Schreibstil:
Ich glaube, ich war noch nie so verwirrt von einem Schreibstil. Nicht, weil er nicht fließend lesbar war, sondern weil er so gar nicht zu dem Thema des Buches passen wollte. Aber vielleicht ...

Schreibstil:
Ich glaube, ich war noch nie so verwirrt von einem Schreibstil. Nicht, weil er nicht fließend lesbar war, sondern weil er so gar nicht zu dem Thema des Buches passen wollte. Aber vielleicht machte auch gerade er das Buch überhaupt lesbar…
Jedenfalls ist der Schreibstil der Autorin sehr interessant gewesen. Er war roh, geradezu plakativ. In einem Ton, der locker und rau Witze riss, die mich jedes Mal haben sehr überrascht, die Augenbrauen hochziehen und gleichzeitig haben schmunzeln lassen, fühlte ich mich wie zwischen Teenagern.
Ich fand das Buch durch den Schreibstil sehr gut lesbar und fand, er bot eine Art Safespace in der Handlung, der von dem eigentlich sehr schwierigen Thema ablenkte. Gleichzeitig war er manchmal aber auch einfach etwas drüber. Das musste man wegstecken können.

Die Geschichte – Kriminologin mit gebrochenem Herzen fliegt in den Irak, um Frauen zu helfen, ohne dass ihr jemand hilft

Hauptprotagonistin und einzige Erzählperspektive ist Nadia. Ich habe schnell in das Buch hineingefunden, denn es geht direkt los: der Flug in den Irak steht an. Und plötzlich ist alles fremd und ungewiss. Nicht nur für die Protagonistin, sondern auch für mich, denn vom Irak habe ich bisher nur aus den Medien gehört und keine Ahnung, was mein Bild von diesem Land ausgemalt wirklich war, aber ehrlich gesagt hatte ich es mir einfach nur grausam vorgestellt. Mit Nadia bekam ich jetzt die Chance, den Irak anders kennenzulernen. Denn: Es gibt dort noch Leben, noch unbeschädigte Areale und noch Menschen, die an der Hoffnung festhalten.
Das fand ich wirklich gut beschrieben in dem Buch. Wie es ist, dort als Ausländerin zu leben. Was Alltag dort bedeutet und wie einschränkend, aber auch privilegiert die UN-Personen dort leben. Man merkte, dass die Autorin wusste, was sie dort beschrieb, weil sie sich einerseits nicht mit rosigen Beschreibungen aufhielt, gleichzeitig aber auch keine Klischees von Kriegslandvorstellungen hervorrief. Natürlich kann ich nicht sagen, ob es da jetzt wirklich so aussieht, oder ob die Autorin letztlich doch ein Fantasiebild geschaffen hat, aber es fühlte sich real an, weil es nichts wollte, sondern lediglich still mitteilte.

So gehörte Korruption dort zum Alltag, genauso wie die Aussichtslosigkeit, die mit der Bürokratie einherging und der sich auch Nadia stellen musste. Generell vergegenwärtigte dieses Buch in vielen Szenen, wie sehr die Arbeit mit Menschen, die keiner so richtig haben will, an allen Ecken und Enden behindert wird und wie sehr sich die Menschen, die für diese kämpfen, dabei selbst aufgeben müssen bzw. sich sonst abschirmen müssen. Das ist eine wichtige Message, die man so oder so aus dieser Geschichte mitnimmt. Ganz unabhängig davon, wie einem das Buch oder die Hauptprotagonistin gefallen hat.

Nadia – verlassen, allein und jetzt im Irak, wo sie eine jüngere Version ihrer selbst trifft

Nadia ist eine dieser Figuren, zu der man eher eine gespaltene Meinung hat. Ich fand sie nie vollständig sympathisch, weil sie auf mich auf den ersten Blick sehr schwach wirkte. Sie trauerte immer noch ihrer Freundin hinterher, machte alles Darauffolgende nur, weil es sich gerade so ergab und stürzte sich dann viel zu schnell in ein Projekt, das wenig mit einem konkreten Ziel, sondern vielmehr mit ihren eigenen Gefühlen zu tun hatte. Dazwischen isst sie Schokoriegel und hat Sex. Sie ist geradezu das Gegenteil von dem, was man von jemandem in ihrer Position erwartete und das machte die Sache irgendwie spannend. Teilweise war sie wenig reflektiert, teilweise deckte sie aber auch Probleme auf, die erst durch ihre „normale“ Sicht auf die Dinge sichtbar wurden. Eine Protagonistin also, die nicht gefallen wollte und sich irgendwo in alldem selbst fand.

Die Auseinandersetzung mit dem ganzen Problem vor Ort war zwar irgendwo Hauptthema dieser Geschichte, gleichzeitig fokussierte sich Nadia aber so sehr auf Sara, in der sie sich selbst wieder erkannte, dass der eigentliche Sinn ihrer Arbeit etwas in Vergessenheit geriet. Manchmal geradezu blockiert wurde. Das war nachvollziehbar beschrieben und passte gut zu Nadias Charakter, hat mich aber auch manchmal etwas enttäuscht, weil ich so gerne mehr über die Frauen dort vor Ort erfahren hätte. So musste ich lange warten, bis die Geschichte auch im Hinblick auf diesen Aspekt endlich Fahrt aufnahm.

Die Fragen hinter der Geschichte – zwischen Setting & Figuren

Denn: Die Perspektiven fehlten mir hier einfach. Es gab Sara, die so gut wie nichts erzählte, dann noch zwei andere und natürlich die Erzählungen der anderen UN-Mitarbeitenden. All dies wurde aber sehr kurz gehalten. Jeder dachte an sein eigenes Wohl und höchstens noch an seine eigene Aufgabe, sodass selten wirklich ernste Gespräche darüber aufkamen, was mit all den anderen Frauen passieren sollte. Wieso sie überhaupt in diese Situation gekommen waren. Ja, mir fehlte einfach etwas die Auseinandersetzung mit der Frage: Wie werde ich zur IS-Braut? Was treibt mich an? Wann bereue ich es? Kommt man da wieder raus?
Auch wenn es sich alles genau so authentisch in die Geschichte eingliederte, fragte ich mich also manchmal nach der Sinnhaftigkeit mancher Szenen oder Figuren. Warum waren sie da, wenn sie doch gar keinen wichtigen Anstoß für die Denkprozesse hinter dem Offensichtlichen lieferten?

Einige der Fragen wurden mehr oder weniger indirekt beantwortet. Und ja, die Hoffnungslosigkeit, die da mitschwang konnte ich gut spüren, aber die Gedanken gingen für mich nicht weiter. Die Botschaft war quasi: Wenn ich keine Muslima bin, kann ich nicht in die Verlegenheit geraten, vom IS rekrutiert zu werden. Und die, die rekrutiert werden, sind auch nur solche, die ein schwieriges oder instabiles Familienverhältnis haben. Aber ist da nicht noch mehr? Ist Manipulation nicht ein großes Thema? Das fehlte mir komplett.
Auch Nadias Auseinandersetzung mit diesem Thema wurde nur sehr knapp gehalten. Es gibt zwar ein paar Rückblicke und Gedankenblitze, aber ziemlich schnell konzentriert sie sich lieber auf anderes, als weiterzudenken. Ich weiß nicht, ob ich da blauäugig bin, aber ich mich selbst hätte die Erkenntnis, dass ich vielleicht fast selbst zur IS-Braut geworden wäre, in eine Sinnkrise geschickt. Ich hätte wissen wollen, warum ich anfällig war, warum ich dem aber nicht nachgegeben habe. Und vor allem, wie man verhindern kann, dass andere Mädchen und junge Frauen sich davon locken lassen.

Untereinander benahmen sich die Figuren wie auf einer Klassenfahrt. Es wurden Scherze gemacht, Witze gerissen, getrunken und Leute in die Pfanne gehauen. Definitiv der Safespace, den die Figuren benötigten, um mit all dem zurecht zu kommen und ja, diese humorvollen Passagen haben die Geschichte definitiv besser verdaulich für mich als Leserin gemacht. Manchmal war es mir aber schon ein wenig zu humorvoll, zu wenig ernst.

Der Handlungsverlauf – Locker bis heiter, frech bis schamlos, spannend bis zum Verlust des Fokus

Das, was mich dann wirklich interessierte (worauf die Geschichte eigentlich auch von Anfang an zulief), passierte erst im letzten Viertel. Da war es dann auch nochmal richtig spannend, wenn auch ziemlich rosarot muss ich sagen. Es gibt eine überraschende Wendung und auch die Ernsthaftigkeit der Situation wird nochmal deutlich, aber ganz am Ende fehlte mir der Bezug zur Realität. Da lief es einfach so aus. I mean: Was hat Nadia jetzt aus der ganzen Geschichte mitgenommen? Wenn ich solche Fragen für mich selbst nach dem Lesen des Buches nicht beantworten kann, dann frage ich mich, wie sehr sie sich wirklich entwickelt hat.

Auch den Erzählstrang mit Rosie fand ich letztlich etwas wild gewählt, weil er so wenig mit der eigentlichen Geschichte und Nadias Entwicklung zu tun hatte. Er war eine Begleiterscheinung, ein Nebenflirren, das hervorkam, wenn Nadia kurz nicht wusste, woran sie sonst denken sollte. Und das betraf noch andere Erzählstränge in diesem Buch, sodass ich mir in Bezug auf diese gewünscht hätte, sie wären entweder nicht erwähnt worden oder hätten mehr Einfluss auf Nadia gehabt.

Fazit:
Diese Geschichte erzählt rau und schamlos mit viel Humor von einem Thema, dass alles andere als das ist. Trotzdem funktioniert es gut miteinander, weil die Geschichte offensichtlich zeigen und nicht direkt urteilen will. Mir war es manchmal etwas zu wenig ernst und ich hätte mir eine Protagonistin gewünscht, die sich tiefer mit den Themen beschäftigt, statt vieles nur anzuschneiden, um es dann fallen zu lassen.
So ließ sich das Buch wunderbar schnell lesen und schafft es, das Thema IS-Frauen in den Köpfen der Leser:innen zu etwas werden zu lassen, was Substanz hat, gleichzeitig eröffnet es aber auch nicht wirklich eine Auseinandersetzung mit dem Thema.

Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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